DEF0001390MA - Verfahren und Einrichtung zur Konservierung von Einkochgut - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Konservierung von Einkochgut

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DEF0001390MA
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preserving
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pump
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English (en)
Inventor
Otto Heinrich Bad Wildungen Fennel
Original Assignee
Fennel, Wlhelm Otto , Bad Wildungen
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Description

Bisher wurden Konser-ven inj, sogenannten WecIrverfahren dadurch haltbar gemacht., dass dieselben in einem mit 'Ventildeckel versehenen EialcoclKefäss sxenl gekocht Vnirdene Beim Kochen dehnte sich die im Siuvoch-ef r ss vorhandene luft aus mid der entstehende Uber-kruek entwich durch den ventilartig winkenden Deckel«
Beim Erkalten zog sich die Luft im Einkochgefass zu — sammen.Der Deckel verhinderte das Nachströmen von Aussen— luft und somit das Eindringen von Keimen in das Irmere des Einkochgefässes. Das beim Erkalten des Einkoehgutes entstandene Vakuum bewirkte den Verschluss des EirJcoch — gefäss.es infolge des äusseren Iuftdruckes auf dasselbe.
Dieses Verfahren machte ein wesentlich längeres Kochen des Einkochgutes erforderlich, lediglich um genügend Unterdruck im Einkochgefäss zu erzeugen,, als für die Sterilisation erforderlich ist., Abgesehen von einer Ivlin — derung der biologischen Werte des lange gekochten Binkoch — gutes, wurde auch unverhältnissmassig viel Heizmaterial zur Konservierung verbraucht,. da eine grosse Wassermenge, z.B. im Weckverfahren, mit erhitzt: und lange kochend gehalten werden musste..
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Konservierungsverfahren dessen Wesen darin besteht, dass in normalen Kochtöpfen steril gekochtes Einkochgut kochend heiss In Einkochgefässe gefüllt, wird, um erfindungsgemäss sogleich durch Herauispumpen der im Einkochgefass verbleibenden Luft verschlossen zu VJerden0. Die Restluft wird durch Umkehren des soeben verschlossenen Einkochgefässes durch die kochende Masse getrieben und hierdurch sterilisiert.. Durch dieses Verfahren wird es möglich, bei kleinstem Verbrauch an Wärme — energie, Einkocligut zu konservieren= Der Vorteil dieses Verfahrens wird besonders deutlich, wenn man berücksichtigt welche Zeit und Energiemenge verbraucht wird,, wenn man z.B. nach dem Weckverfahren nur1 ein oder zwei Einkochj^efässe mit Eiiikochgut konservieren will, statt, der normalerweise vorgesehenen 5 Gefässe».
Das Herauspumpen der Luft: aus dem Einkochgefäss kann auf beliebige Weise vorgenommen werden.. Die nachstehend be -schriebene Einrichtung zur Durchführung des VerfalirenS r stellt, nur eine beispielsweise Lösung dar. Andere Lösungen wie z.B. die Anwendung einer Luftpumpe, die direkt an das Einkoch^efäss angesetzt wird, gleichgültig ob sie die Luft aus dem Ventil — deckelspalt. oder aus einem am Einkociigefass angebrachten zweiten Ventil heraussaugt., sind im Erfindungsgedanken einbegriffen..
Die zur beispielsweisen Anwendung des Verfahrens konstru — ierte Pumpeinrichtung wird wie folgt beschrieben % Die Pumpeinrichtung (AbbyI) besteht aus einer Kammer (a), die nach Art eines Binkochgefässes aus einem Oberteil (bq.) und einem Unterteil (c) besteht, die durch einen Guamii — ring (d) ventilartig nach aussen abgedichtet, sind und mit
"beliebigen Mitteln z.B.. durch Spannf edem(e) zusaramenge. — hai ten w e r d e η
Im Obtrteil (bq) , welches aus Oec1^elteil (b) und Bodenteil (q) besteht ist eine Iuerabran (f) angebracht, die unter der Viir1Uiiig einer Druckfeder (g) steht« Von der Meiiibran fuhrt ein Schlagbolzen (h) nach oben durch die Druckfeder (g) hindurch. Am oberen Ende trägt der Schlagbolzen (h) eine Platte (i)„ Eine Hülse (k) begrenzt die Bewegung des Schlagbolaens (h) nach unten.
Die Kammer (a) ist so bemessen, dass sie Icnapu Raum für ein Einkochgefäss bietet. Das Oberteil (b) lässt zwischen Deckel — teil (b) "and Bodenteil (q) Haum für die Bewegung der Membran (f) frei* Der Boden des Pumpraumes (I) ist. konkav (o), die Platte (n) , an welcher die Membran (f) ^befestigt ist,, konvex gewölbt-* Irn Ruhezustand ist die Membran (f) unter der Wirkung der nach oben drückenden JDruckf ed er (g) etwas nach oben durchgebogen, um das. Tolumen des Puiapraumes (l) so gross als möglich zu. halten.
Als Membran (f) kann auch eine in konzentrischen Ringen ge — faltete Balgenmembran Verwendung finden. Eine solche Membran soll erfindungsgemäss zwischen einer konvexen und gewellten Druckplatte (n) und einer konkaven Aushöhlung (o) des Boden — teils (q) angeordnet sein, wobei die Wellen der Membran einer — seits eine Dehnung derselben zulassen und andererseits die übereinstimmenden Wellen der Druckplatte (n) und der Bodenplatte (o) ein Zusammenpressen des Luftraumes (l) -unter der Membran auf ein Mindestvolumen erlauben. Die Membran (f) wird im Oberteil (bq) mit ihrem Rand zwischen Deckelteil (b) und Bodenteil(q) gehalten» Deckel teil (b), Membran (f) und Bodenteil (q) sind an den Plaehens. an denen der Membranrand aufliegt, erfindungsgemäss gewellt oder sonstwie verformt, um ein Einziehen der Membran zu verhindern.
Eine weitere Entwicklung des Erfindungsgedankens wird darin ge — sehen,, dass der Durchmesser des Pimpraumes (l) grösser al.s der der Kammer (a) ist. Hierdiirch wird eine 'übersetzung der Puimp — wirkung erreicht.
Perner wird eine weitere Ausgestaltung der Erfindungsgedanken dahingehend beansprucht, dass statt des Schlagbolzens (h) ein Magnetanker angebracht wird, der von Spulen oder einer Solenoid— spule angezogen wird und auf diese Weise die Membran (f) bewegt. Es ändert am ErfindungsgedanJren nichts, wenn die Puiilction der Druckfeder (g) und des Magneten bei dieser Ausführung gegenein — ander vertauscht "werden.
Die Airwendung des Verfahrens geht 'wie folgt vor sich ι
Man öffnet die Pump einrichtung indem man das Oberteil (bq.) nach Lösung der Spannfeder (e) oder Schrauben abhebt. Dann stellt man das Einkochgefäss (m) mit dem kurz zuvor eingefüllten EinJnochgut in das Unterteil (c) hinein, setzt das· Oberteil (b) wieder auf, schliesst die Spannfedern (e) und schlägt sodann mit einem Hammer kräftig auf die Platte (i) des· Schlagbolzens (h). Hierdurch wird die Luft aus dem Innern des Pumpraumes heraus und in Kammer (a) zusaimnengepresst, sodass sie vorbei an (xummiring (d) nach aussen entweicht. Durch den Rückschlag der Feder (g) wird die am Schlagbolzen (h) befestigte Membran (f) nach oben gezogen, sodass im Innern der Pumpeinrichtung ein Vakuum entsteht, da die Luft zwar nach aussen entweichen, aber nicht von aussen in die Kammer (,a) eindringen kann. Das Druckgefälle zwischen dem Innern des EinkocJigefasses (m) und dem Innern der Kaimuer (a) sucht einen
Ausgleich, wodurch auch das Einkochr^efäss ausgepumpt wird«, Sodann lässt man von aussen durch ein Hahnventil (r) oder Anheben des Oberteils (bei) Luft in die Kammer (a) eintreten,, hebt das Oberteil )bq) ab und man kann sofort das Ein>och — gefäss herausheben, da der äussere luftdruck des Einkochte — fässes verschlossen hat» -Durch die denn erfolgende AbMihlung des Einkochgefässes wird der Unterdruck im Einkcchgefäss noch erhöht.

Claims (3)

  1. A π s ρ r ü c h e
    L. Verfahren zur Konservierung von Einkocngut dadurch gekennzeichnet ρ dass das Einkochgut in Normaltopf gekocht und sodann kochend heiss in ein Einkochge — |äss gebracht wird,. um es durch Vakuirm zu verschliessen, wonach das Einkochgefäss auf den Kopf gestellt wird, sodass die Jlestluft" durch den Druck des Einkochgutes durch dieses hindurchgepresst und so ebenfalls sterilisiert wird»
  2. 2. Pumpeinrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus einer mit automatischem Auslassventil versehenen Kammer besteht, die mit einer veränderlichen Wandr Membran, oder einem Kolben ausgestattet ist»
  3. 3. · Pumpeinrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet,.
    dass die Wand usw.- unter dem Einfluss einer im Sinne der Vergrösserung des Karmiiervolumens wirkenden Feder oder eines Elektromagneten steht..
    + Pump einrichtung nach Anspiuich 2 und 3 dadurch gekenn — zeichnet-, dass sämtliche Bauelemente eine Formgebung aufweisen,, welche im Ziistand der Zusarnmenpressung des Kanmiervolumens die grösstmögliche Verkleinerung dieses Kamiaervolumens gewährlei st en,.
    5* Pumpeinrichtung nach Anspruch 2 und 3 dadurch gekenn —-zeiclinet,. dass das Oberteil (b) glockenartig soweit über das Einkochgefäss (m) ubergreift.,, dass; das Ein — kochgefässi (m) bei abgenommenem Oberteil weit genug aus dem Unterteil (c) herausragt,. um es bequem aus dem letzteren herausnehmen zu können«,,
    Pumpeinrichtung nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekenn — zeichnet.,, dass der Durchmesser des Pumpraumes (1) grosser ist, als der Durchmesser der Kaimner (a) ^

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