DEF0010918MA - - Google Patents

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DEF0010918MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Januar 1953 Bekanntgemacht am 27. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Entfernen nicht in echter Lösung befindlichen und chemisch nicht gebundenen Wassers und von Feststoffen aus flüssigen Kohlenwasserstoffen.
Bei einem bekannten Flüssigkeitsfilter sind zu ähnlichen Zwecken zwei konzentrische geflochtene Hülsen und zwischen diesen eine gleichförmige Schicht aus Fasermaterial vorgesehen; sowohl die beiden Hülsen als die Zwischenschicht können dabei aus Glasfaserteilchen bestehen.
Die Dauer der Gebrauchsfähigkeit einer derartigen Vorrichtung hängt im wesentlichen davon ab, in welchem Maße Schmutzteile ausgefiltert und an der Oberfläche des Filters angesammelt werden, so daß sie den Durchfluß widerstand erhöhen.
Die Erfindung bezweckt, die Geibraiuchsdauer einer solchen Vorrichtung zu verlängern, ohne den Durchflulßwiderstand heraufzusetzen und ohne die Herstellungskosten wesentlich zu erhöhen. Hierzu geht die Erfindung in der bekannten Weise von
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einem durchlässigen, z. B. perforierten, hohlen Kernstück aus, das von einem faserfötrmigen Filterbzw. Abscheidematerial umgeben ist. Das Ziel der Erfindung wird dadurch erreicht, daß diese erste faserförmige Schicht von einer zweiten Schicht von faserföirmigem Filter- bzw. Abscheidematerial umgeben ist, die, über ihre Fläche verteilt, mit durchgehenden, eine Relaiswirkung ausübenden Schlitzen versehen ist. Unter Relaiswirkung ist dabei der
ίο Vorgang zu verstehen, daß zunächst die zweite Faserschicht filternd und abscheidend wirkt, bis infolge ihrer Verstopfung der ansteigende Flüssigkeitsdruck eine verstärkte Strömung durch die Schlitze bewirkt und dann die erste innere Faser schicht die Reinigung der Flüssigkeit übernimmt. Diese Relaiswirkung, d.h. das in zeitlicher Reihenfolge Näcbeinanderwirksamwerden der beiden Filterschichten, tritt bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art nicht ein, bei der alle Filterschichten gleichzeitig arbeiten.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι schaubildlich eine Draufsicht auf den Abscheider,
Fig. 2 teilweise im Schnitt, schaubiJdlich den Abscheider in zunehmend weggebrochenen Teilen zur Darstellung seiner einzelnen Abschnitte, und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3/3 der Fig. 2.
In den Zeichnungen stellt 10 einen metallischen Kern dar, der bei 11 mit einer Vielzahl von Lochungen durchbrochen ist und der durch einen starren, schraubenförmig gewundenen Draht 12 verstärktist. Auf dem Kern 10 ruht ein Körper 13 aus Papier oder sonstigem geeignetem Werkstoff, der sich in der Längsrichtung des Abscheiders erstreckt und in Zickzackform, gemäß Fig. 2, gefaltet ist, so daß nach außen sich erweiternde Räume gebildet werden. Das Papier ist von einer Beschaffenheit, bei der es der erweichenden Wirkung von Wasser oder sonstiger Flüssigkeit Widerstand leistet, die in dem Abscheider behandelt oder abgeschieden werden soll. Zu diesem Zweck ist das Papier mit Harz bzw. Kunstharz behandelt. Dabei haben sich Phenolharze als günstig herausgestellt. Zwischen den Falten 14 des Papiers befindet sich gefaltete Glasfasermasse 15 aus Fasern von 1 Mikron Durchmesser, und zwar dient das Papier als Träger für die in den Falten untergebrachte Glasfasermasse. Die Glasfasermasse folgt dabei im allgemeinen dem Umriß der Papieroberfläche, wobei jedoch die Kanten der Papierfalten 16 nahezu den äußeren, ringförmigen Umriß des zur Abscheidung und Filterung dienenden Mediums berühren.
Ferner ist eine Schicht 17 aus Glasfaser vor-
. 55 gesehen, deren Faserdurchmesser 3 Mikron beträgt. Diese Schicht ist ringförmig um das Abscheide- und Filtermaterial 15 in einer oder mehreren Schichten herumgewickelt, wie es Fig. 2 zeigt. Dabei sind Schlitze 18 für diese Glasfaserschicht 17 oder mehrere dieser Schichten gemäß Fig. 3 vorgesehen und verlaufen in Abständen voneinander in Längsrichtung der Schicht. Die Größe der Schlitze 18 steht in derartigem Verhältnis zur Durchlässigkeit der Schicht 17, daß die Schlitze erst nach Verstopfung der Schicht 17 voll wirksam werden.
Die gezeichnete Längsrichtung der Schlitze 18 ist nicht von Bedeutung. Ein Gehäuse 19 von zylindriger Gestalt erstreckt sich um die Wicklung 17 herum und ist mit einer Vielzahl von Lochungen 20 versehen, durch die Flüssigkeit durchtreten kann,. An den starren Enden des Gehäuses sind. Wandungen 21 Und ein Bund 22 vorgesehen. Ferner kann eine weiche Dichtung 23 für die Anbringung des Abscheiders in seiner Arbeitsstellung vorgesehen sein.
Beim Betrieb tritt die Flüssigkeit, z.B. Öl und Wasser, mit festen, Schmutzteilchen durch die Öffnungen 20 des Gehäuses hindurch und von dort durch die, Hülle 17. In dieser wird ein großer Teil der in dem Flüssigkeitsgemisch vorhandenen Verunreinigungen abgeschieden. Die Flüssigkeit tritt dann durch das Filtermittel 15 und durch das mit Phenolharz imprägnierte Papier bis zur Mitte des Kernstückes 10 und fließt von dort durch dessen Enden ab. Bei diesem" Flüssigkeitsstrom kommt zuerst die dünne Hülle 17 mit der Flüssigkeit in Berührung und sammelt Verunreinigungen, der Flüssigkeit. Hat sich die Oberfläche der Hülle 17 mit Schmutzteilchen verstopft, so tritt die Flüssigkeit praktisch ausschließlich durch die Schlitze 18 und gelangt zu dem inneren, Filtermittel 15, das hiernach die noch vorhandenen Schmutzteilchen' sammelt.
Es entsteht so eine Relaiswirkung, indem das äußere Filtermittel 17 wirkt, bis es verstopft ist, worauf infolge des erhöhten Elüssigkeitsdruekes die Schlitze 18 voll wirksam werden, und die .Flüssigkeit'zu dem nun in Tätigkeit tretenden zweiten Falter 15 durchschleusen. Auf diese Weise wird die Lebensdauer des Abscheiders wesentlich verlängert. Dabei hat sich ergeben, daß das Abscheiden von der Flüssigkeit mitgeführter kleiner Wasseranteile um so1 gründlicher erfolgt, je feiner die Glasfasern, der inneren Schicht 15 sind. Aus diesem Grunde werden für diese Schicht vorzugsweise Fasern von nur etwa 1 Mikron Durchmesser gewählt. Außerdem läßt sich eine weichere Faserschicht besser der Falteniform des Filterpapiers 13 anpassen. Für die äußere Schicht 17 werden dagegen gröbere Fasern bevorzugt, um ein zu starkes Zusammendrücken dieser Faserschicht unter der Wirkung des Flüssigkeitsdruckes von außen zu verhindern.
Versuche haben gezeigt, daß die Gebrauchsdauer eines Abscheiders, der in der hier gezeigten Bauweise ausgeführt war, aber die Hülle 17 nicht besaß, für gewöhnlich 90 Minuten beträgt. Durch die Verwendung der Hülle 17 wurde die Gebrauchsdauer auf 190 Minuten, erhöht. Bei diesem Versuch wurden besondere feste Schmutzteilchen, sogenannte grobe AC-Staubteilchen, verwendet (dies ist ein normalisierter Staub, der von der AC-Abteilung Zündkerzen, der General Motor Company hergestellt wird,). Als Glasfaser 17 hat sich beim Betrieb des Abscheiders eine Faser von unbestimmter
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Länge oder unbegrenzter Länge mit etwa 3 Mikron Durchmesser als günstig erwiesen. Diese Glasfaser wird in Mattenform, z. B. als Flor, auf einer Krempel hergestellt, ist leicht biegsam und kann um die zu schützende Oberfläche des Abscheiders leicht herumgebogen werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Vorrichtung zum Entfernen nicht in echter Lösung befindlichen und chemisch nichtgebundenen Wassers und von Feststoffen aus flüssigen Kohlenwasserstoffen mit einem durchlässigen, z. B. perforierten, hohlen Kernstück, das von einer Schicht von faserförmigem Filterbzw. Abscheidematerial umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß die faserförmige Schicht (i5) von einer zweiten Schicht (17) van faserförmigem Filter- bzw. Abscheidematerial umgeben ist, die, über ihre Fläche verteilt, mit durchgehenden, eine Relaiswirkung ausübenden Schlitzen (18) versehen ist.
  2. 2. Abscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Faserschicht (15) aus besonders weichen Glasfasern van im wesentlichen 1 Mikron Durchmesser und die zweite Faserschicht (17) aus Glasfasern von vorzugsweise im wesentlichen 3 Mikron Durchmesser besteht.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 835 741;
    deutsche Patentanmeldung G 4105 IVb/12d.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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