DEF0011473MA - - Google Patents

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DEF0011473MA
DEF0011473MA DEF0011473MA DE F0011473M A DEF0011473M A DE F0011473MA DE F0011473M A DEF0011473M A DE F0011473MA
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dialdehydo
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. März 1953 Bekanntgemacht am 1. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
PA TENTANMELD UNG
KLASSE 12 0 GRUPPE 22
F 11473 IVbI 12o
Dr. Werner Meiser und Dr. Dr. h. c. Gerhard Domagk, Wuppertal-Elberf eld
sind als Erfinder genannt worden
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Verfahren zur Darstellung von Bisguanylhydrazonen
Es wurde gefunden, daß Kondensationsprodukte aus Aminoguanidin und seinen Abkömmlingen mit aromatischen Dioxoverbindungen der Formel
R'
O =C
C =0
wertvolle therapeutische Eigenschaften aufweisen und sich besonders durch eine breite Wirksamkeit gegen viele Arten von Bakterien, wie z. B. Streptokokken, Enterokokken, Pneumokokken oder Staphylokokken, auszeichnen, so daß sie auch vorteilhaft als Desinfektionsmittel jeder Art zu inneren und äußeren Zwecken benutzt werden können. Durch ihre gute Verträglichkeit eignen sie sich unter anderem zur Desinfektion der Mundhöhle.
In der Bezeichnung der Formel soll R = Wasserstoff oder Alkyl bedeuten und R' ein unter den angewandten Bedingungen nicht reaktionsfähiger, beliebiger Kernsubstituent sein. X soll ein Brückenglied irgendwelcher Art, z. B. Sauerstoff, Schwefel, die Iminogruppe, Sulfoxydgruppe, Sulfongruppe oder eine Alkylengruppe, deren Glieder teilweise durch Heteroatome, wie ζ. B. Sauerstoff, Schwefel oder die Iminogruppe, ersetzt sein können, bedeuten, η soll eine Zahl von 0 bis 12 sein, so daß also auch die Diphenyl-
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abkönunlinge mit eingeschlossen sind. An die beiden Phenylkerne kann eventuell noch ein weiterer Ring anneliert sein.
Wesentlich für die Wirkung ist einerseits das Vorhandensein zweier Plienylkerne, die direkt oder durch ein Brüekenglied miteinander verbunden sind, und andererseits die Gegenwart von zwei mit zwei Molekülen des gleichen oder verschiedenen Aminoguanidins kondensierten Oxogruppen.
ίο Dabei soll unter Aminoguanidin nicht nur der einfache Grundkörper, sondern auch seine Substitutionsprodukfe verstanden werden, bei denen ι bis 3 Wasserst oi'falonie, die nicht zur Hydrazingruppe gehören, durch Alkyl- und Arylrcste substituiert sein können.
Zur Erklärung seien erwähnt Alkyl-, Dialkyl-, Trialkyl-anüiioguanidine, auch solche, bei denen die Alkylgriippeii durch Heteroatome unterbrochen oder weiter substituiert sind, lungeschlossen sollen auch solche Aminoguanidine sein, bei welchen 2 Stickstoffatome der Guanidinkonfiguration in einen heterocyclischen Ring eingebaut sind, wie /,. B. Athylenaminogiianidin oder Propylenaminoguanidin
CH, N
,C-NH-NH.,
CIL-N
3» /CIL N
CIL C NH KIl.,
CIL N"
Von aromatischen Aminoguanidinen seien beispielsweise erwähnt Mono-, Di- und Tri-arylaminoguanidine
•in mit freier NH N IL-Gruppe, wie z.B. Phenyl-, Diplienyl-anünoguanidin, wobei die Phenylkerne auch weiter substituiert sein können. Weiter können Aminoguanidine, die gemischt alipliatisch-aromatisch substituiert sind, wie/,. 11. N-Athyl-, N-Phenyl-aminoguanidin mit freier Nil N JL-Gruppe, verwendet werden. Aiieh heterocyclische Ringe können mit dem Gerüst des Anihioguanidins verknüpft sein.
Die erwähnten Aminoguanidine sind teilweise in der Literatur bekannt oder können nach bekannten
Γ,» Methoden leicht hergestellt werden. Erwähnt seien hier z. II. die Reduktion von Nitroguanidine.!, die Umsetzung von Isothiohanistoffs.'dzen mit Hydrazin, die Umsetzung von S-Alkylthiosemicarbazidverbindiingen mit Aminen, die Anlagt rung von Hydrazin
S5 au Cyanamide oder die Entschwefelung von Thioharnslolleii in Gegenwart von Hydrazin.
Die Darstellung der zur Kondensation verwendeten Dialdehyde bzw. Diketone kann auf verschiedene Weise erfolgen, je nach der gewünschten Art des
(hi Γ.π'11'kengliedes. So können z. B. Diphenyldialdehyd, 1 )iphenylätherdialdehyd, 1 tiplieiiyltliioüthcrdialdehyd, Diplienylsulfondialilehyd oder Diphenylmethandialdeliyd usw. aus den entsprechenden Dimethylverbindungen durch Oxydation bzw. über die M-Tetrabromverbindungcn nach der Literatur erhalten werden. Besonders leicht lassen sich Dialdehyde bzw. Diketone mit Methylengruppen, die teils durch Heteroatome, wie Sauerstoff, Schwefel, oder die Iminogruppe, ersetzt sind, herstellen, indem man Oxybcnzaldehyde und Oxybenzoketonc bzw. die entsprechenden Thio- oder Aminoverbindungen mit Alkylendihalogeniden in Gegenwart von Alkali kondensiert.
Die Umsetzung der beiden Komponenten, nämlich des zweikernigen Dialdehyds oder Dikctons bzw. seiner funktionellcn Derivate mit dem einfachen oder substituierten Aminoguanidin erfolgt am besten in alkoholischer, wäßrig-alkoholischer Lösung oder in einem Gemisch von Wasser und einem wasserlöslichen Lösungsmittel, wie z. B. Dimethylformamid, Dioxan usw. Besonders gut erfolgt die Umsetzung in Form der Salze, zweckmäßig in Gegenwart von etwas überschüssiger Säure. Jedoch kann auch, in alkalischem Medium kondensiert werden.
Die Guanylhydrazonrcste können auch stufenweise aufgebaut werden, indem zunächst die entsprechenden Thiosemicarbazone hergestellt und diese nachträglich mit Ammoniak oder Aminen, gegebenenfalls in Gegenwart von Schwermetallsalzen, umgesetzt werden oder indem zunächst die entsprechenden Hydrazone gewonnen und diese nachträglich mit Cyanamiden behandelt werden.
Die beanspruchten A'erbindungen können weiterhin dargestellt werden durch Kondensation von Aminoguanidinen mit Benzaldehyden bzw. Benzoketonen und Zusammenschluß zweier Moleküle unter eventueller Einführung eines Brückengliedes. So kann ·/.. B. p-Brombenzaldehyd mit Aminoguanidin kondensiert werden und daraus durch Kernverknüpfung das Bisguanylhydrazon des 4, 4'-Diphenyldialdehyds erhalten werden. Oder es kann p-Oxybenzaldehyd mit einem Aminoguanidin kondensiert und dann aus diesen Produkten durch Umsetzung mit Alkylendihalogeniden bei Gegenwart von Alkali die in Beispiel 1 bis 6 genannten Produkte erhalten werden.
Die nach diesen Verfahren anfallenden Salze der neuen Verbindungen mit starken Säuren sind meist in Wasser in der Kälte schwer, in der Hitze leicht löslich. Aus ihnen können die freien Basen leicht mit Alkalien, besonders auch mit Ammoniak dargestellt werden. Es sind farblose, schön kristallisierte Vorbindungen, die mit organischen Säuren, wie z. B. mit. Essigsäure oder Milchsäure, leichtlösliche Salze bilden.
Beispiel 1
14,2 g p, p'-Dialdehydo-T, 3-diphenoxypropan (F. I26r; dargestellt aus p-Oxybenzaldehyd und Tnmethylenbromid in Gegenwart von Alkali) werden in 3S0 ecm Alkohol warm gelöst und mit einer Lösung von it g Aminoguanidinchlorhydrat in T5 ecm Wasser unter Zusatz von 5 ecm konzentrierter Salzsäure versetzt. Es wird bei 60 bis 8o° 2 bis 3 Stunden stehengelassen, wobei bald Kristallisation einsetzt. Nach Abkühlen werden die Kristalle des Dichlorhydrats vom F. 2400 isoliert. Durch Auflösung in heißem Wasser und Fällen mit Ammoniak wird das 4, 4'-Bis-
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guanylhydrazon des obigen Aldehyds als Base erhalten. Es wird noch einmal mit etwas Essigester aufgekocht und in gelblichweißen Kristallen vom F. 226° erhalten.
Das Kondensationsprodukt kann auch aus dem Bisthiosemicarbazon des obigen Aldehyds (Zers. 220°) durch Umsatz mit Ammoniak und Bleioxyd in alkoholischer Suspension erhalten werden.
Beispiel 2
31,2 g p, p'-Dialdehydo-i, 5-diphenoxypentan (F. 900; dargestellt aus p-Oxybenzaldehyd und Pentamethylenbromid in Gegenwart von Alkali) werden in 250 ecm Alkohol warm gelöst und mit 22 g Aminoguanidinchlorhydrat in 25 ecm Wasser unter Zusatz von 10 ecm konzentrierter Salzsäure versetzt. Nach der heftigen Reaktion beginnt nach einigem Stehen bei mäßiger Wärme wie in Beispiel 1 bald die Kristallisation des Dichlorhydrats vom Schmp. 2260. Nach Isolieren der Kristalle kann daraus die Base durch Auflösen in etwa 2,5 1 warmem Wasser und Fällen mit Ammoniak dargestellt werden. Aus verdünntem Methanol erhält man das Bisguanylhydrazon des 4, 4'-Dialdehydo-i, 5-diphenoxypentans in schönen weißen Kristallen vom Zersetzungspunkt 2400.
Dieselbe Verbindung erhält man, wenn man 5,7 g p-Oxybenzaldehydguanylhydrazon-Base (nach Liebigs Ann. Chem. 302, S. 304) in 50 ecm absolutem Alkohol löst, mit einer Lösung von 0,7 g Natrium in 22 ecm absolutem Alkohol versetzt und mit 3,5 g Pentamethylenbromid 48 Stunden kocht. Nach Ausgießen auf Eiswasser unter Zusatz von etwas Ammoniak wird aus Methanol umkristallisiert.
Man kann diese Substanz auch bekommen aus dem Bisthiosemicarbazon desp, p'-Dialdehydo-i, 5-diphenoxypentans (F. 210°) durch Umsatz mit Ammoniak und Bleihydroxyd in alkoholischer Suspension.
Beispiel 3
I4,2gp, p'-Dialdehydo-i, 3-diphenoxypropan werden in 380 ecm Alkohol warm gelöst und mit 19,7 g Isopropylaminoguanidinbromhydrat (F. 1120; erhalten aus S-Äthylisopropylthioharnstoffbromhydrat und Hydrazin) in 20 ecm Wasser unter Zusatz von etwas konzentrierter Salpetersäure versetzt. Nach längerem Stehen bei gelinder Wärme wird auf 1,5 1 Wasser unter Zusatz von Ammoniak gegossen. Die ausgefallene Base wird abgesaugt, in Methanol gelöst und mit Salzsäure das Dichlorhydrat des Bisguanylisopropylhydrazons des obigen Aldehyds ölig gefällt. Nach Dekantieren und Waschen mit Wasser und Behandeln mit Essigester kristallisiert das Salz.
Beispiel 4
I4,2gp, p'-Dialdehydo-i, 3-diphenoxypropan werden in 380 ecm Alkohol warm gelöst und mit 18,1 g Äthylenaminoguanidinbromhydrat (F. i86°; erhalten . aus S-Äthyläthylenthioharnstoffbromhydrat und Hydrazin) in 18 ecm Wasser unter Zusatz von 5 ecm Bromwasserstoffsäure versetzt. Nach istündigem Stehen auf dem Wasserbad kristallisiert das Dibromhydrat aus, das nach dem Isolieren bei 3020 schmilzt. Durch Lösen in Wasser und Behandeln mit Ammoniakwasser bekommt man die Bisäthylenguanylhydrazonbase des obigen Aldehyds, die nach Umkristallisieren aus Äthylalkohol in weißen Kristallen vom F. 2260 anfällt.
Beispiel 5
!5.6 g p, p' - Dialdehydo -1, 5 - diphenoxypentan werden in 100 ecm Alkohol warm gelöst und mit 18,1 g Äthylenaminoguanidinbromhydrat in 18 ecm Wasser unter Zusatz von 5 ecm Bromwasserstoffsäure versetzt. Nach 2stündigem Stehen bei geringer Wärme wird filtriert und zur Kristallisation gestellt. Man erhält das Dibromhydrat des Bisäthylenguanylhydrazons des obigen Aldehyds vom Schmp. 206°. Die daraus hergestellte Base schmilzt nach Umkristallisieren aus verdünntem Methanol bei 2320.
Beispiel 6
2,84gp, p'-Dialdehydo-i, 3-diphenoxypropan werden in 75 ecm Alkohol warm gelöst und mit 4,6 g Phenylaminoguanidinbromhydrat (F. in0; dargestellt aus S-Äthylisothiophenylharnstoffbromhydrat und Hydrazin) in 10 ecm Wasser und 2 ecm Bromwasserstoffsäure versetzt. Nach 2stündigem Stehen bei gelinder Wärme wird eingeengt und abgekühlt. Das ausgefallene Dibromhydrat wird mit konzentriertem Ammoniakwasser verrührt und abgesaugt. Die Base wird nochmals aus essigsaurer Lösung mit Ammoniak umgefällt. Aus Essigester kristallisiert die sehr schwer lösliche Base des Bisphenylguanylhydrazons des obigen Aldehyds in gelblichen Kristallen vom Zersetzungspunkt 2300.
Beispiel 7
!6.3 g p, p'-Dialdehydo-i, 6-diphenoxyhexan werden in 120 ecm Alkohol warm gelöst und mit 11,1 g Aminoguanidinchlorhydrat in 11 ecm Wasser unter Zusatz von 5 ecm konzentrierter Salzsäure versetzt. Bald setzt auf dem Wasserbad Kristallisation ein. Nach 2stündigem Stehen bei gelinder Wärme wird abgekühlt und das Dichlorhydrat vom Schmp. 2300 isoliert. Daraus wird in üblicher Weise die Bisguanylhydrazon-Base des obigen Aldehyds mit dem F. 242 ° erhalten.
Beispiel 8
11,3 g Diphenyläther-4,4'-dialdehyd (dargestellt aus 4, 4'-Dimethyldiphenyläther durch Tetrabromierung und Verseifung) in 100 ecm Alkohol werden mit ng Aminoguanidinchlorhydrat in n ecm Wasser unter Zusatz von 5 ecm konzentrierter Salzsäure versetzt. Nach 3stündigem Stehen auf dem Wasserbad wird im Vakuum abgedampft. Der Rückstand wird in viel Wasser gelöst und mit Ammoniak gefällt. Aus Methanol-Wasser umkristallisiert erhält man die Bisguanylhydrazon-Base des Diphenyläther-4, 4'-dialdehyds in weißen Kristallen (Zers. 257°).
Beispiel 9
21 g Diphenyl-4, 4'-dialdehyd (dargestellt aus 4,4'-Ditolyl durch Oxydation mit Chromsäure in Eisessig-Essigsäureanhydrid) werden in 400 ecm Alkohol warm gelöst und mit 28 g Aminoguanidin-
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carbonat in 5 5 rein .j n-Salzsäure versetzt. Nach ,{st findigem Stellen auf dem Wasserbad und Abkühlen wird das Dichlorliydrat des Bisguanylhydrazons des I )ipli('i)yl--|, .('-dialdehyds abgesaugt und gewaschen.
Beispiel io
27,4 g des.), 4'-Dialdehydodiphenylsulfons (dargestellt nach Ul. de la Soc. Chini. Paris [III] XI [1894], S. 505) in 400 ecm Alkohol werden mit 22 g Aminoguandinehlorhydrat in Wasser und etwas Salzsäure versetzt. Nach ;jstfindigem Stehen auf dem Wasserbad setzt die kristallisation des Dichlorhydrats des Bisguanylliydrazons in farblosen Kristallen ein. Auch aus dem Bisthiosemicarbazon des 4, 4'-l)ialdehvdodiphcnylsillfons lrd.it sich diese Verbindung mit alkoholischem Ammoniak* und Bleihydroxyd herstellen.
B ei spied n
'^■•l K ρ, p'-Dipropionyl-i, 5-diphenoxypentan (F. 110"; aus p-()xypropiophenon und Pentamethylenbroinid dargestellt) in 200 ecm Alkohol werden mit 14 Ii Aminoguanidincarbonat in 43CCIU 2,44n-Salszäure versetzt. Nach kurzem Stehen auf dem Wasserbad wird der Alkohol größtenteils abgedampft und die zurückbleibende Lösung in etwa 1 1 Wasser unter Zusatz von Ammoniak gegossen. Die abgesaugte Base wird durch Auskochen mit absolutem Alkohol gereinigt und in weißen Kristallen vom F. 2200 erhalten. Aus dem Alkohol kristallisiert noch eine weitere Menge derselben Verbindung.
Beispiel 12
p-Oxybenzaldehyddimethylguaiiylhydrazon (Schmp. 300", dargestellt aus p-Oxybenzaldehyd und Dimethylaniinognanidinbronihydrat, F. 2i2r) werden in 200 ecm Alkohol suspendiert und mit einer Lösung von 1,93 g Natrium in do ecm Alkohol versetzt. Nach Zugabe von .-1,8 g l'entamethylenbromid wird 48 Stunden zum Sieden erhitzt. Nach Abkühlen wird auf 1 1 Eiswasser gegossen und abgesaugt. Die Bisdimethylgnanylhydrazon-liase des p, p'-Dialdehydo-i, 5-diphenoxypentans wird durch Umkristallisieren aus Methanol-Wasser in weißen Kristallen vom F. 1750 erhalten.
Beispiel 13
31,2 g p, p'-l )ialdehydo-7,5-diphenoxypentan werden in 200 ecm Dimethylformamid warm gelöst und bei do bis 65" mit 22 g Aminoguanidinchlorhydrat in 25 ecm Wasser versetzt. Nach 2stfindigem Frwärmen auf etwa 75" wird abgekühlt und mit Fssigester das Dieldorhydrat des Bisguanylhydrazons des 4, 4'-Dialdeliydo-i, 5-diphenoxypentans in Kristallen vom Schmelzpunkt 220" gefällt. Durch Auslösen in heißem Wasser und Ausfällen mit Ammoniak erhält man wie oben die Hase vom Zersetzungspunkt 2400.
Beispiel 14
15,5 g p, p'-Dialdehydo-i, 5-diphenoxypentan werden in 100 ecm Alkohol heiß gelöst und mit 11 g Aminoguanidinehlorhydrat in 150 ecm heißem Methanol versetzt. Nach 2stündigem Erhitzen auf dem Wasserbad, Wobei ein Teil des Methanols abdestilliert, wird abgekühlt und das Dieldorhydrat vom Schmp. 2220 abgesaugt. In üblicher Weise erhält man daraus die Base. ·
Ersetzt man den Alkohol und Methanol durch je. 50 ecm Dimethylformamid und fällt mit Essigester, so erhält man ebenfalls das Dieldorhydrat des Bisguanylhydrazons des p, p'-Dialdehydo-i, 5-diphenoxypentans.
Beispiel 15
31,2 gp,p'-Dialdehydo-i, 5-diphenoxypentan werden in 200 ecm Alkohol gelöst und bei yo° unter Rühren mit einer Lösung von 22 g Aminoguanidin-chlorhydrat in 30 ecm Wasser versetzt. Anschließend wird sofort mit 30 ecm konzentrierter Natronlauge alkalisch gemacht. Es fällt sofort die Base aus, die nach 5minütigem Kühren abgekühlt und mit 700 ecm Wasser versetzt wird. Die Kristalle werden abgesaugt und die Base nach Umkristallisieren aus Methanol in weißen Kristallen vom Zersetzungspunkt 2400 erhalten.
Beispiel 16
24 g p, p'-Dialdehydo-i, 4-diphenoxybutan (dargcstellt aus p-Oxy-benzaldehyd und 1, 4-Dibrombutan in Gegenwart von Alkali) werden in 400 ecm warmem Alkohol gelöst und mit 18g Aminoguanidinchlorhydrat in 18 ecm Wasser unter Zusatz von 2 ecm konzentrierter Salzsäure versetzt. Es wird 3 Stunden bei 70 bis 80° erwärmt, wobei bald das Dichlorhydrat in schönen Kristallen in der Hitze herauskommt. Nach Abkühlen wird in etwa 1,5 1 heißem Wasser gelöst und die Base mit Ammoniak ausgefällt. Nach Auskochen mit Methanol verbleibt im Rückstand das Bis-Giianylhydrazon des 4, 4'-Dialdehydo-i, 4-diphenoxypentans in weißen Kristallen vom Zersetzungspunkt 2550.
Beispiel 17
14 g p, p'-Dialdehydo-i, 3-diphenoxypropanol-(2) [dargestellt aus p-Oxybenzaldehyd und 1, 3-Dibrompj-opanol-(2) in Gegenwart von Alkali] werden in 150 ecm heißem Alkohol gelöst. Nach Zugabe von 10,3 g Aminoguanidinchlorhydrat in 11 ecm Wasser und 5 ecm konzentrierter Salzsäure wird 3 Stunden 105. bei 70 bis 8o° gehalten, wobei allmählich das Dichlorhydrat vom Schmp. 2500 auskristallisiert. Die Base kann durch Auflösen in heißem Wasser und Fällen durch Ammoniak erhalten werden. Aus verdünntem Methanol umkristallisiert erhält man so das Bisguanylhydrazon des 4, 4'-Dialdehydo-i, 3-diphenoxypropanol-(2) in weißen Kristallen vom Zersetzungspunkt 215°.
Beispiel 18
24 g Aminoguanidinchlorhydrat, gelöst in 24 ecm Wasser unter Zusatz von 8 ecm konzentrierter Salzsäure, werden zu einer alkoholischen Lösung des aus 30,4 g Vanillin und Pentamethylenbromid in Gegenwart von Alkali dargestellten Dialdehyds gegeben und 120· 3 Stunden auf 70 bis 80° erwärmt. Nach Abkühlung wird das Dichlorhydrat isoliert und in viel heißem Wasser gelöst und mit Ammoniak die Base gefällt. Aus verdünntem Methanol erhält man das Bisguanylhydrazon des 4, 4'-Dialdehydo-2, 2'-dimethoxy-i, 5-di- 125. phenoxypentans in weißen Kristallen vom Schmp. 160°.
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Beispiel 19
15,7 g ρ, p'-Dialdehydo-2, 2'-diphenoxydiäthyläther (dargestellt aus p-Oxybenzaldehyd-/?, ß'-dichlorätl^läther und Alkali) werden in 900 ecm Alkohol heiß gelöst und mit 11 g Aminoguanidinchlorhydrat in ecm Wasser unter Zusatz von 8 ecm konzentrierter Salzsäure versetzt. Es wird auf dem Wasserbad auf etwa 150 ecm eingeengt. Beim Abkühlen erhält man das Dichlorhydrat, das nach Umkristallisieren aus
Methylalkohol/Äthylalkohol in gelblichen Kristallen vom Schmp. 187° anfällt. Das Dichlorhydrat gibt nach Auflösen in Wasser und Fällen mit Ammoniak das Bisguanylhydrazon des p, p'-Dialdehydo-2, 2'-diphenoxy-diäthyläthers. Die Base ist sehr schwer löslich und wird durch Auskochen mit Alkohol gereinigt. Weiße Kristalle vom Zersetzungspunkt 229° werden erhalten.
R""
NR"
:N —C —NH-N =C
R'
in der R Wasserstoff oder Alkyl, R' einen unter den angewandten Bedingungen nicht reaktionsfähigen, beliebigen Kernsubstituenten, R", R'" und R"" Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Aralkyl oder Heteroaryl, X ein Brückenglied und η eine beliebige Zahl zwischen 0 und 12 bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man a) Dioxoverbindungen zweikerniger Ringsysteme oder deren funktionelle Derivate, die entweder direkt oder durch ein Brückenglied verbunden sind, mit Aminoguanidin und seinen Abkömmlingen beiderseits kondensiert, oder daß man b) Bisthiosemicarbazone von aromatischen Dioxoverbindungen zweikerniger Ringsysteme, die direkt oder durch ein Brückenglied miteinander verbunden sind, mit Ammoniak
Beispiel 20
40 g p, p'-Dialdehydo-2, 2'-diphenoxydiäthyläther werden in 300 ecm Dioxan gelöst und bei 700 mit einer Lösung von 28 g Aminoguanidinchlorhydrat in 30 ecm Wasser versetzt. Es wird weiter 2 Stunden bei 8o° erwärmt. Nach Abkühlen erstarrt das abgeschiedene Öl bald und wird mit Essigester gewaschen. Nach Umkristallisieren aus Methylalkohol/Äthylalkohol wird das Dichlorhydrat des Bisguanylhydrazons des p, p'-Dialdehydo-2, 2'-diphenoxydiäthyläther in Kristallen vom Schmp. 1870 erhalten. .

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Darstellung von Bisguanylhydrazonen der Formel
    c =n — NH- c—n
    oder Aminen, gegebenenfalls in Gegenwart von Schwermetallsalzen, umsetzt, oder daß man c) Bishydrazone von aromatischen Dioxoverbindungen zweikerniger Ringsysteme, die entweder direkt oder durch ein Brückenglied miteinander verbunden sind, mit Cyanamiden umsetzt, oder daß man d) zwei Moleküle von Aminoguanidinkondensationsprodukten von Benzaldehyden oder Benzoketonen durch Kernverknüpfung direkt oder über ein Brückenglied vereinigt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation der Reaktionspartner in wäßriger alkoholischer Lösung in Gegenwart von etwas Säure vollzogen wird.
    509 597/49 11.55

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