DEF0013165MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. November 1953 Bekanntgemacht am 21. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, auf Flächen hochglänzende Überzüge, oder Filme dadurch zu erzeugen, daß Lösungen
mehrfunktioneller Isocyanate und mehrfunktioneller hydroxylgruppenhaltiger Weichharze, sei es
maschinell oder von Hand mit Plüsch,, Pinsel oder Spritzpistole auf die betreffenden Unterlagen aufgebracht
werden.
Nach der Umsetzung der Isocyanate mit den Weichharzen und Vernetzung besitzt der entstandene
Film. eine, ausgezeichnete Haftfestigkeit,, gute
mechanische Eigenschaften,, gute Beständigkeit gegen hohe und tiefe, Temperaturen und gute Beständigkeit,
gegen chemische Einwirkung,, vor allen Dingen aber einen· ausgezeichneten Hochglanz.
Dieses bekannte Verfahren hat jedoch den Nachteil,
daß besonders auf porösen oder stark dehnbaren Unterlagen der Verlauf der Filme keineswegs
befriedigend ist. Es treten Unregelmäßigkeiten in der Oberflächengestaltung auf, die man
in der Lacktechnik als »Krater« bezeichnet. Diese Kraterbildung wird unter anderem durch ungenügenden
Abschluß der Grundierung infolge Wasser-, Amin- oder" Alkoholgehalts der Lösungsmittel,
durch Feuchtigkeitsniederschlag beim Trocknen des Überzugs in Feuchtigkeit gesättigter
Atmosphäre,, durch den Wassergehalt der verwendeten
Preßluft u., a. hervorgerufen. Es wurde je"·
doch festgestellt,, daß- die Neigung, zur ■ Kraterbil-
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dung auch bei Ausschaltung der vorgenannten Faktoren oft in ganz spezifischer Weis.e durch die
Eigenschaft des Untergrundes hervorgerufen, wird.
In der deutschen Patentschrift 870 479 ist ein Verfahren beschrieben, Überzüge mit glatter Oberfläche
aus Polyisocyanaten und reaktionsfähigen Wasserstoff atomen enthaltenden Weichharzen durch
Einbringen von Nitrocelluloselösungen in den Lackansatz herzustellen.
Dieses Verfahren bietet ohne Zweifel eine gewisse Verbesserung der Verlaufseigenschaften der
Polyisocyanat-Weichharz-Überzüge. Jedoch ist. die Filmbildung der Lacklösungen besonders auf leicht
biegsamen oder porösen Materialien,. wie· z. B.
Leder, immer noch' unbefriedigend" und durch
Kraterbildung gekennzeichnet. Außerdem werden durch den Zusatz von Nitrocellulose die mechanischen
Eigenschaften, die Kältefestigkeit und auch der Glanz des Films merklich herabgemindert, so
daß die wertvollen Eigenschaften der Polyisocyanat-Weichharz-Kombinationen in unerwünschter
Weise überdeckt werden. Besonders, unangenehm ist, daß durch diesen Zusatz eine unerwünschte
Härtung des Überzugs stattfindet, die die Anwendung dieses bekannten Verfahrens z. B. auf
Leder uninteressant 'macht.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß durch den Zusatz geringer Mengen von in
organischen Mitteln löslichen Emulgatoren und Netzmitteln die Verlaufseigenschaften des PoIyisocyariat-Weichharz-Überzuges
in ganz ausgezeichneter Weise verbessert werden, so daß hochglänzende, glatte, kraterfreie Filme nicht nur auf
glatten Unterlagen, wie Metall, Glas, Kunststoff, sondern auch auf porösen Materialien, wie Papier,
Holz, Leder, Gewebe u. a., erzielt werden. Als Emulgatoren im Sinne der Erfindung haben sich
Metallseifen der drei- und höherwertigen Metalle, insbesondere des Titans und des Zirkons, bewährt.
Im Gegensatz zu den Zusätzen von Nitrocelluloselösungen
beeinflussen diese bereits in geringen Konzentrationen sehr wirksamen Hilfsmittel die
Festigkeitseigenschaften des entstehenden Überzuges in keiner Weise, erzeugen keine harten
Schichten, sondern lassen vielmehr weiche und hochelastische Filme entstehen, die den für viele
Anwendungszwecke erwünschten weichen Griff des gedeckten Materials sicherstellen. Die Kältefestigkeit
der erzielten Filme erreicht ausgezeichnete Werte, die die Polyisocyanat-Weichharz-Lackierung
für viele Zwecke wertvoll macht.
50 Teile eines Polyesters aus 3 Mol Adipinsäure, ι Mol Trimethylolpropan und 3 Mol Butylenglykol
werden in 150 Teilen Butylacetat und 20 Teilen Cyclohexanon gelöst, mit 0,5 Teilen eines spritlöslichen
Schwarzfarbstoffes angefärbt und 1 g des Umsetzungsproduktes von 1 Mol Zirkonoxychlorid.
mit 2 Mol kokosfettsaurem Natrium, welches bei 1500 getrocknet wurde, in Toluol gelöst zugesetzt.
Dem homogenisierten Ansatz fügt man 75 g einer 75%igen Lösung des Umsetzungsproduktes von
3 Mol Toluylehdiisoeyanat mit 0,6 Mol Hexantriol .'■
und 0,6 Mol i, 3-Butylenglykol in 125 Teilen Toluol
gelöst hinzu. Der Lackansatz wird mittels Pinsel oder Spritzpistole auf ein mit einem Warmlackgrund
in üblicher Weise vorgrundiertes, entfettetes Boxcalfleder aufgetragen. Nach einer
Trocknung über Nacht zwischen 20 und 400 resultiert
ein Lackleder hohen Glanzes und guter Trageeigenschaften, wobei der ausgezeichnete Verlauf
des Lackfilms besonders augenscheinlich ist.
Ein durch Abschleifen egalisiertes Spaltleder wird nach gründlichem Reinigen vom Schleifstaub
in üblicher Weise, mit einem Ansatz handelsüblicher Lederdeckfarben auf Polymerisatbasis von Hand
grundiert, bei '6o° und 200 atü gebügelt und mit der Spritzpistole so lange gedeckt, bis völliger Abschluß
erreicht ist. Anschließend wird nochmals bei 6o° und 150 atü gebügelt und mit der Spritzpistole
ein Lackansatz, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgebracht. Dieser Lackansatz enthalt jedoch
statt der Zirkonseife dieses Beispiels 0,7 g des Umsetzungsproduktes von ι Mol Orthotitansäurebutylester
mit 4 Mol Vorlauffettsäur.e. Gegenüber einem Lackauftrag ohne die als Verlaufsmittel wirkende
Titanseife sind die Oberflächenglätte und der Glanzeffekt ganz erheblich verbessert.
Starkes Packpapier wird mittels Spritzpistole oder Auftragsmaschine mit einer mit sauren oder
Substantiven Farbstoffen angefärbten Polymerisatemulsion grundiert, getrocknet und durch Laufen
über einen Kalander bei höheren Temperaturen gebügelt. Auf das so vorbehandelte Papier wird
mittels Auftragsmaschine oder automatischer Spritzanlage folgender Lackansatz aufgebracht:
100 Teile eines Polyesters aus 3 Mol Adipinsäure, ι Mol Trimethylolpropan und 3 Mol Butylenglykol,
200 Teile Butylacetat, 120 Teile des Umsetzungsproduktes von 3 Mol Toluylendiisocyanat
mit 0,6 Mol Hexantriol und 0,6 Mol Butylenglykol, 200 Teile Toluol, 0,7 Teile des Umsetzungsproduktes von Zirkonoxychlorid mit 1,8 Mol kokosfettsaurem
Natrium, welches bei 130 bis 1500 getrocknet
wurde, 1 Teil eines spritlöslichen Färbstoffes. Es ergibt sich eine Lacklederimitation mit
bemerkenswert gutem Oberflächenverlauf und ausgezeichnetem Lackeffekt.
Ähnlich gute Wirkungen können auf Köpergewebe bei gleicher Rezeptur und Arbeitsweise erzielt
werden, wenn dem Schlußlack auf Polyester- und Isocyanatbasis eine der oben angegebenen
Metallseifen als Verlaufsmittel zugesetzt werden.
Einen sehr gut haftenden und ausgezeichnet verlaufenden Lack für Holz ergibt folgende Zusammensetzung:
12,5 Gewichtsteile eines Kondensationsproduktes aus 2,5 Mol Adipinsäure, 0,5 Mol
Phthalsäure und 4,1 Mol Trimethylolpropan,
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3,1 Gewichtsteile eines Kondensationsproduktes aus 3 Mol Adipinsäure, 2 Mol 1, 4-Butylenglykol,
2 Mol Hexantriol, 7,8 Gewichtsteile Toluylendiisocyanat, 75,6 Gewichtsteile eines Lösungsmittelgemisches
aus Äthylacetat-Toluol, Butylacetat-Glykolmethylätheracetat
5:2:2:1, 1 Gewichtsteil des Umsetzungsproduktes von 1 Mol o-Titansäure-Butylester
mit 4 Mol Vorlauffettsäure.
. Die Lackmischung ist mit der Spritzpistole aufzutragen, wobei eine ausgezeichnete Oberflächenglätte resultiert. Ähnliche Lackkombinationen können auch für die Lackierung von Metallen, Kunststoffen und ähnlichen Körpern herangezogen werden.
. Die Lackmischung ist mit der Spritzpistole aufzutragen, wobei eine ausgezeichnete Oberflächenglätte resultiert. Ähnliche Lackkombinationen können auch für die Lackierung von Metallen, Kunststoffen und ähnlichen Körpern herangezogen werden.
100 Teile eines Polyesters aus 2,5 Mol Adipinsäure, 0,5 Mol Phthalsäure und 4 Mol Trimethylolpropan
sowie 50 Teile eines Polyesters aus 3 Mol Adipinsäure, 1 Mol Trimethylolpropan und 3 Mol
Butylenglykol werden in 600 Teilen eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus 'gleichen Teilen
Äthylacetat, Butylacetat und Toluol, gelöst und mit 78 Teilen Toluylendiisocyanat versetzt. Nach Zusatz
von 0,75 bis ι Teil Monobutoxy-aluminiumdistearat — hergestellt durch Umsetzung von
ι Mol Aluminium-tri-sek.-butylat mit 2 Mol
Stearinsäure unter Abdestillieren des frei werdenden Butylalkohols — wird der Lackansatz, wie im
Beispiel 2 beschrieben, auf ein schwarz oder farbig grundiertes Spaltleder aufgebracht. Es resultiert
ein Spaltlackleder mit hoher Oberflächenglätte und gutem Glanzeffekt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung glatter Überzüge aus Polyisocyanaten und mehrfunktionellen
hydroxylgruppenhaltigen Weichharzen, insbesondere auf dehnbaren oder porösen Unterlagen,
dadurch gekennzeichnet, daß für den Auftrag Lösungen dieser Filmbildner mit einem
Zusatz von Metallseifen drei- und höherwertiger Metalle verwendet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Metallseifen des Titans und Zirkons verwendet werden.
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