DEF0013298MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. November 1953 Bekaimtgemaclit am 21. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Wenn zum Anheben, von Lasten Seilschlingen aus Drahtseilen verwendet werden, so läßt sich
beim Straffen der -Seile, ein Gleiten der Seile gegenüber der Last nicht vermeiden, und zwar
wird diese Gleitbewegung um so größer, je größer der Durchmesser des Seiles ist, d. h. je weniger
sich das Seil der äußeren Form der Last vor dem Straffen anpassen kann. Dieses Gleiten, das unter
starker Reibung erfolgt, setzt die Lebensdauer der Seile stark herab, so daß sie nach verhältnismäßig
kurzem Gebrauch ausgewechselt werden müssen.
Es sind bereits Schutzkörper vorgeschlagen worden, die die unmittelbare Anlage des Seiles an der
Last verhindern und ein, Gleiten des Seiles in ihnen gestatten sollen. Bekannt ist die Verwendung
einer Mehrzahl kurzer runder, aus Draht gewickelter Schutzkörper, die das Seil mit Spiel
praktisch auf seiner ganzen Länge umgeben. Die Verwendung kurzer Elemente hat seinen Grund
darin, die Biegsamkeit und damit das Anpassungsvermögen des Seiles an den Umriß der Last nicht
zu beeinträchtigen. Das Spiel zwischen Seil und Schutzkörper soll das Gleiten des Seiles ermöglichen,
wenn die Schutzkörper selbst durch Reibung an der Last festgehalten sind.
Auch die Erfindung verwendet zum Schutz der .Seile einzelne Schutzkörper, die das Seil rohrartig
umgeben. Erfindungsgemäß soll durch diese nicht nur ein Schutz des Seiles, sondern auch der Lastoberfläche
erreicht werden. Weiter soll der Schutz des Seiles mit verhältnismäßig wenig Schutzkörpern
erzielt werden; und schließlich sollen, diese
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F 13298 XI/35b
so gestaltet sein, daß auch schräg zur Last und - Hubrichtung verlaufende Seile nicht durch Abrollen
der Schutzkörper auf'-der Last zusammenrutschen können.
Gemäß der Erfindung besteht jeder Schutzkörper aus einem auf das Seil auf setzbaren Metallkern,
aus Mitteln, um diesen Kern durch Reibung mit dem Seil so zu verbinden, daß er auf dem Seil verschoben
werden, sich aber durch sein Eigengewicht
ίο nicht verschieben kann, und aus den Metallkern
außen zumindest teilweise umgebenden Gummistreifen, die als Anlagefläche für die Last dienen.
Der Metallkern, z. B.. aus Temperguß, besteht vorzugsweise aus zwei miteinander lösbar verbundenen
Teilen. Jeder Teil weist eine Ausnehmung zur Einlage des Seiles auf. Beide Teile sind so- miteinander
verbunden, daß eine einstellbare Reibung zwischen • Körper und Seil erzielt wird. Der Körper einschließlich
der Gummistreifen hat senkrecht zum Seil eine solche Querschnittsform, daß ein Abrollen
der Elemente auf der Last auch bei schrägen Seilen 1 nicht möglich ist.
Die Verwendung starrer Schutzkörper beeinflußt bei genügender Kürze die Biegsamkeit des Seiles
nicht. Die Befestigung der Metallkerne durch Reibung am Seil ermöglicht, die Körper stets in
die Lage zu bringen, in der sie notwendig sind, um eine Anlage des Seiles an die Last zu verhindern.
Man kann so mit wenigen Schutzkörpern auskommen. Andererseits bleibt die erforderliche
Reibung zwischen Metallkern und Seil so gering, daß sie das Gleiten des Seiles gegenüber dem
Körper und der Last nicht beeinflußt. Die zweiteilige Ausbildung der Körper gestattet, diese
nachträglich auf das Seil aufzusetzen bzw. ihre Auswechslung. Das Anbringen der Gummistreifen
auf der Außenfläche der Metallkerne sichert eine vollkommene Schonung der Last. Es wird so1 ohne
weiteres möglich, auch geschliffene Wellen oder andere empfindliche Maschinenteile oder gestrichene
Teile anzuheben, ohne daß sie durch das Gleiten des Seiles beschädigt werden. Die Verwendung
eines Metallkernes zusammen mit einer Gummiauflage sichert auch bei scharfen Umbiegungen; des
- Seiles, beispielsweise um 900, das Seil gegen Anlegen an Lastkanten, da, der Gummi infolge der
Metallunterlage dem Druck der Last nicht ausweichen kann. Sobald dies ausgeschlossen ist, verträgt
Gummi bekanntlich jede Druckbelastung.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben,
in dieser zeigt
Abb. ι einen Längsschnitt durch einen Seilschoner gemäß der Erfindung,
Abb. 2 einen Querschnitt durch den Schoner,
Abb. 3 mehrere zu einer Kette viereinigte Schoner und
Abb. 4 bis 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel.
Der Schoner besteht aus zwei laschenartigen Teilen 1 und 2 aus Gußeisen, Temperguß oder einer harten Leichtmetallegierung. Jede Lasche hat eine halbkreisförmige Aussparung 3 zur Aufnahme des Seiles 4. Diese Aussparungen sind an den Stirnkanten 5 stark abgerundet, damit das Seil beim Biegen um die Last nicht geknickt wird. Zu beiden Seiten der Aussparung 3 hat jede Lasche eine rechteckige Aussparung 6 oder einen rechteckigen vorspringenden" Teil 7 in, solcher Lage, daß der vorspringende Teil einer Lasche in die Aussparung der anderen eingreift. Auf diese Weise werden beide Laschenhälften in ihrer Längsrichtung senkrecht zum Seil unverschiebbar festgelegt.
Der Schoner besteht aus zwei laschenartigen Teilen 1 und 2 aus Gußeisen, Temperguß oder einer harten Leichtmetallegierung. Jede Lasche hat eine halbkreisförmige Aussparung 3 zur Aufnahme des Seiles 4. Diese Aussparungen sind an den Stirnkanten 5 stark abgerundet, damit das Seil beim Biegen um die Last nicht geknickt wird. Zu beiden Seiten der Aussparung 3 hat jede Lasche eine rechteckige Aussparung 6 oder einen rechteckigen vorspringenden" Teil 7 in, solcher Lage, daß der vorspringende Teil einer Lasche in die Aussparung der anderen eingreift. Auf diese Weise werden beide Laschenhälften in ihrer Längsrichtung senkrecht zum Seil unverschiebbar festgelegt.
Zum Zusammenhalten der Laschen dienen Kopfschrauben 8, die über Federringe 9 angezogen
werden und gestatten, die Laschen 1, 2 federnd gegeneinander zu pressen, bis sie am Seil 4 mit
einer solchen Pressung ,anliegen, daß sie sich auf dem Seil ■ noch von Hand verschieben lassen, Die
Schrauben 8 sitzen in den Gewindebohrungen 10 der Laschen bzw. in den; Ausnehmungen 11. ■
Jede Laschenhälfte hat zwei kleine Aussparungen 14, die zusammen runde Löcher zum Einlegen der
in Abb. 3 dargestellten Seile 15 bilden. Durch diese Seile können mehrere Laschen zu einer Laschenkette
vereinigt werden. Zur Befestigung der Seile 15 dienen konische Ringe 16. Die Seilenden, können
auch durch kleine Keile aufgetrieben und mit den Ringen verlötet sein.
Die Laschen sind an ihren Ecken stark abgerundet und an ihren Schmalseiten bogenförmig
ausgebildet. Sie haben an den Stirnseiten vorspringende Ränder zur Festlegung der Gummistreifen
12. Diese sind vorzugsweise durch Kleben oder Vulkanisieren mit jeder Lasche verbunden. Es
ist aber auch möglich, über die miteinander verbundenen Laschen ringförmige Gummistreifen zu
schieben, die durch ihre eigene Spannung zwischen den Vorsprüngen festgehalten werden, Jeder
Gummistreifen hat ein Loch 13, durch das die Schrauben 8 angezogen werden können. .
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 4 bis 6 sind die beiden Laschen 17 und 18 durch federnde,
halbkreisförmige Ringe 19 zusammengehalten, die in Ausschnitte .20 der Laschen eingeschoben, sind.
Diese Federringe machen die Schrauben 8 mit den Federringen 9 entbehrlich. Aufgesetzt werden, die
Ringe 19 durch Ausschnitte 21 der Gummistreifen 22. An Stelle eines Ringes können auch zwei übereinander
angeordnet sein.
Claims (6)
1. Schutzkörper für Seilschlingen zum Anheben von Lasten, bestehend aus einem kurzen,
das Seil umschließenden Element, von dem mehrere auf einer Seilschlinge angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schutzkörper aus einem Metallkern (1, 2), aus eine Reibung
zwischen dem Metallkern und dem Seil bewirkenden Mitteln (9, 11) und aus den Metallkern
an seiner Außenfläche "zumindest teilweise bedeckenden Gummistreifen (12) besteht.
2. Schutzkörper nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Metallkern (1, 2), senkrecht zum Seil geschnitten1, einen länglich rechteckigen
Querschnitt aufweist. \
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3. Schutzkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vorzugsweise aus
Temperguß bestehende Metallkern aus zwei Teilen (1, 2) zusammengesetzt ist, von denen
jeder eine halbkreisförmige Ausnehmung (3) zum Einlegen des Seiles aufweist, und daß beide
Teile so miteinander verbunden, sind, daß sie mit einstellbarer Reibung am Seil zur Anlage
gebracht werden können.
4. Schutzkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Teil (1,2) Bohrungen
(11) zur Aufnahme von Federn (9) und. von Schrauben (8) aufweist, die zur Verbindung
beider Teile dienen.
5. Schutzkörper nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Teil (1, 2) an seiner
Außenfläche eine Tasche zur Aufnahme des Gummistreifens (12) bildet.
6. Schutzkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gummistreifen (12) im
Querschnitt T-förmig gestaltet und in seiner Längsrichtung U-förmig gebogen ist und in
dem Gummistreifen Ausnehmungen (13) zur Einführung der Schnauben (8) angebracht sind.
Angezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 469 370.
Französische Patentschrift Nr. 469 370.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
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