DEF0015100MA - - Google Patents
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- alkanes
- monooxyaryl
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. Juli 1954 Bekanntgemacht am 20. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es wurde gefunden, daß Polycarbonate aus Dimonooxyaryl-alkanen, insbesondere 4, 4'-Di-monooxy~
aryl-alkanen, in Form von z. B. Preß-, Spritzguß- oder
Gußkörpern, Filmen, Fasern und Überzügen, hervorragend als elektrische Isolierstoffe geeignet sind.
Solche Polycarbonate können nach einem bereits vorgeschlagenen Verfahren vorteilhaft durch Umestern
von Diestern der Kohlensäure mit den entsprechenden Di-monooxyaryl-alkanen oder durch Umsetzung der
Di-monooxyaryl-alkane mit Phosgen oder mit etwa äquimolekularen Mengen eines Bis-chlorkohlensäureesters
der Di-monooxyaryl-alkane, vorzugsweise in Gegenwart organischer Lösungsmittel oder wässeriger
Alkalien, hergestellt werden.
Erfindungsgemäß werden hochmolekulare Polycarbonate aus Di-monooxyaryl-alkanen, insbesondere
4, 4'-Di-monooxyaryl-alkanen, als elektrische Isolierstoffe verwendet..
Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung besonders geeignete Polycarbonate erhält man so unter Ver-Wendung
von z. B. folgenden Di-monooxyaryl-alkanen:
4, 4'-Dioxydiphenylmethan, 4, 4'-Dioxydiphenyldimethylmethan,
4, 4'-Dioxydiphenyl-2, 2'-cyclohexan, 4, 4'-Dioxy-3, 3'-dimethyldiphenyl-i, i'-cyclohexan,
\2, 2' - Dioxy - 4, 4' - di - tert. - butyl - diphenyl - dimethylniethan
und 4, 4'-Dioxydiphenyl-3, 4-n-hexan, 2, 2'-(4, 4'-Dioxydiphenyl)-butan, 2, 2':(4, 4'-Dioxydiphenyl)-pentan,
3, 3'-(4, 4'-Dioxydiphenyl)-pentan, 2, 2'-
609 619/298
F 15100 VIIId/21 c
(4, 4'-Dioxydiphenyl)-3-methyl-butan, 2, 2'-(4, 4'-Dioxydiphenyl)-hexan,
2, 2'-{\, 4'-Dioxydiphenyl)-4-methyl-pentan,
2, 2'-{\, 4'-Dioxydiphenyl)-heptan, 4, 4'-(4,
4'-Dioxydiphenyl)-heptan und 2, 2'-(4, 4'-Dioxydiphenyl)-tridecan.
Ein hochmolekularer, Polycarbonat ζ. B., das durch Umsetzung von 4, 4'-Dioxydiphenyl-dimethylmethan
mit Phosgen hergestellt worden ist und das den K-Wert 75 hat, hat in Form eines 70 μ dicken, aus einer Lösung
gegossenen Films folgende Eigenschaften: Isolationswiderstand bei 20° 7 χ ίο16 Ω X cm, bei i6o°
3 χ ίο11 Ω X cm, Durchschlagsfestigkeit bei 50%
relativer Feuchtigkeit 2700 KV/cm, Oberflächenwiderstand bei 80% relativer Feuchtigkeit 19 χ ίο13 Ω,
Dielektrizitätskonstante bei 20 bis 1300 2,5, bei i6o°
2,8, Verlustfaktor (Tangens δ) bei 20° 10 X io~4
(800 Hz), wobei das anomale Dispersionsgebiet erst oberhalb 130° beginnt.
Die mechanischen Eigenschaften sind .
Bruchlast kg/cm2
streckt
15 bis 17
vmverstreckt
Dehnung °/0
verstreckt
32 bis 40
unverstreckt
139
Stoßfestigkeit cm kg/cm2
verstreckt
485 bis 690
unverstreckt
95
Die Feuchtigkeitsaufnahme beträgt bei 95 °/0 relativer
Feuchtigkeit in 24 Stunden 0,5 °/0, die Wasserdampfdurchlässigkeit
0,8 χ io~ 8 g/Stunde X cm χ mm Hg. Außerdem ist dieses Polycarbonat sehr temperaturbeständig.
Bei einer 60 μ dicken Folie aus unverstreckteni Polycarbonat tritt nach einer Lagerung in
Luft während 30 Tagen bei 1400 praktisch noch kein Abfall der Festigkeitswerte ein. Auch ist während
dieser Zeit noch kein Kristallisieren des unverstreckten Materials zu beobachten.
Die hochmolekularen Polycarbonate sind ferner gegen chemische Agentien, insbesondere gegen Säuren
und Laugen, sehr beständig, ebenso gegen die Einwirkung von Licht und atmosphärischen Einflüssen.
Auf Grund einer guten Verarbeitbarkeit durch z. B. thermoplastische Verformung oder aus Lösungen sind
die Polycarbonate in der Elektrotechnik vielseitig verwendbar. So können im Preß-, Spritz- oder Gießverfahren
beliebig geformte Gegenstände, z. B. Blöcke, gegebenenfalls mit Einlassungen von Leitern, Kondensatoren,
Widerständen und Röhren, hergestellt werden, wobei die geringe Leitfähigkeit und Oberflächenleitfähigkeit
auch in feuchter Atmosphäre besonders vorteilhaft ist.
Aus dem Schmelzfluß oder aus Lösungen können Filme und Fasern hergestellt werden, die zum Umwickeln
bzw. Umspinnen von z. B. elektrischen Leitern verwendet werden können. Gegebenenfalls können die
so isolierten Leiter für kurze Zeit auf eine Temperatur oberhalb des Erweichungspunktes des Polycarbonate
erhitzt werden, wodurch die einzelnen Filmschichten oder Fasern miteinander verschweißt werden.
Aus dem Schmelzfluß oder aus Lösungen hergestellte Filme können auf Grund der geringen Temperaturabhängigkeit
der Dielektrizitätskonstante und des Verlustwinkels der Polycarbonate insbesondere vorteilhaft
als Dielektrikum für elektrische Kondensatoren verwendet werden. Zu diesem Zweck kann die
Polycarbonatfolie als solche zwischen die stromführenden Beläge eingelegt oder um diese gewickelt werden,
oder die stromführenden Beläge können, z. B. durch Aufdampfen von Metallen, auf die Polycarbonatfolien
aufgebracht werden. Schließlich können auch außergewöhnlich dünne Filme, z. B. mit Dicken von Bruchteilen
eines,«, aus Lösungen auf Metallfolien hergestellt werden, die bei gleichmäßiger Dicke eine gute Haftfestigkeit
auf den Folien besitzen, so daß auch auf diese Weise Kondensatoren vorteilhaft hergestellt werden
können. Die Polycarbonate schädigen dabei die Metalle nicht.
Ferner können elektrische Leiter direkt mit den Polycarbonaten aus Lösungen oder aus der Schmelze *
überzogen werden. Dabei ist die hohe Elastizität und 80 Λ
Härte neben den günstigen elektrischen Eigenschaften der Polycarbonate, insbesondere ihre außergewöhnlich ,-hohe
Durchschlagsfestigkeit, von besonderem Vorteil. Schließlich können Papier, Gewebebahnen, Glasgespinste
und Glasmatten mit Lösungen der Polycarbonate getränkt und so mit dem Kunststoff imprägniert
und als Isoliermaterial von z. B. elektrischen Leitern verwendet werden.
Die niedrige Dielektrizitätskonstante, der niedrige Verlustwinkel und der hohe Isolationswiderstand
solcher Isolierungen wirken sich besonders günstig bei der Isolierung von Hochfrequenzkabeln und -leitern
aus.
Die elektrischen Eigenschaften aus Lösungen gewonnener Fasern, Filme und Überzüge können in manchen
Fällen durch ein nachträgliches Erwärmen, vorzugsweise auf oberhalb 100°, jedoch unterhalb des j
Schmelzpunktes der Polycarbonate, verbessert werden, ebenso die Haftfestigkeit auf Unterlagen.
Den Polycarbonaten können gegebenenfalls Füllstoffe, Pigmente und Weichmacher zugesetzt werden.
Als Füllstoffe können z. B. Kaolin, Talkum, Glas und Glimmer, als Weichmacher z. B. Phthalsäure- und
Phosphorsäureester verwendet werden.
Die große Zahl der durch Umsetzung von Dimonooxyaryl-alkanen mit Phosgen erhältlichen, hochmolekularen
Polycarbonate erlaubt es, bei gleichbleibenden günstigen elektrischen Eigenschaften die physikalischen
Eigenschaften der Isolierstoffe, z. B. in bezug auf Festigkeit, Dehnung, Elastizität und Erweichungspunkt,
in weiten Grenzen zu variieren und dem vorgesehenen Verwendungszweck anzupassen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:. ■■ ■!..Verwendung hochmolekularer Polycarbonate aus Di-monooxyaryl-alkanen, insbesondere 4,4'-Di-monooxyaryl-alkanen, als elektrische Isolierstoffe.
- 2. Verwendung hochmolekularer Polycarbonate aus Di-monooxyaryl-alkanen, insbesondere 4, 4'-Di-monooxyaryl-alkanen, in Form von Preß-, Spritz- oder Gußkörpern, Filmen, Folien, Überzügen oder Fasern zur Isolation elektrischer Geräte und Aggregate, insbesondere elektrischer Leiter, Kondensatoren, Widerstände und Röhren.© 609 619/298 9.56
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