DEF0016032MA - - Google Patents

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DEF0016032MA
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cyanamide
water glass
acid
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. November 1954 Bekanntgemacht am 26. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In der Säurebautechnik werden für die Plattenauskleidungen von Apparaten, welche durch Wärme und Druck beansprucht werden, in erster Linie solche Mörtel verwendet, die ein bestimmtes Quellungsvermögen besitzen. Bei der Ausweitung, die die säurefeste Plattenauskleidung bzw. der Apparatemantel durch die Betriebsbeanspruchungen, insbesondere Wärme und Druck, erfährt, hat der säurefeste Mörtel dann Gelegenheit, infolge seines Quellungsvermögens mehr oder minder rasch eine Vorspannung, der Plattenauskleidung gegenüber dem Apparatenmantel herbeizuführen.
Bei den Wasserglaskitten, welche im großen Umfange in der Säurebautechnik verwendet werden, bestand bisher die Schwierigkeit, quellfähige Kitte mit gleichzeitiger Beständigkeit gegen alle praktisch vorkommenden Säuren herzustellen.
Es wurde nun gefunden, daß man in einfacher Weise durch den Zusatz von Metallverbindungen des Cyanamids die Quellung von Wasserglaskitten hervorrufen bzw. regeln kann. Diese Metallverbindungen, in denen die Wasiseirstofratame des Cyanamide duncih Metalle einsetzt sind, können ohne jede Schwierigkeit Wasserglaskitte aller Art zugemischt werden. Beim Einwirken von Wärme und insbesondere von warmen Flüssigkeiten findet dann eine Umsetzung von Cyanamide mit den Alkalisilikaten statt, wodurch gleichzeitig eine Verfestigung und eine Quellung in dem Wasserglasmörtel hervorgerufen werden. Die erhärteten Kittungen sind
609 507/279
F 16032 IVa/22 ί
säurebeständig und zeigen eine gleichmäßige Volumenvergrößerung, welche die obengenannten Wirkungen auf die säurefesten Plattenauskleidun-
■ - gen hat/ ·. : ■·
.5, .. Als. Metallcyanamidverbindungen eignen sich besonders die Verbindungen zweiwertiger Metalle, z.B. des Bleis und der Erdalkalimetalle, wie des Calciums und Bariums. Diese Verbindungen werden den Wasserglaskitten zweckmäßig in einer
ίο Menge von o,i bis io %, bezogen auf das Kittmehl, zugesetzt. Zur Ausführung der Erfindung eignen sich alle bekannten Wasserglaskitte, die gegebenenfalls noch bekannte, härtend wirkende Zusätze, wie Silikofluoride, Säureamide, Säureester, Sulfochloride oder MetaUoxyde, wie Bleioxyd oder Zinkoxyd, enthalten. Auch Wasserglaskitte, welche das Alkalisilikat als Pulver inYKittmehl enthalten, sind' geeignet. Als Wassergläser können Kali- oder Natronwassergläser oder deren Mischungen verwendet werden.
Es ist zwar schon beschrieben, daß Bleicyanamid die Quellung von Unterwasseranstrichen, die ,mit leinölhaltigen Produkten ausgeführt wurden, verstärkt. Hieraus konnte jedoch nicht geschlossen werden, daß sich Cyanamide zur Regelung der Quellung von Wasserglaskitten eignen, um so mehr, als Farbanstriche und Wassergläskitte im Erhärtungsmechanismus völlig voneinander verschieden sind. Die Anstriche trocknen durch Sauerstoffaufnahme der trocknenden Öle an der Luft, während Wasserglaskitte infolge ihrer gänzlich anderen Zusammensetzung durch ganz andere Reaktionen erhärten und sowohl in ihrer Zusammensetzung als auch in ihrem physikalischen Aufbau von ölhaltigen Anstrichen vollständig.verschieden sind.
Beispiel 1
100 Gewichtsteile eines Kittmehls, bestehend aus
. 4 Gewichtsteile Formamid, 0,5 Gewichtsteile Blei-
cyanamid, 2,5 Gewichtsteile Kieselgur, 93 Gewichtstejle Quarzmehl, werden mit 40 g- einer Na-' tronwasserglaslösung vom MolveThältnis SiO2 zu Na2O = 2,65 und spezifisches Gewicht 1,50 angemischt. Die Kittmasse erhärtet nach 24 Stunden und ergibt, wenn sie nach Stägigem Lagern an der Luft in Calciumbisulfitlauge gekocht wird, eine ,Quellung von 0,6 °/o. -
B e i s ρ i e 1 2 . : * ■■ · l -^ · ^ -
100 Gewichtsteile eines Kittmehls, bestehend aus 5 Gewichtsteilen Calciumcyanamid, 4 Gewichtsteilen Kaolin und, 92 Gewichtsteilen Quarzmehl, werden mit 40 Gewichtsteilen einer Kaliwasserglaslösung vom Molverhältnis SiO2 zu K2O =1,88 und vom spezifischen Gewicht 1,42 angemischt. Die Kittmasse erhärtet innerhalb von 24 Stunden von selbst und ergibt, wenn sie nach 8tägigem Lagern an der Luft in io°/oiger Schwefelsäure gekocht wird, eine Quellung von 0,5 °/o. An Stelle von Calciumcyanamid kann auch Bariumcyanamid in geringer Menge verwendet werden; man kann z.B. statt 5 Gewichtsteile Calciumcyanamid in obigem Kittmehl ein Gemisch von 4,5 Gewichtsteilen Calciumcyanamid und 0,5 Gewichtsteilen Bariumcyanamid verwenden.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Quellfähige Wasserglaskitte, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens eine Metallverbindung des Cyanamide enthalten.
2. Wasserglaskitte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie noch bekannte, härtend wirkende Substanzen, wie Silikofluorid, Sulfochloride, Säureamide, Säureester oder Metalloxyde enthalten.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Fairbenzeitsehrift, 1952 (6),
bis 292.
S. 288^ -k 8oi
© 609 507/279 4.56

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