DEG0008407MA - - Google Patents

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DEG0008407MA
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shaft
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 14. März 1952 Bekanntgemacht am 8. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei betriebsmäßig laufanden 'Nähmaschinen, treten häufig unerwünschte Schwingungen auf, die sich als Erschütterungen und Geräusche und gleichzeitig durch eine größere Lagerbeansprucihung bemi&rkbar machen können. Diese Erscheinungen werden durch Massenkräfte im Innern der Nähmaschine hervorgerufen, wobei nicht völlig ausgeglichen umlaufende Bauteile periodisch und nicht periodisch hin und her gehende so\vie schwingende Teile zusammenwirken. Deren Bewegungen, verlaufen nicht nur in verschiedenen Richtungen und mit verschiedener Größe, sondern weisen, auch zeitlich und der Größe nach unterschiedliche Beschleunigungen und Verzögerungen auf, so' daß die Nähmaschine hinsichtlich der die Schwingungen erregenden Kräfte und in bezug auf ihren Aufbau ein sehr verwickeltes schwingungsfähiges Gebilde darstellt. Um diese unerwünschten. Schwingungen zu vermindern, hat man bisher die einzelnen sich bewegenden Bauteile der Maschine soweit wie möglich, dynamisch ausgewuchtet. Dies erfordert aber einen erheblichem Aufwand und das Anbringen von Auswuchtgewichten an verschiedenen Stellen, der Bauteile, welche die aus dien Unwuchten herrührenden Fliehkräfte der rotierenden: Bauteile ausgleichen, sollen.
Die Erfindung bezieht sich auf die Veirminderung von Schwingungen an Nähmaschinen mit
«9 706/69
G 8407 VH/52 a
Oberarmwelle und von, dieser über einen Kurbeltrieb angetriebener Greiferwelle. Bei solchen Maschinen ist es bereits bekannt, am Ort der Entstehung der. Unwucht ,Auswuchtgewichte anzubringen, und zwar am, Kurbelantrieb der Nadelstange in Form eines Gegengewichtes zum Pleuelzapfen. Zusätzlich zu diesem Gegengewicht sind weiterhin exzentrische Massen an geeigneten Stellen der Oberarmwelle und der untenliegenden
ίο Greiferwelle vorgesehen. Weiterhin' ist es bekannt, an einer Nähmaschine, die außer dem Kurbeltrieb für die Greiferwelle noch einen Dreiecksexzenter auf der Oberarmwelle für den. Antrieb' des StofF-vocschubes aufweist, ein Gegengewicht gegenüber dem Pleuelzapfen ,des Nadelstangenantriebes oder statt dessen ein. Gegengewicht im Handrad, und außerdem auf der1 Oberärmwelle eine langgestreckte:, exzentrisch, angeordnete Auswuchtmasse ,anzubringen, deren Masseinschwerpunkt aber zwischen dem Dreiecksexzenter und dem Nadelstangenantrieb liegt.
Durch, die Erfindung gelingt es, die beim Betrieb einer Nälamaschine der eingangs beschriebenen Art auftretenden Schwingungen in. wesentlich einfacherer Weise so< weit zu vermindern, daß damit allen praktischen. Bedürfnissen Rechnung getragen ist. Wie sich durch ausgedehnte Versuche überraschenderweise ergeben hat, gelingt dies erfindungsgemäß durch ein einziges, an die Stelle: der bisher als notwendig erachteten Auswuchtgewichte tretendes Ausgleichsgewicht, das unmittelbar neben dem Antrieb zur Greiferwelle auf der dem Nadelstangenantrieb zugewendeten Seite auf der Armwelle befestigt und, derart geformt ist, daß sein Massenschwerpunkt über der angrenzenden: Kurbelwange möglichst dicht neben, der Pleuelstangenebene liegt. Durch dieses Ausgleichsgewicht werden überraschenderweise nicht nur die Unwuchten der Oberarmwelle ausgeglichen wie mit den bekannten Auswuchtgewichten,· sondern gleichzeitig auch alle anderen Massenkraft«, die in, einer kompletten Nähmaschine auftreten. Durch die eintretende starke Verminderung der Störschwingungen tritt gleichzeitig auch eine erhebliche Verminderung der Lagerbeanspruchung ein, die sich in eimer Verringerung der Reibungskräfte und damit der Motorantriebskraft ausdrückt. Die durch die erfindungsgemäße Maßnahme erzielte Wirkung ist beim derzeitigen Wissensstand nicht völlig eindeutig erklärbar. Jedoch haben große Versuchsreihen eindeutig bewiesen, daß die angegebene Maßnahme eine außerordentliche Verminderung der Störschwingungen an Maschinen mit schwingendem Greifer ergibt. Ein sehr wesentlicher Vorteil der Erfindung ist auch darin zu sehen, daß dias Ausgleichsgewicht an der angegebenen Stelle gemäß dbr Erfindung an jeder Maschine der beschriebenen Art nachträglich, angebracht werden kann. Es ist also' keine die Serienanfertigung der
£0 Oberarmwellen, beeinflussende Konstruktionsänderung erforderlich. Im übrigen, kann, die Größe dies Ausgleichsgewichtes und seine Winkellage auf der OberarmAvelle in jedem einzelnen Falle durch Versuche leicht ermittelt und seine, Formgebung den · gegebenen Platzverhaltinissen angepaßt werden.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispielsweise dargestellt, und, zwar zeigt
Fig. ι in schematischer Seitenansicht eine Nähmaschine mit Ausgleichsgewichten in, alter Anordnung;
Fig. 2 eine Nähmaschine mit einer Ausgleichsgewichtsanordiiung gemäß der Erfindung in schematischer Seitenansicht und,
Fig. 3 eine Stirnansicht .zur Fig. 1, teilweise nach der Linie III-III der Fig. 2 geschnitten.
Die Nähmaschine alter Bauart nach Fig. 1 weist eine im Oberarm 1 verlaufende Oberarmwelle 2 und eine im Unterteil 3 verlaufende Greiferwelle 4 auf. Als Beispiel für das bisher verwendete Prinzip der Verminderung von Schwingungen ist bei dieser Maschine zum Massenausgleich, auf der Oberarmwelle ein Auswuchtgewicht S von, verhältnismäßig großer axialer Länge und nahe dem Vorderende der Oberärmwelle 2 in der Nähe des Nadelstange«.-antriebes 6 ein weiteres Auswuchtgewicht 7 angeordnet. Außerdem sitzt auf der Greiferwelle 4 ein drittes Auswuchtgewicht 8. Bei einer bekannten Ausführungsform sitzt das langgestreckte Auswuchtgewicht 5 zwischen dem Nadelstangenantrieb' 6 und einem in Fig. 1 nicht dargestellten Dreiecksexzenter für den Antrieb des Stoffvorschubes.-
Bei der erfindungsgemäßen; Ausführungsform nach den Fig. 2 und 3 ist am Ende der Oberarmwelle 2 ein Kurbeltrieb zum Antrieb' der Greiferwelle 4 angeordnet. Unmittelbar ■ neben dem als Pleuelstange ausgebildeten Abtrieb 9 zur Greiferwelle 4 ist auf der Oberarm welle 2 ein. Ausgleichsgewicht 10 befestigt, das mit einer sehr kurzen iod Nabe 11 auf der dem Nadelstangenantrieb .6 zugewendeten Seite auf der Oberarmwelle 2 .befestigt ist'und mit einem parallel zur Achse angeordneten Teil 12 über die angrenzende Kurbelwange 14 des Kurbeltriebes ragt. Dadurch, liegt der Massenschwerpunkt des Ausgleichsgewichtes 10 möglichst dicht neben der Pleuelstangenebenei des Abtriebs 9 zur Greiferwelle 4, wie es die Raumverhältnisse im Oberarm 1 gerade noch erlauben.
Fig. 3 läßt erkennen, · daß die Winkestellung des Ausgleichsgewichtes 10 in. bezug auf die Kurbelkröpfung der Oberarm welle 2 für den. Abtrieb 9 den verschiedenen Anforderungen angepaßt werden kann. Mit 13-13 ist die vertikale Massenträgheiitsachse des gesamten bewegten. Systems bezeichnet, die keine feste Lage hat, sondern während der Bewegungen geringe Parallelverschiebungen vollführt. Wie die Fig. 2 erkennen, läßt, ist das Ausgleichsgewicht 10 in der Nähe dieser Achse angeordnet.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    Nähmaschine mit Oberarmwelle und von dieser über einen Kurbeltrieb' angetriebener Greifeirwellei, gekennzeichnet durch ein, einziges,
    706/69
    G 8407 VII/52a
    zur Verminderung von Schwingungen der gesamten Maschine dienendes Ausgleichsgewicht (io), das unmittelbar neben dem Abtrieb- (9) zur Greiferwelle (4) auf der dem Nadelstangenantrieb' (6) zugewendeten. Seite auf der Armwelle (2) befestigt und derart geformt ist, daß sein Massenschwerpunkt über der angrenzenden Kurbelwange (14) möglichst dicht neben der Pleuelstangenebene liegt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift. Nr. 554 823.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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