DEG0013497MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. Januar 1954 Bekanntgeniacht am 19. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein, Hochverzug-Streckwerk,
insbesondere für Faserbänder aus Stengel- und Blattfasern, wie Hanf, Flachs, Jute, Sisal
od. dgl., in dem zwei oder mehrere bündel- bzw. fächerartig angeordnete Einzelstreckwerke ihre
Faserbänder einem einzigen Sammelstreckwerk zuführen.
Bei bekannten. Streckwerken dieser Art hat jedes nach dem Sammelstreckwerk hin arbeitende Einzelstreckwerk
ein eigenes Ausgangswalzenpaar. Da einerseits der Durchmesser der Ausgangswalzen
ein festgelegtes (bestimmtes) Mindestmaß nicht unterschreiten darf und anderseits starke Richtungsänderungen
in den einzelnen Faserbandlaufbahnen vermieden werden müssen, ist bei diesen
bekannten Anordnungen der Abstand zwischen dem Eingangswalzenpaar des Saimmelstreckwerkes und
den Ausgangswalzenpaaren der vorgeschalteten Einzelstreckwerke verhältnismäßig groß. Es ergibt
sich daraus, daß zwischen den Ausgangswalzenpaaren der Einzelstreckwerke und dem Eingangswalzenpaar
des anschließenden, Sammelstreckwerkes die einzelnen, schon gestreckten Faserbänder auf
einer ziemlich langen Strecke nicht geführt sind, was insbesondere bei der Verarbeitung von Bastfasern
einen erheblichen Nachteil darstellt. Ferner kommen die strahlenförmig auf das Sammelstreckwerk
gerichteten Einzelstreckwerke durch den er-
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wähnten Abstand von dem Sammelstreckwerk weit auseinander zu liegen, so daß sie einen großen
Raum einnehmen, d. h., die Einzelstreckwerke ergeben einen sperrigen Aufbau. Dadurch wird jedoch
,5 das Herantreten und Eingreifen des die Spinnmaschine
Bedienenden im Falle von Unregelmäßigkeiten im Streckwerk wesentlich erschwert, so daß
häufig erhebliche Zeitverluste und lange Totzeiten in Kauf genommen werden müssen.
ίο Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese
Mangel zu beseitigen. Die Erfindung besteht darin, daß zwischen, den vorzugsweise als Riemchenstreckwerke
ausgebildeten Einzelstreckwerken und dem Sammelstreckwerk ein einziges, allen Einzelstreckwerken
gemeinsames Ausgangswalzenpaar angeordnet ist. Dadurch können die Einzelstreckwerke
sowohl dichter nebeneinander als auch näher
bei dem Sammelstreckwerk angeordnet werden, so daß — in vorteilhaftem Gegensatz zu den bekannten
Ausführungen — ein gedrängter· Aufbau möglich ist bzw. erreicht wird. Erfindungsgemäß kann
ferner das gemeinsame Ausgangswalzenpaar der Einzelstreckwerke gleichzeitig auch das Eingangswalzenpaar des anschließenden Sammelstreckwerkes
bilden, so daß durch den Wegfall eines Walzenpaares
neben den bereits erwähnten Vorzügen noch eine Verbilligung erzielt wird.
In der Zeichnung ist die Erfindung durch zwei Ausführungsbeispiele veranschaulicht; es zeigt :
Fig. ι ein erfindungsgemäß ausgebildetes Hochverzug-Streckwerk einer Topfspinnmaschine mit
mehrfacher Faserbandvorlage und
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform des Streckwerkes in schematisch schaubildlicher Darstellung.
In Fig. ι ist ι das Gestell einer Spinnmaschine
mit umlaufendem Spinntopf 20 und .rohrförmigen! auf- und abgehendem Fadenführer 11, insbesondere
für Stengel- und Blattfasern, wie Hanf, Flachs, Jute, Sisal u.dgl. Das Streckwerk dieser Spinnmaschine
ist als Hochverzug-Streckwerk mit vierfacher Faserbandvorlage ausgebildet Und besteht
aus vier Einzelstreckwerken B, die in einer vertikalen Ebene auf dem Maschinengestell 1 angeordnet
sind und fächerförmig einem einzigen, nachgeschalteten
Sammelstreckwerk A zustreben. Die vier -vorgelegten Faserbänder N1, N2, N3, N^ werden—
voneinander getrennt — in den entsprechenden Einzelstreckwerken, B verzogen und in dem
Sammelstreckwerk A zu einem einzigen Faser-.50 band N zusammengeführt (zusammengefaßt), das
in dem Sammelstreckwerk A nochmals verzogen wird und durch den Fadenführer 11 in. den Spinntopf
20 gelangt.
Das Sammelstreckwerk^ ist als Riemchehstreckwerk
ausgebildet und besitzt ein Eingangswalzenpaar 2, 3 und ein Ausgangswalzenpaar 4, 5. Die
Einzelstreckwerke B sind ebenfalls als Riemchenstreckwerke ausgebildet und besitzen zwar jedes
ein eigenes Eingangswalzenpaar 102, 103, jedoch
ein einziges gemeinsames Ausgangswalzenpaar 104, 105, in welchem die gestreckten. Faserbänder N1
bis Ni zusammenlaufen. Dadurch ist eine wesentlich
gedrängtere Bauart als bei den. bekannten Anordnungen möglich, d.h., das gemeinsame Ausgangswalzenpaar
104, 105' der -Einzelstreckwerke S kann sehr nahe dem Eingangswalzenpaar 2, 3 des
Sammelstreckwerkes A zugeordnet werden, so daß einerseits die dazwischenliegende freie, nicht geführte
Laufstrecke des Faserbandes N sehr kurz ausfällt und anderseits die Einzelstreckwerke1 B
dicht nebeneinander liegen können und daher ohne weiteres von einer einzigen Stelle aus bedienbar
'sind." - , "' .
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind die Einzelstreckwerke B — in der Faserbandlaufrichtung,
gesehen ■—■ bündeiförmig zum nachfolgenden Sammelstreckwerk A angeordnet. Auch in
diesem Fall besitzen die als Riemchenstreckwerke ausgebildeten Einzelstreckwerke B zwar getrennte
'Eingangswalzenpaare 102, 103, jedoch nur ein einziges
gemeinsames Ausgangswalzenpaar 104, 105,
welches gleichzeitig auch das Eingangswalzenpaar des Sammelstreckwerkes A bildet. Dadurch
kommt eine noch ,gedrängtere Bauart des Streckwerkes als bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1
zustande. Selbstverständlich kann das Eingangswalzenpaar 2, 3 des Sammelstreckwerkes A auch
bei der Anordnung nach Fig. 1 wegfallen ,und durch das gemeinsame Ausgangswalzenpaar der ·
Einzelstreckwerke B ersetzt werden.
Claims (2)
1. Hochverzug-Streckwerk, insbesondere für Faserbänder aus Stengel- und Blattfasern, wie
Hanf, Flachs, Jute, Sisal od. dgl., in dem zwei oder mehrere bündel- bzw. fächerartig angeordnete
Einzelstreckwerke ihre Faserbänder einem einzigen Sammelstreckwerk zuführen, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen den Einzelstreckwerken (B) und dem Sammelstreckwerk (A)
ein einziges, allen Einzelstreckwerken gemeinsames Ausgangswalzenpaar (104, 105) angeordnet
ist.
2. Hochverzug-Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das gemeinsame
Ausgangswalzenpaar (104, 105) der Einzel-
■ streckwerke (B) gleichzeitig auch das Eingangswalzenpaar
des anschließenden Sammelstreckwerkes (A) bildet.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 461 417.
Deutsche Patentschrift Nr. 461 417.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 629/384 1.56
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