DEG0014193MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. April 1954 Bekanntgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Das Patent 839 824 betrifft eine Bogenlampe, welche als Kathode eine kreisförmige Scheibenelektrode
besitzt, die um eine durch das Scheibenzentrum gehende, zur Scheibenebene senkrechte
Achse drehbar ist.
Vorteilhafterweise wird eine solche Lampe als Blasbogenlampe ausgebildet. Solche Blasbogenlampen
sind bekannt und sind dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung der positiven Kohle
Luftaustrittsöffnungen besitzt, welche einen Luftstrom von rückwärts gegen das Brennende der
positiven Kohle richten. Dieser Luftstrom umgibt die Bogenentladung in Form eines konzentrischen,
sich verjüngenden Kegels und konzentriert Bogenentladung und Bogenflamme in den zylindrischen is
Raum vor dem positiven Krater. Der Luftstrom streicht an der negativen Elektrode vorbei und führt
aus der positiven Kohle verdampftes und verbranntes Material mit sich. Ein Teil dieses mitgeführten
Materials hat die Neigung, sich auf der negativen Elektrode niederzuschlagen.
Durch die langsame Drehung der Scheibe werden die am Scheibenrand niedergeschlagenen Verdampfungs-
und Verbrennungsprodukte von der
609 578/389
G 14193 VIIIc/21 f
Ansatzstelle des Bogens auf der Scheibe weggeführt, wobei sie im allgemeinen verbrennen, sobald
sie mit dem äußeren Teil des Blasluftstromes oder >■' mit der Außenluft in Berührung kommen. Es läßt
sich jedoch nicht vermeiden, daß Reste auf der ^- -Scheibe verbleiben, so daß sich auf dieser ein
weißlicher Niederschlag bildet, welcher allmählich abblättert. Dies ist unerwünscht mit Rücksicht auf
die Verschmutzung des Gehäuses und anderer Teile
ίο der Lampe und kann zu Störungen des Betriebes
führen.
Die Erfindung soll hier Abhilfe schaffen. Sie betrifft eine Hochintensitätsblasbogenlampe mit
einer scheibenförmigen Kathode, die während des
IS Betriebes gedreht wird, nach Patent 8.39 824, und
verbessert diese Lampen dadurch, daß die Kathode mit einem Stoff, wie Alkalisilikat in wäßriger
Lösung, imprägniert ist, der die Bildung eines abblätternden Niederschlages auf der Kathode aus
Verdampfungs- und Verbrennungsprodukten des Bogens verhindert. Beispielsweise können Kaliumoder
Natriumwasserglas verwendet werden, denen zur besseren Eindringung in zu behandelnden
Elektroden noch Netzmittel zugefügt werden können.
Durch die oben beschriebene Behandlung kann vermieden werden, daß sich die weißlichen festen
Verbrennungs- und Verdampfungsprodukte, welche im wesentlichen aus den den Elektroden beigemischten
Salzen stammen, auf der Scheibenoberfläche zu locker haftenden Schuppen anreichern.
.... -Vermutlich wird durch die oben beschriebene Maßnahme
die Oberflächenbeschaffenheit der Elektroden derart verändert, daß die erwähnten festen
Partikel keine genügende Haftfestigkeit mehr finden.
Es ist auch denkbar, daß bei' den hohen Betriebstemperaturen
die aus den erwähnten Elektrodenzusätzen gebildeten Oxyde sich mit dem Wasserglas
zu den entsprechenden Silikaten umsetzen und dadurch unschädlich gemacht werden.
Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wurde die Oberfläche der aus Graphit
bestehenden, scheibenförmigen Elektrode mittels eines Pinsels mit einer Natriumsilikatlösung vom
spezifischen Gewicht 1,5 und einem Siliziumdioxydgehalt von 33% angestrichen. Die derart behandelte
Kathode war nach einer Trocknungszeit von 24Stunden bei Raumtemperatur ..für den
Betrieb bereit.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel wurde
die Scheibenkathode während i' Stunde in die oben
beschriebene Wasserglaslösung, welcher als Netzmittel noch ι % Natriumsalz der Diisobuthylnaphthalinsulforsäure
zugesetzt wurde, getaucht. Nach dem Abtropfenlassen des Flüssigkeitsüberschusses
läßt man-die Kathode ebenfalls bei Raumtemperatur
trocknen.
Die nach dem beschriebenen Verfahren behandelten Scheiben zeigten auch nach längerem Betriebe
keine Bildung von unerwünschten weißen Niederschlägen an ihrer Oberfläche.
Claims (5)
1. Hochintensitätsblasbogenlampe mit einer scheibenförmigen Kathode, die während des
Betriebes gedreht wird, nach Patent 839 824, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode mit
einem Stoff, wie Alkalisilikat in wäßriger Lösung, imprägniert ist, der die Bildung eines
abblätternden Niederschlages auf der Kathode aus Verdampfungs- und Verbrennungsprodukten
des Bogens verhindert.
2. Hochintensitätsblasbogenlampe nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein dem Imprägnierungsstoff
beigegebenes Netzmittel.
3. Hochintensitätsblasbogenlampe nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Imprägnierungsmittel Kalium- oder Natriumwasserglas-ist.
-·■■■
4. Verfahren zum Imprägnieren der Kathode von Hochintensitätsblaslbogenlampen nach Anspruch
ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke der Imprägnierung die wäßrige
Lösung des Alkalisilikates auf die Oberfläche der fertigen Elektrode aufgestrichen wird.
5. Verfahren zum Imprägnieren der Kathode von HochintensitätsWasbogenlampen nach Anspruch
ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke der Imprägnierung die fertige
Elektrode in die wäßrige Lösung des Alkalisilikates eingetaucht wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 30042, 211 000,
878, 281 512, 632 056, 839 824.
© 609'578/389 7.56
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