DEL0000052MA - Laufrad, insbesondere für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. - Google Patents

Laufrad, insbesondere für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte.

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DEL0000052MA
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wheel hub
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Expired
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English (en)
Inventor
Heinrich Kamplade
Original Assignee
Heinrich Lanz AG., Mannheim
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Description

Die Erfindung betrifft ein Laufrad mit Speichen, insbesondere für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Mit dem Erfindungsgegenstand soll neben einer günstigen Speichenanordnung das Laufrad auch fertigungstechnisch vereinfacht werden.
Es sind Laufräder bekannt, deren Speichen mit ihrem einen Ende an der Felge, mit ihrem anderen an einem Flansch befestigt sind, an den die Radnabe austauschbar angeschlossen werden kann. Um jedoch diesen Rädern die erforderlichen Festigungseigenschaften zu verleihen, müssen sie verhältnismässig stark dimensioniert sein und fallen infolgedessen entsprechend schwer und teuer aus. Bei anderen bekannten Laufrädern greifen die Speichen auf breiter Basis an der Radnabe an und sind entweder in die Radnabe eingegossen oder mit dieser vernietet oder verschraubt. Auch diese Räder haben Nachteile. So kommt es vor, dass die eingegossenen Speichen infolge Blasen- oder Lunkerbildung nicht in der erforderlichen Weise mit der Radnabe verbunden werden können. Hierdurch ergibt sich eine verhältnissmässig hohe Ausschußziffer dieser Räder. Bei den Rädern mit angemieteten Speichen sind zum Zusammenbau in der Regel zusätzliche Hilfseinrichtungen erforderlich. Ausserdem ist in beiden Fällen die Radnabe nicht oder nur sehr schwer austauschbar. Diese Austauschbarkeit ist aber im Landmaschinenbau vielfach erwünscht und zwar vor allem bei Ackerrädern z. B. Pflugrädern oder den Rädern der Kartoffelroder, die gleichzeitig als Antriebsrad dienen. Zu diesem Zweck ist bei solchen Rädern aus Gründen der Einfachheit und Billigkeit an die Radnabe ein Zahnkranz angegossen, mit dem das Drehmoment des Laufrades im treibenden Sinne übertragen wird. Der abgenützte Zahnkranz wird durch Austauschen der Radnabe ersetzt.
Bei all diesen Rädern ist es nicht möglich, die Speichen derart anzuordnen, dass sie auf Zug beansprucht werden. Nun läßt aber gerade diese Speichenanordnung eine leichte Bauweise des Laufrades zu. Die bekannten Räder dieser Art sind in ihrem Aufbau noch unvollkommen. So werden die Speichen entweder in die Radfelge eingehängt und unmittelbar in die Radnabe eingeschraubt oder umgekehrt. In jedem Falle müssen die Speichen einzeln gespannt werden, was den Zusammenbau umständlich und teuer macht. Ausserdem kann die Radnabe nur nach vorausgegangenem Zerlegen des Rades ausgetauscht werden.
Die Erfindung besteht demgegenüber darin, dass die Speichen an zwei mit Abstand auf die Radnabe aufsteckbaren, mit dieser lösbar verbundenen Flanschen vorzugsweise durch Schweissen befestigt sind. Hierdurch wird nicht nur eine im Bezug auf die Festigkeitseigenschaften des Rades günstige Speichenanordnung erzielt, sondern das Laufrad auch fertigungstechnisch vereinfacht. Die Flansche ermöglichen es, die Speichen auf einfache Weise unter Zugspannung zu setzen und damit dem Laufrad bei verhältnismässig geringem Gewichtsaufwand eine hohe Tragfähigkeit und Steifigkeit zu geben. Ferner ist eine einwandfreie Bindung zwischen Speichen und Nabe ausnahmslos gewährleistet. Fertigungstechnisch wird das Laufrad insofern vereinfacht, als die Speichen mit der Felge und den beiden Flanschen eine bauliche Einheit, den sogenannten Radkörper bilden, mit dem die Radnabe leicht austauschbar verbunden ist. Dieser Vorteil ist neben der Möglichkeit, die Verschleissteile auszuwechseln vor allem für die serienmässige Herstellung des Laufrades von Bedeutung. Radkörper und Radnabe werden getrennt hergestellt und ohne Hilfsmittel zusammengebaut.
Eine weitere fertigungstechnische Vereinfachung wird dadurch erreicht, dass alle Speichen beim Zusammenbau des Rades ohne Vorrichtung auf einmal gespannt werden können. Zu diesem Zweck sind die Flansche auf der Radnabe in Richtung der Radachse verschiebbar. Die Flansche liegen dabei am Radkörper enger auseinander als ihre Befestigungsstellen an der Nabe. Beim Aufstecken der Radnabe werden die Flansche so weit auseinander geschoben, dass sie mit der Nabe verbunden werden können. Dabei spannen sich die Speichen automatisch. Vorteilhaft wird das Verschieben der Flansche zwangsläufig mit dem Aufstecken der Radnabe durchgeführt. Hierbei genügt zum Spannen der Speichen schon die einfache Handhabung des Anschraubens der Radnabe. Um das auf möglichst einfache Weise zu erreichen, ist die Radnabe zweckmässig mit durch Absetzen ihres Durchmessers gebildeten Schultern versehen, die beim Aufstecken der Nabe gegen die Flansche gedrückt werden. Schließlich werden erfindungsgemäß zwei im Durchmesser unterschiedliche Flansche verwendet, die aus einer einzigen Blechscheibe hergestellt sind, derart dass der kleinere Flansch aus dem größeren herausgestanzt ist. Hierdurch läßt sich die Radnabe leichter ausbilden und damit einfacher herstellen als bisher, da die bei den bekannten Rädern zum Befestigen de Speichen an der Nabe erforderlichen Lappen, Taschen usw. zum Teil wegfallen.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in den Abb. 1 bis 3 an zwei verschiedenen Ausführungsbeispielen jeweils im Schnitt dargestellt. Die Abbildungen 1 und 2 zeigen ein Laufrad mit schmaler Felge, Abbildung 3 ein solches mit breiter Felge, die beispielsweise aus einem Winkeleisenring besteht, mit dem die äusseren Enden der im Querschnitt rechteckigen Speichen 2 verschweißt sind. Innen sind die Speichen zu gleichen Teilen an die beiden mit Abstand voneinander angeordneten Blechflansche 3 und 4 angeschweisst, mit denen sie zusammen mit der Felge den in sich geschlossenen Radkörper bilden. (Abb. 2).
Mit diesem ist die Radnabe 5 austauschbar verbunden. Vor dem Anbringen der Radnabe sind die Speichen 2 ungespannt. Um die Speichen 2 beim Zusammenbau des Laufrades aus einfache Weise unter Zugspannung zu setzen, ist der Flansch 3 im Durchmesser kleiner ausgebildet als der Flansch 4. Das Größenverhältnis ist dabei so gewählt, dass sich beide Flansche aus einer einzigen Blechscheibe herstellen lassen, derart, dass der kleine Flansch 3 aus dem größeren Flansch 4 herausgestanzt wird. Auf diese Weise ergibt der Ausschnitt des Flansches 4 gleichzeitig den Flansch 3. Beim Zusammenbau des Laufrades wird die Radnabe 5 von der Seite her durch die Flansche gesteckt und zwar zuerst durch den großen Flansch 4. Hierzu ist die Nabe 5 im Durchmesser abgesetzt, sodass sie zwei Schultern 6 und 7 erhält, die um das Maß x auseinanderliegen, das weiter ist als der Abstand y zwischen den Flanschen 3 und 4 am Radkörper. (Abb. 2). Demnach trifft beim Einstecken der Nabe 5 zuerst die Schulter 6 auf den Flansch 3 und drückt diesen in Richtung der Radachse nach der Seite. Dadurch spannen sich alle an diesem Flansch befestigten Speichen. Gleichzeitig wird der Flansch 4 in entgegengesetzter Richtung an die Nabenschulter 7 herangeholt und mittels der Schrauben 8 mit dieser lösbar verbunden. Hierbei spannen sich auch die mit dem Flansch 4 verschweißten Speichen. Die Radnabe wird also durch Verschrauben mit einem der Flansche 3 und 4 am Radkörper befestigt, während der zweite, in diesem Falle kleinere Flansch 3, mit seinem als Flanschnabe dienenden Bördel 9 auf der Nabe 5 geführt und durch die Nabenschulter 6 in axialer Richtung gehalten ist. Beim Entfernen der Nabe entspannen sich die Speichen selbsttätig wieder, indem die Flansche 3 und 4 in ihre ursprüngliche Lage zurückgehen. Zum Nachspannen der Speichen braucht nur zwischen die Nabenschulter 6 und den Flansch 3 eine Beilage eingelegt werden. Im übrigen kann die Nabe an ihrem flanschseitigen Ende mit einem Zahnkranz versehen sein.
Gemäß Abb. 3 sind die Speichen 10 kreuzweise angeordnet, sodass sie sowohl an der Radnabe 11 als auch der Felge 12 mit Abstand voneinander angreifen. Die Speichenanordnung ist dabei an der Nabe die gleiche wie im Ausführungsbeispiel gemäß Abb. 1 und 2, während die Felge 12 ein U-Profil aufweist und entsprechend ist.
Die Erfindung ist natürlich nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfasst noch weitere im Sinne des Erfindungsgegenstandes gestaltete Ausführungen. So ist es z. B. ohne weiteres möglich, eine andere Ausbildung der Flansche, der Radnabe oder der Radfelge zu wählen. Auch brauchte das Spannen der Speichen nicht unbedingt zwangsläufig mit dem Aufstecken der Radnabe zu erfolgen. Schließlich kann anstelle der Schweißverbindung auch eine andere geeignete Befestigungsart angewendet werden.

Claims (5)

1. Laufrad mit Speichen, insbesondere für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichen (2) an zwei mit Abstand auf die Radnabe (5) aufsteckbaren Flanschen (3 und 4) vorzugsweise durch Schweissen befestigt sind.
2. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flansche x (3 und 4) zum gemeinsamen Spannen der Speichen (2) auf der Radnabe (5) in Richtung der Radachse verschiebbar sind.
3. Rad nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flansche (3 und 4) beim Aufstecken der Radnabe (5) zwangsläufig auseinandergedrückt werden.
4. Rad nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Radnabe (5) durch Absetzen ihres Durchmessers gebildete, gegen die Flansche (3 du 4) drückende Schulter (6 und 7) aufweist.
5. Rad nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch zwei im Durchmesser unterschiedliche, aus einer einzigen Blechscheibe hergestellte Flansche (3 und 4), von denen der kleinere Flansch (3) aus dem größeren (4) herausgestanzt ist.

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