DEL0014540MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 28. Januar 1953 Bekanntgemacht am 15. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Handelt es sich darum, zwischen zwei Fernschreibstationen die übertragenen, gegebenenfalls
besonders wichtigen Nachrichten mit besonderer Sorgfalt zu kontrollieren, so ist bereits vorgeschlagen
worden, diese Kontrolle durch Rückübertragung und Vergleich auf der Sendeseite vorzunehmen.
Hierfür ist deshalb auf der Empfangsseite eine Einrichtung vorgesehen, die nach Erhalt der Nachricht
(z. B. in Lochstreifenform) diese mit Hilfe einer Abtasteinrichtung sofort wieder an die Sendestelle
zurücküberträgt.
Für die Sendeseite, bei der die Nachricht in Lochstreifenform vorliegt, ist vorgeschlagen worden,
die empfangene Nachricht in einem Speicher so lange festzuhalten, bis ein Vergleich mit der
ausgesandten Nachricht möglich ist. Dieser Speicher wird grundsätzlich benötigt, weil vom
Zeitpunkt der Aussendung bis zum Zeitpunkt des Rückempfangs eine bestimmte Zeit vergeht, die
durch die Länge der Leitung, durch die Zahl der Telegrafierübertragungen und durch die Verzögerung
bestimmt ist, die auf der Empfangsseite durch den Empfangs- und Wiederaussendeprozeß bedingt
ist.
Die bisher vorgeschlagenen Speicher sind mechanischer Natur und stellen somit feinmechanische
Gebilde dar, die in ihrer Funktion kompliziert und im Betrieb empfindlich sind und deshalb ein die
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Sicherheit der ganzen Anlage einengendes Glied darstellen. Da es sich in den meisten 1''UlIeIi um
die Speicherung' sehr kleiner und unter Umständen genau definierter Zeitbeträge handelt, wird erfindungsgeniäß
vorgeschlagen, daß als Speichermittel für die Kontroll/.eiehen der Sende-Lochstreifen
selbst verwendet wird, der bei Eintreffen der zurückühertragenen
Zeichen erneut abgetastet wird.
I'.ei dieser erfmdungsgemäßen Einrichtung werden
nach einem weiteren Merkmal der Erfindung die Abtastglieder für die Aussendung der Nachricht
relativ zu den Abtastgliedern für den Vergleich der rüekempfangenen Nachricht so gegeneinander
versetzt, daß durch die Fortbewegung des Lochstreifens zwischen dem Sende-Abtastpunkt
und dem Kontroll Finpfangs-Abtastpunkt ein Zeitunterschied bestellt, der mindestens gleich der
(iesanUlaufzeit ist, die sich aus der Übertragung zur Knipfangsstelle, der Rückübertragung von
so dieser zur Sendestelle und den sonstigen die Laufzeit
beeinllussenden Schaltorganen (Telegrafierübertragungen) der Leitung zusammensetzt. Der Vergleich
der rüekempfangenen Zeichen wird impulsweise in einer Vergleichsanordnung durchgeführt.
Sie bestellt z. 11. aus einem für jeden Impuls besonders
vorhandenen, mit zwei Wicklungen versehenen Relais, dessen eine Wicklung von den entsprechend
der Laufzeit mit zeitlicher Verzögerung erzeugten Sendezeichen beeinflußt und dessen
andere Wicklung entsprechend den beim Rückenipfang erhaltenen Impulsbildern gespeist wird.
Falls eine Nichtübereinstimmung des impulsweisen Vergleichs der Mehrfachalphabetimpulse
vorhanden ist, ist es zweckmäßig, dies durch ein besonderes Signal, beispielsweise ein akustisches,
optisches o. ä. anzuzeigen. Hei Nichtübereinstimmung wird die Sendung automatisch angehalten
und ein entsprechendes Signal auch zur Knipfangsstelle übertragen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und es soll dieselbe an
dieser näher erläutert werden.
Wenn in der Zeichnung der Lochstreifen 1 zur Aussendung gelangen soll, so wird er von dem
Fühlhebel _', der in 3 gelagert ist, mit der Nadel 4 abgelastet und der Zustand (Loch oder Kein-Loch)
auf die Kontaktfcdersät/.e 01 ...05 übertragen. Diese werden mit Hilfe des Steuerhebels 6 und der
Rolle 7, die von einer Nockenscheibe 8 mit versetzten Nocken gesteuert wird, wie üblich nacheinander
der Fernleitung mitgeteilt. Auf der Gegenstell-e
werden nunmehr die Tclegrafierzeichen empfangen
und gelocht. Nach der Lochungeines TeIegralierzcielk-us
und dem sich anschließenden Papiertransport wird eine WiederabtasteinrichUuig zur
Wirkung gebracht, welche das gelochte Zeichen sofort wieder an die Sendestelle zurücksendet.
Diese Abtasteinrichtung und die Locheinrichtung sind zweekmäßigerweise derart angeordnet, daß
sie von entgegengesetzten Seiten des l'apierstreifens zur Wirkung kommen. Auf diese Weise
erreicht man, dal! die erzeugte Lochung durch den anschließenden Abtastvorgang kontrolliert wird
und daß tatsächlich in den Lochstreifen gelochte Zeichen zur Sendestelle zurückgegeben werden und
somit Fehler, die auf der Leitung entstanden sein könnten, wie auch Fehler, die im Empfangs- und
Lochermechanismus begründet sind, in die Kontrolle mit einbegriffen werden. Diese Impulse
werden auf der Sendestelle empfangen, mit Hilfe der üblichen Methoden der modernen Start-Stop-Apparate
registriert und in den Empfangskontakten e ι . . . r 5 strombildmäßig festgelegt.
Inzwischen ist der Lochstreifen 1 um einen bestimmten
Betrag mit Hilfe des Vorschubrades 10, der Vorschubklinke 12 und dem Antriebsnocken 11
vorgerückt und in den Bereich der fünf im Drehpunkt 14 gelagerten Abtasthebel 13 gebracht
worden, die die Hilfskontakte .v 1 . . . .v5 steuern,
sobald der Steuerhebel 15 über die Rolle 16 und das Nockenrad 17 diese Bewegung freigibt. Auf
diese Weise ist in der Kontaktgruppe ei . . . <?5 der
rückempfangene Text und in der Kontaktgruppe si . . . s5 der ausgesandte Text gespeichert. Durch
Vergleich der relativen Kontaktstellungen in dem differentialgeschalteten Relais F, das sein Potential
mit Hilfe der Nockenscheibe τ8 und des Steuerkontaktes 19 aus der Batterie 9 erhält, wird festgestellt,
ob die Strombilder der ausgesandten und der rüekempfangenen Buchstaljen — jedes für
sich — einander entsprechen. Ist dies der Fall, so kann mit Sicherheit auf die Richtigkeit der Nachrichtenübertragung
geschlossen werden. Bestehen jedoch Unterschiede in der Lage der Kontakte ei ... c 5 einerseits und der Kontakte si . . . .?5
andererseits, so wird durch das (fünffach vorhandene) Kontrollrelais F ein Überwachungskreis geschlossen,
der ein akustisches oder optisches Signal auslöst, das anzeigt, daß eine Störung vorliegt.
Außerdem kann durch .Stillegung der Sendung und Übertragung eines besonderen »Irrtum«-Signals
durch den Kontrollkrcis M die Empfangsstclle in Kenntnis gesetzt werden, daß eine fehlerhafte Übertragung
vorliegt.
Der räumliche Abstand der Abtastorganc des Sendehebels 2 und des Kontrollhebels 13 — in der
Abb. 1 mit L bezeichnet — kann nun beliebig auf die »Laufzeit« der Clesamtverbindung eingestellt
werden. Bei der üblichen, durch die internationalen Vorschriften festgelegten Übertragungsgcschwin- no
digkcit entspricht der Abstand zwischen zwei Reihen des Lochstreifens einem Zeitwert von
150 m/s (wenn es sich um die Übertragung von iMehrfachalphabeten nach dem 7x/s-Stromscliritt-Code
handelt) oder 140 m/s (wenn mit einem 7-Stromschritt-Code gleicher !Länge gearbeitet
wird). Erreicht die Laufzeit für die Hin- und Rückübertragung diesen Wert oder ein Vielfaches davon,
so ist es in einfacher Weise möglich, durch Variation des Wertes L den entsprechenden Wert in
diesen Schritten von je 150 bzw. 140 m/s einzustellen, womit im allgemeinen eine einwandfreie
Abtastfolge sichergestellt sein dürfte.
Will man auf einer festen Standverbindung mit konstanter Laufzeit den genauen Wert einstellen,
so genügt es, den Näherungswert mit der Größe L
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zu fixieren und durch Verstellung des an jedem modernen Fernschreiberempfänger vorhandenen
»Phasenschiebers« (Teilkreis) den genauen Wert einzustellen. Auf diese Weise ist es möglich, unter
Vermeidung komplizierter und teurer metallischer mechanischer Speicher durch Benutzung des
Sendelochstreifens selbst den Wert der Laufzeit lediglich durch Wahl des Abstandes zwischen »Abtastpunkt
der Sendung« und »Abtastpunkt der Kontrolle« herzustellen und auf diese Weise den
beabsichtigten Effekt, nämlich impulsweisen Vergleich der ausgesandten mit der rückempfangenen
Nachricht, in einfachster Weise durchzuführen.
Claims (6)
1. Einrichtung zum Vergleich der von einer Empfangsstelle zurückübertragenen telegrafischen
Mehrfachalphabet-Zeichen mit den an der Sendestelle aufgespeicherten, den ausgesandten
Zeichen entsprechenden Kontrollzeichen, dadurch gekennzeichnet, daß als Speichermittel für die Kontrollzeichen der
Sende-Lochstreifen selbst verwendet ist, der bei Eintreffen der zurückübertragenen Zeichen
erneut abgetastet wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abtastglieder (2) für die Aussendung der Nachricht relativ zu den Abtastgliedern
für den Vergleich der rückempfangenen Nachricht (13) so gegeneinander versetzt
sind (L), daß durch die Fortbewegung des Lochstreifens (1) zwischen dem Sendeabtastpunkt
und dem Kontrollempfangsabtastpunkt ein Zeitunterschied besteht, der mindestens gleich der Gesamtlaufzeit ist, die sich aus der
Übertragung zur Empfangsstelle, der Rückübertragung von dieser zur Sendestelle und den
sonstigen laufzeitbeeinflussenden Schaltorgianen
(Telegrafierübertragungen) der Leitung zusammensetzt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die rückempfangenen
Zeichen mit den eine bestimmte Zeit vorher ausgesandten Zeichen impulsweise verglichen
werden.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese Vergleichsanordnung aus einem für jeden Impuls beson-
ders vorhandenen, mit zwei Wicklungen versehenen Relais besteht, dessen eine Wicklung
von den entsprechend der Laufzeit mit zeitlicher Verzögerung erzeugten Sendezeichen beeinflußt
und dessen andere Wicklung entsprechend den beim Rückempfang erhaltenen Impulsbildern gespeist wird.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß bei Nichtübereinstimmung des impulsweisen Vergleichs der Mehrfadialphabetimpulse ein. akustisches, optisches
o. ä. Signal den aufgetretenen Fehler anzeigt.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Nichtübereinstimmung
die Sendung automatisch angehalten und ein entsprechendes Signal zur Empfangsstelle übertragen
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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