DEL0016278MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. August 1953 Bekanntgemacht am 29. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei elektrischen Maschinen mit umlaufendem Anker bzw. Induktor ist eine Ausbalancierung
erforderlich. Als Mittel hierfür verwendet man nach einem bekannten Vorschlag zwei exzentrische
Scheiben an jedem Ende der Induktorwelle, die gegeneinander verdreht werden können. Nach
einem anderen Vorschlag werden an wenigstens einem Ende des Induktors zwei kreisringförmige
Scheiben gleichen Durchmessers nebeneinander ίο angebracht. Jede Scheibe besteht dabei aus zwei
Hälften ungleichen Materials, z. B. Stahl und Aluminium. Durdh Verdrehung einer Scheibe
gegen die andere kann das Ausbalancieren vorgenommen werden.
Es ist nun aber erwünscht, das Ausbalancieren nicht nur am Ende des Induktors, sondern auch an
einer oder mehreren Stellen innerhalb der Ballenlänge vorzunehmen. Es liegt nahe, die Nutenverschlußkeile
für diesen Zweck heranzuziehen, z. B. in der Weise, daß ein aus Eisen bestehender
Keil durch einen Keil aus einem Material anderen spezifischen Gewichts ersetzt wird. Nun erfolgt
allerdings das Ausbalancieren erst nach vollendeter Montage des Induktorkörpers, und um auch nur
einen Keil gegen einen solchen aus anderem Material auszuwechseln, müssen die Induktorkappen
abgenommen werden, was erhebliche: Mühe und Kosten verursacht. Zudem müssen an-
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schließend die Kappen wieder aufgesetzt werden und ein neuer Probelauf stattfinden, wobei sich
unter Umständen herausstellt, daß die Ausbalancier u ng nicht genügend genau ist, SO1 daß noch
weitergehende Änderungen erforderlieh sind.
Die Erfindung betrifft einen aus einzelnen in Achsrichtung lückenlos aneinandergereihten. Stükken
bestehenden Nutenverschlußkeil für die Läufer von elektrischen Maschinen, insbesondere Turbogeneratoren.
Erfindungsgemäß sind die Keilstücke mit schräg zur Längsachse der Nut verlaufenden
Begrenzungsflächen und abgerundeten Kanten ausgeführt, so daß sie durch den Nutschlitz von oben
eingeführt und anschließend in die richtige Lage gedreht werden können.
Zwar sind Nutenversehlußkeile, die aus lückenlos
aneinandergereihten Stücken bestehen, an sich bekannt. Bei einer solchen Ausführungsform
werden besondere Ober- und Unterkeile verwendet.
ao Die Unterkeile stoßen in axialer Richtung der Nut lückenlos aneinander. Ihre Oberseite ist mit einer
Steigung versehen und darauf ruhen die Oberkeile, von denen je zwei benachbarte Stücke durch eine
Schraube mit Rechts-, und. Linksgewinde miteinander verbunden ·..'sirid'.// Durch Drehen dieser
Schraube ist es möglich, .die-O'berkeile in Achsrichtung
zu verschieben und dadurch die Pressung auf die Unterkeile und die darunterliegende Wicklung
nach Wahl einzustellen. Diese Keilstücke können aber wegen ihrer Querschnittsform nur von
der Stirnseite der Maschine in die Nuten eingesetzt werden und somit nicht mehr zum Ausbalancieren
benutzt werden, wenn die Induktorkappen einmal aufgesetzt sind. Das gleiche gilt für
andere bekannte Nutenkeile, die auch aus Teilstücken bestehen, deren Querschnittsform aber so
gewählt ist, daß sie nur von der Stirnseite der Maschine in die Nuten eingesetzt werden können.
Wenn auch diese bekannten Nutenkeile mit Spreizschrauben od. dgl. versehen sind, so dienen doch
diese Elemente nicht dazu, die'Keile zwecks Aus balancierung
auswechselbar zu machen, sondern lediglich dazu, den Druck auf die Seitenwände der
Nuten nach den jeweiligen Erfordernissen einzustellen.
Demgegenüber ist die erfindungsgemäße Anordnung so getroffen, daß das Auswechseln der
Keilstücke erfolgen kann, ohne daß die Induktor kappen
abgenommen werden müssen. Die Keilstücke sind zu diesem Zweck mit schräg zur
Längsachse der Nut verlaufenden Begrenzungsflächen und abgerundeten Kanten ausgeführt, so
daß sie durch den Nutschlitz von oben eingeführt und anschließend in die richtige Lage gedreht
werden können. Der Nutenkeil kann über die ganze Ballenlänge aus solchen Keilstücken zusammengesetzt werden. Es verbleibt dann allerdings,
wenn man von beiden Enden aus die Keilstücke einsetzt, an einer Stelle eine Lücke, die
durch ein mehrteiliges Keilschloß geschlossen wird.
In der Zeichnung ist ein Ausfü'hrungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt
es eine Nut von oben gesehen sowie einen Schnitt durch diese Nut an der Stelle des Keilschlosses.
In dem Induktorkörper 1 befindet sich die Nut mit den im Bereich des Nutenkeils schrägen Zähnflanken
2 und 3, darunter befindet sich der Nutteil 4 mit der Wicklung 5. Die schrägen Zahnflanken
2 und 3 bilden am Umfang des Induktorkörpers den Nutschlitz, der durch die. Kanten 6
und 7 begrenzt wird. An der breitesten Stelle des Nutenkeils sind die Kanten 8 und 9 vorhanden.
Um den Keil als Mittel für die Ausbalancierung verwenden zu können und um ferner diese Ausbalancierung
an beliebigen Stellen über die Induktoiiänge
vornehmen zu können, werden besondere Keilstücke verwendet. So z. B. ist ein
Keilstück 10 vorhanden, das eine Länge von 40 oder 60 cm haben kann' und sich beispielsweise an
einem Ende des Induktorkörpers befindet, so daß es bis unter die Induktorkappen reicht. Dieses
Keilstück ist mit Rücksicht auf den gedachten Zweck mit einer schräg zur Nutrichtung verlaufenden
Kante 11 versehen. Man kann nun weitere, gegebenenfalls verhältnismäßig schmale
Keilstücke 12 einsetzten. Diese haben eine von Fall
zu Fall verschiedene Breite und sind gleichfalls mit
schräg zur Längsachse der Nut verlaufenden. Begrenzungsflächen ausgeführt. Ihre Breite richtet
sich nach dem Abstand zwischen den Kanten 6 und 7, so daß sie von oben durch den Nutschlitz
eingeführt werden können. Danach werden die Keilstücke 12 gedreht, bis sie in die gezeichnete
Lage kommen, und sich an das Keilstück 10 arir
lehnen. Um die Drehung innerhalb der Nut ausführen zu können, müssen auch die seitlichen
Kanten der Keilstücke abgerundet sein.
Um eine Ausbalancierung an der einen oder anderen Stelle der Ballenlänge vornehmen zu
können, kann man solche beispielsweise aus Eisen bestehenden, Keilstücke durch Keilstücke aus
Material mit anderem spezifischem Gewicht ersetzen.
Wird in der angegebenen Weise ein Keilstück an das andere gesetzt, so verbleibt schließlich eine
Lücke, die mittels eines gleichartig ausgebildeten Keilstücks nicht mehr verschlossen werden kann,
weil es sich in den verbleibenden Raum von oben durch den Nutschlitz nicht mehr einführen läßt. An
dieser Stelle wird daher ein vorzugsweise vierteiliges Keilschloß verwendet. Es besteht aus den
beiden Keilelementen 13 und 14, deren jedes so schmal ist, daß es von oben durch den Nutschlitz
eingeführt und nach links bzw. rechts unter die schrägen Zahnflanken 2 bzw. 3 geschoben werden
kann. Zwischen diesen beiden Keilelementen verbleibt aber eine Lücke, die dem Abstand zwischen
den Kanten 8 bzw. 9 von der Nutwandung entspricht. Diese Lücke wird durch ein Füllstück 15
verschlossen, das mittels einer Schraube 16 festgehalten wird/ Die Keilelemente 13 und 14 greifen,,
wie schon erwähnt, unter die schrägen Zahnflanken 2 bzw. 3 und brauchen deshalb nicht
besonders gesichert zu werden, wenn das Füllstück 15 eingesetzt ist, weil sie sich dann nach der Seite
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und auch in radialer Richtung nicht mehr verschieben können. Das Füllstück 15 wird mittels
der Schraube 16 festgehalten, die in ein Gewinde eingreift, das in die Teile 13, 14, 15 eingeschnitten
ist. Die Schraube 16 verbindet daher zusätzlich die erwähnten drei Teile miteinander. Die Keilelemente
13, 14 unterliegen zwar der Fliehkraft, jedoch wird1 diese von den schrägen Zahnflanken
2, 3 aufgenommen. Die Schraube 16 hat demzufolge nur noch die Fliehkraft des Füllstücks
15 zu übernehmen. Dieses Füllstück kann aber aus Leichtmetall od. dgl. hergestellt sein. Im übrigen
ist es angebracht, das Füllstück in radialer Richtung kürzer zu halten als den Nutenkeil, so daß es
nicht auf der Wicklung aufsitzt und infolgedessen durch die Fliehkraft der Wicklung nicht beansprucht
wird.
Eine Dämpferwicklung kann durch Einlegen von Kupferbändern 17 unterhalb der Nutenteile vorgesehen
werden.
Die erfindungsgemäße Anordnung ermöglicht es, Nutenverschlußkeile an beliebiger Stelle des Induktorumfangs,
insbesondere in der Neutralen und ferner an beliebiger Stelle über die Ballenlänge
durch solche aus anderem Material zu ersetzen, ohne daß die Induktorkappen abgenommen werden
müssen. Auf diese Weise ist eine sehr genaue Ausbalancierung möglich.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Aus einzelnen in Achsrichtung lückenlos aneinandergereihten Stücken bestehender Nutenvierschlußkeil für die Läufer von elektrischen Maschinen, insbesondere Turbogeneratoren, dadurch gekennzeichnet, daß die Keilstücke mit schräg zur Längsachse der Nut verlaufenden Begrenzungsflächen und abgerundeten Kanten ausgeführt sind, so daß sie durch den Nutschlitz von oben eingeführt und anschließend in die richtige Lage gedreht werden können.
- 2. Nutenverschlußkeil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Schließung der Lücke ein vorzugsweise vierteiliges Keilschloß dient, das aus zwei Keilelementen (13, 14) besteht, deren jedes schmaler ist als die halbe Nutbreite, so daß es parallel zur Längsachse der Nut eingeführt und ohne Drehung seitlich verschoben werden kann, bis es unter die schrägen Zahnflanken greift.
- 3. Nutenversdhlußkeil nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den beiden Keilelementen (13, 14) in Längsrichtung der Nut verbleibende Lücke durch ein Füllstück (15) verschlossen wird, das durch eine Schraube (16) mit den Keilelementen, (13, 14) verbunden ist.
- 4. Nutenverschlußkeil nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllstück (15) in radialer Richtung eine geringere Tiefe aufweist als die Keilelemente (13, 14), so daß es der Zentrifugalkraft der darunterliegenden Wicklung (5) nicht ausgesetzt ist.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenIn Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 443 634, 493 885, 509823, 823 760, 855607;schweizerische Patentschrift Nr. 268953;französische Patentschrift Nr. 628551;Auszüge deutscher Patentanmeldungen, Vol. 4, S. 179, Anmeldung S 154838 VIIIdV21 d1;Moeller-Werr, Leitfaden der Elektrotechnik, Bd. III, Konstruktion elektrischer Maschinen, Leipzig 1950, S. 67.© 609 709/154 11.56
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