DEL0020288MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. November 1954 Bekanntgemacht am 26. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand des Hauptpatents 839 256 ist eine Vorrichtung zum Geben von Signalen in Bergwerken
mit einer Glocke und durch Seilzug betätigtem Hammer, die aus einer die Glocke, den
Hammer und die einstellbare Seilgewichtsausgleichsfeder
aufnehmenden Büchse, an der der Hammer angelenkt ist, besteht.
Gemäß dem Hauptpatent soll der Hammer nur bis in die Nähe' der Glocke kraftschlüssig geführt
und der Anschlag durch den Schwung des Klöppels bewirkt werden.
Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß zu große Beanspruchungen der Glocke durch den unter dem
Seilzug stehenden Klöppel in Fortfall kommen und der Hammer zum Geben eines neuen Signals
schneller wieder betriebsbereit ist.
Diesem Vorteil steht jedoch bei der Konstruktion nach dem Hauptpatent der Nachteil gegenüber,
daß die kinetische Energie:, die der Klöppel durch den Seilzug erhält, im Augenblick seiner Auslösung
unter Umständen nicht so groß ist, daß .ein kräftiges Anschlagen an der Glocke sichergestellt ist.
Ziel der Erfindung ist eine Verbesserung dieser Art von Signalhämmern, bei der die Gesamtkonstruktion
der Vorrichtung gegenüber den bekannten Anordnungen gleichzeitig weiter vereinfacht wird.
Die Erfindung besteht darin, den Hammerklöppel beim Freikommen vom Seilzug eine zu-
609 576/97
L20288VIIId/74c
sätzliche kinetische Energie zu erteilen, was vorzugsweise dadurch erfolgt, daß durch Ziehen am
Seil eine Feder gespannt und dadurch Energie aufgespeichert wird, die sich im weiteren Verlauf des
Signalisierungsvorganges beim Freikommen des Hammerklöppels vom Seilzug dem Klöppel mitteilt.
Auf diese Weise schlägt der Klöppel unter der stets gleichbleibenden Energie der Feder auf die
Glocke auf und bleibt nach dem Aufschlag in
ίο kurzem Abstand vor der Glocke stehen und ist damit
wieder für das nächste Signal bereit. Das
Spannen der den Klöppel auf eine immer gleichbleibende Energie vorspannenden Feder erfolgt
über ein versperrtes, in der Büchse durch den Seilzug
verschiebbares Ritzel, das mit einem Zahn auf einen freien Hebelarm am Klöppel drückt und ihn
so gegen die Wirkung seiner Vorspannfeder von der Glocke wegbewegt. Nachdem der~ freie Hebelarm
des Klöppels vom Ritzel freigekommen ist, schlägt er unter dem Druck seiner Vorspannfeder
gegen die Glocke. Auf dem Rückwärtsweg verdreht sich das Ritzel durch den in seine Bahn vorstehenden
freien Hebelarm des Klöppels und gelangt mit eineim anderen Zahn im versperrten Zustand wieder
in seine Ausgangsstellung zurück. Die Einschaltung dieses Auslöseritzels gibt zusätzlich eine Sicherung
gegen zufällige Doppelbetätigung des Klöppels, die sonst möglich wäre und zu Fehlsignalen Anlaß
geben würde,
Die gemäß der Erfindung vorgeschlagene Konstruktion führt in weiterer Fortbildung des Erfindungsgedankens
zu einer Anordnung des Klöppels in gegenüber der bekannten Konstruktion yorteil-,
hafterer und insbesondere den Klöppel jeder Gefährdung entziehender Weise im Inneren der
Glocke, weil man nunmehr den Weg des Klöppels so weit verkleinern kann, daß der im Inneren der
Glocke zur Verfügung stehende Platz für die Unterbringung des Klöppels und den erforderlichen
Schlagweg ausreicht.
Hierdurch wird es auch möglich, den Hammer in beliebiger Lage anzuordnen, d. h. auch auf den
Kopf zu stellen, weil nunmehr der Klöppel nicht mehr im Wege ist.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung der erfindungsgemäßen
Anordnung an Hand der Abbildungen hervor, von denen :
Abb. ι die Gesamtanordnung in Seitenansicht Abb. 2 einen Schnitt längs der Linien A-B der
Abb. ι zeigt.
Die Signalanlage besteht aus der die Signal- und Anschlagelemente tragenden Haube 1 sowie der
Hülse 2, die die Signalauslöseelemente aufnimmt.
A.uf der Haube 1 ist durch den Ring 3, der zur
Aufhängung der gesamten Signalanlage dient, die Glocke 4 befestigt. In der Hülse 2. ist der Bolzen 5
gelagert, der an seinem Ende mit einem Profilsitück 6 verbunden ist. Zwischen Profilstück 6 und
einem Widerlager 7 ist die Seilzugausgleichsfeder 8 angeordnet. Dias Widerlager' 7 kann,
gesichert durch den in der Hülse 2 befestigten Stift 9, der in einer axialen Nut 10 des Widerlagers
7 gleitet, durch einen Sohraubkörper 11 in
Achsrichtung verschoben werden, so daß der Druck der Feder 8 entsprechend dem Seilzug nachstellbar
ist. Am Schraubkörper 11 ist für diesen Zweck ein Flügelstück 12 aufgesetzt, das bei 13 mit dem
Schraubkörper 11 verschweißt ist. Am Ende des Bolzens 5 befindet sich ein Ring 14, der zur Anbringung
des Zugseils dient.
Das Profilstück 6 weist einen Durchbrach 15 auf, in dem, gelagert auf dem Stift 16, ein. Ritzel 17 angeordnet
ist, das mit einem Zahn durch ein Fenster 18 in der Hülse 2 hindurchragt. Dieses Ritzel 17
wird durch die Klinke 18' gegen eine Drehung gegen den Uhrzeigersinn versperrt. Die Klinke 18'
ist bei 19 drehbar gelagert und wird durch die Feder 20 gegen den jeweiligen Zahn des Ritzels 17
gedrückt. Zur Begrenzung der Hublänge des Profilstückes 6 dient eine Schraube oder ein Stift 21,
der in einem Ausschnitt 2 des Profilstückes 6 gleitet.
Der Hammer setzt sich aus dem. Anschlagelement
23 und dem Hebel 24 zusammen, der bei 25 im Steg 26 drehbar gelagert ist. Wie man aus Abb. 1
erkennen kann, setzt sich der Steg 26 aus den beiden parallelen Stegteilen 26' und 26" zusammen.
In der Hülse 2 sind ferner noch die Durchbrüche 27' und 27" vorgesehen, um ein leichtes Einsetzen
und Auswechseln des Ritzels 17 zu, ermöglichen.
Die erfindungsgemäße Signalvorrichtung arbeitet wie folgt: Wird an dem nicht gezeichneten Seil gezogen,
so bewegt sich der Bolzen 5 gegen die Wirkung der Feder 8 nach rechts, so daß durch den
Zahn 28 des Ritzels 17 der Hebel 24 nach rechts (Abb. 2) gedrückt wird. Dadurch bewegt sich das
Anschlagelement 23 gegen die Wirkung der'Feder 29, die auf einem Stift 30 sitzt und durch ein
Element 31 gesichert ist, in Richtung auf die Haube 1. Sobald der Zahn 28 das Ende des
Hebels 24 wieder freigibt, schnellt das Anschlagelement 23 unter der Wirkung der Feder 29 gegen
die Glocke 4. Wird nunmehr der Zug auf das am Ring 14 angebrachte Seil nachgelassen, so bewegt
sich der Bolzens wieder nach links (Abb. 2), wobei sich das Ritzel 17 im Uhrzeigersinn um einen
Zahn weiterdreht. Die Sperrklinke 18' greift also hinter den nächsten Zahn und versperrt das Ritzel
gegen den Uhrzeigersinn, so daß. bei einem erneuten Ziehen am Seil der Hebel 24 wieder nach rechts
(Abb. 2) bewegt wird und das Anschlagelement 23 durch die bei dieser Bewegung in der Feder 29 aufgespeicherte
Energie gegen die Glocke 4 schlägt.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene und in den Abbildungen dargestellte
Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern es sind demgegenüber zahlreiche Abänderungen möglich,
ohne von, ihrem Grundgedanken abzuweichen.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Vorrichtung zum Geben von Signalen in Bergwerken mit einer Glocke und einem durch Seilzug betätigten Hammer od. dgl., bestehend aus einer die Glocke, den Hammer und eine einstellbare Seilausgleichsfeder aufnehmenden576/97L 20288 YIlIdl74cBüchse, an der der Hammer angelenkt ist, wobei die Betätigung des Hammers durch vom Seilzug unabhängiges Ausschwingen erfolgt, nach Patent 839 256, dadurch gekennzeichnet, daß durch Ziehen am Seil eine Feder gespannt und dadurch Energie aufgespeichert wird, die sich im weiteren Verlauf des SignalisierungsvoTganges beim Freikommen des Hammerklöppels vom Seilzug dem Klöppel mitteilt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich beim Ziehen am Seil gleichzeitig eine auf den Klöppel wirkende Feder spannt, die im Augenblick der Signalgabe ausgelöst wird.
- 3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein auf die Feder direkt oder indirekt wirkendes, beim Seilzug bewegtes Ritzel, Klinkenrad od. dgl.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Klöppel und die auf ihn wirkende Feder im Inneren der Glocke untergebracht sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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