DEM0000938MA - Magnetogrammträger mit Führungseinrichtung - Google Patents
Magnetogrammträger mit FührungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen mit einer magnetisierbaren Schicht versehenen walzenförmigen oder aus einem breiten endlosen Band bestehenden Tonträger mit Führung für den Sprechkern.
Es sind bereits walzen- und plattenförmige Tonträger bekannt geworden, bei denen in der Oberfläche Führungsrillen vorgesehen sind, in denen der Kern des Sprech- bzw. Hörkopfes geführt wird. Derartige Geräte, insbesondere Diktiermaschinen mit elektromagnetischer Tonaufzeichnung zeichnen sich durch eine besonders einfache Konstruktion aus, da eine zusätzliche, ausserhalb des Tonträgers angeordnete Führungsvorrichtung vermieden wird und der Sprechkern
sowohl bei der Aufzeichnung als auch bei der Wiedergabe des Magnetogramms genau der Tonspur folgen kann.
Walzenförmige oder aus einem endlosen Band bestehende Tonträger weisen insbesondere bei dem magnetischen Aufzeichnungsverfahren gegenüber plattenförmigen Tonträgern, die ebenfalls mit Führungsrillen für den Sprechkern versehen sind, grosse Vorteile auf. Bei walzenförmigen oder aus einem endlosen Band bestehende Tonträger mit Führungsrillen ist die Tonspurgeschwindigkeit während des Aufnahme- oder Wiedergabevorganges stets konstant, während bei plattenförmigen Tonträgern diese Tonspurgeschwindigkeit entsprechend der Tonspurspirale bei der Aufnahme und bei der Wiedergabe immer kleiner wird. Hierdurch wird insbesondere bei magnetischer Schallaufzeichnung die Güte der Aufzeichnung, d.h. der Frequenzgang entsprechend der stetig sich verändernden Tonspurgeschwindigkeit starken Schwankungen unterworfen. Da andererseits gemäss dem Induktionsgesetz die Spannung am Hörkopf eine Funktion der Tonspurgeschwindigkeit ist, so ist auch bei plattenförmigen Tonträgern bei der Wiedergabe der Schallaufzeichnung die Lautstärke ebenfalls einer stetigen Veränderung und zwar einer Verminderung unterworfen. Ausserdem ist bei plattenförmigen Magnetogrammträgern mit Führungsrillen die Führung des Sprechkopfes nicht in einwandfreier Weise zu lösen, denn bei dem immer kleiner werdenden Krümmungsradius der spiraligen Führungsrillen ist man gezwungen, den Sprechkern mit einer relativ scharfen Spitze zu versehen, um sein Führung in der Führungsrille zu ermöglichen. Da aber andererseits der Sprechkern wegen der gewünschten Permeabili-
tät aus weichem Eisen besteht, nutzt sich dieser scharf zugespitzte Sprechkern sehr rasch ab.
Bei walzenförmigen oder aus einem endlosen breiten Band bestehenden Trägern mit beispielsweise schraubenförmigen Führungsrillen, erhält man eine praktisch geradlinige Tonspur, sodass der Sprechkern eine längere, insbesondere schneidenförmige Auflagefläche besitzt und infolgedessen nicht einer derartig raschen Abnutzung unterworfen ist. Auch können hierbei die räumlichen Abmessungen des Sprechkernes grösser gehalten werden, sodass eine magnetische Untersättigung des Kernes praktisch vermieden wird. Das Anwendungsgebiet für derartige, insbesondere aus breitem, endlosen, bandförmigen Tonträgern ist ausserordentlich vielseitig und wird z.B. auch für die sogenannten Primäraufnahmen in der Tonfilmtechnik verwendet.
Es ist auch bereits bekannt, bei walzenförmigen Tonträgern Führungsrillen anzuordnen, bei denen als magnetisierbare Schicht, z.B. ein ferromagnetischer Draht eingelegt ist, der zur magnetischen Schallaufzeichnung dient, während die aus Isoliermaterial bestehenden Rillendämme zur Führung des Sprechkopfes dienen und gleichzeitig zur magnetischen Isolierung der einzelnen, dicht bei einander liegenden Tonspuren verwendet werden sollen.
In neuerer Zeit werden als Aufzeichnungsmittel permanentmagnetische Folien verwendet, bei denen pulverförmige Magnetteilchen auf einem unmagnetischen Träger aufgebracht oder in den Träger eingebracht sind. Derartige Tonträger weisen eine besonders hohe Güte bei der Wiedergabe auf. Man hat auch
derartige plattenförmige Folien mit eingepressten Führungsrillen versehen. Ein Nachteil dieser, auch evtl. walzenförmigen oder aus einem endlosen Band bestehenden folienartigen Tonträger liegt darin, dass keine hinreichende magnetische Isolation zwischen den einzelnen Tonspuren besteht und ausserdem durch die Streuung der Kerne an den Wänden der Führungsrillen ebenfalls eine Aufzeichnung stattfindet, wodurch unkontrollierbare Verzerrungen eintreten. Bei bandförmigen, auf eine Spule aufgewickelten Tonträgern, die z.B. unter Anwendung der an sich bekannten Vormagnetisierung mittels Frequenz sehr hochwertige Aufzeichnungen gestatten, treten durch das Aufeinanderliegen der einzelnen Tonspuren in dem Bandwickel sogenannte Kopiereffekte auf, die sich bei der Wiedergabe als Vor- und Nachecho unangenehm bemerkbar machen. Dieser Nachteil wird bei walzenförmigen oder aus einem endlosen Band bestehenden Tonträgern, bei denen die Tonspuren lediglich nebeneinander liegen durch die erfindungsgemässe Anordnung vermieden.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass auf dem, insbesondere aus einem unmagnetischen Träger und einer magnetisierbaren Schicht bestehenden folienartigen Tonträger, der die Form einer Walze, Manschette oder eines breiten endlosen Bandes haben kann, ein zur Führung des Sprech- oder Hörkernes dienender, aus gut leitendem, jedoch unmagnetischen Werkstoff, z.B. Kupfer bestehender Führungsdraht schraubenförmig aufgewickelt und fixiert ist. Hierbei erfolgt die Aufzeichnung auf die magnetisierbare Schicht in den
in den Zwischenräumen zwischen den unmagnetischen Führungsdrähten. Der Sprechkern gleitet an den gut leitenden unmagnetischen Führungsdrähten, in denen durch das elektromagnetische Feld des Sprechkernes Wirbelströme entstehen, die dem aufzeichnenden elektromagnetischen Feld entgegengesetzt sind. Hierdurch wird die Streuung bei der Aufzeichnung vermieden bzw. sehr stark herabgemindert. Dieser Vorgang wirkt sich um so stärker aus, je höher die aufzeichnende Frequenz ist, wodurch eine weitere Verbesserung in der Qualität der Aufzeichnung gegeben ist. Legt man umgekehrt die Aufzeichnungsqualität, z.B. für Diktiergeräte etwas niedriger fest, so kann die Tonspurgeschwindigkeit heruntergesetzt und damit die Aufnahmekapazität des Tonträgers wesentlich heraufgesetzt werden. Die durch die Wirbelstrombildung erfolgte Konzentration der magnetischen Aufzeichnung bringt weiterhin den Vorteil, dass ein Übersprechen auf die benachbarte Tonspur vermieden wird, da dieser Führungsdraht in der oben beschriebenen Weise als besonders günstige magnetische Isolation zwischen den einzelnen Tonspuren sich auswirkt.
Die Erfindung ist jedoch keineswegs nur auf walzenförmige oder auf aus einem breiten endlosen Band bestehende Tonträger beschränkt, sondern kann ebenfalls bei plattenförmigen Tonträgern verwendet werden.
In der Zeichnung ist zur Erläuterung der Erfindung eine der möglichen Ausführungsformen des Gegenstandes dargestellt.
Auf dem walzenförmigen oder aus einem breiten endlosen Band bestehenden unmagnetischen Träger 1 ist in an sich
bekannter Weise eine magnetisierbare Schicht 2 aufgebracht. Über diese magnetisierbare Schicht 2 ist ein aus nichtmagnetischem Werkstoff bestehender Führungsdraht 4, der zweckmässig aus Kupfer besteht, schraubenförmig derart aufgewickelt, dass zwischen den einzelnen Windungen ein gewisser Abstand bleibt. Der Sprechkopf 3 greift nun mit seinem Sprechkern 6 in den Zwischenraum zwischen den einzelnen Windungen des unmagnetischen Führungsdrahtes hinein und wird nun schraubenförmig über die gesamte Breite des Tonträgers bei der Aufnahme und Wiedergabe verschoben.
Claims (2)
1) Mit einer magnetisierbaren Schicht versehener walzenförmiger oder aus einem breiten endlosen Band bestehender bzw. plattenförmiger Tonträger mit Führung für den Sprechkern, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem insbesondere aus einem unmagnetischen Träger (1) und einer magnetisierbaren Schicht (2) bestehenden bekannten Tonträger ein zur Führung des Sprech- oder Hörkopfes (3) dienender, aus gut leitendem jedoch unmagnetischem Werkstoff - z.B. Kupfer - bestehender Führungsdraht (4) schraubenförmig aufgewickelt bzw. spiralförmig aufgelegt und fixiert ist.
2) Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ganghöhe des Führungsdrahtes (4) entsprechend der gewünschten Ganghöhe der zu magnetisierenden Tonspur (5) gewählt ist.
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