DEM0005649MA - Rückstellvorrichtung für Lenkgestelle oder Laufachsen von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen - Google Patents

Rückstellvorrichtung für Lenkgestelle oder Laufachsen von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen

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Publication number
DEM0005649MA
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DE
Germany
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pressure
frame
reset device
piston
steering
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Josef Obereßlingen Aigner
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Maschinenfabrik Esslingen AG
Original Assignee
Maschinenfabrik Esslingen AG
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Description

Bei den bekannten Rückstellvorrichtungen der Lenkgestelle und Laufachsen von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen werden Blattfedern oder Schraubenfedern angewandt. Ein Nachteil dieser Rückstellvorrichtungen ist, dass die Rückstellkraft mit dem Wachsen des Anschlages ansteigt und unerwünschte Beanspruchungen am Rahmen und Spurkranz der Radsätze hervorruft. Ein weiterer großer Nachteil bei nachlaufenden Gestellen und Laufachsen mit diesen Rückstellvorrichtungen ist, dass sich die Rückstellkraft im entgegengesetzten Sinne auswirkt und dass das Fahrzeug dadurch statt in die Kurve eingelenkt, zurückgezogen wird.
Bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Rückstellvorrichtung wird die Rückstellkraft mittels Druckluft durch zwei in vereinigten oder getrennten Zylindern sich bewegende, zwischen Lenkgestell bzw. Laufachse einerseits erzeugt, von denen beim Ausscheren des Gestelles jeweils einer anspricht. Der Zylinder ist durch eine Luftleitung mit dem Hauptluftbehälter des Fahrzeuges verbunden, wodurch die Aufladung erfolgt und erreicht wird, dass bei Verschieben der Kolben im Druckluftzylinder der Druck infolge des großen Volumens des Behälters nur ganz geringfügig ansteigt. Die Rückstellkraft ist infolgedessen fast konstant. Durch Zwischen- schaltung eines Absperrorgans in die Verbindungsleitung von Druckluftzylinder und Hauptluftbehälter wird ferner erreicht, dass der Luftzylinder abgeschaltet und entlüftet werden kann, wodurch die Rückstellvorrichtung ausgeschaltet wird. Die geschilderte Rückstellvorrichtung löst damit beide Fragen, nämlich Konstanthaltung der Rückstellkraft und Abschaltbarkeit der Rückstellvorrichtung.
In der zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt; sie zeigt die Rückstellvorrichtung in einem Krauss-Helmholtz-Gestell einer Lokomotive mit der Einrichtung zum Abschalten der Rückstellvorrichtung.
Der Luftzylinder a besitzt zwei mittels Ledermanschetten oder Kolbenringen abgedichtete Kolben b, die durch eine Feder o auseinander gedrückt werden und in den Zylinderdeckeln c geführt sind. Der Zylinder a ist in das Laufgestell d eingebaut und macht die Bewegungen des Gestells mit.
Die Übertragung der Rückstellung erfolgt durch die beiden Druckstangen e vom Drehzapfen f des Hauptrahmens aus über die beiden Hebel g, die in den Lagern h am Lenkgestell d gelagert sind, und die beiden Druckstangen i, welche sich auf die beiden Kolben b abstützen. Lenkt das Gestell d aus, so wird von ihm die eine Druckstange e verschoben, z.B. in der Zeichnung die rechte Stange e nach rechts. Die andere Stange e behält die Lage bei, die sie in der Mittelstellung des Gestells d einnahm, weil ihr Kopf an der Deichsel-Seitenwand anliegt. Infolgedessen wird über das Gestänge e, g, i, entsprechend der Auslenkrichtung des Gestells d, der eine oder der andere Kolben b gedrückt (gestrichelt in der Zeichnung). Der Druck pflanzt sich durch die Luftleitung k in den Hauptbehälter 1 fort und bewirkt einen Druckausgleich. Durch den dazwischen geschalteten Dreiweghahn m mit Entlüftung n ist es möglich, den Luftzylinder a abzuschalten und drucklos zu machen.
In ähnlicher Weise lässt sich die Rückstellvorrichtung an Deichselgestellen und Laufachsen anbringen. Statt eines Zylinders a mit zwei Kolben b können auch zwei oder mehr Zylinder mit je einen Kolben verwendet werden. Zweckmäßig ist dann an jeder Wange des Fahrzeugrahmens ein Druckzylinder befestigt, dessen Druckkolben sich auf gegenüberliegende Seiten des Laufgestells stützt und dessen Druckraum mit dem Druckraum des zweiten Zylinders in dauernder Verbindung steht.

Claims (6)

1. Rückstellvorrichtung für Lenkgestelle oder Laufachsen von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Lenkgestell (g) bzw. Laufachse einerseits und Fahrzeugrahmen andererseits durch ein Druckmittel belastete Druckkolben (b) und diese führende (vereinigte oder getrennte) Druckzylinder (a) so geschaltet sind, dass beim Ausscheren des Lenkgestells jeweils nur ein Kolben anspricht.
2. Rückstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der ansprechende Rückstellkolben (b) vom Drehzapfen (f) des Hauptrahmens aus über Druckstangen (e, i) und am Laufgestell gelagerte Hebel (g) betätigt wird, wobei der andere Kolben durch Anschläge, z.B. den gegen die Gestellwange anliegenden Kopf der anderen Stange (e), in der Mittellage gehalten wird.
3. Rückstellvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckmittel Druckluft dient und der Druckluftzylinder (a) mit einem Druckluftbehälter (l), vorzugsweise dem Hauptluftbehälter des Fahrzeuges, verbunden ist.
4. Rückstellvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die Verbindungsleitung zwischen dem Luftzylinder (a) und dem Druckbehälter (l) eine Absperrvorrichtung, beispielsweise ein Hahn oder Ventil (m) mit Entlüftungsvorrichtung (n), eingeschaltet ist.
5. Rückstellvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckmittel eine Flüssigkeit dient.
6. Rückstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Wange des Fahrzeugrahmens ein Druckzylinder befestigt ist, dessen Druckkolben sich auf gegenüberliegende Seiten des Lenkgestells stützt und dessen Druckraum mit dem Druckraum des zweiten Zylinders in dauernder Verbindung steht.

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