DEM0012793MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. Februar 1952 Bekanntgemacht am 27. September 1958
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Gasdruckregler mit einer durch eine Membran gesteuerten Ventilstange,
bei dem der Membranhub durch Hebelgestänge zunächst in einem Übersetzungsverhältnis und erst
nach Ausführung eines Teilhubes ohne Übersetzung direkt auf die Ventilstange übertragen wird.
Bei einem bekannten Gasdruckregler dieser Art dient zur Übertragung des Membranhubes eine
Kniehebelübersetzung. Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß der von der Membran gesteuerte
Hebel über einem auf der gegenüberliegenden Seite von der Ventilstange gelagerten, an der
Ventilstange angreifenden Hebel angeordnet ist, und zwar derart, daß nach einem gewissen Hub der
Membran ein in der Achse der Ventilstange liegender Anschlag mit einem Druckpunkt des ersten
Hebels zur Auflage in einem Druckpunkt auf dem zweiten Hebel gelangt.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Länge des Weges des Druckpunktes
bis zur Auflage am zweiten Hebel einstellbar. Dabei dient zur Einstellung eine Stellschraube,
die in dem über die Angriffsstelle der Ventilstange hinausragenden Ende des zweiten Hebels eingesetzt
ist und die Lage des Drehpunktes zwischen den beiden Hebeln bestimmt.
Ein wesentlicher Unterschied gegenüber der Kniehebelübertragung besteht darin, daß bei dem
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Gasdruckregler nach der Erfindung nur mit zwei festen Übersetzungen gearbeitet wird. Durch Versetzen
der Stellschraube nach links oder rechts kann das Übersetzungsverhältnis geändert werden.
Außerdem läßt sich durch Höher- oder Tieferschrauben der Stellschraube der Übergangspunkt
von der Übertragung des Membranhubes über eine Übersetzung zur direkten Übertragung verändern.
Es gibt also zahlreiche Änderungsmöglichkeiten,
ίο um die Übersetzung den Betriebsverhältnissen anzupassen.
Die Einstellung kann auch während des Betriebes vorgenommen werden.
Demgegenüber verläuft bei dem bekannten Gasdruckregler das Übersetzungsverhältnis beim Kniehebel
stetig von Unendlich über 1 : 1 ins Große. Es ist hierbei nicht möglich, das Übersetzungsverhältnis
durch einfache Mittel zu ändern. Nachteilig ist bei der bekannten Übertragung durch Kniehebel
auch die umständliche Konstruktion mit vielen Hebeln und Drehpunkten.
Die neueren Erkenntnisse des Reglerbaues zielen aber darauf ab, mit'möglichst wenig Gelenkstellen
auszukommen, da die in den Gelenkstellen auftretenden Reibungskräfte das genaue Einhalten des
Hinterdruckes ungünstig beeinflussen. Weiterhin kann das in den Gelenkstellen zwangläufig vorhandene
Spiel zu unangenehmen Schwingungserscheinungen führen, so daß auch aus diesem Grund
Gelenkstellen weitgehend zu vermeiden sind.
Die Hebelübertragung des Gasdruckreglers nach der Erfindung weist nur zwei Gelenkstellen auf.
Außerdem sind der Einbau und der Ausbau wesentlich einfacher. Zum Ausbau des Regelventils
brauchen nach Abnahme des Deckels und der Membran nur die beiden Hebel hochgeklappt zu
werden. Bei dem bekannten Gasdruckregler ist dagegen ein Ausbau des Regelventils erst nach dem
Ausbau des Kniehebelgelenkes möglich.
In der Zeichnung 'ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in einem senkrechten
Schnitt dargestellt.
Durch die Membran 1 wird die Ventilstange 2 durch zwei übereinanderliegende Hebel 3,4 gesteuert.
Der Hebel 3 ist auf der einen Seite von der Ventilstange, der darunterliegende Hebel 4 auf
der gegenüberliegenden Seite von der Ventilstange am Gehäuse 5 gelagert. Die Ventilstange 2 wird
durch eine Schließfeder 6 von unten gegen den Hebel 4 gehalten. In dem über die Angriffsstelle
der Ventilstange hinausragenden Ende des Hebels 4 ist eine Stellschraube 7 eingesetzt, die zur Auflage
des Hebels 3 dient. Die dadurch gegebenen Druckpunkte der beiden Hebel 3, 4 sind mit A, B bezeichnet.
Das Kopfende 8 des Hebels 3 liegt in der Achse der Ventilstange 2 an der Membran 1 an. Nach
einem gewissen Hub der Membran trifft der Kopf 8 des Hebels 3 gegen den Hebel 4. Die beiden dadurch gegebenen Druckpunkte sind mit C1 D bezeichnet.
Der Abstand der Druckpunkte A, B von
. 60 den Druckpunkten C, D bestimmt das Übersetzungsverhältnis
der Hebelübertragung.
Damit ist der Membranhub im Verhältnis zum Ventilhub um so viel größer als das gewählte
Hebelübersetzungsverhältnis, beispielsweise beträgt beim Übersetzungsverhältnis 1 : 3 der Ventilhub
ein Drittel des Membranhubes.
Nach einem gewissen Ausschlag der Membran 1 und entsprechender Schwenkbewegung des Hebels 3
gelangt der Druckpunkt C des Hebelkopfes 8 zur Anlage auf dem Druckpunkt D des Hebels 4. Von
dieser Lage an wird der Membranhub direkt, also ohne Übersetzungsverhältnis, auf die Ventilstange 2
übertragen.
Durch Hereinschrauben der Stellschraube 7 in den Hebel 4, so daß das Schraubenende mit dem
Druckpunkt B weiter vorsteht, wird die Übertragung des Membranhubes auf die Ventilstange 2
längere Zeit übersetzt. Durch Zurückschrauben der Stellschraube 7 wird in der Ausgangslage der Abstand
des Druckpunktes C vom Druckpunkt D verringert. Infolgedessen berühren sich beim Ausschlag
der Membran die Druckpunkte C, D schneller, d. h. schon nach einem kleinen Membranhub, worauf
dann der Membranhub im Verhältnis 1 : 1 auf die Ventilstange 2 übertragen wird.
Dem veränderten Übersetzungsverhältnis muß die Länge der Ventilstange angepaßt sein.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist das gesteuerte Ventil als Doppelvehtil ausgebildet.
Ein kleinerer Ventilkörper 9 sitzt fest auf der go Ventilstange 2. Der zugehörige Ventilsitz 10 befindet,
sich an einem, größeren Ventilkörper 12, der den Ventilsitz 13 des Gehäuses abschließt.
Bei kleinen Membranhüben wird.nur das kleine Ventil 9 geöffnet. Erst nach einem gewissen öffnungshub
trifft ein Mitnehmer 14 der Ventilstange 2 gegen das von dem Gasdruck bis dahin geschlossen
gehaltene Ventil 12, so daß im weiteren Verlauf der Öffnungsbewegung auch das große Ventil 12 geöffnet
wird.
Claims (4)
1. Gasdruckregler mit einer durch eine Membran gesteuerten Ventilstange, bei dem der
Membranhub durch ein Hebelgestänge zunächst in einem Übersetzungsverhältnis und erst nach
Ausführung eines Teilhubes ohne Übersetzung direkt auf die Ventilstange übertragen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß ein von. der Membran (1) gesteuerter Hebel (3) über einem auf
der gegenüberliegenden Seite der Ventilstange
(2) gelagerten, an der Ventilstange (2) angreifenden Hebel (4) angeordnet ist, und zwar
derart, daß nach einem gewissen Hub der Membran (1) ein in der Achse der Ventilstange (2)
liegender Anschlag (8) mit einem Druckpunkt (C) des ersten Hebels (3) zur Auflage auf dem
zweiten Hebel (4) in einem Druckpunkt (D) gelangt.
2. Gasdruckregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Weges des
Druckpunktes (C) bis zur Auflage am zweiten Hebel (4) einstellbar ist.
3. Gasdruckregler nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem über
die Angriffsstelle der Ventilstange (2) hinaus-
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ragenden Ende des zweiten Hebels (4) eine Stellschraube (7) eingesetzt ist, die die Lage
des Drehpunktes (B) zwischen den beiden Hebeln bestimmt.
4. Gasdruckregler nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub
der Membran (1) im Übersetzungsverhältnis der Hebel (3, 4) auf ein kleineres, mit der Ventilstange
(2) verbundenes Ventil (9) und der weitere Hub der Membran (1) ohne Übersetzung
auf ein größeres, von der Ventilstange (2) erst nach einem gewissen Weg mitgenommenes
Ventil (12) übertragen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 477 273, 644 293.
Deutsche Patentschriften Nr. 477 273, 644 293.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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