DEM0013077MA - - Google Patents

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DEM0013077MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Februar 1952 Bekanntgemacht am 20. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind Steuerungen für vollautomatische Waschmaschinen bekannt, bei denen die einzelnen Waschvorgänge mittels eines durch einen gleichmäßig laufenden Antrieb gedrehten Vielfachschalters gesteuert werden. Als Vielfachschalter wird dabei allgemein ein walzenartiger Schalter benutzt, der über Relais oder Schütze das Ein- und Ausschalten der zu überwachenden Ströme steuert. Durch die Zahl der bisher benutzten Relais bzw. Schütze ergibt sich ein verhältnismäßig hoher Preis einer derartigen Steuerung. Außerdem bringt die Walzenbauart des Vielfachschalters einen erheblichen Raumbedarf mit sich. Für die Herstellung preiswerter Waschmaschinen ist es aber erforderlich, den für das Einbauen der Steuerung erforderlichen Raum möglichst klein zu halten, damit die Abmessungen der Waschmaschine klein und der Preis niedrig gehalten werden können.
Gegenstand der Erfindung ist eine Steuerung für vollautomatische Waschmaschinen, bei der die einzelnen Waschvorgänge mittels eines durch einen gleichmäßig laufenden Antrieb gedrehten Vielfachschalters gesteuert werden, der eine mit Nocken versehene Steuerscheibe aufweist. Eine erhebliche Vereinfachung der Steuerung und zugleich raumsparende Bauart wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Steuerscheibe mittels auf ihr in konzentrischen Bahnen angeordneter Nocken auf Federzungenschalter wirkt, von denen einzelne nur schwache Steuerströme schalten, während die übrigen als Trennschalter Ströme führen, die durch in Reihe mit ihnen geschaltete Leistungsschalter
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ferngesteuert ein- und ausgeschaltet werden, wobei die Drehrichtungsumkehr des Waschinotors durch einen von dem gleichmäßig laufenden Antrieb iiiit entsprechender 1 »rehzahl angetriebenen Schriltcr gesteuert wird.
|)ie sich bei der Steuerung nach der l-Criuidunji ergebenden Vorteilt' sind einerseits dadurch be-(Iiπι;I, dall nur ein einziger ferngesteuerter Leistungsschalter und ein mit kleinen Abmessungen ausführbari'r Revcrsiersehalter, vorzugsweise mit Sprungsehaltuiig, Verwendung finden und andererseits als Vielfachschalter zum Steuern der einzelnen Waschvorgängc eine Hache mit Steuernocken versehene Scheibe bemilzt wird, die für ihre Unterbringung weni^ Kaum beansprucht.
l)amit die Ein- und Ausschaltung der von der Steuerscheibe geschalteten Steuerstr("mie möglichst exakt und ohne Funkenziehen erfolgt, empiichU es sich, die Steuerscheibe von dem gleichmäßig laufen-(k'ii Antrieb aus nicht unmittelbar, sondern mittels eines Klinkenschaltwerkes ruckartig anzutreiben. Iu'πicr ist es vorteilhaft, wenn die Waschmaschinenanlage aus eiuein .\'etz mit Nulleiter gespeist wird, eine mit dein Nulleiter verbundene metallische
a5 Steuerscheibe zu verwenden, deren Nocken mit einfachen federnden Kontaktzungen zusammenwirken. In diesem Fall wird infolge der guten Wärmeleitung der Melallsdieibe eine zuverlässige Löschung eines etwa entstellenden Lichtbogens erreicht.
Natürlich kann auch eine Steuerscheibe aus Isolierstoff Verwendung finden. Dann müssen allerdings Kontakte mit je zwei federnden Zungen benutzt werden. Für zugleich auszuführende Schaltungen bzw. I'mseliaittingen können auch llmschaltkontakte mit drei Zungen oder Kontaktpakete vorgesellen werden.
Damit die Möglichkeit geboten ist, das von der Steuerscheibe selbsttätig durchgeführte Wascliprograuini auch willkürlich zu beeinflussen, empfiehlt
4« es sich, die Steuerscheibe mit ihrem Antrieb über eine Rutschkupplung zu verbinden. Auf diese Weise kann dann die Steuerscheibe gegenüber ihrem Antrieb vor-oder zurückgedreht werden und so ein Lestiiiiinler Waschvorgang abgekürzt oder verlängert werden. Auch kann auf diese Weise eine Wiederholung mehrerer Waschvorgänge eingestellt werden.
Damit der gerade laufende Waschvorgang abgelesen werden kann, wird mit der Steuerscheibe, vorzugsweise über eine biegsame Welle, eine Anzeigescheibe.gekuppelt. In diesem Fall kann dann die zweckmäßig auf'ien an der Waschmaschine angeordnete Anzcigcscheibc zum willkürlichen Einstellen der Steuerscheibe benutzt werden.
Für den Antrieb der Steuerscheibe wird zweckmäßig ein kleiner Synchronmotor benutzt, dessen Stromzuleitung durch einen Nockenkontakt der Steuerscheibe überwacht wird. Da sich hierbei am linde des Wascliprogramnis dadurch Schwierigen keiteii ergeben können, dal! der die Steuerscheibe antreibende Synchronmotor seine eigene Stromzuleitung abschaltet, empfiehlt es sich, zu dem Nockenkoiitakt der Steuerscheibe Kontakte parallel zu schalten, die synchron mit den Schaltstellungen des Reversierschalters geschlossen und geöffnet werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung hervor, in der an Hand der Zeichnungen ein Ausführiuigsheispiel der Erfindung erläutert ist. Es zeigt
I7ig. 1 ein Schaltbild der Steuerung nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Steuerscheibe entsprechend der Schnittlinie Il-TT nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Steuerscheibe! und die vorgeschaltete Rutschkupplung.
Hei der Steuerung nach Fig. 1 ist ein Drehstrom- ; netz vorgeselien, an das die Waschmaschinenanlage über einen Dreifachhebclschalter ! geschaltet werden kann. 2 ist ein Umschaltschütz, das durch eine. Steuerspule 2„ aus seiner dargestellten Ruhelage in die obere Arbeitslagc umgeschaltet werden kann. Ein Wasserablaufventil 4 kann durch eine Steuerspule 3 geöffnet werden. Die Steuerspule 3 betätigt zugleich drei Kontakte, von denen einer als Umschaltkontakt ausgebildet ist. 5 ist ein polumschaltbarer Motor, der beispielsweise eine zweipolige und eine zwölfpolige Wicklung hat. Dieser Motor treibt eine in einem Gehäuse 6 drehbar gelagerte Waschtrommel 7 an. In dem Gehäuse 6 ist ein Schwim-111er S angeordnet, der bei Erreichung eines vorzugsweise einstellbaren Flüssigkeitsspicgeks einen normalerweise geschlossenen Kontakt 9 öffnet und so den Stromkreis einer ein Wasserzulaufventil to öffnenden Magnetspule 1 τ unterbricht. Drei Heizwiderstände 12 sind im Tunern des Gehäuses 6 außerhalb der Waschtrommel 7 angeordnet, in dem Schaltschema aber getrennt dargestellt. Der Strom für die Steuerspule 2„ des Schützes 2 ist über einen Kontakt 9,, geführt, der durch einen Schwimmer geschlossen wird, wenn ein bestimmter Flüssigkeitsstand in dem Behälter 6 erreicht wird. Vorher kann also das Schütz 2 nicht geschaltet werden.
Ein kleiner Synchronmotor 13 treibt über ein Getriebe 14 eine Welle 15 mit verhältnismäßig langsamer Drehzahl an. Auf der Welle 15 sitzt ein Exzenter 16, der eine in ortsfesten Führungen verschiebbare Stange 17 ruckweise verschiebt. An der Stange 17 ist eine als Blattfeder dargestellte Klinke ι S Lefestigt, die in die Schaltzähnc einer Antriebsscheibe T9 eingreift. Die Stange 17 wird durch eine Feder 20 in ihre in Fig. 1 dargestellte Ruhelage gezogen. Die Antriebsscheibe 19 steht mit einer Steuerscheibe 21 über eine Rutschkupplung in Verbindung, deren Einzelheiten in Fig.,3 dargestelltsind.
Die Steuerscheibe 21 weist auf ihrer oberen Stirnseite in konzentrischen Bahnen angeordnete Nocken 22 auf, deren Form entsprechend den einzelnen Stellervorgängen ausgeführt ist. Die Steuerscheibe 21 besteht aus Metall, beispielsweise aus Aluminium. Mit den Nocken 22 der .Scheibe 21 wirken Kontaktzungen 23 zusammen, die an einem ortsfesten Träger 24, der vorzugsweise aus Isolierstoff besteht, befestigt sind (vgl. Fig. 2).
Die Steuerscheibe 21 weist in der Mitte einen Vierkantansatz 25 mit einem Stift 26 auf. Auf
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diesen Vierkantansatz kann eine Kupplungsmuffe 27 einer biegsamen Welle 28 gesteckt werden, die den Stift 26 mit einem entsprechenden Schlitz umgreift. Die biegsame Welle 28 dient dazu, eine nicht dargestellte Anzeigescheibe gleichmäßig mit der Steuerscheibe 21 zu drehen. Die Nabe der Steuerscheibe 21 ist mit einer entsprechenden Aussparung auf einen Vierkant 29 einer Welle 30 aufgesetzt, die mit einem Reibteller 31 versehen ist. Ein zweiter Reibteller 32 ist auf der Welle 30 längs verschiebbar geführt und steht unter Wirkung einer Druckfeder 33, die sich an einem Ring 34 abstützt. Der Ring 34 ist auf der Welle 30 verschiebbar und kann in seiner die Spannung der Feder 33 bestimmenden Stellung mittels Ringmuttern 35 eingestellt werden. Zwischen den beiden Reibtellern 31, 32 liegt die Antriebsscheibe 19.
Von der mit langsamer Drehzahl angetriebenen Welle 15 wird über eine ein sprungartiges Weiter-Schalten bewirkende Vorrichtung 36 ein aus zwei Walzenbelägen 37, 38 bestehender Reversierschalter angetrieben, der noch mit einem zusätzlichen Walzenbelag 39 ausgerüstet ist. Die Anordnung ist so getroffen, daß der Reversierschalter aus einer
a5 Schaltstellung jeweils erst in eine Zwischenstellung gedreht wird, ehe er in die andere Schaltstellung gebracht wird. Eine solche Zwischenstellung ist in Fig. ι dargestellt. Bei dieser liegen einzelne der mit den Walzenbelägen 37, 38, 39 zusammenarbeitenden Kontaktzungen auf keinem Walzenbelag auf, so daß die entsprechenden Stromkreise unterbrochen sind.
Für die Beschreibung der Wirkungsweise sei zunächst vorausgeschickt, daß die verschiedenen im Verlauf eines vollautomatisch ablaufenden Waschprogramms durchzuführenden Waschvorgänge im wesentlichen aus zwei sich abwechselnd wiederholenden Vorgänge bestehen, nämlich dem Waschbzw. Spülvorgang, bei dem die Waschtrommel mit langsamer Drehzahl, aber mit von Zeit zu Zeit wechselnder Drehrichtung angetrieben wird, und dem Schleudervorgang, bei dem die Waschtrommel mit hoher Drehzahl bei gleichbleibender Drehrichtung gedreht wird. Beim Waschvorgang und gegebenenfalls auch noch bei einzelnen Spülvorgängen müssen außer dem Antriebsmotor auch noch die Heizwiderstände eingeschaltet sein. Ferner muß zu Beginn jedes Wasch- oder Spülvorganges das Wasserzulaufventil geöffnet und bei Erreichung des erforderlichen Flüssigkeitsspiegels wieder geschlossen werden. Endlich aber muß zu Beginn jedes Schleudervorganges das Wasserablaufventil geöffnet und für die Dauer des Schleudervorganges offengehalten werden.
Zunächst wird die zu waschende Wäsche in die Trommel 7 der Waschmaschine eingebracht. Sodann wird die Steuerscheibe 21, die sich vom letzten Waschvorgang her noch in der Endstellung befindet, ein klein wenig gedreht, so daß sie in die Anfangsstellung für das Waschprogramm gelangt. In dieser Stellung werden sämtliche Nockenkontakte mit Ausnahme des Kontaktes 23/ durch die Nocken 22 der Steuerscheibe 21 geschlossen. Wenn jetzt der Netzschalter 1 eingelegt wird, erhält daher die das Zufluß ventil 10 öffnende Magnetspule 11 Strom. Die Waschmaschine füllt sich daher mit Wasser, bis der Schwimmer 8 durch Betätigen des Kontaktes 9 die Magnetspule 11 ausschaltet und so das Zulaufventil 10 wieder schließt. Unmittelbar vorher oder zugleich mit dem Ansprechen des Schwimmerkontaktes 9 wird der Kontakt ga geschlossen, so daß nunmehr die Steuerspule 2(( des Schützes 2 Strom erhält und die Heizwiderstände 12 und die zwölfpolige Wicklung des Motors 5 eingeschaltet werden. Durch einen Trichter, der an der Waschmaschine vorgesehen ist, wird nun das Einweichmittel in das Gehäuse 6 der Waschmaschine gegeben.
Der Strom des Synchronmotors 13 kann auch über einen schwimmergesteuerten Kontakt, ähnlich wie der Kontakt ga, geführt sein. In diesem Falle muß dieser schwimmergesteuerte Kontakt aber nach Anlauf des Synchronmotors durch einen Kontakt 23 der Steuerscheibe 21 überbrückt werden, damit der Synchronmotor 13 nicht bei Absinken des Flüssigkeitsspiegels, z. B. beim Schleudervorgang, stehenbleibt.
Spätestens zugleich mit der Einschaltung der Heizwiderstände 12 und des Motors 5 wird also auch der Synchronmotor 13 eingeschaltet. Dieser treibt einerseits über das Klinkenschaltgetriebe 16 bis 20 die Steuerscheibe 21 an und bewirkt andererseits die sprungweise Weiterschaltung des Reversierschalters 36 bis 38. Die zwölfpolige Wicklung des Motors S erhält daher abwechselnd für die eine und für die andere Drehrichtung Strom, wobei jeweils eine kurze Ausschaltpause eingefügt ist. Infolgedessen wird die Trommel 7 der Waschmaschine bald in der einen bald in der anderen Richtung gedreht, so daß sich das Einweichmittel in dem durch die Heizkörper 12 ' mehr und mehr erwärmten Wasser schnell auflöst und die Wäsche von der Einweichlauge gut durchspült wird. Dieser Vorwaschgang dauert zweckmäßig etwa 15 Minuten.
Bei ihrer Weiterbewegung gelangt die Steuer- !°5 scheibe 21 am Ende des Vorwaschganges in eine Stellung, in der die Kontaktzunge 23^ auf einen Nocken 22 aufläuft und in der die Kontaktzunge 23ft von dem Nocken 22, der bei Beginn des Waschprogramms wirksam war, bereits abgelaufen ist. Die Magnetspule 3 erhält daher Strom und öffnet das Ablaufventil 4 und schließt zugleich die Kontakte für die Zuleitungen zu der zweipoligen Wicklung des Motors 5. Gleichzeitig oder etwas später läuft der Kontakt 23g. von seinem Nocken 22 ab und unterbricht den Strom der Steuerspule 2a. Infolgedessen wird der Schützschalter 2 auf die zweipolige Wicklung des Motors 5 umgeschaltet. Durch die Umschaltung werden zugleich auch die Heizkörper 12 ausgeschaltet. Die Einweichlauge läuft jetzt durch das geöffnete Ventil 4 ab, und gleichzeitig wird die Waschtrommel 7 von dem Motor 5 mit hoher Drehzahl angetrieben, so daß die in der Wäsche noch enthaltene Einweichlauge herausgeschleudert wird. Dieser Schleudervorgang dauert zweckmäßig etwa 1 Minute.
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Am Ende des Schleudervorgangcs läuft die Kontaktzunge 23/ von dem ihr zugeordneten Nocken der Steuerscheibe 21 ab. Eine Unterbrechung des Stromes der Magnetspule3 tritt aber erst ein, wenn der Sprungart ig geschaltete Walzenbelag 39 in seine Zwisclienstellung gelangt, in der die mit der Spule3 in Verbindung stellende Kontaktzunge abgeschaltet wird. In diesem Zeitpunkt wird also das Ablaufventil 4 wieder geschlossen und zugleich der Strom für die zweipolige Wicklung des Motors 5 ausgeschaltet. Hei Ende des Schleudervorganges läuft die Kontaktzunge 23^ wieder auf einen Nocken 22 auf, so daß nun die Magnetspule 11 des Wasserzulaufventils 10 wieder Strom erhält und die Waschmaschine wieder mit Wasser gefüllt wird. Die Ausschaltung der Magnetspule 11 erfolgt wieder mittels des Schwimmers 8 über den Kontakt9. Jetzt wird das Waschmittel durch den erwähnten Trichter in die Waschmaschine gegeben.
Am Ende des Schleudervorganges ist ferner die Kontaktzunge 23,, auf einen Nocken aufgelaufen, so daß nach genügendem Wasserzulauf über den Kontakt i)u die Schützspule 2„ Strom erhält und die zwölfpolige Wicklung des Motors 5 und die Heiza5 widerstände 12 einschaltet. Die Trommel 7 der Waschmaschine wird daher durch den langsam laufenden Motor 5 wieder mit wechselnder Drehrichtuug angetrieben, wobei das Waschmittel in dem mehr und mehr warm werdenden Wasser aufgelöst und die Wäsche von der Lauge gut durchspült wird. Dieser eigentliche Waschvorgang dauert zweckmäßig etwa 40 Minuten.
Im Verlauf des Waschvorganges ist bereits die Kontaktzunge 23,, wieder von dem zugeordneten Nocken 22 abgelaufen. Wenn daher am Ende des Waschvorganges eine Kontaktzunge 23S von ihrem Nocken 22 abläuft und die Kontaktzunge 23/ wieder auf einen entsprechenden Nocken 22 aufläuft, so wird durch Umschalten des Schützes 2 wieder die zweipolige Wicklung des Motors 5 eingeschaltet und das Ablaufventil 4 geöffnet. Die Waschlauge läuft ab, und die Wäsche wird zur Beseitigung der in ihr befindlichen Laugenreste geschleudert. Dieser Schleudervorgang erfordert etwa 1 Minute. Während des Schleudervorganges läuft die Kontaktzunge 23/, wieder auf einen Nocken 22 auf.
Am Ende des Schleudervorganges wird der Noekenkontakt 23,, wieder geschlossen und der Nockenkontakt 23^ wieder unterbrochen, so daß der Schutzschalter 2 umgeschaltet, das Ventil 4 geschlossen und wiederum die zwölfpolige Wicklung des Motors 5 und die Heizkörper 12 eingeschaltet werden. Dabei wird in der oben beschriebenen Weise das Wasserzulaufventil 10 wieder geöffnet, die Waschmaschine mit Wasser gefüllt und die Schützspule 2,, mittels des Kontaktes ga eingeschaltet. I )as sich erwärmende Wasser spült die Wäsche gut durch, so daß in ihr noch vorhandene Waschlauge entfernt wird. Dieser Heißspülvorgang dauert zweckmäßig etwa 3 Minuten.
Während des Spülvorganges wird der Nockenkontakt 23;, bereits wieder geöffnet. Am Ende des Spülvorganges läuft die Kontaktzunge23, auf einen Nocken 22 auf und die Kontaktzunge 23^, von ihrem Nocken ab, so daß das Ablaufventil 4 wieder geöffnet und der Schutzschalter 2 wieder auf Schleudern umgeschaltet wird. Während dieses Schleudervorganges werden durch die sich ständig weiterbewegende Steuerscheibe 21 die Nockenkontakte 23c> 23d und 23£, geöffnet. Wenn daher am Ende des Schleudervorganges durch Wiedereinschalten des Nockenkontaktes 23t, der Schutzschalter 2 wieder umgeschaltet wird, so erhält nunmehr lediglich die zwölfpolige Wicklung des Motors 5 Strom, nicht aber die Heiz widerstände 12.
Bei dem anschließenden Warmspül Vorgang, bei dem die noch warme Wäsche mit Wasser durchgespült wird, um die letzten Reste der Waschlauge zu beseitigen, bleiben daher die Heizkörper 12 unwirksam. Nach weiteren 3 Minuten trifft wiederum ein Nocken auf den Kontakt 23, und läuft wiederum der Kontakt 23^, von seinem Nocken ab, so daß wiederum auf Schleudern und Wasserablauf geschaltet wird.
In gleicher Weise können noch ein oder mehrere weitere Spül- und Schleudervorgänge aneinandergereiht werden. Am Ende des Waschprogramms steht in jedem Falle ein Schleudergang längerer Dauer, durch den die Wäsche möglichst trockengeschleudert wird. Bei diesem letzten Schleudergang werden schließlich auch die beiden Nockenkontakte 23,, und 23/ unterbrochen, so daß sowohl die Magnetspule 3 als auch der Synchronmotor 13 abgeschaltet werden. Diese Abschaltung wird aber infolge der zu den Nockenkontakten parallel gcschalteten, mit dem Walzenbelag 39 zusammenwirkenden Kontaktzungen erst wirksam, wenn der von dem Synchronmotor über die Sprungschaltvorrichtung 36 angetriebene Walzenbelag 39 in eine Zwischenstellung gelangt, in der die beiden Kontakte unterbrochen sind.
In der so erreichten Endstellung der Steuerscheibe 21 sind sämtliche Nockenkontakte unterbrochen. Außerdem befindet sich der Rcvcrsicrschalter mit seinen Walzenbelägen 37 bis 39 in einer Zwischenstellung, in der alle durch ihn gesteuerten Stromkreise unterbrochen sind. Es ist also der zu Beginn der Beschreibung der Wirkungsweise angenommene Schaltzustand wieder hergestellt. Nach Beendigung des Waschvorganges wird der Netzschalter 1 wieder ausgeschaltet.
Bei dem Ausführungsbeispiel ist ein mit Sprungschaltvorrichtung ausgerüsteter Walzenschalter für die Umschaltung des Waschmotors vorgesehen. Als Reversierschalter kann natürlich auch ein Schalter anderer Bauart Verwendung finden, z. 13. ein solcher, bei dem von einer Nockenwelle Kontakte gesteuert werden, die aus mehreren federnden Kontaktzungen bestehen.

Claims (6)

  1. PA T E N T A N S P R Ü C II E:
    i. Steuerung für vollautomatische Waschmaschinen, bei der die einzelnen Waschvorgänge mittels eines durch einen gleichmäßig laufenden Antrieb gedrehten Vielfachschaltcrs gesteuert
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    werden, der eine mit Nocken versehene Steuerscheibe aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (21) mittels auf ihr in konzentrischen Bahnen angeordneter Nocken (22) auf Federzungenschalter (23) wirkt, von denen einzelne (23ß, 23^, 23/) nur schwache Steuerströme schalten, während die übrigen (23 c, 2^d, 23g) als Trennschalter Ströme führen, die durch in Reihe mit ihnen geschaltete Leistungsschalter (2) ferngesteuert ein- und ausgeschaltet werden, wobei die Drehrichtungsumkehr des Waschmotors (5) durch einen von dem gleichmäßig laufenden Antrieb (Synchronmotor 13) mit entsprechender Drehzahl angetriebenen Schalter (37; 38) gesteuert wird.
  2. 2. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (21) mittels eines Klinkenschaltwerkes (16 bis 20) angetrieben wird.
  3. 3. Steuerung nach den Ansprüchen 1 und 2 für aus Netzen mit Nulleiter gespeiste Anlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Nocken (22) einer mit dem Nulleiter verbundenen metallischen Steuerscheibe (21) mit einfachen federnden Kontaktzungen (23) zusammenwirken.
  4. 4. Steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (21) mit ihrem Antrieb (Scheibe 19) über eine Rutschkupplung (31 bis 35) in Verbindung steht.
  5. 5. Steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (21), vorzugsweise über eine biegsame Welle (28), mit einer Anzeigescheibe gekuppelt ist.
  6. 6. Steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom für den am Ende des Waschvorganges abzuschaltenden Synchronmotor (13) zum Antrieb der Steuerscheibe (21) über zum entsprechenden Kontakt (23a) der Steuerscheibe parallel geschaltete Kontakte (Walzenbelag 39) geführt ist, die synchron mit den Schaltstellungen des Reversierschalters (37, 38) geschlossen und geöffnet werden.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 498 992.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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