DEM0013077MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Februar 1952 Bekanntgemacht am 20. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind Steuerungen für vollautomatische Waschmaschinen bekannt, bei denen die einzelnen Waschvorgänge
mittels eines durch einen gleichmäßig laufenden Antrieb gedrehten Vielfachschalters gesteuert
werden. Als Vielfachschalter wird dabei allgemein ein walzenartiger Schalter benutzt, der
über Relais oder Schütze das Ein- und Ausschalten der zu überwachenden Ströme steuert. Durch die
Zahl der bisher benutzten Relais bzw. Schütze ergibt sich ein verhältnismäßig hoher Preis einer derartigen
Steuerung. Außerdem bringt die Walzenbauart des Vielfachschalters einen erheblichen
Raumbedarf mit sich. Für die Herstellung preiswerter Waschmaschinen ist es aber erforderlich,
den für das Einbauen der Steuerung erforderlichen Raum möglichst klein zu halten, damit die Abmessungen
der Waschmaschine klein und der Preis niedrig gehalten werden können.
Gegenstand der Erfindung ist eine Steuerung für vollautomatische Waschmaschinen, bei der die einzelnen
Waschvorgänge mittels eines durch einen gleichmäßig laufenden Antrieb gedrehten Vielfachschalters
gesteuert werden, der eine mit Nocken versehene Steuerscheibe aufweist. Eine erhebliche
Vereinfachung der Steuerung und zugleich raumsparende Bauart wird gemäß der Erfindung dadurch
erreicht, daß die Steuerscheibe mittels auf ihr in konzentrischen Bahnen angeordneter Nocken auf
Federzungenschalter wirkt, von denen einzelne nur schwache Steuerströme schalten, während die
übrigen als Trennschalter Ströme führen, die durch in Reihe mit ihnen geschaltete Leistungsschalter
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ferngesteuert ein- und ausgeschaltet werden, wobei
die Drehrichtungsumkehr des Waschinotors durch
einen von dem gleichmäßig laufenden Antrieb iiiit
entsprechender 1 »rehzahl angetriebenen Schriltcr
gesteuert wird.
|)ie sich bei der Steuerung nach der l-Criuidunji
ergebenden Vorteilt' sind einerseits dadurch be-(Iiπι;I,
dall nur ein einziger ferngesteuerter Leistungsschalter und ein mit kleinen Abmessungen ausführbari'r
Revcrsiersehalter, vorzugsweise mit Sprungsehaltuiig,
Verwendung finden und andererseits als Vielfachschalter zum Steuern der einzelnen Waschvorgängc
eine Hache mit Steuernocken versehene Scheibe bemilzt wird, die für ihre Unterbringung
weni^ Kaum beansprucht.
l)amit die Ein- und Ausschaltung der von der
Steuerscheibe geschalteten Steuerstr("mie möglichst
exakt und ohne Funkenziehen erfolgt, empiichU es
sich, die Steuerscheibe von dem gleichmäßig laufen-(k'ii
Antrieb aus nicht unmittelbar, sondern mittels eines Klinkenschaltwerkes ruckartig anzutreiben.
Iu'πicr ist es vorteilhaft, wenn die Waschmaschinenanlage
aus eiuein .\'etz mit Nulleiter gespeist wird, eine mit dein Nulleiter verbundene metallische
a5 Steuerscheibe zu verwenden, deren Nocken mit einfachen
federnden Kontaktzungen zusammenwirken. In diesem Fall wird infolge der guten Wärmeleitung
der Melallsdieibe eine zuverlässige Löschung
eines etwa entstellenden Lichtbogens erreicht.
Natürlich kann auch eine Steuerscheibe aus Isolierstoff
Verwendung finden. Dann müssen allerdings Kontakte mit je zwei federnden Zungen benutzt
werden. Für zugleich auszuführende Schaltungen bzw. I'mseliaittingen können auch llmschaltkontakte
mit drei Zungen oder Kontaktpakete vorgesellen werden.
Damit die Möglichkeit geboten ist, das von der Steuerscheibe selbsttätig durchgeführte Wascliprograuini
auch willkürlich zu beeinflussen, empfiehlt
4« es sich, die Steuerscheibe mit ihrem Antrieb über eine Rutschkupplung zu verbinden. Auf diese Weise
kann dann die Steuerscheibe gegenüber ihrem Antrieb vor-oder zurückgedreht werden und so ein Lestiiiiinler
Waschvorgang abgekürzt oder verlängert werden. Auch kann auf diese Weise eine
Wiederholung mehrerer Waschvorgänge eingestellt werden.
Damit der gerade laufende Waschvorgang abgelesen werden kann, wird mit der Steuerscheibe,
vorzugsweise über eine biegsame Welle, eine Anzeigescheibe.gekuppelt.
In diesem Fall kann dann die zweckmäßig auf'ien an der Waschmaschine angeordnete
Anzcigcscheibc zum willkürlichen Einstellen der Steuerscheibe benutzt werden.
Für den Antrieb der Steuerscheibe wird zweckmäßig ein kleiner Synchronmotor benutzt, dessen
Stromzuleitung durch einen Nockenkontakt der Steuerscheibe überwacht wird. Da sich hierbei am
linde des Wascliprogramnis dadurch Schwierigen
keiteii ergeben können, dal! der die Steuerscheibe
antreibende Synchronmotor seine eigene Stromzuleitung abschaltet, empfiehlt es sich, zu dem
Nockenkoiitakt der Steuerscheibe Kontakte parallel zu schalten, die synchron mit den Schaltstellungen
des Reversierschalters geschlossen und geöffnet werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung hervor, in der an
Hand der Zeichnungen ein Ausführiuigsheispiel der
Erfindung erläutert ist. Es zeigt
I7ig. 1 ein Schaltbild der Steuerung nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Steuerscheibe entsprechend der Schnittlinie Il-TT nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Steuerscheibe! und die vorgeschaltete Rutschkupplung.
Hei der Steuerung nach Fig. 1 ist ein Drehstrom- ;
netz vorgeselien, an das die Waschmaschinenanlage über einen Dreifachhebclschalter ! geschaltet werden
kann. 2 ist ein Umschaltschütz, das durch eine. Steuerspule 2„ aus seiner dargestellten Ruhelage in
die obere Arbeitslagc umgeschaltet werden kann. Ein Wasserablaufventil 4 kann durch eine Steuerspule
3 geöffnet werden. Die Steuerspule 3 betätigt zugleich drei Kontakte, von denen einer als Umschaltkontakt
ausgebildet ist. 5 ist ein polumschaltbarer Motor, der beispielsweise eine zweipolige und
eine zwölfpolige Wicklung hat. Dieser Motor treibt eine in einem Gehäuse 6 drehbar gelagerte Waschtrommel
7 an. In dem Gehäuse 6 ist ein Schwim-111er S angeordnet, der bei Erreichung eines vorzugsweise
einstellbaren Flüssigkeitsspicgeks einen normalerweise geschlossenen Kontakt 9 öffnet und
so den Stromkreis einer ein Wasserzulaufventil to öffnenden Magnetspule 1 τ unterbricht. Drei Heizwiderstände
12 sind im Tunern des Gehäuses 6 außerhalb der Waschtrommel 7 angeordnet, in dem
Schaltschema aber getrennt dargestellt. Der Strom für die Steuerspule 2„ des Schützes 2 ist über einen
Kontakt 9,, geführt, der durch einen Schwimmer geschlossen wird, wenn ein bestimmter Flüssigkeitsstand
in dem Behälter 6 erreicht wird. Vorher kann also das Schütz 2 nicht geschaltet werden.
Ein kleiner Synchronmotor 13 treibt über ein Getriebe 14 eine Welle 15 mit verhältnismäßig
langsamer Drehzahl an. Auf der Welle 15 sitzt ein Exzenter 16, der eine in ortsfesten Führungen verschiebbare
Stange 17 ruckweise verschiebt. An der Stange 17 ist eine als Blattfeder dargestellte Klinke
ι S Lefestigt, die in die Schaltzähnc einer Antriebsscheibe T9 eingreift. Die Stange 17 wird durch eine
Feder 20 in ihre in Fig. 1 dargestellte Ruhelage gezogen. Die Antriebsscheibe 19 steht mit einer
Steuerscheibe 21 über eine Rutschkupplung in Verbindung, deren Einzelheiten in Fig.,3 dargestelltsind.
Die Steuerscheibe 21 weist auf ihrer oberen Stirnseite in konzentrischen Bahnen angeordnete
Nocken 22 auf, deren Form entsprechend den einzelnen Stellervorgängen ausgeführt ist. Die Steuerscheibe
21 besteht aus Metall, beispielsweise aus Aluminium. Mit den Nocken 22 der .Scheibe 21
wirken Kontaktzungen 23 zusammen, die an einem ortsfesten Träger 24, der vorzugsweise aus Isolierstoff
besteht, befestigt sind (vgl. Fig. 2).
Die Steuerscheibe 21 weist in der Mitte einen Vierkantansatz 25 mit einem Stift 26 auf. Auf
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diesen Vierkantansatz kann eine Kupplungsmuffe 27 einer biegsamen Welle 28 gesteckt werden, die
den Stift 26 mit einem entsprechenden Schlitz umgreift. Die biegsame Welle 28 dient dazu, eine nicht
dargestellte Anzeigescheibe gleichmäßig mit der Steuerscheibe 21 zu drehen. Die Nabe der Steuerscheibe
21 ist mit einer entsprechenden Aussparung auf einen Vierkant 29 einer Welle 30 aufgesetzt,
die mit einem Reibteller 31 versehen ist. Ein zweiter Reibteller 32 ist auf der Welle 30 längs
verschiebbar geführt und steht unter Wirkung einer Druckfeder 33, die sich an einem Ring 34 abstützt.
Der Ring 34 ist auf der Welle 30 verschiebbar und kann in seiner die Spannung der Feder 33
bestimmenden Stellung mittels Ringmuttern 35 eingestellt werden. Zwischen den beiden Reibtellern
31, 32 liegt die Antriebsscheibe 19.
Von der mit langsamer Drehzahl angetriebenen Welle 15 wird über eine ein sprungartiges Weiter-Schalten
bewirkende Vorrichtung 36 ein aus zwei Walzenbelägen 37, 38 bestehender Reversierschalter
angetrieben, der noch mit einem zusätzlichen Walzenbelag 39 ausgerüstet ist. Die Anordnung ist so
getroffen, daß der Reversierschalter aus einer
a5 Schaltstellung jeweils erst in eine Zwischenstellung
gedreht wird, ehe er in die andere Schaltstellung gebracht wird. Eine solche Zwischenstellung ist in
Fig. ι dargestellt. Bei dieser liegen einzelne der mit den Walzenbelägen 37, 38, 39 zusammenarbeitenden
Kontaktzungen auf keinem Walzenbelag auf, so daß die entsprechenden Stromkreise unterbrochen
sind.
Für die Beschreibung der Wirkungsweise sei zunächst vorausgeschickt, daß die verschiedenen im
Verlauf eines vollautomatisch ablaufenden Waschprogramms durchzuführenden Waschvorgänge im
wesentlichen aus zwei sich abwechselnd wiederholenden Vorgänge bestehen, nämlich dem Waschbzw.
Spülvorgang, bei dem die Waschtrommel mit langsamer Drehzahl, aber mit von Zeit zu Zeit
wechselnder Drehrichtung angetrieben wird, und dem Schleudervorgang, bei dem die Waschtrommel
mit hoher Drehzahl bei gleichbleibender Drehrichtung gedreht wird. Beim Waschvorgang und gegebenenfalls
auch noch bei einzelnen Spülvorgängen müssen außer dem Antriebsmotor auch noch die
Heizwiderstände eingeschaltet sein. Ferner muß zu Beginn jedes Wasch- oder Spülvorganges das Wasserzulaufventil
geöffnet und bei Erreichung des erforderlichen Flüssigkeitsspiegels wieder geschlossen
werden. Endlich aber muß zu Beginn jedes Schleudervorganges das Wasserablaufventil geöffnet und
für die Dauer des Schleudervorganges offengehalten werden.
Zunächst wird die zu waschende Wäsche in die Trommel 7 der Waschmaschine eingebracht. Sodann
wird die Steuerscheibe 21, die sich vom letzten Waschvorgang her noch in der Endstellung befindet,
ein klein wenig gedreht, so daß sie in die Anfangsstellung
für das Waschprogramm gelangt. In dieser Stellung werden sämtliche Nockenkontakte mit
Ausnahme des Kontaktes 23/ durch die Nocken 22 der Steuerscheibe 21 geschlossen. Wenn jetzt der
Netzschalter 1 eingelegt wird, erhält daher die das Zufluß ventil 10 öffnende Magnetspule 11 Strom.
Die Waschmaschine füllt sich daher mit Wasser, bis der Schwimmer 8 durch Betätigen des Kontaktes
9 die Magnetspule 11 ausschaltet und so das Zulaufventil 10 wieder schließt. Unmittelbar vorher
oder zugleich mit dem Ansprechen des Schwimmerkontaktes 9 wird der Kontakt ga geschlossen, so
daß nunmehr die Steuerspule 2(( des Schützes 2 Strom erhält und die Heizwiderstände 12 und die
zwölfpolige Wicklung des Motors 5 eingeschaltet werden. Durch einen Trichter, der an der Waschmaschine
vorgesehen ist, wird nun das Einweichmittel in das Gehäuse 6 der Waschmaschine gegeben.
Der Strom des Synchronmotors 13 kann auch über einen schwimmergesteuerten Kontakt, ähnlich
wie der Kontakt ga, geführt sein. In diesem Falle
muß dieser schwimmergesteuerte Kontakt aber nach Anlauf des Synchronmotors durch einen Kontakt 23
der Steuerscheibe 21 überbrückt werden, damit der Synchronmotor 13 nicht bei Absinken des Flüssigkeitsspiegels,
z. B. beim Schleudervorgang, stehenbleibt.
Spätestens zugleich mit der Einschaltung der Heizwiderstände 12 und des Motors 5 wird also
auch der Synchronmotor 13 eingeschaltet. Dieser treibt einerseits über das Klinkenschaltgetriebe 16
bis 20 die Steuerscheibe 21 an und bewirkt andererseits die sprungweise Weiterschaltung des Reversierschalters
36 bis 38. Die zwölfpolige Wicklung des Motors S erhält daher abwechselnd für die eine
und für die andere Drehrichtung Strom, wobei jeweils eine kurze Ausschaltpause eingefügt ist. Infolgedessen
wird die Trommel 7 der Waschmaschine bald in der einen bald in der anderen Richtung gedreht,
so daß sich das Einweichmittel in dem durch die Heizkörper 12 ' mehr und mehr erwärmten
Wasser schnell auflöst und die Wäsche von der Einweichlauge gut durchspült wird. Dieser Vorwaschgang
dauert zweckmäßig etwa 15 Minuten.
Bei ihrer Weiterbewegung gelangt die Steuer- !°5
scheibe 21 am Ende des Vorwaschganges in eine Stellung, in der die Kontaktzunge 23^ auf einen
Nocken 22 aufläuft und in der die Kontaktzunge 23ft von dem Nocken 22, der bei Beginn des Waschprogramms
wirksam war, bereits abgelaufen ist. Die Magnetspule 3 erhält daher Strom und öffnet
das Ablaufventil 4 und schließt zugleich die Kontakte für die Zuleitungen zu der zweipoligen Wicklung
des Motors 5. Gleichzeitig oder etwas später läuft der Kontakt 23g. von seinem Nocken 22 ab und
unterbricht den Strom der Steuerspule 2a. Infolgedessen
wird der Schützschalter 2 auf die zweipolige Wicklung des Motors 5 umgeschaltet. Durch die
Umschaltung werden zugleich auch die Heizkörper 12 ausgeschaltet. Die Einweichlauge läuft jetzt
durch das geöffnete Ventil 4 ab, und gleichzeitig wird die Waschtrommel 7 von dem Motor 5 mit
hoher Drehzahl angetrieben, so daß die in der Wäsche noch enthaltene Einweichlauge herausgeschleudert
wird. Dieser Schleudervorgang dauert zweckmäßig etwa 1 Minute.
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Am Ende des Schleudervorgangcs läuft die Kontaktzunge 23/ von dem ihr zugeordneten Nocken
der Steuerscheibe 21 ab. Eine Unterbrechung des Stromes der Magnetspule3 tritt aber erst ein, wenn
der Sprungart ig geschaltete Walzenbelag 39 in seine Zwisclienstellung gelangt, in der die mit der Spule3
in Verbindung stellende Kontaktzunge abgeschaltet wird. In diesem Zeitpunkt wird also das Ablaufventil
4 wieder geschlossen und zugleich der Strom für die zweipolige Wicklung des Motors 5 ausgeschaltet.
Hei Ende des Schleudervorganges läuft die Kontaktzunge 23^ wieder auf einen Nocken 22 auf,
so daß nun die Magnetspule 11 des Wasserzulaufventils
10 wieder Strom erhält und die Waschmaschine wieder mit Wasser gefüllt wird. Die
Ausschaltung der Magnetspule 11 erfolgt wieder mittels des Schwimmers 8 über den Kontakt9. Jetzt
wird das Waschmittel durch den erwähnten Trichter in die Waschmaschine gegeben.
Am Ende des Schleudervorganges ist ferner die
Kontaktzunge 23,, auf einen Nocken aufgelaufen, so daß nach genügendem Wasserzulauf über den
Kontakt i)u die Schützspule 2„ Strom erhält und die
zwölfpolige Wicklung des Motors 5 und die Heiza5
widerstände 12 einschaltet. Die Trommel 7 der Waschmaschine wird daher durch den langsam
laufenden Motor 5 wieder mit wechselnder Drehrichtuug
angetrieben, wobei das Waschmittel in dem mehr und mehr warm werdenden Wasser aufgelöst
und die Wäsche von der Lauge gut durchspült wird. Dieser eigentliche Waschvorgang
dauert zweckmäßig etwa 40 Minuten.
Im Verlauf des Waschvorganges ist bereits die Kontaktzunge 23,, wieder von dem zugeordneten
Nocken 22 abgelaufen. Wenn daher am Ende des Waschvorganges eine Kontaktzunge 23S von ihrem
Nocken 22 abläuft und die Kontaktzunge 23/ wieder
auf einen entsprechenden Nocken 22 aufläuft, so wird durch Umschalten des Schützes 2 wieder die
zweipolige Wicklung des Motors 5 eingeschaltet und das Ablaufventil 4 geöffnet. Die Waschlauge
läuft ab, und die Wäsche wird zur Beseitigung der in ihr befindlichen Laugenreste geschleudert. Dieser
Schleudervorgang erfordert etwa 1 Minute. Während des Schleudervorganges läuft die Kontaktzunge
23/, wieder auf einen Nocken 22 auf.
Am Ende des Schleudervorganges wird der Noekenkontakt 23,, wieder geschlossen und der
Nockenkontakt 23^ wieder unterbrochen, so daß der
Schutzschalter 2 umgeschaltet, das Ventil 4 geschlossen und wiederum die zwölfpolige Wicklung
des Motors 5 und die Heizkörper 12 eingeschaltet werden. Dabei wird in der oben beschriebenen
Weise das Wasserzulaufventil 10 wieder geöffnet, die Waschmaschine mit Wasser gefüllt und die
Schützspule 2,, mittels des Kontaktes ga eingeschaltet.
I )as sich erwärmende Wasser spült die Wäsche gut durch, so daß in ihr noch vorhandene Waschlauge
entfernt wird. Dieser Heißspülvorgang dauert zweckmäßig etwa 3 Minuten.
Während des Spülvorganges wird der Nockenkontakt 23;, bereits wieder geöffnet. Am Ende des
Spülvorganges läuft die Kontaktzunge23, auf einen
Nocken 22 auf und die Kontaktzunge 23^, von ihrem
Nocken ab, so daß das Ablaufventil 4 wieder geöffnet und der Schutzschalter 2 wieder auf Schleudern
umgeschaltet wird. Während dieses Schleudervorganges werden durch die sich ständig weiterbewegende
Steuerscheibe 21 die Nockenkontakte 23c>
23d und 23£, geöffnet. Wenn daher am Ende des
Schleudervorganges durch Wiedereinschalten des Nockenkontaktes 23t, der Schutzschalter 2 wieder
umgeschaltet wird, so erhält nunmehr lediglich die zwölfpolige Wicklung des Motors 5 Strom, nicht
aber die Heiz widerstände 12.
Bei dem anschließenden Warmspül Vorgang, bei dem die noch warme Wäsche mit Wasser durchgespült
wird, um die letzten Reste der Waschlauge zu beseitigen, bleiben daher die Heizkörper 12 unwirksam.
Nach weiteren 3 Minuten trifft wiederum ein Nocken auf den Kontakt 23, und läuft wiederum
der Kontakt 23^, von seinem Nocken ab, so daß
wiederum auf Schleudern und Wasserablauf geschaltet wird.
In gleicher Weise können noch ein oder mehrere weitere Spül- und Schleudervorgänge aneinandergereiht
werden. Am Ende des Waschprogramms steht in jedem Falle ein Schleudergang längerer
Dauer, durch den die Wäsche möglichst trockengeschleudert wird. Bei diesem letzten Schleudergang
werden schließlich auch die beiden Nockenkontakte 23,, und 23/ unterbrochen, so daß sowohl
die Magnetspule 3 als auch der Synchronmotor 13 abgeschaltet werden. Diese Abschaltung wird aber
infolge der zu den Nockenkontakten parallel gcschalteten, mit dem Walzenbelag 39 zusammenwirkenden
Kontaktzungen erst wirksam, wenn der von dem Synchronmotor über die Sprungschaltvorrichtung
36 angetriebene Walzenbelag 39 in eine Zwischenstellung gelangt, in der die beiden Kontakte
unterbrochen sind.
In der so erreichten Endstellung der Steuerscheibe 21 sind sämtliche Nockenkontakte unterbrochen.
Außerdem befindet sich der Rcvcrsicrschalter mit seinen Walzenbelägen 37 bis 39 in
einer Zwischenstellung, in der alle durch ihn gesteuerten Stromkreise unterbrochen sind. Es ist
also der zu Beginn der Beschreibung der Wirkungsweise angenommene Schaltzustand wieder hergestellt.
Nach Beendigung des Waschvorganges wird der Netzschalter 1 wieder ausgeschaltet.
Bei dem Ausführungsbeispiel ist ein mit Sprungschaltvorrichtung ausgerüsteter Walzenschalter für
die Umschaltung des Waschmotors vorgesehen. Als Reversierschalter kann natürlich auch ein Schalter
anderer Bauart Verwendung finden, z. 13. ein solcher, bei dem von einer Nockenwelle Kontakte gesteuert
werden, die aus mehreren federnden Kontaktzungen bestehen.
Claims (6)
- PA T E N T A N S P R Ü C II E:i. Steuerung für vollautomatische Waschmaschinen, bei der die einzelnen Waschvorgänge mittels eines durch einen gleichmäßig laufenden Antrieb gedrehten Vielfachschaltcrs gesteuert576/97M 13077 VHId/21 cwerden, der eine mit Nocken versehene Steuerscheibe aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (21) mittels auf ihr in konzentrischen Bahnen angeordneter Nocken (22) auf Federzungenschalter (23) wirkt, von denen einzelne (23ß, 23^, 23/) nur schwache Steuerströme schalten, während die übrigen (23 c, 2^d, 23g) als Trennschalter Ströme führen, die durch in Reihe mit ihnen geschaltete Leistungsschalter (2) ferngesteuert ein- und ausgeschaltet werden, wobei die Drehrichtungsumkehr des Waschmotors (5) durch einen von dem gleichmäßig laufenden Antrieb (Synchronmotor 13) mit entsprechender Drehzahl angetriebenen Schalter (37; 38) gesteuert wird.
- 2. Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (21) mittels eines Klinkenschaltwerkes (16 bis 20) angetrieben wird.
- 3. Steuerung nach den Ansprüchen 1 und 2 für aus Netzen mit Nulleiter gespeiste Anlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Nocken (22) einer mit dem Nulleiter verbundenen metallischen Steuerscheibe (21) mit einfachen federnden Kontaktzungen (23) zusammenwirken.
- 4. Steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (21) mit ihrem Antrieb (Scheibe 19) über eine Rutschkupplung (31 bis 35) in Verbindung steht.
- 5. Steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerscheibe (21), vorzugsweise über eine biegsame Welle (28), mit einer Anzeigescheibe gekuppelt ist.
- 6. Steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom für den am Ende des Waschvorganges abzuschaltenden Synchronmotor (13) zum Antrieb der Steuerscheibe (21) über zum entsprechenden Kontakt (23a) der Steuerscheibe parallel geschaltete Kontakte (Walzenbelag 39) geführt ist, die synchron mit den Schaltstellungen des Reversierschalters (37, 38) geschlossen und geöffnet werden.Angezogene Druckschriften:Deutsche Patentschrift Nr. 498 992.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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