DEM0015266MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 26. August 1952 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Erfindung ist ein Spannringverschluß für Verpackungsgefäße, wobei das Anziehen
des Spannringes mittels eines in Richtung der Längsachse des Gefäßes nach innen schwenkbaren,
im Schütze des Deckelrandes innerhalb des Spannringes gelagerten Spannhebels erfolgt.
Derartige Spannringverschlüsse sind in mannigfachen Arten bekannt, und zwar beispielsweise einmal
in der Form, daß über eine Zuglasche mit angelenktem Spannhebel die beiden Ringenden auch
im entspannten Zustand fest miteinander verbunden sind oder derart, daß der Spannhebel an einem
Ringende angelenkt ist und der Anzug des anderen Ringendes mittels einer nur am Spannhebel gelagerten
Zuglasche erfolgt.
Bei diesen Ausführungsformen von Spannringverschlüssen hat sich gezeigt, daß die Handhabung
oft auf Schwierigkeiten stößt, weil die für das reibungslose Anziehen der Ringenden unerläßliche
Voraussetzung fehlt, nämlich die Auswirkung der Kräfte in der Umfangsrichtung mit Bezug auf die
übereinstimmende Lagerung der Verschlußteile an den Ringenden.
Es ist auch bereits ein Spannringverschluß geschaffen worden, bei welchem mittels eines gesonderten
Teiles das Anziehen der Ringenden gegen den Gefäßmantelrand vorgenommen wird. Abgesehen
davon, daß die hier vorgeschlagene Anordnung einer Sondervorrichtung am eigentlichen
Spannhebel sehr kostspielig ist, wird auch der er-
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M 15266 XII/81 c
strebte Zweck nicht erreicht, zumal durch die Überlagerung der beiden Ringenden eine unmittelbare
Erfassung des Deckels verhindert und damit die Gefäßabdichtung gefährdet wird.
Im allgemeinen sind auch die für die Handhabung des1 Spannringverschlusses erforderlichen Teile bei den bekannten Einrichtungen meist sehr kompliziert und daher zu teuer.
Im allgemeinen sind auch die für die Handhabung des1 Spannringverschlusses erforderlichen Teile bei den bekannten Einrichtungen meist sehr kompliziert und daher zu teuer.
Die Erfindung behandelt eine wesentlich verbesserte Ausführung eines Hebelspannringverschlusses.
Hierbei ist davon ausgegangen, daß die Zuglasche einerseits an einem Ringende gelenkig
befestigt wird, während am anderen Ende der Zuglasche der Spannhebel angelenkt wird. Erfindungsgemäß
wird dann an dem zweiten Ringende nur ein Halteteil vorgesehen, in welchen das überlagernde
Ende des Spannhebels eingreift. Der wesentliche Vorzug dieser Verschlußausführung gemäß der Erfindung
besteht darin, daß unbefugte Manipulationen unter Umgehung der Plombierung vermieden
werden. Diese Gefahr ist bei den bekannten Einrichtungen dadurch gegeben, daß lose eingreifende
Zugteile durch Verformung aus dem Eingriff gelöst und nach unbefugter Entnahme des Füllgutes
wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgeformt werden können. Die Lagerung des Spannhebels
an der Zuglasche kann verstellbar ausgeführt sein, so daß die Möglichkeit besteht, verschiedene
Anzugswirkungen am Spannring zu erzielen und Differenzen bei der Dimensionierung der Gefäßränder
zu überbrücken. Erfmdungsgemäß erhält der Spannhebel weiter an seinem Ende einen
schwenkbaren Riegel, der unterhalb einer am Spannring befestigten Lasche in die Schließlage
geschwenkt wird, wobei sich gleichzeitig in dieser Lasche und im Spannhebel vorgesehene Bohrungen
decken und die Aufnahme einer Plombenschnur ermöglicht ist. Durch diese Verriegelung des Endes
des Spannhebels erhält der Verschluß eine weitere ' 40 absolute Sicherung, weil ein Zurückspringen des
Spannhebels unmöglich gemacht wird.
In der Zeichnung stellt
In der Zeichnung stellt
Fig. ι eine Ansicht des geöffneten Verschlusses und
•45 Fig. 2 eine Draufsicht auf den Verschluß in der Verschließlage dar.
Am Ringende 1 ist an dem Halteteil 2 die Zuglasche 3 im Drehpunkt 4 angelenkt. Am freien Ende
der Zuglasche 3 im Drehpunkt 5 der Spann-
.50 hebel 6' angelenkt. Dieser greift mit seiner Nase 7 am überragenden Ende in den Halteteil 8 an dem
zweiten Ringende 9.
Die Wirkungsweise des Verschlusses ist danach wie folgt:
.55 Nach Umlegen des Spannringes 10 um den Gefäßrand
wird der Spannhebel 6 mit der Nase 7 in den Halteteil 8 geführt und nach unten geschwenkt,
wobei dann beide Ringenden gleichmäßig angezogen werden und damit ein sicher dichtender Verschluß
erreicht wird. Es hat sich nämlich ergeben, daß durch die Anlenkung des Spannhebels 6 am
freien Ende der Zuglasche 3 bei entsprechender Bemessung des überragenden Hebelendes die Auswirkung
der Zugkraft sich so gestaltet, daß beide Ringenden annähernd gleichmäßigen Zug erhalten,
wodurch das Anziehen des Spannringes über den Gesamtumfang eine Erleichterung erfährt. Weiter
werden nach der Erfindung der Anlenkpunkt 4 und die Nase 7 des Spannhebels 6 genau in Richtung
des Anzuges gelegt, so daß ein Verkanten der Ringenden vermieden wird. Die Ausführung der
Zuglasche 3 wird vorzugsweise U-förmig gehalten, wodurch der Spannhebel 6 gabelförmig umschlossen
und damit der Scherquerschnitt des Gelenkbplzens verdoppelt wird. Weiterhin wird durch den
Rücken der Zuglasche 3 die Nase 7/8 völlig überdeckt, so daß unbefugte Manipulationen unter Umgehung
der Plombierung gerade an dieser gefährdeten ■ Eingriffsstelle des Verschlusses vermieden
werden.
Der Gelenkpunkt 5 zwischen Anzuglasche 3 und Spannhebel 6 kann je nach der gewünschten Anzugskraft
durch Verlagerung in die weiter am Hebel vorgesehenen Drehpunkte 11 erfolgen.
An dem freien Ende des Spannhebels 6 ist der Schwenkriegel 12 angebracht, der in der Schließlage
unter der am Spannring 10 befestigten Lasche 13 so weit geschwenkt wird, bis sich die in beiden
Teilen vorgesehenen Bohrungen 14 zur Aufnahme der Plombenschnur decken. Der Anschlag des go
Schwenkriegels 12 unterhalb der Lasche 13 wird mittels der daran angeordneten Nase 15 begrenzt
und somit auch das Überlagern der Bohrungen 14 erreicht.
Die Anordnung der Gelenkpunkte 14 und 5 ist so gehalten, daß in der Verschließlage eine durch
die Längsachsen der Gelenke 4, 5 gelegte Ebene unterhalb des Eingriffs der Nase 7 in den Halteteil
8 liegt und damit der Spannhebel auch ohne Verriegelung gegen Zurückschnellen gesichert ist.
Die erfindungsgemäße Ausführung des Spannringverschlusses -für Verpackungsgefäße hat neben
den funktioneilen Verbesserungen noch den Vorzug, daß die Verschluß teile, also Spännhebel, Zuglasche
und Anlenkteile, fertig montiert auf Lager gehalten werden können, wodurch sich Fertigung
und Lagerhaltung, aber auch die Ringmontage vereinfachen und Verwechslungen verschieden
dimensionierter Verschluß aus führungen vermieden werden.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Spannringverschluß für Verpackungsgefäße, bei dem der im Schutz des Deckelrandes innerhalb des Spannringes gelagerte Spannhebel zum Spannen in Richtung der Längsachse des Gefäßes nach innen schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende einer an sich bekannten Zuglasche (3) mit einem Halteteil (2), der an dem einen Ende des Spannringes (10) befestigt ist, mittels eines Gelenkes (4) verbunden ISt1 das andere Ende der Zuglasche (3) mittels eines Gelenkes (5) mit dem Spannhebel (6) verbunden ist, der mittels einer an seinem über«09 527/87M 15266 XH/81 cdas Gelenk (5) hinausragenden Ende angeordneten Nase (7) in einen am anderen Ende des Spannringes (10) befestigten Halteteil (8) bei Ausführung einer nach abwärts gerichteten, das Spannen erwirkenden Schwenkbewegung eingreift.
- 2. Spannringverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuglasche (3) U-förmig gestaltet ist, im Gelenk (5) den Spannhebel (6) gabelförmig umschließt und in Spannstellung mit ihrer geschlossenen Rückseite die Stelle des Eingriffs der Nase (7) in den Halteteil (8) überdeckt.
- 3. Spannringverschluß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine durch die Längsachsen der Gelenke (4, 5) gelegte Ebene in Spann- bzw. Schließstellung unterhalb des Eingriffs der Nase (7) in den Halteteil (8) liegt.
- 4. Spannringverschluß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk (5) durch Einfügen in zusätzlich im Spannhebel (6) angeordnete Aufnahmebohrungen (11) in seiner Lage zum Spannhebel (6) veränderbar ist.
- 5. Spannringverschluß nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen am freien Ende des Spannhebels (6) angeordneten Schwenkriegel (12), der in Schließstellung unter eine am Spannring (10) befestigte Lasche (13) bis zu einem Anschlag (15) schwenkbar ist, wobei an Schwenkriegel (12) und Lasche (13) vorgesehene, der Anbringung von Plomben dienende Bohrungen (14) zueinander koaxial zu liegen kommen.Angezogene Druckschriften:Britische Patentschrift Nr. 578 452.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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