DEM0017100MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Januar 1953 Bekanntgemacht am 6. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
KLASSE 8d GRUPPE 6eo
INTERNAT. KLASSE D06f
M 17100 VIIISd
Peter Pfenningsberg, Düsseldorf
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abführen des Wassers bei Waschmaschinen,
die mit einer in einem die Waschflüssigkeit enthaltenden Behälter drehbeweglich anzutreibenden
Waschtrommel versehen sind und einen in die Wasserableitung eingebauten Heber aufweisen.
Bei bekannten, insbesondere vollautomatischen Waschmaschinen sind in die Wasserableitungen
Absperrventile eingebaut, die zumeist durch vom
ίο Programmschalter der Maschine gesteuerte Magnete
betätigt werden. Derart ausgebildete Vorrichtungen zum Abführen des Waschwassers haben
mancherlei Nachteile. So müssen die die Absperrventile betätigenden Elektromagneten verhältnismäßig
stark bemessen sein, da die Ventile zum öffnen gegen den hydrostatischen Druck der gesamten
Wassersäule gehoben werden müssen. Der dazu erforderliche Arbeitsaufwand ist insbesondere
deshalb so erheblich, weil der wirksame Querschnitt der Absperrventile verhältnismäßig groß
gehalten werden muß, um ein schnelles Entleeren des Waschtrommelbehälters zu gewährleisten.
Nachteilig ist bei den bekannten Waschmaschinen ferner, daß ein Versagen der die Wasserzufuhr
■steuernden Ventile bei geschlossenen Absperrventilen zwangläufig zum Überlaufen und damit
zu Überschwemmungen und Betriebsstörungen führt.
Durch die Vorrichtung nach- der Erfindung werden die obigen Übelstände auf einfachste Weise.
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vermieden. Das wird unter 'bewußtem Verzicht auf die bisher üblichen Wasserabsperrventile unter
Verwendung eines in die Wasserableitung eingebauten Hebers erfindungsgemäß dadurch erreicht,
daß die Wasserableitung 5 vom Umfang des die
^ :. Waschtrommel 2 Jund' die Waschflüssigkeit enthaltenden
Maschinenbehälters 1 abzweigt und der Scheitel des Hebers 7 so weit oberhalb des dem
Waschgang der Maschine entsprechenden Normal-Wasserstandes angeordnet ist,- daß der Heber7
durch die während des Schleuderganges der Waschtrommel 2 in der dabei mit höherer Drehzahl umlaufend
angetriebenen Waschflüssigkeit auftretenden Zentrifugalwirkung, die ein Ansteigen des
Wassers im Heber-.7 bewirkt; in Tätigkeit gesetzt
wird. Auf diese Weise wird einerseits sichergestellt, daß der Waschtrommelbehälter in ständiger Verbindung
mit dem Wasserabfluß steht, so daß ein Überlaufen der Maschine bei Versagen oder ungenauer
Einstellung der die Wasserzufuhr steuernden Ventile unter allen Umständen vermieden
wird. Andererseits aber kann das Wasser durch die beim Einschalten des Schleuderganges der
Waschtrommel entstehende Zentrifugalwirkung über den Heber völlig aus der Maschine entfernt
Es sei hier bemerkt, daß es bei- ,kontinuierlich
arbeitenden Wasch- und Spülmaschinen bekannt ist, zum Abführen von in einem unterhalb der
Waschtrommel befindlichen Behälter' vorgesehener Heizflüssigkeit einen Heber vorzusehen. Die Anordnung
ist dabei so getroffen, daß der Heber in Tätigkeit tritt, wenn die im Behälter befindliche
Flüssigkeit durch weiteres Zulaufen von Heizflüssigkeit aus einem oberhalb der Waschtrommel
angeordneten Heizbehälter über den Scheitel des Hebers angestiegen ist. Der Heber wird hierbei
also im Gegensatz zur Erfindung weder zum Abführen von Waschflüssigkeit benutzt, noch durch
Zentrifugalwirkung in Tätigkeit gesetzt.
Damit die Heberwirkung nach der Erfindung und das dadurch bedingte völlige Entleeren der
Maschine mit Sicherheit nur während des Schleuderganges auftreten kann, ist im Scheitel
des vorzugsweise als U-Rohr ausgebildeten Hebers eine Luftklappe vorgesehen, die normalerweise,
d. h. beispielsweise während des Waschganges oder der Wasserzuführung, offen steht und daher
keine Heberwirkung zustande kommen läßt. Ein ungewelltes Leerhebern des Wäschtrommelbehälters
während des normalen Waschprozesses wird· dadurch also sicher vermieden. Nun kann aber beispielsweise
durch einen vom Programmschalter der Maschine gesteuerten Magneten die Luftklappe
während des Schleuderganges geschlossen gehalten werden, so daß sich in dieser. Arbeitsphase eine
ungestörte Heberwirkung in der Wasserableitung ausbilden kann. Der die Luftklappe betätigende
■Magnet kann dabei im Gegensatz zu den bekannten, die Absperrventile herkömmlich ausgebildeter
Waschmaschinen steuernden Magneten für wesentlich kleinere Leistungen bemessen sein, da die Luftklappe
nur gegen den äußeren Luftdruck zu arbeiten hat und noch dazu in ihrem Querschnitt praktisch
beliebig klein gehalten werden kann. 65 _
Weitere Einzelheiten der Erfindung seien an Hand der Zeichnungen beschrieben, in denen
Fig. ι ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung
zum Abführen des Wassers von Waschmaschinen in schematischer Darstellung, und zwar in der
Seitenansicht, zeigt, während
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der
Fig. ι darstellt/
In dem Waschtrommelbehälter 1 ist die rotierende, sowohl auf Wasch- als auch auf Schleudergang
zu schaltende Waschtrommel 2 angeordnet, die beim Schleudergang in der durch Pfeil 3 angedeuteten
Drehrichtung umlaufen soll. Am unteren Ende des, Waschtrommelbehälters 1 zweigt
an der Stelle 4 die Wasserableitung S ab, in deren an die Kammer 6 anschließendem Teil der Heber .7
eingebaut ist. Der Heber weist die Form eines . auf den Kopf gestellten U-Rohres auf. Im Scheitel
des U-Rohres ist eine öffnung 8 vorgesehen, die ■
durch die um die waagerechte Achse 9 schwenkbare Luftklappe? 10 wahlweise geschlossen bzw. geöffnet
werden kann. Über den ebenfalls auf der Achse9 schwenkbar gelagerten Hebel 11 sowie den an
letzterem angelegten Anker 12 und den Magneten 13 kann die Luftklappe 10 geschlossen werden.
Vorteilhaft ist dabei der Magnet 13 so an den Programmschalter der Maschine angeschlossen
bzw. geschaltet, daß er zusammen mit der Umschaltung der Waschtrommel 2 auf Schleudergang
betätigt wird, um dabei die Öffnung 8 durch die Klappe 10 zu verschließen. Natürlich kann die
Luftklappe 10 auch durch einen von Hand zu betätigenden Stellhebel od. dgl. verstellt werden. Das
Offenhalten der Öffnung 8 kann auf verschiedene Weise erfolgen, beispielsweise durch das Eigengewicht
der Hebel 11, 12 oder aber auch durch an
der Klappe 10 bzw. an den Hebeln 11, 12 angreifende,
entsprechend · angeordnete Federn od. dgl.
Soll die Waschmaschine in Betrieb genommen . werden, so wird nach Einlegen der Wäsche in die
Trommel 2 über nicht gezeichnete Zulaufventile Wasser in den Waschtrommelbehälter 1 eingelassen,
und zwar so lange, bis der Normalwasserstand1 TV-Af erreicht ist. Falls nun beim Einlaufen
des Wassers durch schlechte Einstellung oder Versagen der Zulaufventile fortlaufend weiteres
Wasser in die Trommel strömt und daher der Normalwasserstand überschritten wird, kann das
Wasser über die Ableitung 5, Kammer 6 und Heber 7 ungestört zum Abfluß A abfließen. Wäh- ■
rend des Waschganges der Trommel 2, wobei es gleichgültig ist, ob die Trommel einsinnig oder
reversierend umläuft, wird ein etwaiges Leerhebarn des Behälters 1 durch die offen stehende Luftklappe
10 mit Sicherheit vermieden, selbst wenn dabei die in dem linken Schenkel 7' des U-Rohres stehende
Wassersäule Höhenschwankungen ausführt und ■ dabei gelegentlich über den Scheitel des Hebers
überschwappt. Der Heber bzw. dessen Scheitel kann aber auch so angeordnet werden, daß letzterer,
um ein Überschwappen des Wassers zu vermeiden,
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ausreichend hoch oberhalb des Normalwasserstandes angeordnet wird.
Wird nun die Maschine auf Schleudergang umgeschaltet, so wird gleichzeitig der Magnet 13 betätigt
und die öffnung 8 durch die Klappe 10 verschlossen. Mittels der durch die in Drehrichtung 3
rotierende Schleudertrommel hervorgerufenen Umlaufbewegung des Wassers werden im Behälter 1
verhältnismäßig große Zentrifugalwirkungen ausgelöst. Diese bewirken, daß das Wasser mit Sicherheit
durch die Ableitung 5 über den Scheitel des Hebers 7 zum Abfluß A hin gedrückt wird. Da die
Luftklappe 10 geschlossen ist, bildet sich eine Heberwirkung aus, die auch bei gegebenenfalls d,anach
angehaltener Waschtrommel 2 andauert. Auf diese Weise wird also der Behälter 1 völlig entleert.
Das Abströmen des Wassers aus dem Waschtrommelbehälter kaniidadurch besonders wirkungsvoll
erfolgen, daß unweit des Wasserableitungsanschlusses 4, und zwar in Drehrichtung 3 der
Waschtrommel 2 darunterliegend, Stauflächen 14 vorgesehen sind, die vorzugsweise winkelförmig
zueinander verlaufen.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Vorrichtung zum Abführen des Wassers bei Waschmaschinen, die mit einer in einem die Waschflüssigkeit enthaltenden Behälter drehbeweglich anzutreibenden Waschtrommel versehen sind und einen .in die Wasserableitung eingebauten Heber aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserableitung (5) vom Umfang des die Waschtrommel (2) und die Waschflüssigkeit enthaltenden Maschinenbehälters (1) abzweigt und 'der Scheitel des Hebers (7) so weit oberhalb des dem Waschgang der Maschine entsprechenden Normalwasserstandes angeordnet ist, daß der Heber (7) durch die während des Schleuderganges der Waschtrommel (2) in der dabei mit höherer Drehzahl umlaufend angetriebenen Waschflüssigkeit auftretenden Zentrifugalwirkung, die ein Ansteigen des Wassers im Heber (7) bewirkt, in Tätigkeit gesetzt wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Scheitel des vorzugsweise als U-Rohr ausgebildeten Hebers (7) eine Luftklappe (8, 10) angeordnet ist.
- 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftklappe (8, 10) normalerweise offen, hingegen beim Schleudergang der Maschine durch einen vorzugsweise vom Programmschalter der Waschmaschine gesteuerten Magneten (13) oder mechanischen Hebel geschlossen gehalten wird.
- 4 Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Waschtrommelbehälter (1) Stauflächen (14) vorgesehen sind, die unweit des Wasserableitungsanschlusses (4), und zwar in Drehrichtung der Waschtrommel dahinterliegend, angeordnet sind.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschrift Nr. 842 788.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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