DEM0017824MA - - Google Patents

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DEM0017824MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. März 1953 Bekanntgemacht am 13. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In der Hauptanmeldung, ist ein Verfahren zum Kaltverformen mit Metalloxalatschichten bedeckter Metalle, insbesondere von Eisen, Stahl und legiertem Eisen beschrieben. Die Verformung erfolgt hierbei mit Hilfe eines Schmiermittels unter Ausschluß von Wasser.
Die Aufbringung des Schmiermittels kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden, beispielsweise kann es trocken auf die gut getrocknete Metalloxalatschicht aufgebracht werden, oder das Schmiermittel kann auch zunächst naß auf die Oxalatschicht aufgebracht und dann gut getrocknet werden. Als Schmiermittel eignen sich fettsäurehaltige Produkte, insbesondere fettsaure Salze der Alkali-, Erdalkafi- und/oder Schwermetalle. Die Erdalkali- und/oder Schwermetallsalze können auch auf bzw. in der Oxalatschicht aus Alkalisalzen und löslichen Erdalkali- bzw. Schwermetallverbindungen durch Umsetzung gebildet werden, wobei die Erdalkaliverbindung oder die Schwermetallverbindung vor oder nach der Alkaliseife in die Oxalatschicht eingebracht werden kann. Es ist auch möglich, eine Alkalisalzlösung, in der eine Erdalkali- oder Schwermetall verbindung suspendiert ist, zum Einbringen der schwerlöslichen Seife zu verwenden.
609 736/120
■Μ 17824 Ib/7b
Es wurde nun gefunden, daß es besonders günstig ist, wenn man nicht nur für eine Wasserfreiheit, der geschmierten Schicht vor dem Ziehen
' sorgt, sondern wenn man auch beim Aufbringen dieser Schicht das Wasser fernhält. Da das Aufbringen der festen Schmiermittel als solche Schwierigkeiten bereitet,·, hat sich die Aufbringung der
.,·. Schmiermittel in organischen Lösungen als besonders vorteilhaft erwiesen,. Vorzugsweise wählt man
ίο für diese Aufbringung ein Lösungsmittel, das durch Abdampfen auf einfache Weise entfernt werden kann. Besonders geeignet haben sich für diesen Zweck als Lösungsmittel Chlorkohlenwasserstoffe. Diese Lösungsmittel können, wenn gewünscht, beim Abtreiben nach dem Aufbringen des Schmiermittels wiedergewonnen werden.
Bei dieser Art der Aufbringung des Schmier-
; mittels auf Oxalatziehschichten mit Hilfe eines organischen Lösungsmittels geht man, vorzugsweise so vor, daß man gleichzeitig mit dem eigentlichen Schmiermittel, beispielsweise Wollfett oder Rüböl, noch einen pigmentartigen Stoff in Suspension mit aufbringt, beispielsweise Kalk, Metallseifen, z. B. Erdalkalistearate u.dgl. Hierbei kann das Verhältnis des Schmiermittels, das allgemein als Filmbildner im folgenden bezeichnet .ist,- zu dem Pigment in weiten Grenzen variiert werden. Bei der Wahl eines geeigneten Pighients kann dieses mengenmäßig den Filmbildner sogar übertreffen. Es wurde festgestellt, daß sich beispielsweise Kalk in erheblichen Mengen in diesen organischen Lösungsmitteln bei Anwesenheit eines Filmbildners suspendieren läßt, so daß auf diese Weise Kalk, gegebenenfalls Kalkseife, auf sehr gleichmäßige und einfache Weise auf der Oxalatschioht niedergeschlagen werden kann.
Die Erfindung sei an Hand eines Beispiels näher erläutert. Auf Rohre aus 18/8 Chrom-Nickel-Stahl, wurde mit Hilfe einer Oxalatlösung, die 70 g/l Eisen,, 196 g/l Oxalsäure, 185 g/l NaCl enthielt, bei 55° ein Oxalatüberzug aufgebracht..Das Werk;:, stück wurde dann getrocknet und in ein Bad, enthaltend 15 kg Rohwollfettsäure, 20 kg Kalk in 60 1 Trichloräthylen kurz getaucht und amschließend an, der Luft getrocknet. Die Oberfläche war mit einem gleichmäßigen Schmierfilm bedeckt. Die Rohre wurden mit einer Geschwindigkeit von 6 m/Min, in zwei Zügen mit einer Gesamtquerschnittsabnahme von 50% gezogen. In einem Parallelversuch wurden die oxalierten Rohre in eine -io0/oige Natronseifenlösung getaucht und danach gründlich getrocknet. Die Ergebnisse waren nur dann gleichwertig, wenn eine absolute Trocknung erzielt wurde.
■■■;'■ -

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Kaltverformen mit Metalloxalatschichten bedeckter 'Metalle, z. B. Stahl, unter Anwendung eines Schmiermittels und unter Ausschluß von Wasser nach Patentanmeldung M 16011 Ib/yh, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmiermittel wasserfrei aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß das Schmiermittel in einem organischen Lösungsmittel gelöst und/oder suspendiert auf die oxalierte Oberfläche aufgebracht und das Lösungsmittel abgedampft wird. . -
3. Verfahren, nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe- eines organischen, Lösungsmittels ein Filmbildner und ein Pigment auf die oxalierte Oberfläche.-.. aufgebracht wer-den; .
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch . gekennzeichnet,. daß als Filmbildner tierische und/oder pflanzliche-Fette und als Pigment Kalk, Kaolin u. dgl. und/oder Metallseifen verwendet'werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von Filmbildner und Pigment von: reinem Filmbildner bis zu reinem Pigment variiert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel ein Chlorkohlenwasserstoff verwendet wird.
. In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 889 049, 811 900,
560212; ··'■'■·.
Zeitschrift »Archiv für Metallkunde«, 1949,
S.282;
Zeitschrift
vom 28. 11. B5
Draht«, 1953, S. 100;
Zeitschrift »Der Maschinenmarkt«
1952, S/14;
Zeitschrift »Stahl und Eisen«, 1952, S. 398;
Buch von A. Pomp, »Stahldraht«, 1952, S. 184.
© 609 736/120 12.56

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