DEM0018702MA - - Google Patents

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DEM0018702MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Mai 1953 Bekanntgemacht am 20. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Nürnberg
Zum zwangsweisen Ausschalten des Kranhubwerkes bei einer bestimmten Stellung des Lasthakens werden Hubendschaltungen vorgesehen. Sie sollen verhindern, daß der Lasthaken so hoch an S die Auslegerkopfrolle herangefahren wird, daß er mit seiner Aufhängevorrichtung an diese anläuft.
Die bisher bekannten Hubendschaltungen arbeiten häufig mit einem Gewicht, das an einem von dem Kranhubseil unabhängigen zweiten Seil vom ίο Auslegerkopf frei herunterhängt und über dieses Seil eine Zugfeder spannt, die einen am Kranausleger oder im Kranführerhaus angeordneten Hubendschalter eingeschaltet hält. Beim Heben der Last läuft der Lasthaken mit seiner Aufhängevorrichtung an das Gewicht an, wodurch dieses-angehoben, die Zugfeder entspannt und der Hubendschalter ausgeschaltet wird.
Diese Anordnung ergibt aber einen großen Schaltweg, da das Gewicht erst ein großes Stück angehoben werden muß, ehe die Zugfeder so weit entspannt ist, daß der Hubendschalter ausgeschaltet wird. Dieser große Schaltweg ist ein Nachteil, da die Hubhöhe um das Maß des Schaltweges verkleinert wird. Besonders bei Kranen mit kleiner Hubhöhe ist diese Verkleinerung der Gesamthubhöhe relativ groß.
60ί 619/193
M 18702 XI/35b
Es sind auch Hubendsohaltungen bekannt) die mit einem von der Aufhängevorrichtung des Kranhakens anzuhebenden Bügel arbeiten. Der Bügel ist hinter der Auslegerkopfrolle schwenkbar am Kranausleger gelagert und' greift gabelförmig um das Hubsedl herum. Er ist über seinen Schwenkpunkt hinaus verlängert und betätigt mit diesem über den Schwenkpunkt hinaus verlängerten Teil unmittelbar einen am Kranträger angebrachten
ίο Hubendschalter, wenn er von der an ihn anlaufenden Aufhängevorrichtung des Lasthakens geschwenkt wird.
Aber auch diese Ausführung ist nicht befriedigend. Zwischen dem Bügel und seinem über den Schwenkpunkt, hinaus verlängerten Teil besteht eine Untersetzung, so daß die Ausschläge des Bügels nur kleine Ausschläge des verlängerten Teiles ergeben. Bei verschiedener Stellung des Auslegers läuft die Aufhängevorrichtung des Lasthakens in verschiedenem Abstand vom Bügelschwenkpunkt an den Bügel an, so daß das Untersetzungsverhältnis zwischen dem Bügel und seinem verlängerten Teil nicht konstant ist. Es kann bei entsprechender Auslegerstellung so ungünstig werden, daß der Endschalter zu spät.. ausgeschaltet wird und1 ein Anlaufen dier Aufhängevorrichtung an die Auslegerkopf rolle nicht mehr verhindern kann, oder daß der Endschalter überhaupt nicht betätigt wird. Außerdem wird der Bügel dadurch, daß er vor der Auslegerkopfrolle nicht gelagert ist, leicht durch ein pendelndes Seil beschädigt oder gar abgerissen.
Es sind weiterhin Anordnungen bekannt, bei denen zur Vermeidung dieser Nachteile ein kinematisch mit dem Hubendschalter verbundener, das Lastseil des Kranes gabelförmig umgreifender Schaltbügel vor der Auslegerkopfrolle schwenkbar am Auslegerkopf gelagert ist. Hierbei schlägt das freie Ende des Schaltbügels gegen einen Stift des Hubendschalters an und kommt gegen diesen zur Anlage. Diese Ausführung ergibt die Gefahr einer Beschädigung des Schaltbügels oder des Schalters, da dieser keine Nachlaufmöglichkeit besitzt und so bei einem nicht sofortigen Stillstand des Hubmotors eine Beschädigung der Einrichtung durch die gegen den Schaltbügel drückende Scheibe des Hubseiles entsteht.
Erfindungsgemäß kann dadurch eine Nachlaufmöglichkeit erreicht werden, daß der Schaltbügel an dem von seinem Anlenkpunkt an den Ausleger-, kopf abgewendeten Ende eine Schaltkurve aufweist oder über eine Koppelstange mit einer solchen gelenkig verbunden ist; die mit dem Betätigungshebel des Endschalters zusammenarbeitet.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der Schaltbügel kardanisch aufgehängt sein. Dadurch wird erreicht, daß auch bei einer seitlichen Schrägstellung des Kranes bzw. bei Schrägzug noch ein sicheres Arbeiten der Hubendschaltung erfolgt.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisdh dargestellt. Es zeigt
Fig. ι eine Ausführung, bei der die Schaltkurve unmittelbar mit dem Schaltbügel verbunden ist,
Fig. 2 eine Ausführung, bei der die Schaltkurve durch eine Koppelstange gelenkig mit dem Schaltbügel verbunden ist.
Am Kopf ι des Kranauslegers 2 ist die Auslegerkopfrolle 3 gelagert (Fig. 1 und 2). Vor der Auslegerkopfrolle 3 ist ein Schaltbügel 4 am Auslegerkopf ι angelenkt, der gabelartig um die Kopfrolle 3 herumgreift. An seinem nicht am Auslegerkopf gelagerten Ende ist er mit einer Steuerkurve versehen (Fig. 1), die mit einer .'Rolle S zusammenarbeitet, die auf dem Betätigungshebel 6 eines am Ausleger befestigten Hebelendschalters 7 gelagert ist. Es ist zweckmäßig, den Schaltbügel 4 mit einem Führungsschlitz 8 zu versehen, durch den er von einem am Kranausleger in geeigneter Weise befestigten Bolzen, 9 geführt wird. Wird dier Lasthaken. 10 so weit angehoben,: daß der Endschalter zum Stillsetzen des Hubwerkes betätigt werden soll, dann schwenkt die Aufhängevorrichtung 11 des Lasthakens 10 mittels einer Scheibe 12 den Schaltbügel 4 um seinen Schwenkpunkt vor der Auslegerkopfrolle 3. Der Schaltbügel schwenkt den Betätigungshebel 6 und schaltet dadurch den Hebelendschalter 7 aus.
' Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist die Schaltkurve 14 nicht unmittelbar sondern über eine Koppelstange 13 mit dem Schaltbügel 4 verbunden und schwenkbar am Kopf 1 des Auslegers 2 gelagert.
Die kardanische Lagerung des Schaltbügels erfolgt bei den dargestellten Ausführungsbeispielen dadurch, daß der Kopf 1 drehbar mit dem Ausleger 2 verbunden ist.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Einrichtung zum Betätigen des Hubendschalters bei Auslegerkranen, insbesondere Wippkranen, mit einem kinematisch mit dem Hubendschalter verbundenen, das Lastseil des Kranes gabelartig umgreifenden Schaltbügel, der vor der Auslegerkopfrolle schwenkbar am Auslegerkopf gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltbügel (4) an dem von seinem Anlenkpunkt an dem Auslegerkopf (1) abgewendeten Ende eine Schaltkurve aufweist oder über eine Koppelstange (13) mit einer solchen gelenkig verbunden ist, die mit dem Betätigungshebel (6) des Endschalters (7) zusammenarbeitet.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge-. kennzeichnet, daß der Schaltbügel (4) kardanisch aufgehängt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 612 985.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 619/193 9. 56

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