DEM0018895MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Juni 1953 Bekanntgemacht am 2. Februar 1956
DEUTSCH ES PATENTAMT
Die bekannten Rolläden,, vor allem diejenigen,
die aus waagerecht verlaufenden vollen Stabgliedern zusammengesetzt sind und zum völligen Abschluß
einer Tür- oder Fensteröffnuing od. dgl. dienen, weisen den Nachteil auf, daß durch das Aufrollen
auf einer an der oberen bzw. unteren Kante der zu verschließenden Öffnung angeordneten Walze die
einzelnen Stabglieder sich gegenseitig reiben, da die Rückseiten einer Lage auf die Vorderseiten der
ίο darunterliegenden Lage zu liegen kommen und so den Anstrich und die Oberfläche beschädigen. Die
Folgen sind ein ,mehr-oder weniger häßliches Aussehen
und ein frühzeitiger Verschleiß infolge Verrostens.
Dieser Nachteil soll gemäß der Erfindung dadurch behoben werden, daß auf der Rückseite der ,
Stabglieder ein nachgiebiger Überzug angeordnet ist. Der eirfindungsgemäße Überzug kann aus beliebigen
Stoffen, so z.B. aus Kunststoff, Kautschuk, aus Fasern, Vliesen, Geweben, Gewirken oder, ahnliehen
Stoffen, bestehen, und er kann verschiedene Formen annehmen, so z. B. die Fonri einer einheitlichen
und durchgehenden Schicht oder die Form von Bahnen oder Streifen od. dgl., ■ . ,
, 509 656/193
M 18895 V/37d
Die Anordnung" dieses Überzuges hat abier über den beschriebenen Vorteil hinaus noch weitere Vorteile
zur Folge, nämlich eine Erhöhung der Schalldämpfung und. der Wärmeisolierung. sowie eine
Herabsetzung der durch die gegenseitigen Bewegungen der Stabglieder bedingten Geräusche beim
Aufrollen, Abrollen und unter dem Einfluß des Windes.
' Der Überzug läßt sich in verschiedener Weise
' Der Überzug läßt sich in verschiedener Weise
ίο mit dem Rolladen verbinden. So kann man beispielsweise
den Überzug an jedem einzelnen Stabglied bei dessen Herstellung aufbringen und die
Stabglieder nachträglich miteinander verbinden; man kann aber auch jedes Stabgliedvnach der Montage
des Rolladens mit einer Überzugsschicht versehen, die das.. gesamte Glied nach einer Seite zu
abdeckt. Dieser Überzug läßt sich auf der gesamten Fläche des Stabgliedes mit diesem verbinden, z. B.
durch Schweißen, Kleben, durch Aufvulkanisieren oder in ähnlicher Weise.
Eine andere Art der Ausführung besteht darin,
daß mehrere die Stäbe vierbindende und senkrecht zu ihnen verlaufende Schutzstreifen angeordnet
werden. Es versteht sich, daß bei dieser vereinfachten Ausführung eine Schall- und Wärmeisolation
nicht erreicht wird, daß aber andererseits durch die Anordnung der erfindungsgemäßen Schutzstreifen
eine Zwischenlage zwischen den aufeinanderliegenden Gliedlagen des aufgerollten Ladens entsteht,
so daß. also eine Beeinträchtigung des Anstriches der Glieder oder ein Verkratzen dieser Glieder bzw.
das Entstehen von Druckstellen wirkungsvoll verhindert wird.
Man braucht nun keineswegs die Verbindung in der beschriebenen Weise so vorzunehmen, daß Überzug
und Stabrückseite auf der gesamten Fläche bzw. auf der gesamten ihnen gemeinsamen Fläche miteinander
fest verbunden sind, sondern es genügt bereits, wenn man den Überzug nur stellenweise
mit den Stäben verbindet, um die Lage zu sichern. So ist es im ersten Falle denkbar, z. B. die Schutzstreifen
oder aber auch irgendwelche Bahnen lediglich mit der Walze oder Welle zu verbinden, auf
welche der Rolladen aufgerollt wird, sie im übrigen aber frei herunterhängen zu lassen. Andererseits ist
es möglich, außerdem noch eine Verbindung zwischen Streifen bzw. Bahn einerseits und dem Rollladen
selbst andererseits an der Unterkante des Rolladens, d. h. am unteren freien Glied, vorzusehen.
Dazwischen können Verbindungen entweder jeweils
in Gliedmitte oder aber auch an jeweils einer Kante des' Gliedes vorgenommen sein; man
kann aber auch ein oder mehrere Glieder überspringen. Hieraus ergeben sich die 'verschiedenstem
Ausführungsfoirmen.
'. Die Verbindung selbst kann durch Niete oder auch durch punktgeschweißte Schellen oder Bänder
vorgenommen werden. Daneben ist es selbstverständlich möglich, die Verbindung -auf bereits erwähnte
Weise herzustellen. -
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele wiedergegeben, und zwar zeigen die
Abb. ι bis 4 verschiedene Ausführungen der Erfindung
im Vertikalschnitt durch einen Teil eines abgerollten Rolladens,
Abb. 5 eine Rückansicht eines Teiles des Rollladens.
Das Stabglied 10 nach Abb. 1 ist aus Blech gedrückt
und an seiner Rückseite 11 mit einer Schicht 12 aus elastischem, porösem, aufgespritztem oder
aufgestrichenem oder sonstwie aufgetragenem Schutzschichtwerkstoff versehen. Diese Schicht
dient außer zu den vorerwähnten Zwecken auch noch dazu, einen wirksamen Korrosionsschutz herbeizuführen.
Derartige Schichten sind als Korrosionsschutz und als akustische Dämpfungsschichten
bereits bekannt.
Das darunterliegende Glied 13 ist in gleicher
Weise hergestellt wie das Glied 10. Hierbei ist aber
eine besonders geformte, z. B. als Profil gespritzte Kunststoffschicht 14 durch Kleben mit dem Glied
verbunden, wobei die Stärke der Schicht sich über den Querschnittsverlauf des Stabgliedes hin nach
Maßgabe der verschiedenen Belastungen ändert.
Das untere Glied 15 schließlich ist mit einer
Schutzfolie 16 von einheitlicher Stärke ausgestattet.
Die Ausführungen gemäß den Abb. 2 bis 4 sind so, daß, wie Abb. 5 zeigt, an den einzelnen Stabgliedern
lj, und zwar an deren Rückseiten, bandförmige
Überzüge 18 und 19 vorgesehen sind, die verschiedene Breite aufweisen.
Abb. 2 läßt erkennen, daß das Band 18 am unteren Glied 20 durch Verwendung eines Klebmittels
21 auf größerer Fläche mit diesem verbunden
ist, während die Größe der Befestigungsfläche beim darübeirliegenden Glied 22 bereits geringer
ist und beim weiter oben liegenden Glied 23 sich nur auf eine noch geringere Breite erstreckt.
Bei der Ausführung gemäß Abb. 3 ist die Befestigung des Bandes 19 über eine in der Mitte des
unteren Stabgliedes 24 vorgesehene und mit ihm durch Punktschweißung verbundene Blechschelle 2 5
gesichert, während im übrigen* dieses Band über eine große Anzahl von Stabgliedern frei hinweggelegt
ist, so daß es deren Gelenkkanten 26 nur berührt und lediglich eine weitere Schelle 2 5 am
obersten Glied aufweist, wie dies aus Abb. 5 ersichtlich ist.
Abb. 4 zeigt die Befestigung des Schutzbandes durch Niete 27. Diese Befestigungsniete sind an
jedem zweiten Stabglied angeordnet.
Claims (7)
1. Rolladen, dadurch gekennzeichnet,1 daß auf
der Rückseite der Stabglieder ein nachgiebiger Überzug aus Kunststoff, Kautschuk, Fasern,
Vliesen, Geweben, Gewirken od. dgl. in Form einer oder mehrerer Schichten, Bahnen, Streifen
od. dgl. aufgetragen ist. ■ : ; :
2. Rolladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Überzug im wesentlichen auf der gesamten Fläche jedes Stabgliedes fest mit
diesem, n. B. durch Schweißen, Kleben, Vulkanisieren
od. dgl., verbunden ist.
3. Rolladen nach Anspruch 1, dadurch gekenn -
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M 18895 V/37d
zeichnet, daß die Stäbe durch mehrere senkrecht zu ihrer Längsrichtung verlaufende Schutzstreifen
verbunden sind.
4. Rolladen nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug mit den Stäben
stellenweise verbunden ist.
5. Rolladen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des
Überzuges bzw. Schutzstreifens mit den Stäben durch Niete, genietete oder punktgeschweißte
Schellen. od. dgl. erfolgt.
6. Rolladen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung in der Mittelachse der Stabglieder liegt.
7. Rolladen nach eimern der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug bzw.
■der Schutzstreifen ganz oder zum Teil aus Schaumstoffen besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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