DEN0004904MA - - Google Patents

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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 29. Dezember 1951 Bekanntgemacht am 17. November 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine weitere Verwendungsmöglichkeit des Verfahrens nachdem Patent 930 826.
Die Erfindung betrifft das selbsttätige Umhängen einer Anfangsreihe, die aus zwei Fäden abwechselnd eine Nadel um die andere zu Schleifen und dort, wo die Fäden nicht zu Schleifen gebildet sind, als flottliegende, die Nadelschleifen verbindende Fadenteile über die jeweils benachbarten Anfangsschleifen hinwegliegen. Eine solche Anfangsreihe setzt sich also aus zwei Teilreihen zusammen, die dann eine der vollen Maschenzahl entsprechende Anfangsreihe ergeben. Dadurch wird eine Anfangsreihe erzielt, die eine doppelte Festigkeit besitzt, eine gut geschlossene Verbindung des Doppelrandes und durch die durch diese Maschenbildung besonders groß zu erzielenden Anfangsschleifen eine große Dehnbarkeit ergibt, was ein einfaches und sicheres selbsttätiges Übertragen derselben auf die Stuhlnadeln ermöglicht.
Das Verfahren nach dem Hauptpatent bezieht sich auf das selbsttätige Umhängen des Doppelrandes auf der flachen Kulierwirkmaschine, bei welchem nur jede zweite Schleife der Anfangsreihe des Doppelrandes zum Schließen des Doppelrandes auf die Stuhlnadeln übertragen wird, und sieht vor, daß die zum Zweck der Einführung der Stuhlnadeln in die auf den Umhängenadeln hängenden Schleifen erforderliche Aufwärtsbewegung der Stuhlnadeln in der Höhenstellung unterbrochen wird, in welcher die Köpfe der Stuhlnadeln unter-
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halb vor den in den übcrgabckehlen der Umhänge-π.'κΙιΊιι befindlichen, zu übergebenden und oberhalb vor den niehl zu übergebenden Schleifen der Anfangsreihe stehen, und dall diese Stellung der Stulilnadeln so lange beibehalten wird, 1 >i> sich die Schleifen bis zu ihren linden, infolge der Vorwärtsbewegung des Umhängereehens in Riclitniii^ auf die Sluhhndcin, gegen die Shililnv'eln ein- und angelegt halien, worauf die Sluhlnadeln ihre Auf-H) wälzbewegung zum Kintreten in die Anfangsschleifen, in die Kulicrstellung gehend, wieder aufnehmen.
I >iese Verfahrensweise nach dem 1 Iauptpatent soll nun gemäß der Erfindung entsprechend den IS liierfür erforderliehen Funktionen zum selbsttätigen Uiiiliäng'':i einer au- zwei Faden abwechselnd eine Stuhlnadel um die andere zu Schleifen gebildeten Anfangsreihe mit je einer Schleife für jede Stuhlnadel zur Anwendung so kommen.
Fs wird daher zwecks Eintretens jeder Stuhlnadel in je eine über jeweils zwei Umhängcnadeln gehaltene Anfaugssclilcife die Aufwärtsbewegung der Sluhlnadeln aus der Absehlagstellung in die Kulier-Ä,r) stellung imterbroclien, wenn diese mit ihren Köpfen, in bezug auf die gegen die Stuhliiaileln in Bewegung xum Umhängen gesetzten Umhängenadeln, sich in solcher I lohe und hinter den Anfangsschleifen bel'inden, dall sich die Xadclschleifen der Anfangs-3 <> reihe, die verbunden mit der zweiten Maschenreihe nach der Unterkante der Umhängenadel zu liefen, sich noch an die Sluhlnadeln anlegen bzw. die Sluhlnadeln sich von hinten nach vorn in horizontaler Richtung in diese Schleifen einlegen, während die von zwei Unihäiigenadeln für jede Stuhlnadel gehaltenen und höher als die Nadelschleifen auf den Unihäugenadeln liegenden, die Nadelschleifen verbindenden Fadenteile über die Stuhlnadeln hinweggehen, worauf die Stuhlnadeln ihre Auf-4< > wälzbewegung in die Kulierstellung fortsetzen und in die Anfangsschlcifen eintreten, wonach dann die I 'mhängeiiadelu, aus der Stuhlnadelreihe herausbewegl, die Anfangsselilei fen wieder mit ihren I laken aufnehmen und so lange in denselben ver-Ί.Γ) bleiben, bis ein Stück Ware gebildet ist und danach die Umhängenadel bzw. die Doppelrandbarre von I land aus der Anfangsreihe entfernt wird.
I!ei einer ähnlichen bekannten Arbeitsweise, die ohne Unterbrechung der Aufwärtsbewegung der 5<> Sluhlnadeln oder ohne I löherlegen der Übergabekehle bei der Umhängenadel arbeitet, fehlt dadurch, (lal.l die Stulilnadeln schräg von hinten und unten in die Schleifen eintreten, die erforderliche Sicherheil, weil dadurch eine fast gleiche (ienauigkeit erforderlieh ist wie beim Eintreten der Stulilnadeln nur von unten in die Schleifen; dieses Verfahren ist demzufolge noch ungeeigneter zum Übertrafen χοή jeder Schleife im Sinne der Erfindung. Es ist bei diesen Bewegungen nicht, wie bei den Be-6» wcgungen nach der Erfindung, genügend Spielraum für die auftretenden Schwingungen beim Eauf der Maschine b/w. beim Bewegen der Teile, wie der \ Inihängcnadelbarrc u. dgl., vorhanden, und ebenso ist dabei nicht in genügendem Maße der Schräglage der Schleifen Rechnung getragen.
Die Durchführung des erfmdungsgemäßen Verfahrens erfordert eine besondere Gestaltung der zur Anwendung kommenden Umhängenadeln. Das Einlegen der Stuhlnadeln in waagerechter, also horizontaler oder nahezu waagerechter Richtung zur Bewegungsrichtung der Umhängenadeln unterhalb und oberhalb in die Schleifen der Anfangsreihe erfordert, daß die Übergabekchlen der Umhängenadeln in einer gewissen Höhe zur Unterkante derselben liegen, um genügend Spielraum für diesen Vorgang zur Verfügung zu haben. Desgleichen wird durch die höhere Lage der Übergabekehle, also durch das Mehr-nachobenliegen der Anfangsschleifen, die Schräglage derselben über die Nadelleilung verringert.
Eine solche Umhängenadel muß also die Anfangsschleife von der Übergabekehle aus schräg nach ihrer Unterkante zu in eine erforderliche Winkellage halten, die eine höhere Lage der Übergabekchle zur Unterkante notwendig macht, als es bei für solche Doppel randvorrichtungen bekannten Umhängenadeln der !"all ist.
Nach der Erfindung wird zur Durchführung des Verfahrens die Umhängenadel so gestaltet, dal,! ihre Oberkante vom Haken weg allmählich nach der Übergabekehle zu ansteigt, so daß ein leichtes Übergleiten der Anfangsselilei fen aus den Haken in die Übergabekehle erfolgen kann. Das Höhcrlegen der Übergabekchle wiederum bedingt, daß das 1 lakenende etwas höher oder mindestens so hoch liegt wie die Übergabekehle, damit nach dem Übergeben der Anfangsschleifen beim Herausgehen der Umhängenadeln aus der Stuhlnadelrcihe die Anfangsschleifen wieder mit in den !-laken gelangen. Um dadurch einen nicht zu langen und demzufolge leicht verbiegbaren Haken zu erhalten, ist derselbe am Beginn der ansteigenden Kante etwas nach oben gebogen, bevor das eigentliche Ilakenteil etwa um 450 nach der Übcrgabckehle zu gebogen ist, so daß damit trotz der erforderlichen !leihe des Uakenendes zur Übergabekehle das Hakenteil kurzgehalten werden kann.
Die Umhängenadeln bewegen sich zum Aufnehmen der Anfangsschleifen zweimal mit ihren Haken zwischen die Stuhlnadelreihe, und zwar kurz vor dem Abgleiten der Schleifen vom I'latinenschnabel. Das Bewegen der Umhängenadeln, insbesondere zum Aufnehmen der zweiten Schlcifenreihe in ihre Haken zwischen die Stuhlnadeln, erfolgt deshalb kurz vor dem Abgleiten der Schleifen vom Platinenschnabel, ela zu diesem Zeitpunkt die bis dahin schon auf den Stuhlnadeln und im Haken der Umhängenadeln gespannt abgezogene Schleifen der ersten Reihe innerhalb des Stuhlnadclhakens eingeschlossen liegen. Dadurch können beim Lockerlassen der Schleifen durch die Haken der Umhängenadeln beim Bewegen gegen die Stuhlnadeln diese weder aus den Stuhlnadelhaken noch, begünstigt durch den großen Zwischenraum vom Haken bis Übergabekehle der Umhängenadel, aus der Kehle herausgehen, so daß diese Schleifen wieder mit den
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Schleifen der zweiten Teilreihe beim Nach-untengehen der Stuhlnadeln in die Abschlagstellung in die Haken der Umhängenadeln gezogen werden.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung, in \velcher ein Ausfülirungsbeispiel dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt
Fig. ι die Schleifen der Anfangsreihe in den
Umhängenadeln eingehängt und mit der folgenden Reihe auf den Stuhlnadeln hängend in Draufsicht,
ίο Fig. 2 das Aufnehmen der zweiten Teilreihe der Anfangsreihe von den Umhängenadeln,
Fig. 3 die erfmdungsgemäße Ausführungsform der Umhängenadeln in Seitenansicht,
Fig. 4 die übliche Lage der Schleifen der Anfangsreihe eines Doppelrandes mit einigen folgenden Maschenreihen vor dem Übertragen auf die Stuhlnadeln in Draufsicht,
Fig. 5 im Schnitt der Fig. 4 in Richtung A-A in Seitenansicht den Beginn der Arbeitsweise nach der Erfindung,
Fig. 6 die Lage der Anfangsschleifen mit einigen folgenden Maschenreihen beim Übertragen derselben nach der Erfindung in Draufsicht, Fig. 7 im Schnitt der Fig. 6 in Richtung B-B in Seitenansicht,
Fig. 8 die wesentlichsten Teile einer Vorrichtung in der flachen Kulierwirkmaschine zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung in Seitenansicht, Fig. 9 in Seitenansicht das Verbleiben der Umhängenadeln nach dem Übertragen der Anfangsreihe in derselben.
Die Anfangsreihe zum selbsttätigen Übertragen zwecks Bildens des Doppelrandes bei Strümpfen nach der Erfindung besteht gemäß Fig. 1 aus zwei Teilreihen α und b. Der Faden der Teilreihe α ist eine Stuhlnadel um die andere 3„, 3C, Ze usw. zu Nadelschleifen b2 und bei den Stuhlnadeln 3ft, 3rf, 3; usw. nicht zu Nadelschleifen, sondern zu flottliegenden Fadenhenkelteilen α1 gebildet. Bei der Teilreihe b ist der Faden von den Stuhlnadeln 36, 3rf, 3f usw. zu Nadelschleifen α2 und bei den Stuhlnadeln 3a, 3C, 3e usw. zu flottliegenden Fadenteilen ¥ gebildet. In die so gebildete Anfangsreihe a, b hängen sich die Schleifen bzw. Maschen der zweiten Reihe c ein. Die Fig. 1 zeigt die eingehängte Lage dieser Schleifen der Anfangsreihe a, b in den Umhängenadeln 2. Auf jeder Umhängenadel 2 hängt je eine Hälfte der Schleifen α1 der Teilreihe α und der Schleifen b1 der Teilreihe b, so daß dadurch über jeden Zwischenraum der Umhängenadeln 2 wieder ein flottes Fadenteil bzw. Henkelteil a1, b1 liegt. Ein solches Henkelteil a1 oder b1 und die Nadelschleife α2 oder b2 ergeben somit für jede Stuhlnadel eine Schleife über zwei Umhängenadeln 2, in deren Raum die Stuhlnadel eintreten kann.
Das Aufnehmen der Schleifen der beiden Teilreihen a, b in die Haken 2C der Umhängenadeln 2 erfordert, daß dieselben zweimal die Aufnahmebewegung ausführen. Diese Aufnahmebe\vegung für die zweite Teilreihe b ist in Fig. 2 dargestellt. Um zu vermeiden, daß beim Aufnehmen der Teilreihe b die bereits in den Haken 2C der Umhängenadeln 2 hängenden Schleifen a1 aus diesen Haken und die auf den Stuhlnadeln 3 der ersten Teilreihe a aufgenommenen Schleifen b2 aus den Haken der Stuhlnadeln 3 herausgehen können, erfolgt diese Bewegung der Umhängenadeln 2 zu dem Zeitpunkt, wenn die Stuhlnadeln 3 mit ihrem Haken so tief stehen, daß die Nadelschleifen b2 schon genügend im Haken derselben eingeschlossen sind. Das ist die Stellung der Stuhlnadeln 3 und Platinen 5, wenn die Schleifen der Teilreihe b sich kurz vor dem Abgleiten vom Platinenschnabel befinden (Fig. 2). Dabei wird die Umhängenadel 2 in einer schnellen und kurzen Bewegung nur so weit zwischen die Stuhlnadeln gebracht, daß ihre Haken 2C noch die Schleifen b1 aufnehmen, während die Flenkelschleifen a1 vor den Stuhlnadeln 3fc, 3d, 3f usw. eingeschlossen liegen, und ferner dadurch, daß vom Haken 2C bis zur Übergabekehle 2a ein genügender Zwischenraum vorhanden ist und die Schleifen dieser ersten Teilreihe α in diesem Raum in ihrer Lage gehalten werden, bis dieselben bei der sofort anschließenden Abschlagbewegung der Stuhlnadeln 3 zusammen mit den Schleifen b1 der Teilreiihe b in den Haken 2C der Umhängeiniadeln gezogen und gespannt zu den Stuhlnadeln 3 gehalten werden.
Hierauf folgt nun das Bilden der Doppelrand-Maschenreihen in üblicher Weise, bis das Übertragen der Anfangsreihe erfolgt. Durch das Abziehen der Doppelrandware mittels des Doppelrandstabes wird diese in ein oberes Warenteil 0 und ein unteres Warenteil U gefaltet, und die Schleifen der Anfangsreibe a, b werden infolge der allmählichen Steigung der Oberkante 2h der Umhängenadeln 2 in deren Übergabekehle 2a gezogen.
Auf den in der Barre 1 des Umhängerechens befestigten Umhängenadeln 2 hängen die Schleifen der beiden Teilreihen α und b der Anfangsreihe ioo des Warenstückes. Zwischen den Umhängenadeln 2 befinden sich (in den in den Fig. 4 und 6 dargestellten Arbeitsstellungen) die Stuhlnadeln 3. Um das Übertragen zu bewirken, müssen die Stuhlnadeln 3 in den Raum eintreten, der von den Schleifen a1 und a2 der Teilreihe α und von den Schleifen b1 und b2 der Teilreihe b der Anfangsreihe begrenzt ist.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind durch den Zug der Ware, insbesondere in ihren Seitenteilen, die Anfangsschleifen gegenüber der Richtung der Umhängenadeln schräg über deren Zwischenräume gezogen. Dadurch ist aber das sichere Einführen der Stuhlnadeln von unten in den durch die Schleife gesperrten Raum nicht gegeben, wie dies als Beispiel die Stellung der Stuhlnadeln 3V. (Fig. 4) zeigt.
Gemäß der Erfindung werden nun in Übereinstimmung mit der Bewegung der Umhängenadeln 2 die Stuhlnadeln 3 in ihrer Aufwärtsbewegung so lange in der Stellung angehalten, in welcher sich deren Nadelköpfe 3« (Fig. 5) unterhalb und hinter der Übergabekehle 2„ der Umhängenadeln 2 und eier Henkel schleifen α1, b1 und oberhalb der Schleifen a2, b2 und hinter diesen befinden. Die horizontale Bewegung der Stuhlnadeln 3 wird während der Zeit der erfmdungsgemäßen Unterbrechung der
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vertikalen Bewegung der Stuhlnadeln nicht unterbrochen.
Während dieser Ruhestellung der Stulilnadeln 3 haben sich die Unihängenadeln 2 in Pfeilrichtung (''"'Κ·5) S() weil gegen die Stuhlnadeln 3 bewegt, daß sich die Stuhlnadeln in horizontaler Richtung in und an die Schleifen a- undb- legen (Fig. 7, ausgezogene Stellung der Stulilnadeln 3), wodurch, wie besonders aus Fig. 6 ersichtlich, ein sicheres Eintreten der Stuhlnadehi 3 in jede Schleife der Anfangsreihe erreicht wird. Hierauf setzen die Stulilnadeln 3 ihre Aufwärtsbewegung vorerst noch etwas verlangsam! fort, bis beim Erreichen der gestrichelt gezeichneten Stellung der Stulilnadeln 3 (l'ig-7) diese durch die Henkelschleifen α1, bx hindurchgetreten sind, worauf sich dann die Umhängcnadcln 2 in kurzer Bewegung aus der Stuhlnadelreihe herausbewegen, und danach gehen auch die Stuhlnadeln 3 mit beschleunigter Bewegung nach oben in die Kulierstellung. Dadurch, daß die I 'mhängenadeln 2 bzw. deren Harre nur eine einfache horizontale Bewegung ausführen, kommen die auf die Stulilnadeln übertragenen Schleifen der Anfangsreihe a, b wieder mit in den Haken 2(. der Umhängenadeln 2. Damit auch alle Schleifen der Anfangsreihe wieder sicher in alle Haken der Umhiingenadeln 2 gelangen, um ein Verziehen einzelner Schleifen zu vermeiden, ist der Haken 2C mit seinem freien linde höher als die Übcrgabekehle 2„. In einer jeden Schleife r/1, a- und ΙΛ, b- befinden sich JiIso nach dein tibertragen derselben eine Stuhlnadel und zwei Umhängenadeln während des Maschenbildungsvorganges der den Doppelrand verbindenden Maschenreihe (Fig. 9), was aber dadurch, daß diese Schleifen besonders groß gebildet werden können, und ferner, daß die Umhängenadeln 2 am Ilakenansatz sehr schmal gehalten werden können, ohne Schwierigkeiten möglich ist. Nachdem diese Reihe gebildet ist, verbleiben die I'mhängenadeln allein, wie bei anderen Verfahren bekann), noch so lange in den Anfangsschleifen, bis ein Stück' der Strumpflängenware gebildet ist, worauf dann die Umhängenadeln 2 bzw. deren Barren von Hand während des Arbcitens der Maschine ausgehängt werden.
Die Bewegungsrichtung mit unterbrochener Aufwärlsbewegung der Stuhlnadeln 3 beim Übertragen zeigl die gestrichelt gezeichnete Linie .r in Fig. 5 an. Fs liegl aber auch gleichzeitig im Bereich der Erfindung, und was bei höherliegender Übergabe-Kehle möglich ist. an Stelle einer unterbrochenen Aufwärlsbewegung eine langsamere, ansteigende Aufwärlsbewegung zu setzen, die ungefähr parallel zur ansteigenden Kante 2,, der Umhängenadeln 2 verläuft, wie es die gestrichelte Linie ν in Fig. 5 darslelll.
Die Form der Umhängenadeln 2 gestaltet sich entsprechend der Verfahrensweise gemäß Fig. 2 wie folgt: Für den Übertragungsvorgang der Anfangsreilie muß die Übcrgabekehle 2U in einem größeren Abstand zur Unterkante der Umhängenadel 2 liegen als bei den bekannten Formen für ähnliche Arbeitsweisen, damit ein genügender Spielraum in der Höhenstellung der Stuhlnadeln beim Ein- und Anlegen derselben unterhalb der Henkelschleifen a1, bx und oberhalb der bis zur Unterkante gehenden Nadelschlcifen α2, b2 gegeben ist. Diese Ausführung bedingt, daß das Hakenende etwas höher als die Übergabckehle 2„ liegt (Fig. 3), damit nach dem Übertragen der Anfangsschleifen beim Herausgehen der Umhängenadeln 2 aus der Stuhlnadelreihe die Anfangsschleifen wieder mit in den Haken 2C gelangen. Um dadurch einen nicht zu langen und demzufolge leicht verbiegbaren Haken zu erhalten, ist derselbe am Beginn der ansteigenden Kante bei 2f etwas nach oben gebogen, bevor das eigentliche Hakenteil 2C etwa um 450 nach der Ubergabekehle 2„ zu gebogen ist, so daß damit, trotz der erforderlichen Ilakenlage des Hakenendes zur Ubergabekehle 2„, das Hakenteil 2t verhältnismäßig kurzgehalten werden kann (Fig. 3).
Das Bilden der Teilreihen α und b, jede für sich in einem Maschenbildungsvorgang zu Nadelschleifen α2 und b2 nur auf jeder zweiten Stuhlnadel 3 (Fig. 1), kann mit an sich bekannten Vorrichtungen bzw. Mitteln, z. B. Abpreßwerkzeugen, die beim Bilden jeder Teilreihe α au Teilreihe b wechselnd von jeder zweiten Stuhlnadel 3 die Schleife a1, b1 abwerfen, also diese nicht in den Stuhlnadelhaken gelangen lassen, bewerkstelligt \verden.
In der in Fig. 8 dargestellten Vorrichtung sind die Mittel zur Ausführung des Verfahrens, durch welche die Stuhlnadehi 3 und die Umhängenadeln 2 bewegt werden, dargestellt. Die Umhängenadeln 2 sind in der Barre 1 befestigt. Diese Barre 1 wird von an beiden Seiten angebrachten Teilen T1, in Gleitsteinen 18 beiderseits der Fontur so gehalten, daß diese jederzeit von Hand herausgenommen werden können, wie es schon bei ähnlichen Vorrichtungen bekannt ist. Diese Gleitsteine 18 werden mittels Führungsstücken i8„ auf Gleitschienen 9 horizontal gegen die Stuhlnadeln 3 durch ein Schubgestänge 7, 8, 8„, ga und von den Stuhlnadeln 3 weg durch eine durch Gewichtszug betätigte Abzugswelle 19,,, von der aus Abzugsbänder 19 an den Gleitschienen 18 befestigt sind, bewegt. Die Stuhlnadeln 3 sind in der Barre 11 befestigt und werden mittels des Hubgestänges 11„ vertikal bewegt.
Das Schubgestänge 7, 8, 8„, ga wird durch den auf der Exzenterwelle 12 befestigten Exzenter 13 mittels der Rolle 14 bewegt. Auf der gleichen Welle 12 befindet sich der normale Arbeitsexzenter 15 für die Nadelbarren (mit dem dazugehörigen Deckexzenter), der über die Rolle 16 das Hubgestänge iia betätigt. Außer dem Arbeitsexzenter 15 ist auf der Welle 12 noch der erfindungsgemäß ausgebildete Hilfsexzenter 17 angebracht, der über die ebenfalls an dem Hebel n„ befindliche zweite Rolle i6„ auf dem Hubgestänge ii„ so wirkt, daß den Stuhlnadehi 3 eine andere Bewegung erteilt wird. Diese Bewegung, die während des Umhängens des Doppelrandes benötigt wird und auch für die Aufnahmebewegung mit verwendet werden kann, wird im übrigen durch Versetzen der Rolle i6(J auf und von dem Hilfsexzenter 17 ein- und ausgeschaltet.
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Das Bewegen der Umhängenadeln 2 beim Aufnehmen der Anfangsreihe und beim Ubergabevorgang in dem Raum zwischen dem Abschlagkamm 6 und den Platinen 5 erfordert, daß entsprechend der Höhe der Umhängenadeln 2 · der Abschlagkamm bzw. dessen Barre 6 gesenkt oder die vertikale Bewegung beim Abschlagvorgang nicht ausgeführt wird, so daß eine größere Abwärtsbewegung der Stuhlnadeln 3 bzw. der Nadelbarre 11 notwendig ist. Um diese Bewegung der Nadelbarre 11 zu bewerkstelligen, wird die Rolle i6„ auf den Hilfsexzeiiter 17 gebracht, so daß sie auf diesem abrollt. Der Exzenter 17 ist so geformt, daß er bei Rotation der Welle 12 in Pfeilrichtung den Hebel na über die Rolle i6a höher anhebt, als die Rolle 16 von ihrem Arbeitsexzenter 15 angehoben wird. Wie aus Fig. 8 ersichtlich, liegt der höchste Punkt I7a der Kurve des Exzenters 17, der dem Abschlagpunkt entspricht, höher als dieser Punkt T5& des normalen Arbeitsexzenters. Nachdem der Punkt i7a erreicht ist und damit die Nadelbarre 11 ihren tiefsten Punkt während des Arbeitsvorganges erreicht hat, wird durch geeignete Formgebung des nun folgend abrollenden Kurventeils oder Rundlauf teils 17^ des. Exzenters 17 bewirkt, daß die Nadelbarre 11 zunächst bis zu der in Fig. 4 und 5 dargestellten Arbeitsstellung ansteigt, in dieser Stellung verbleibt bzw. verlangsamt ansteigt, bis
■ die Arbeitsstellung entsprechend Fig. 6 und 7 erreicht ist. In dieser Arbeitsstellung werden die Stuhlnädeln 3 in die Anfangsschleifen der Teilreihen a, b der Anfangsreihe des Warenstückes eingelegt. Nachdem dies erfolgt ist, gehen die Stuhlnadeln 3 durch Formgebung der Kurve von dem Punkt i7c nach Punkt 17^ des Exzenters 17 wieder weiter und schneller aufwärts.
Diese weitere Aufwärtsbewegung ist zweckmäßig nicht gleichförmig, sondern zunächst verzögert und dann beschleunigt, damit genügend Zeit zur Verfügung steht, um die Umhängenadel 2 aus der Stuhlnadelreihe mit Sicherheit herausführen zu können und trotzdem rechtzeitig die normale Arbeitskulierstellung zu erreichen. In dieser Stellung wird dann die Stuhlnadelreihe 3 durch Ablauf der Rolle 16 auf den normalen Arbeitsexzenter 15 in bekannter Weise betätigt. Die Rolle i6a wird wieder zurückverschoben, so daß sie nicht mehr auf den Hilfsexzenter 17 aufläuft. Das Einwirken der Rolle i6a auf den Hilfsexzenter 17 kann so lange beibehalten werden, solange der Abschlagkamm 6 gesenkt bleiben muß.
Das Schubgestänge 7, 8, 8e, ga für die Betätigung des Umhängerechens 1 wird mittels der Exzenter 13 und I3a in Richtung gegen die Stuhlnadeln 3 und in entgegengesetzter Richtung durch die Zugfeder 19 bewegt. Diese Rückwärtsbewegung wird durch die Anschlagschraube 20 an dem Riegel 21 begrenzt, in welcher das Schubgestänge in Ruhestellung verbleibt, wobei die Rolle 14 über und seitlich der Exzenter 13, i3a bzw. deren Rundlaufteils liegt.
Angeordnet sind die beiden Exzenter, der Aufnahmeexzenter i3a und der Übergabeexzenter 13, nebeneinander, so daß beispielsweise deren Laufrolle 14 um eine Exzenterbreite seitlich verschoben auf den Exzenter i3a und um zwei Exzenterbreiten verschoben auf den Exzenter 13 gebracht wird. Die Bewegung zum Aufnehmen der Schleifen der Anfangsreihe a, b durch die Umhängenadeln 2 erfolgt nun so, daß die Rolle 14 auf den Exzenter I3(( gebracht und durch dessen Anstieg das Schubgestänge aus seiner ausgelegten Stellung (Ruhestellung, Fig. 8 gestrichelt gezeichnetes Hebelteil 8ß), bei der auch die Gleitsteine 18, i8a durch die Abzugsbänder 19 an dem Schubstück ga anliegen, entsprechend dem Anstieg auf den Exzenter i3a gegen und zwischen die Stuhlnadeln 3 bewegt wird. Nachdem die Schleifen a1 der Teilreihe a in die Umhängenadeln 2 aufgenommen sind, bewegt sich das Schubgestänge infolge des Ablaufes der Rolle 14 auf dem Exzenter 13,, in die Ausgangsstellung (Ruhestellung) zurück, und der Abzug für die Umhängerechen 1 wird von den Abzugsbändern 19 und deren Welle 19,, bewirkt. Die Rolle 14 wird auch beim Bilden der zweiten Teilreihe b im Bereich des Exzenters i3a belassen, so daß das Schubgestänge 7, 8, 80, ga den Umhängerechen zum Aufnehmen der Schleifen b1 nochmals gegen die Stuhlnadeln 3 bewegt. Hierauf wird die Rolle 14 wieder zurück, also aus dem Bereich des Exzenters I3a, und damit das Schubgestänge in ausgelegte Stellung gebracht.
Wenn so viel Doppelrandware gebildet ist, daß die Gleitsteine 18 bzw. deren Führungsstücke i8„ an das im ausgelegten Zustand befindliche Schubstück 9a antreffen, wird der Abzug der Ware nicht mehr von den Umhängerechen 1 ausgeführt, sondern von der Warenrolle 22a bzw. den an ihr angebrachten Abzugsbändern 22 bzw. mittels der in ihren Haken eingehängten Doppelrandstäbe übernommen.
Beim Übertragen der Anfangsreihe a, b auf die Stuhlnadeln 3 wird die Rolle 14 um zwei Exzenterbreiten seitlich auf den Übergabeexzenter 13 verschoben, auf dem diese nur eine Umdrehung einwirkt. Die Form und die Einstellung des Übergabeexzenters 13 zum Hilfsexzenter 17 der Nadelbarre muß entsprechend dem erfindungsgemäßen Zusammenarbeiten dieser Teile sein. Nach dem Übertragen verbleiben die Umhängerechen 1 in den Schleifen der Anfangsreihe, und die weiter zu arbeitende Ware wie auch der Umhängerechen 1 werden bis zum Aushängen desselben von Hand während des Arbeitens der Maschine von den beiden Abzugsvorrichtungen 22, 22(( und 19, 19^ abgezogen.
Ähnliche Vorrichtungen sind bekannt und werden teilweise infolge ihrer Einfachheit mit der Erfindung zum Übertragen von Schleifen auf jede Stuhlnadel kombiniert bzw. in Anwendung gebracht.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zum selbsttätigen Umhängen des Doppelrandes von Strümpfen auf der flachen ' Kulierwirkmaschine nach Patent 930 826, dadurch gekennzeichnet, daß beim selbsttätigen
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    Umhängen einer aus zwei Fäden abwechselnd eine Stuhlnadel um die andere zu Schleifen gebildeten Anfangsreihe mit je einer Schleife für jede Stuhlnadel zwecks Eintretens jeder Stuhlnadel in je eine über jeweils zwei Umhängcnadehi gehaltene Anfangsschleife die Aufwärtsbewegung der Stuhlnadelii aus der Abschlagstellung in die Kulierstellung unterbrochen wird, wenn diese mit ihren Köpfen, in bezug auf die gegen die Stuhlnadeln in Bewegung zum Umhängen gesetzten Umliängenadeln, sich in solcher Höhe und hinter den Anfangsschleifen belmden, daß sich die Nadelschleifen der Anfangsreihe, die verbunden mit der zweiten Maschenreihe nach der Unterkante der Umhängenadeln zu liegen, sich noch an die Stuhlnadelii anlegen bzw. die Stuhlnadeln sich von hinten nach vorn in horizontaler Richtung in diese Schleifen einlegen, während die von zwei Umhängenadeln für jede Stuhlnadel gehaltenen und höher als die Nadelschleifen auf den Umhängenadeln liegenden, die Nadclschlcifen verbindenden Fadenteile über die Stuhlnadeln hinweggehen, worauf die Stuhlnadeln ihre Aufwärtsbewegung in die Kulierstellung fortsetzen und in die Anfangsschlcifen eintreten, wonach die Umhängenadeln, aus der Stuhluadelreihe hcrausbewegt, die Anfangsschlcifen wieder mit ihren Haken aufnehmen und so lange in denselben verbleiben, bis sie von Hand daraus entfernt werden.
  2. 2. Umhängenadel zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Oberkante vom Haken weg allmählich ansteigt, derart, daß die Übergabekehle in einem größeren Abstand vom Haken und tiefer als das Hakenende liegt.
  3. 3. Umhängenadel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Haken am Beginn der ansteigenden Kante etwas nach oben gebogen ist, l)evor das eigentliche Hakenteil nach der Übergabekehle zu gebogen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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