DEN0005766MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 7. Juli 1952 Bekanntgemacht am 26. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei Bildaufnahmen mit Röntgen- oder Gammastrahlen
werden die'zur Verstärkung der ■Strahlungswirkung
auf den Film als Fluoreszenzsubstanz benutzten folienartigen Schirme aus Calciumwolframat
mehr und mehr durch dünne Bleifolien ersetzt. Die Verwendung dieser Bleifolienberuht
auf der Erkenntnis, daß die Röntgen- und Gammastrahlen aus dem Blei Elektronen auslösen, die zusammen
mit den Strahlen die Filmschwärzung hervorrufen. Dabei entfällt die bei Verwendung
von Verstärkerfolien aus Caleiumwolframat auftretende Streuung des Folienlichtes, wodurch besondere
scharfe Aufnahmen entstehen, die eine bessere Fehlererkennbarkeit gewährleisten.
In der Praxis, insbesondere der industriellen Werkstoffprüfung, erfolgte die Handhabung der
als Folien ausgebildeten Calciumwolframatschirme in der Weise, daß sie vor der Aufnahme mit dem
damit beidseitig abzudeckenden Film in Metalloder Gummikassetten eingelegt wurden. Die Einlage
mußte wegen der Lichtempfindlichkeit des Films in der Dunkelkammer erfolgen, wobei die
Filme erst aus lichtdichten Vorratspacks zu entnehmen
und sodann beidseitig mit den Schirmfolien zu belegen waren. Da nur völlig plan an den
Filmen liegende Schirmfolien der genannten Art einwandfreie Aufnahmen gewährleisteten, waren
die Metallkassetten mit einer besonderen Andrück-
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vorrichtung versehen, die Gummikassetten hingegen
wurden luftleer gepumpt. Dieses Verfahren der Einlage neuer Filme vor jeder Aufnahme erforderte
also eine Reihe von Arbeitsgängen, um aufnahmebereite Filmkassetten zu erhalten. Dabei
ließ es sich nicht immer sicher verhindern, daß bei der Einlage:, insbesondere in dler industriellen
Werkstoffprüfung, Fremdkörper (z. B. Staubteilchen) mit in die Kassette gerieten, wodurch die
ίο Güte der Aufnahmen häufig beeinträchtig wurde.
Das vermehrte Aufkommen von an Stelle der
Calciumwolframatschirmfolien benutzten Bleifolien hat an dem zuvor beschriebenen Verfahren nichts
Wesentliches geändert. Es erfolgt also weiter das geschilderte umständliche Einlegen der Filme und
Folien in die Kassette. Lediglich bei Gummikassetten unterläßt man neuerdings manchmal das
Luftleerpumpen.
Die Erfindung beruht auf der Einsicht, daß die eigentümliche Verstärkerwirkung der Bleifolien
die Benutzung besonderer Kassetten jeder Art dann überhaupt entbehrlich macht, wenn von vornherein eine fabrikmäßigeFertigpackung eines jeden
- Films mit Bleifolien in einzelnen Papiertaschen erfolgt, Es ist bekannt, Röntgenfilme in lichtundurchlässigem Papier aufnahmebereit fabrikmäßig
zu verpacken. Daher geht die vorliegende Erfindung aus von einer Filmpackung für die
Herstellung photographischer Aufnahmen mit Röntgen- oder Gammastrahlen, bestehend aus
einem für Röntgen- oder Gammastrahlen empfindlichen Film und einer lichtdichten Umhüllung aus
Papier oder ähnlichem Werkstoff. Sie besteht darin, daß in einer solchen Filmpackung eine mögliehst
dünne Verstärkerfolie aus Blei oder anderen geeigneten Schwermetallen vorgesehen ist, die mit
der Schichtseite des Films in Kontakt steht. Dabei können die Bleifolien in dünnstmöglicher
Stärke verwendet werden. Es können sogar', wenn die Papiertaschen aus bleikaschiertem Material
bestehen, die beidseitigen Verstärkungsfolien gänzlich fortgelassen werden. In dieser Form ist der
Film ohne weitere Vorbereitung sofort aufnähmebereit. Er wird; unverändert nach der Aufnahme
,zur Entwicklung gebracht, wobei die kassettenmäßige Verpackung entfernt und weggetan werden
kann.
Dieser Vorschlag bricht mit einem in der Praxis üblichen umständlichen Verfahren und vereinfacht
es in außerordentlicher Weise. Gegenüber der bisherigen . Handhabung bieten sich folgende ohne
weiteres für sich sprechende Vorteile: Die An- *. Schaffung teuerer Kassetten entfällt. Eine umständliche
und zeitraubende Einlage der mit Blei- ' folien versehenen Filme in die Kassetten in der ,^55
Dunkelkammer bleibt erspart. Die Filme sind aus dem Lieferpack heraus an der AufnahimeiStelle
sofort aufnahmebereit. Eine Verunreinigung des Aufniahmematerials bis zum Entwicklerbad ist
sicher ausgeschlossen. Die Filme können in bisher unerreichter Anpassungsfähigkeit leicht ohne jede
Veränderung an jedes beliebige Aufnahmeobjekt herangebracht werden.
In Beträcht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 743 805;
Eggert-Gajewski, »Einführung in die technische Röntgenphotographie«, 1945, S. 91, Abs. 4.
Deutsche Patentschrift Nr. 743 805;
Eggert-Gajewski, »Einführung in die technische Röntgenphotographie«, 1945, S. 91, Abs. 4.
Claims (2)
1. Filmpackung für die Herstellung photographischer
Aufnahmen mit Röntgen- oder Gammastrahlen, bestehend aus einem für Röntgen- oder Gammastrahlen empfindlichen
Film und einer lichtdichten Umhüllung aus Papier oder ähnlichem Werkstoff, gekennzeichnet
durch möglichst dünne Verstärkungsfolien aus Blei oder aus anderen geeigneten
Schwermetallen, die mit den Schichtseiten des Films in Kontakt stehen.
2. Filmpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtdichte Umhüllung
innenseitig mit dem Verstärkermaterial, insbesondere Blei, kaschiert ist.
© 609 576/269 7. 96
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