DEN0007545MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 29. Juli 1953 Bekanntgemacht am 24. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Lagerung von Silierfutter. Bei der Lagerung
von Silierfutter ist man immer bestrebt, die Futtermasse möglichst luftdicht abzuschließen. Wenn
dazu oberirdische, abschließbare Silos üblicher , Bauart benutzt werden, wird der Nachteil empfunden,
daß die aus dem Silierfutter austretende . Feuchtigkeit an der Innenseite der verhältnismäßig
kalten Silowand kondensiert, wodurch die äußerste ίο Schicht der Futtermasse feucht wird und verfault,
was Futterverluste mit sich bringt. Zwar kann man diesen Nachteil dadurch beheben, daß ein
dickwandiger oder ein unterirdischer Silo benutzt wird, aber diese Lösungen sind kostspielig und
deshalb wenig einladend. Will man dickwandige, kostspielige Silos vermeiden, so ist noch die
Schwierigkeit zu lösen, daß die Futtermassen bei der Silierung stets Luft ansaugen, und zwar durch
Unterdruck, der entsteht, wenn die Futtermasse abkühlt, oder durch Luftdruckschwankungen. Diese
bedeutet, daß Sauerstoff in die Futtermasse eindringt, wodurch Fäulnis auftritt.
Es wurde schon vorgeschlagen, die Futtermasee ■mit einer schmiegsamen Zwischenlage zu überdecken..
Diese Überdeckung kann aber nicht verhindern, daß bei Unterdruck in der Futtermasse
Luft und damit Sauerstoff angesaugt wird.
Die Erfindung bezweckt die wirtschaftlich günstige Lagerung von Silierfutter und will dabei
die Verfaulungsgefahr der äußersten Schicht der
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N 7545 IVa/53 g
Futtermasse ausschließen oder wenigstens auf ein Minimum beschränken und die Schwierigkeit des
nie zu vermeidenden Ansaugens von Außenluft durch Umsetzung des Sauerstoffes in Kohlensäure
aufheben.
Dazu wird dasi Siiierftutter, gemäß der Erfindung
zu einem. Haufen geschichtet und mit wenigstens zwei Schichiteni abgedichtet, die je aus einander
überlappenden Bahnern biegbaren und luftdichtem
ίο Materials beistehen und zwischen diesen Schichten
angeordnetem Material!, in welchem sauerstoffzehrende
Zeirsetzungsprozesse verlaufen, wie Erde, Stalldünger oder einem anderem, genügend feuchten
Material.
Zur Erläuterung1 der Erfindung mögen folgende
Außführungsbeispiele dienen.:
B e i s ρ i e 1 ι
Gnasi wird mit Hilfe eimer Quetschmaschine gequetscht,
wobei: oder worauf erwünschtenfaills dem
Grase ein SiiMeirhilfsstoii zugesetzt wird. Das>
in dieser Weise vorbearbeitete Gras wird in einem länglichem Haufen auf dem mit Kunistharzbahnen
bedecktem Boden gelegt und genügend: festgetretein:, damit eini Nadhisiinken möglichst vermieden wird.
Quer über den Haufen werden; einander überlappende Kunsthairzbahnem gelegt und auf diese
eine aus Erde, Rasenplaggen, Stalldünger oder Mülilkompoist bestehende Schiiaht, deren .Material
Sauerstoff in Kohlensäure umsetzen kann,. Anschließend werden über dieses·Material in analoger
Weise einander überlappende Kunstharzbahnen angeordnet, die schließlich mit ein wenig Erde
abgedeckt werden. Der in dieser Weise abgedeckte Haufen Silierfutter ist genügend isoliert, uim
innere Kondensation sowie die daraus erwachsende Verfaulungsgiefahir z,ui vermeiden. Auch bewirkt die
zwischen den Kunstharzbahnen eingeschlossene Erdenschicht oder das Material, das eine ähnliche
Wirkung hat, die Umsetzung des in dem Silierfutter vorhandenen und von außen . her zutretenden
Sauerstoff Si im Kohlensäure, so daß kein Sauerstoff
zu: dem gelagertem Futter gelängen kann.
B e i s ρ i e 1 2 .,.
Vorgetrocknetes. Gra© wird in einem· länglichen
Haufen in Schichten angeordnet, die gut festgetreten werden. Der längliche Haufen wird
schließlich querüber, mit Bahnen oder Decken aus Kunstharz , abgedeckt. Auf der Abdeckung wird
eine StailldüngersÄicht gepflastert, auf der wiederum'
Bahnen oder Decken aus Kunstharz, angeordnet werden, die, nachdem sie mit Erde oder Stalldünger
festgedirückt worden sind, mit einer Erdenischicht bedeckt werden, damit die Futtermasse
möglichst stark zusammengepreßt wird.
Das Verfahren; bietet den Vorteil, daß es ohne Anwendung eines Silos ausgeführt werden kann
und daß die äußerste Schicht der Fuittermasise nicht durch Verfaulungserscheinungen verlorengebt.
Weiter ergibt das Verfahren! eine Arbeitserspairnis,
insbesondere wenn der Haufen gelagertem Futters nach und nach verbraucht wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Lagerung von Silierfutter, bei welchem dials zu Haufen' geschichtete Futter durch ■ biegsames», luftundurchlässiges. Material abgedeckt ist, dadurch gekennzeichnet; daß das Futter gegenüber der Außenluft mit wenigstens zwei an sich bekannten einander überlappenden Bahnen aus biegsamem und luftdichtem. Material bedeckt wird, zwischen welchen Schichten ein organisches' Material eingebracht ist, in welchem saiuerstoffzehrende Zersetzungsprotzesse verlaufen.Angezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift- Nr. 195 573.
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