DEN0008292MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. Januar 1954 Bekanntgemacht am 20. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
N 8292
Die Erfindung betrifft eine gegen Wasser unduircMässiige
Kabellangsdidbtong für elektrische Kaibel, insbesondere für luftraumisoliierte Seekabel
mit konzentrischer Lei te ran Ordnung. Bei luftraumisolierten Seekabeln besteht die Gefahr, daß infolge
Verletzung des Kabelmantels Wasser in das Kabel eintritt und die ganze Kabels trecke voll Wasser
läuft. Um dies zu verhindern, werden gewöhnlich in möglichst geringen Abständen wasserdichte
Stopfen in die Kabelstrecke eingebaut. Es ist bekannt,·
wasserdichte Stopfen in der Weise herzustellen, daß zwei Kabelendein durcih ein kurzes, in
Richtung dför Kabeladhse wasserundoirchlässiges
Kabeil'stück verbunden werden. Es ist auch bekannt, einen Stopfen aus einem elastischen oder plastischen
Stoff über die Adern an dier Verbi'ncliuingssteiHe
zwischen zweii Kaibelendien zu schieben und den
Kabelstopfen durch an den Stirnseiten befindliche verschiebbare Ge win das top fen aus festem Isolierstoff
gegen die Adern uind die äußere Umhüllung
zu pressen. Bei luftraumiisolierten Seekabeln mit konzentrischer Leiteranordnung ist in der be- ■
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kannten Anordnung der Kabalstopfen über den
Innen leiter geschoben. Darüber befindet sich ein
elektrisch leitendes Rohr, z. B. ein Kupferzylinder, ■als Außenleiter, in dem die durch Gewirade verschiebbaren
Stirnwand: angebracht sind1. Das Rohr
ist gegenüber dem Bleimantel durch einen Gummiring abgedichtet.
Wähnend die Herstellung des ersten Stopfens .sehr zeitrauibeind ist, hai die letztere Abdichtung
den großen Nachteil, daß sie bei Temperatttrsdhwankunigen
undiclht werden kann. Bei Tempe-
x raturerhöhungen wird dar Dichtungsstopfen infolge
stärkerer Volumenvergrößerung dies Stopfens als des Kupferzylindens einen Druck auf den Kupferzylinder
auisüben. Unter dieser Druckwirkung wird
der Kupferzyliinder verformt, wobei das Kupfer über seine Elastizitätsgrenze beansprucht wind. Bei
Temperaturrückganig wird zwar die Dichtungsmasse ihr altes Volumen einnahmen und somit der Druck
so auf dem Kupferzylinder nachlassen, der Kupferzyliinder
bleibt jedoch verformt. Es bildet sich daher zwischen dem Stopfen und dem Kupferzylinder
längs des Stopfens ein mehr oder weniger großer Hohlraum, durch den das Seewasser hindurchdringen
kann, so daß die Dichtung unbrauchbar ist.
Die Druckänderung mit der Temperatur im Ininern des Kupferzylinders ist nun nicht nur allein
von dem thermischen Ausdehnungskoeffizienten der Dichtungsmasse, sondern hauptsächlich von
dem Verhältnis des thermischen Ausdehnungskoeffizienten
des Dichtungsstopfen« zu der Kompressibilität des Stopfens abhängig. Die Druckwirkung
läßit sich also hei'absetzen, wenn man
z. B. die Kompressibilität erhöht. Dabei bezieht sich die Kompressibilität auf alle am Dichtungsriauim
beteiligten Stoffe.
Gegenstand, der Erfindung ist daher eine gegen Wasser undurchlässige Kabellängs dichtung für
elektrische Kabel, insbesondere für luftraumisolierte Seekabel mit konzentrischer Leiteranordnung,
beistehend aus je einem Stopfen zwischen Innenleiter und Außenleiter einerseits und Außenleiter
und Bleimantel andererseits, wobei der aus einem plastischen oder elastischen Stoff bestehende
unds auf den Innenleiter geschobene Stopfen von
den Stirnseiten her gegen Innen- und Außenleiter gepreßt und der Außenleiter an der Didhitungsstelle
dunclh. einen MetaMzy linder, vorzugsweise Kupferzylinder,
gebildet wird. Die Erfindung besteht darin, daß die beiden Stopfen zur Erhöhung ihrer
Kompressiibilitäi aus mehreren unmittelbar nebeneiniandersitzenden
Scheiben aus einem elastischen oder plastischen Stoff, z. B. aus Weichgummi, bestehen,
die so geformt sind, daß zwischen den einzelnen Scheiben und dem Metallzylinder bzw. dem
Bleimantel mit Ltift gefüllte Hohlräume vorhanden sind.
Sehr vorteilhaft ist es, die Scheiben so auszubilden,
daß ihre Dicke: vom Innenlei te r aus in radialer Richtung abnimmt.
Durch, diese Maßnahmen wird die . Kompressibilität des Kabeilstopfens, zu dom auch die
mit dem entsprechenden Gr.s gefüllten Hohlräume gehören, beträchtlich erhöht. Bei Volumenvergrößerangen
wird die Stopfenmas sie das Gas komprimieren,
so daß kein Druck auf dan Metalkylinder
ausgeübt wird. Bei nachfolgender Volumenverminderung des Stopfens' infolge Tempeiraturrückgangeis
wird das Gas entsprechend entspannt. Bei. diesen Vorgängen bleibt der .Stopfen, immer
dicht an die beiden Leiter gepreßt.
Da die Weichiguniinischeiben von den Stirnseiten
her zusammengedrückt wenden, um sie fest gegen Innen- und· Außenleiter zu pressen, wird ein Teil
der vorhandenen Hohlräume schon hierbei ausgefüllt. Es ist deshalb zweckmäßig, die Gewinde-Stopfen
an den Stirnseiten so auszubilden, daß zusätzliche Hohlräume zwischen ihnen und den
Weichgummiseheiben gebildet wenden. Außerdem kann es günstig sein, besondere Druckkörper aus
Isolierstoff zwischen Gewindestopfen und Weichgiunimischeiben
anzuordnen, die so ausgebildet sind, daß zwischen dien Druckkörpern und den
Weiehgummischeiben Hohlräume bestehen.
Die Erfindung wird an Hand der Ausführungsbeispiele darstellenden Fig. 1 bis 5 näher erläutert.
In Fig. ι ist ein Längsschnitt durch ein luftnaumiiisoliertes
Seekabel mit konzentrischer Leiteranordnung dangestellt, in das ein Dichtungsstopfen
gemäß der Erfindung eingebaut ist. Das Kabeil besteht in bekannter Weise aus dam Innenlei ten 1,
dem Außenleiter 2 und einer Bandwendel 3 als Abstandhalter zwischen den beiden Leitern. Über dem
Außenleiter 2 befinden sich die Bewicklung 4 in irgendeiner-bekannten Form und der Bleimäntel 5.
Die über dem Bleimantel weiterhin angeordneten Bewicklungen sind nicht dargestellt.
Über die 'Verbindungsstelle 6 der beiden Innenleiter
ist der Dichtungsstopfen gesahoben. Er besteht aus dem elektrisch leitenden Zylinder 7, der
als Außenleiter dient, und den beiden Gewindes top fen 8, mittels der die Weicbgummidichtungssöheiben
9 aneinandergepreßt werden. Zwischen den Gewindestopfen 8 und den Dicihitungsscheiben 9
können noch Zwischensoheiben 10 und Druckringe 11 angeordnet sein. :
Die Gewindestopfen und die Druckringe bestehen aus einem festen isolierenden Material, z. B. aus
Polystyrol. Die Zwischensdheiben' bestehen aus einer isolierenden Kunststoffiber. Die Didbtungisscheiben
9 (haben die in Fig. 3 angegebene Form und werden erst beim Anpressen an die beiden
Leiter infolge des Verschiebe ns der Gewindestopfen 8 so deformiert, daß die Zwischenräume 12
und 13 zum Teil von der Dichtungsmasse ausgefüllt wenden. Der Metallzylinder 7 ist mit dem
Außenleiter 2 leitend verbunden. Der äußere Durchmesser des Zylinders 7 ist kleiner als der Innendurchmesser
des Außenleiters, so daß dieser über den Zylinder geschoben wenden kann. Den Außenleiten
ist auf beiden Seiten aber nun so weit übergeschoben, daß eine gute Kontaktgaibe gewährleistet
ist. Auf der übrigen Länge des Zylinders ist ein Stopfen aufgebracht, der aus den profilierten
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Weiiclligummidiiobtungsscheiiben 14 besteht. Die
beiden äußeren Scheiben stützen sich gegen die Bewicklung
4 ab. Der Bleimantel S liegt unmittelbar " über den Dichtungsscheibeni 14. An der Verbindungsisteile
ist über den Bleimantel eine Stahldrahtbandiage
15 gewickelt. Es ist dabei vorteilhaft, zwischen die Bandage 15 und den Bleimantel S ein
Kupferblech 16 zu legen, mit dem durch Umbördeln die Stahldrahtbandage befestigt werden
kann. Die Stahldrahtbandage 15 ist so fest auf den
Bleimantel aufgewickelt, daß die Dichtungsscheiben 14 verformt und gegen Bleimantel und
Außenleiter fest gepreßt werden, Avobei die
Zwischenräume 17 fast ganz ausgefüllt werden.
Die verbleibenden Zwischenräume, sowohl beim
äußeren als auch beim inneren Stopfen, genügen jedoch, um die Kompressibilität so zu erhöhen, daß
keine zusätzlichen Druckkräfte bei einer Temperaturerhöhung auf den Metallzylinider wirken.
Die Scheiben 18 dienen als Abstandhalter; sie sinid zweiteilig und werden auf den Innenleiter aufgesteckt
(Fig. 4). Die Anwendung dieser Abstandscheiben ist vorteilhaft, da man die Bandwendel 2
aus montagetechnischen Gründen auf einer
«5 größeren Strecke entfernen muß, als der Dichtungsstopfen
lang ist.
Der innere Dichtungsstopfen kann auch in einzelne Gruppen unterteilt sein, wie es aus Fig. 5
ersichtlich ist. Bei Zerstörung eines Druekringes besteht dann nicht die Gefahr, daß der ganze
Kabel s top fen unbrauchbar wird. In seinem prinzipiellen
Aufibau entspricht dieser Dichtungsstopfen
dem Stopfen gemäß Fig. 1. Für sich entsprechende Teile sind dalher gleiche Bezugszeiclhen verwendet.
Zur Herstellung eines Stopfens gemäß der Erfindung wird der Innenleiter am Ende einer Kabellänge
oder eines durchschnittenen Kabels freigelegt, und zwar auf einer größeren Strecke als der
Länge des Dichtungsstopfens entspricht. Sodann wird, der Metallzyliinder, in dem sich die Weidhgummidiichtumgsseheiben,
die Druckkörper und die Zwischensdheiben in entsprechender Reihenfolge
befinden, über den einen Innenleiter geschoben. Der MetaiMizylindier ist durch die Gewindestopfen abgeschlossen.
Auf den Zylinder sind die Weichgiummidichtungsseheiiben
für die äußere Dichtung aufgeschoben. Nach Herstellung der Verbindung
zwischen den Innenleitern der beidien Teillängen wird der Metallzylinder mit den Dichtungsseheiben
über die Verbindungsstelle geschoben und die Dichtungsscheiben
des inneren Stopfens durch Hineinschraubem der Gewindestopfen in die Metalllhul.se
fest an den Innenleiter und den Metallzylinder angepreßt. Auf den Metaldzylinder wird der Außenleiter
von beiden Seiten so weit aufgeschoben, daß eine gute Kontaktgabe gewährleistet ist. Die
vorher zu weit entfernte Bandwendel wird durch Abstandsaheiben aus Polystyrol ersetzt. Diese Abstandsdheiben
sind zweiteilig und so ausgebildet, daß sie auf den Innenleiter miteinander verankert
gesteckt werden können. Über die äußeren Dichtungsscheiben wird direkt -der Bleimantel gelegt, so
daß sich die beiden äußeren Dichtungsscheiben gegen die Bewicklung abstützen. An der Verbindungsstelle
wird eine Stalhldralhtbandage feist um den Bleimantel gewickelt, so daß die äußeren Dichtungsscheiben
gegen den Bleimantel und gegen den Metallzylinder. gepreßt werden.
Claims (8)
1. Gegen Wasser undurchlässige Kabellängsdichtung
für elektrische Kabel, insbesondere für luftraumisolierte Seeikabel mit konzentrischer
Leiteranordnung, bestehend aus je einem
Stopfen zwischen Innenleiter und Außenleiter einerseits und Außenleiter und Bleimantel
andererseits, wobei der aus einem plastischen oder elastischen Stoff bestehende und auf den
Innenleiter geschobene Stopfen von den Stirnseiten her gegen Innen- und Außenleiter gepreßt
und der Außenleiter an der Dichtungsstelle duxch einen Metallzylinder, vorzugsweise
Kupferzylinder, gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stopfen zur Erhöhung
ihrer Kompressibilität aus mehreren ■u η mi t teliba r nebe nei nanidie rs i tzenden S chei ben
(9, 14) aus einem elastischen oder plastischen Stoff, z. B. aus Weichgummi, bestehen, die so
geformt sind, daß zwischen den einzelnen Seiheiben und dem Metallzylinder (7) bzw. dem
Bleimantel (5) mit Luft gefüllte Hohlräume vorhanden sind.
2. Kaibellängisdichtung nadh Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Weichgummischeiben (9, 14) so ausgebildet sind, daß ihre
Dicke vom Innenleiter aus iin radialer Richtung abnimmt.
3. Kabellängsdichtung nadh den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den Gewinidestopfen (8) und den Weieihguitnmischeiben
(9) besondere profilierte Druckringe (11) aus Kunststoff, z.B. Polystyrol, eventuell
unter Zwisehenlegen einer Zwisohiemscheibe
(10) zwischen Gewindestopfen und Dichtung, vorgesehen sind.
4. Kabellänigsdichtunig nadh den Ansprüchen 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß abschnittweise zwischen den We ichigumm !scheibe η (9)
weitere Druckringe (11) angeordnet sind.
5. Kabellängsdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet:, daß die Weichgumniisdheiben
(14) .durch eine um den Kabelmantel an der Dichtungsstelle gelegte Bandage (15)
fest gegen den Außenleiter und den Bleimantel gepreßt sind.
6. Kaibellängsdichtung nach den Ansprüchen 1
und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandage aus fest um den Kabelmantel gewickelten Stahldrähten
besteht.
7. Kabellängsdiclhtung nadh einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten der Dichtungsstelle eine oder mehrere Scheiben (18) aus
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festem isolierendem Stoff als Abstandhalter zwischen Innen- und Außenleiter angeordnet
sind.
8. Kabellängsdichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandscheiben
(18) zweiteilig und auf den Innenleiter (1) aufgesteckt
sind.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 367 615.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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