DEN0008353MA - - Google Patents

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DEN0008353MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Januar 1954 Bekanntgemacht am 15. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, die mit einer Röntgenröhre mit einer Steuerelektrode und einem Schirmgitter und mit einer mit der Röntgenröhre in Reihe geschalteten, vom Anodenstrom der Röhre erregten Induktionsspule versehen ist. Die Erregung der Induktionsspule wird dazu benutzt, Röntgenstrahlen sehr hoher Intensität mittels schnell aufeinanderfolgender, von der Steuerelektrode gesteuerter Entladungsblitze zu erhalten. Das Potential der Steuerelektrode wird zu diesem Zweck plötzlich bis zu einem Wert herabgesetzt, bei dem der Strom durch die Röntgenröhre unterbrochen wird. Der durch die Induktionsspule fließende Strom kann nicht so schnell Null werden, und es entwickelt sich daher an den Spulenenden ein großer Potentialunterschied, der als Anodenepannung an der Röntgenröhre wirksam ist. Die der Steuerelektrode zugeführte Spannung hat die Form eines Impulses solcher Art, daß der Strom durch die Röntgenröhre nicht länger unterbrochen bleibt, als notwendig ist, um die Spannung an der Röhre bis zu einem Wert zu steigern, bei dem Röntgenstrahlen der erforderlichen Wellenlänge erzeugt werden. Die dann auftretende Entladung dauert sehr kurz, worauf der Anodenstrom langsam bis zur Sättigung zunimmt und dann aufs neue von einem negativen Steuerspannungsimpuls unterbrochen wird.
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N 8353 VIHc/21g
Während der Zeit zwischen zwei Entladungsblitzen ist der Mittelwert des Anodenstromes etwa gleich der Hälfte des Kathodenstromes. Der Überschuß an Elektronen geht zum Schirmgitter. Diese Elektronen sind die Ursache davon, daß das Schirmgitter stark aufgeheizt wird und folglich beschädigt werden kann. Die Ableitung von Elektronen durch das Gitter verursacht auch einen Energieverlust.
ίο Die vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu vermeiden. Bei einer Vorrichtung, welche mit einer Röntgenröhre mit einer Steuerelektrode und einem Schirmgitter und einer mit der Röntgenröhre in Reihe geschalteten, vom Anodenstrom erregten Induktionsspule versehen ist, wobei die Röntgenröhre während schnell aufeinanderfolgender, mittels mit der Steuerelektrode gesteuerter Entladungsblitze Röntgenstrahlen hoher Intensität liefert und die dazu erforderliche Anodenspanming in der Induktionsspule infolge der plötzlichen/ Unterbrechung des Anodenstromes in der Röntgenröhre erhalten wird, werden daher gemäß der Erfindung zwei Steuerspannungen zum Herabsetzen des Durchlaßvermögens der Röntgen-, röhre nacheinander der Steuerelektrode der Röhre zugeführt, von denen die eine den Entladungsblitz bewirkt und die andere zwischen zwei aufeinanderfolgenden Entladungsblitzen eine Regulierung des Entladungsstromes herbeiführt, derart, daß der Schirmgitterstrom auf einen geringen Wert beschränkt bleibt.
Das Auftreten des starken Schirmgitterstromes in den bekannten Vorrichtungen dieser Art läßt sich wie folgt erklären. Ein Teil der diesen Strom herbeiführenden Elektronen wird direkt von den Gitterdrähten abgefangen. Eine Herabsetzung dieses Stromes ist nur durch Änderung der Röhrenkonstruktion möglich. Bei einem solchen Aufbau, daß praktisch keine direkte Elektronenableitung erfolgt, muß das Schirmgitter im Schatten der Steuerelektrode angeordnet sein. Hierfür ist eine hohe Genauigkeit der Bearbeitung erforderlich. Im allgemeinen wird man bevorzugen, die hierbei auftretenden Schwierigkeiten dadurch zu vermeiden, daß ein geringer Strom zum Schirmgitter zugelassen wird.
Ein weiterer Teil des Schirmgitterstromes besteht aus Elektronen, die unter der Einwirkung der Feldverteilung in der Röntgenröhre auf ihrem Weg von der Kathode zur Anode durch das Schirmgitter hindurchgehen und dann zu ihm zurückkehren. Diese Rückkehr von Elektronen ist am größten im Anfang der sogenannten Anlaßperiode, das ist die zur Erregung der Induktionsspule erforderliche Zeit, wenn die Anodenspannung niedriger ist als die Schirmgitterspannung. Während der Anlaßperiode muß der Anodenstrom von Null bis zum Maximalwert anwachsen, und wenn nun im Anfang dieser Periode die Röhre voll geöffnet wird, indem z.B. die Spannung an der Steuerelektrode hinreichend hoch ist, so fließt anfänglich der Gesamtkathodenstrom zum Schirmgitter. Dieser Strom nimmt immer ab, entsprechend der Zunahme des Anodenpotentials, bis der Anodenstrom seinen höchsten Wert erreicht hat und nur noch die direkt vom Schirmgitter aufgefangenen Elektronen abgeleitet werden.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung ist erreicht, daß unter Verwendung des Stromes zum Schirmgitter die Spannung am Schirmgitter selbsttätig derart geregelt wird, daß dieser Strom während der Anlaßperiode hinreichend klein ist, um keinen wesentlichen Energieverlust oder Beschädigung der Gitterdrähte herbeizuführen. Zu diesem Zweck ist in die Schirmgitterzuleitung ein Widerstand geschaltet, und das Schirmgitter ist gleichzeitig über eine Diode mit einem Punkt konstanten Potentials verbunden1, welches das zulässige Schirmgitterpotential nicht überschreitet. Im Widerstand tritt ein Spannungsverlust auf, so daß dieser Widerstand mit einem Punkt höheren Potentials verbunden sein muß als das gewünschte Schirmgitterpotential. Der Potentialunterschied zwischen diesen Punkten muß etwa gleich der vom Strom in dem Widerstand herbeigeführten Verlustspannung sein, die entsteht, wenn nur die direkt aufgefangenen Elektronen abgeleitet werden. Jede Zunahme des Schirmgitterstromes erhöht den Spannungsverlust, so daß das Potential dieser Elektrode herabgesetzt und folglich die Leitfähigkeit der Röntgenröhre verringert wird.
Es ist auch möglich, den in einem Widerstand in der Schirmgitterzuleitung auftretenden Spannungsverlust auf andere Weise zu benutzen. In einer dazu dienenden Ausführungsform wird dieser Spannungsverlust über einen Verstärker in einer das Potential herabsetzenden Form der Steuerelektrode der Röntgenröhre zugeführt. Dabei treten zwei Schwierigkeiten auf. Durch Anschluß des Widerstandes an die positive Klemme der Spannungsquelle für die Schirmgitterspanniung ergibt sich eine Regelung des Potentials der Steuerelektrode von solcher Art, daß der Schixmgitterstrom während der Anlaßperiode etwa konstant ist. Eine solche Regelung dieses Potentials, daß der Schirmgitterstrom einen konstanten Teil des Anodenstromes durch die Röntgenröhre darstellt, wird dadurch erhalten, daß der Widerstand an die negative Klemme der · Spannungsquelle für die Schirmgitterspannung angeschlossen und mit der Kathode der Röntgenröhre verbunden wird und in den Anodenkreis ein Kathodenwiderstand eingeschaltet wird.
Von einigen Ausführungsbeispielen der Vorrichtungen nach der Erfindung wird im nachfolgenden eine ausführliche Beschreibung gegeben unter Verweisung auf die Zeichnung, in der
Fig. ι das Prinzipschema eines Impulsgenerators zum Erzeugen von Röntgenstrahlen,
Fig. 2 bis 5 und 7 den Verlauf der auftretenden Spannungen und Ströme darstellen, und
Fig. 6, 8, 9 und 10 schematisch Ausführungsformen von Vorrichtungen nach der Erfindung darstellen.
In Fig. ι wird der Anode 1 der Röntgenröhre 2 die Speisespannung V^, die von der Größenordnung
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von 0,5 bis 20 kV sein kann, über die Selbstinduktionsspule 3 zugeführt. Diese. Spule besitzt neben ihrer Induktivität eine geringe Kapazität, die durch den Kondensator 4 wiedergegeben wird und in dem die Röhrenkapazität und etwaige zusätzliche Kapazitäten enthalten sind. Die Entladungsröhre 2 besitzt eine Kathode 5, die mit der negativen Klemme der Spannungsquelle Vb und mit Erde verbunden ist, sowie die Steuerelektrode 6 und das Schirmgitter 7.
Zwischen der Kathode 5 und der Steuerelektrode 6 wird' die Spannung Vet angelegt, und dem Schirmgitter 7 wird die konstante Spannung Vg2 gegenüber der Kathode 5 zugeführt. Der Steuerelektrode 6 wird periodisch eine negative Spannung zugeführt, wodurch der infolge des Anlegens der Speisespannung in der Röntgenröhre auftretende Strom unterbrochen wird. Der durch die Induktionsspule fließende Strom kann nicht sofort gleich Null werden und lädt den Kondensator 4 auf. Folglich ergibt sich eine Zunahme der Spannung der Röntgenröhre, und in dem Zeitpunkt, in dem die Spannung bis zum Wer.t zugenommen hat, bei dem Röntgenstrahlen der erforderlichen Wellenlänge entstehen können, wird die Steuerspannung wieder auf ihren ursprünglichen Wert zurückgebracht.
Der zeitliche Verlauf der Steuerspannung ist aus der Fig. 2 ersichtlich. Wie oft in der Sekunde auf diese Weise geschaltet werden kann, ist von der Induktivität der Spule 3, von dem Röhrenstrom i und von der Speisespannung Vj3 abhängig.
Die Form des von der Kathode 5 gelieferten Elektronenstromes ist aus der Fig. 3 ersichtlich.
Dieser Strom wird aber nicht völlig zur Anode der Röntgenröhre abgeleitet. Der Augenblickswert des Anodenstromes ist durch die Eigenschaften der Induktivität bedingt und nimmt ab Null linear bis zum Maximalwert zu. Der Verlauf des Stromes in der Induktivität 3 ist ungefähr wie in Fig. 4 dargestellt, aus der hervorgeht, daß der Strom kurze Zeit nach dem Öffnen der Röhren seinen niedrigsten AVert erreicht. Diese Zeit bedingt die Dauer des Entladungsblitzes.
Aus den Fig. 3 und 4 kann der Stromverlauf zum Schirmgitter 7 abgeleitet werden. Dieser ist in der Fig. 5 veranschaulicht. In dem Augenblick, in dem der Röhrenstrom infolge des Negativwerdens' der Steuerelektrode 6 unterbrochen wird, besteht der Schirmgitterstrom praktisch völlig aus von den Gitterdrähten direkt aufgefangenen Elektronen. Eine Unterbrechung des Röhrenstromes bewirkt auch die Unterbrechung des Schirmgitterstromes, worauf beim Öffnen der Röhre anfänglich der . geringe direkt aufgefangene Elektronenstrom vom Gitter abgeleitet wird, jedoch nach dem Ende des Entladungsblitzes nimmt dieser Strom sehr stark zu, indem das Schirmgitter bei der in- diesem Moment sehr niedrigen Anodenspamnung sämtliche Elektronen anzieht. Während der Anlaßperiode nimmt der Anodenstrom allmählich zu, und der Schirmgitterstrom nimmt dementsprechend ab. Es ergibt sich daher, daß der mittlere vom Schirmgitter abgeleitete Elektronenstrom etwa gleich dem mittleren Anodenstrom ist.
Das Durchlaßvermögen einer Entladungsröhre kann durch Änderung der Schirmgitterspannung oder durch Anlegen einer wechselnden Spannung an die Steuerelektrode geändert werden. Eine übliche Maßnahme zur Beschränkung des Schirmgitterstromes besteht in der Anordnung eines Widerstandes in der Stromzuleitung dieses Gitters. Hiermit ist ein Nachteil verbunden.
Wenn man z.B. den maximal auftretenden Schirmgitterstrom auf dem Doppelwert des Stromes beschränken will, der von den das Gitter direkt treffenden Elektronen erzeugt wird, so folgt aus einer einfachen Berechnung, daß die Speisespannung für das Schirmgitter das Zweifache der Spannung sein muß, die für das maximale Durchlaßvermögen, bei 'dem der volle Anodenstrom in der Röntgenröhre auftritt, erforderlich ist. Diese hohe Spannung stellt einen Nachteil dar, denn wenn die Spannung an der Steuerelektrode herabgesetzt wird, bis der Röhrenstrom unterdrückt ist, so tritt in diesem Widerstand infolge der Abwesenheit von Schirmgitterstrom kein Spannungsverlust auf. Die Erscheinung, daß die Schirmgitterspannung bis zum Doppelwert der Betriebsspannung zunehmen kann, kann unerwünschte Entladungen und Funkenüberschlage zur Folge haben. In Fig. 6 ist dargestellt, auf welche Weise 'dieser Nachteil vermieden werden kann. Das Schirmgitter ist außer mit dem Widerstand 28 noch mit einer Diode 29 verbunden, wobei die Diode an ein etwa um die Hälfte niedrigeres Potential der Schirmgitterspannungsquelle Vg2 angeschlossen ist als der Widerstand 28. Die Diode 29 verhütet, daß das Potential des Schirmgitters einen höheren Wert erreicht als der Punkt, in dem die Diode an die Spannungsquelle angeschlossen ist.
Ferner kann geprüft werden, welche Form die Spannungskurve der an die Steuerelektrode angelegten Spannung haben muß, um zu bewirken, daß der Strom durch die Röhre in jediem Augenblick nicht viel größer als der Anodenstrom ist. Diese Spannungskurve ist in der Fig. 7 dargestellt. Sie hat eine Gestalt, die sehr schwer verwirklichbar ist. Nach der Erfindung wird daher die zwischen zwei aufeinanderfolgenden Entladungsblitzen erforderliche Steuerspannung getrennt zugeführt. Diese kann aus einer sägezahnförmig verlaufenden Spannung bestehen, welche sehr leicht verwirklichbar ist.
Für die getrennte Zuführung zweier Steuerspannungen, zur Steuerelektrode kann die Schaltung nach Fig. 8 dienen. In dieser Figur beziehen sich die in Fig. 1 verwendeten Bezügszeichen auf gleiche Einzelteile.
Die von einem nicht dargestellten, aber nach einer -an sich bekannten Schaltung ausgebildeten Generator gelieferten Impulse, welche die Erzeugung der Röntgenstrahlen steuern, werden der Steuerelektrode 6 über die Diode 8 zugeführt, deren Anode mit der Steuerelektrode 6 verbunden ist.
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Beim Negativwerden der Kathode ist die Diode stromdurchlässig, und der Kondensator 9 wird bis auf diese negative Spannung aufgeladen. Der Kondensator 9 wird von der Kapazität zwischen der Steuerelektrode 6 und der Kathode 5 der Röntgenröhre und etwaigen zusätzlichen Kapazitäten gebildet. Nach Ablauf der Dauer des negativen Spannungsimpulses wird die Diode 8 gesperrt. Es ' muß dafür Sorge getragen werden, daß der Kondensator 9 schnell genug entladen wird, um innerhalb der Dauer des Entladungsblitzes durch die Röntgenröhre das Potential der Steuerelektrode auf den ursprünglichen Wert zurückzubringen. Zu diesem Zweck dient der Ableitungswiderstand 10, dessen Wert der entsprechenden RC.-Zeit entnommen wird. Die Potentialänderung zur Steuerung des Elektronenstromes in der Röntgenröhre zwischen zwei Entladungsblitzen wird über die Diode 11 der Steuerelektrode zugeführt. Der Verlauf der Spannung wird von der an die Kathode dieser Diode angeschlossenen Spannungsquelle, die nicht dargestellt ist, da sie von einer an sich bekannten Ausführung sein kann, selbst geregelt. Beim Negativwerden der Kathode der Diode 11 bleibt die Diode 8 gesperrt, so daß keine Rückwirkung über diese auf die Impulsspannung erfolgen kann. Dasselbe gilt für die Diode 11, wenn die Kathode der Diode 8 negativ wird.
Es ist aber möglich, die Steuerspannung für die Steuerung des Elektronenstromes durch die Röntgenröhre zwischen den Entladungsblitzen Spannungsänderungen zu entnehmen, die vom Schirmgitterstrom in einem im Schirmgitterkreis liegenden Widerstand herbeigeführt werden. Die getrennte Spannungsquelle zum Liefern dieser Steuerspannung kommt dann in Fortfall, und der Schirmgitterstrom wird selbsttätig auf einen geringen Wert beschränkt. Das Schaltbild einer solchen Vorrichtung nach Fig. 9 weist einen Zwei-Stufenverstärker auf, dessen Ausgang über den Kondensator 12 mit der Kathode des Gleichrichters 11 in Fdg. 8 verbunden ist. Spannungsänderungen, die am Widerstand 13 bei Änderung des Schirmgitterstromes auftreten, werden über den Kondensator 14 dem Steuergitter 15 der ersten Verstärkerröhre 16 zugeführt. Das Gitter 15 ist durch den Ableitungswiderstand 17 geerdet und mit der negativen Klemme der die Schirmgitterspannung Vg2 liefernden Spannungsquelle ver-
bunden. Die Spannungsänderungen bewirken eine Änderung des Potentials des Gitters 15, so daß die Röhre 16 mehr oder weniger stromdurchlässig wird.
Bei Zunahme des Spannungsverlustes im Anodenwiderstand 19 nimmt die Spannung an der Anode 18 der Röhre 16 zu, und diese Spannungszunahme bewirkt eine Erhöhung des Potentials des Steuergitters 20 der zweiten Verstärkerröhre 21, das mit der Anode 18 der Röhre 16 durch einen Kondensator 22 gekoppelt und über einen Ableitungswiderstand 30 geerdet ist. Der Entladungsstrom durch die Röhre 21 nimmt zu und gleichfalls der Spannüngsverlu.st im Widerstand 23, der mit der Anode 24 verbunden ist und daher mit der Röhre 21 in Reihe geschaltet ist. Die auftretende Herabsetzung der Anodenspannung der Röhre 21 wird über den Kondensator 12 der Kathode der Diode 11 zugeführt.
Eine starke Abnahme des Gitterpotentials der Verstärkerröhre 16 entsteht nach dem Öffnen der Röntgenröhre zum Erhalten der Röntgenstrahlenemission, wenn die Entladung so weit fortgeschritten ist, daß die Anodenspannung die Schirmgitterspannung unterschreitet. In diesem Augenblick fängt das Schirmgitter an, der Entladung Elektronen zu entziehen. Diese Potentialabnahme wird von dem Verstärker und dem Kondensator 12 über die Diode 11 der Steuerelektrode 6 der Röntgenröhre weitergegeben und verringert das Potential dieser Elektrode, so daß der Elektronenstrom durch die Röntgenröhre abnimmt. Die richtige Abnahme ist eine solche, bei der der Schirmgitterstrom bis auf einen Wert herabsinkt, der nur wenig größer ist als der vom Gitter direkt aufgefangene Elektronenstrom.
Das Durchlaßvermögen der Röntgenröhre 2 wird selbsttätig in Abhängigkeit von den Spannungsänderungen am Widerstand 13 in dem Sinne geregelt, daß eine Zunahme des Schirmgitterstromes eine Abnahme des Potentials der Steuerelektrode bewirkt, und umgekehrt. Da vom Beginn der Anlaßperiode der Anodenstrom in der Röhre 2 infolge der Zunahme des Anodenpotentials zu-.nimmt, wird der Schirmgitterstrom abnehmen wollen, wodurch aber das Potential der Steuerelektrode 6 zunimmt. Der Strom zum Schirmgitter behält daher nahezu einen konstanten Wert.
Durch Änderung der Schaltung kann das Verhältnis zwischen dem Schirmgitterstrom und dem Anodlenstrom der Röntgenröhre konstant gehalten werden. Diese Schaltung, die in Fig. 10 dargestellt ist, weicht von derjenigen nach Fig. 9 dadurch ab, daß der Widerstand 13 mit der negativen Seite der Spannungsquelle Vg2 und mit der Kathode 5 der Röntgenröhre verbunden ist und der Anodenstrom der Röntgenröhre einen Kathodenwiderstand 26 durchläuft. Das Verhältnis zwischen dem Widerstand 26 und dem Widerstand 13 ist das Umgekehrte vom Verhältnis zwischen dem auftretenden Schirmgitter- und Anodenstrom. Haben die beiden Ströme den richtigen Wert, so ist das Potential des Verbindungspunktes zwischen dem Widerstand 13 und der Spannungsquelle Vg2 gerade Null. Die Störung dieses Verhältnisses bewirkt eine Potentialänderung dieses Punktes, die vom. Verstärker auf die Steuerelektrode 6 der Röntgenröhre 2 übertragen wird, so daß bei Zunahme des Schirmgitterstromes das Potential der Steuerelektrode 6 abnimmt und bei Abnahme desselben zunimmt. Die Wirkungsweise der Vorrichtung weicht nicht von derjenigen ab, die an Hand der Fig. 9 besprochen wurde, und. gleiche Einzelteile der Schaltung haben entsprechende Bezugsziffern.
In den beiden Schemas nach den Fig. 9 und 10 liegt zwischen dem Kondensator 12 und der Diode 11
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Claims (5)

  1. N 8353 VHIc/21g
    ein Widerstand 25, der mit einem Punkt 31 des Potentiometers 27 in der Kathodenzuleitung der Entladungsröhre 2Γ verbunden ist. Diese Zuführung dient zur Einstellung der Arbeitspunkte der Röntgenröhre 2.
    An dem Widerstand 13 sind nur geringe Spannungsänderungen erforderlich, um nach erfolgter Verstärkung die erforderliche Änderung der Steuerspannung für die Röntgenröhre 2 herbeizuführen. Es genügt daher ein kleiner Widerstand, . wobei der infolge des Schirmgitterstromes in diesem auftretende Spannungsverlust einen niedrigen Wert besitzt und das Potential des Schirmgitters bei Unterbrechung dieses Stromes nicht nennenswert zunimmt.
    Die Gleichspannung zum Speisen der Verstärkerröhren ist der Spannungsquelle Vg2 zum Liefern des Schirmg'itterpotentials entnommen. Andere für diesen Zweck geeignete Möglichkeiten bleiben
    ao unbesprochen. Ferner sind in den Schaltungen einige Elemente, wie Abflachkondensatoren, nicht dargestellt, da 'hinreichend bekannt ist, wo diese erforderlich sind.
    a5 Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zur Erzeugung von Röntgenstrahlenimpulsen, welche mit einer Röntgenröhre mit einer Steuerelektrode und einem Schirmgitter ■ und einer mit der Röntgenröhre in Reihe geschalteten, vom Anodenstrom erregten Induktionsspule versehen ist, wobei die Röntgenröhre während1 schnell aufeinanderfolgender, mittels mit der Steuerelektrode gesteuerter Entladungsblitze Röntgenstrahlen hoher Intensität liefert und die dazu erforderliche Anodenspannung in der Induktionsspule infolge der plötzlichen Unterbrechung des Anodenstromes in der Röntgenröhre erhalten
    .40 wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Steuerspannungen zum Herabsetzen des DurcMaßvermögens der Röntgenröhre nacheinander der Steuerelektrode der Röhre zugeführt werden, von 'denen die eine den Entladungsblitz bewirkt und die andere zwischen zwei aufein^ anderfolgenden Entladungsblitzen eine Regulierung des Entladungsstromes herbeiführt, derart, daß der Schirmgitterstrom auf einen geringen Wert beschränkt bleibt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Schirmgitterkreis ein Widerstand liegt, der vom Schirmgitterstrom durchlaufen wird und die folglich auftretenden Spannungsänderungeni mittels eines Verstärkers auf die Steuerelektrode übertragen werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand mit der positiven Klemme der Quelle zum Liefern der Schirmgitterspannung und mit dem Schirmgitter der Röntgenröhre verbunden ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand mit der negativen Klemme der Quelle zum Liefern der Schirmgitterspannung und mit der Kathode der Röntgenröhre verbunden ist und zwischen der Kathode und der Anodenspannungsquelle der Röntgenröhre ein Widerstand liegt, der im Verhältnis Schirmgitterstrom—Anodenstrom kleiner als der zuerstgenannte Widerstand ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Durchlaßvermögen der Röntgenröhre infolge der vom Schirmgitterstrom in einem Widerstand herbeigeführten Potentialabnahme des Schirmgitters abnimmt und dieses Gitter über eine Diode mit einem Punkt konstanten Potentials verbunden ist, welches das höchstzulässige Potential des Schirmgitters nicht überschreitet.
    80
    Angezogene' Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 863 534.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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