DEN0009610MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 18. Oktober 1954 Bekanntgemacht am: 8. September 1955
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zum Demodulieren unerwünschte
Amplitudenmodulation aufweisender, frequenzmodulierter Eingang.sschwingungen, welche Schaltung
einen Amplitudenbegrenzer und danach einen Gegentakt-Frequenzdemodiulator mit zwei Resonanzkreisen,
zwei Gleichrichtern, denen diesen Kreisen entnommene Spannungen gleichphasig und im
Gegentakt zugeführt werden, und ein für diese
ίο Gleichrichter gemeinsames Ausgangsfilter enthält,
an dem das demodulierte Signal erzeugt wird. Man erhält eine Schaltungsanordnung, bei der das
erzeugte, demodulierte Signal in hohem Maße unempfindlich gegen die unerwünschte Amplitudenmodulation
der Eingangsschwingungen ist, wenn gemäß der Erfindung durch einen Begrenzer eine
solche Verzerrung der den Gleichrichtern gleichphasig zugeführten Spannung 'herbeigeführt wird
— wobei die den Gleichrichtern im Gegentakt zugeführten Spannungen nahezu unverzerrt
bleiben —, daß die entsprechende, unerwünschte Amplitudenmodulation der jedem dieser Gleichrichter
Z'Ugeführten, resultierenden Spannungen wenigstens innerhalb des Wirkungsbereichs des
Demodulators praktisch unabhängig von der Frequenz der Eingangsschwingungen ist. ,
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der
Fig. ι eine praktische Ausführungsform, die
Fig. 2 und 5 Vektordiagramme, die Fig. 3 uind 6 Spannungs-Frequenzdiagramme und Fig. 4 ein Spannungs-Zeitdiagramm zur Er-
Fig. 2 und 5 Vektordiagramme, die Fig. 3 uind 6 Spannungs-Frequenzdiagramme und Fig. 4 ein Spannungs-Zeitdiagramm zur Er-
509 55 1/47
N 9610 VIII a/21 a*
l;iul<Tui)}j; der Schaltungsanordnung nach F" ig. ι
Zeigen.
In Fig. ι werden die in dem Ausgangskreis <'ines Zwiselienfrequenzvcrstärkers ι erzeugten,
freciueii/.inodiilierlen Fingangsschwingungen über
<ί'ικίι Begrenzer J einem Gegentakt-Frequenzdeiiiodulalor
3 zugeführt, der einen Priniärresnnanzkreis .|, einen Sekundärresonanzkreis 5,
zwei Gleichrichter ό und 7 und ein Ausgangsfiher 8
eiil'liiilt, über dein auf bekannte Weise das deniodulicrle
Signal erzeugt wird, indem die Spannung über dem I 'rimärkieis 4 über eine mit diesem
fest gekoppelte Tertiärwiekluiig 9 gleichphasig und
die Spannung über dem Sekundärkreis 5 in Gegcn-
ifl takt den (ileiclirirhtern G bzw. 7 zugeführt
werden.
1''Ur die zentrale Frequenz /(1 der Eingangsschwingiingcii,
bei der die erwähnten gleichphasigen und (iegeiitaktspaniiungen einen I'hascn-
Äi) unterschied von 90" untereinander aufweisen, ist
das demndiilierte Signal iVull, also unempfindlich
gegen die unerwünschte Amplitudenmodulation der Eingaiigsschwingungen ; bei einer Frequenzabweichung
der Eingangssc'hwingungen ändert sich
as jedoch das erzeugte, deinodulierte Signal bei
üblichen Schaltungen proportional mit (Kt Amplitudenmodulation
der Kiiigangssehwingungen. weshalb bisher diese Amplitudenmodulation vorher
mittels des Begrenzers möglichst unterdrückt wurde.
Fig. _' zeigt das zugehörige Vektordiagramm, wobei /' die Spannung über der Tertiärwickhmg 9
und .S', bzw. .S'., die Spannungen über der einen
bzw. der anderen Hälfte d-es Sekundärkreises 5 bezeichnen.
Wenn infolge Amplitudenmodulation der Kingangsschwinguiigcii die Spannung /' um einen
Wert /» zunimmt, wodurch auch die Spannungen -V1
bzw. ,S'., um proportionale Werte S1 bzw. s., zunehmen,
so werden die Spannungen ./ bzw. II, die den (ileie'hrichtcrn G bzw. 7 zugeführt werden.
auch um proportionale Werte« bzw. b bis zu den
Werten .■/' bzw. IV zunehmen.
Fig. 3 zeigt die Fängen der Vektoren -' bzw. Il
und .·/' bzw. II' in vergrößertem Maßstab als
Funktion der F.ingangsfrequeiiz f. Die Amplitudenmodulation
der Spannungen.·/ bzw. Il kann also durch die bei reffenden schraffierten Gebiete wiedergegeben werden. Ober dem AiisgangsiiUer (S wird
dann eine demodulierte Spannung gleich dem Unterschied .11! bzw. A'-IV dieser Spannungen
erzeugt, so dal.i diese deinodulierte Spannung die in Fig. 3 durch Schraffierung angegel>enc Empfindlichkeit
gegen die unerwünschte Amplitudenmodulation beibehält.
Der Erfindung liegt die Frkenntnis zugrunde, daß bei geänderter ISemessuug der Schaltelemente
mittels der in Fig. 1 dargestellten Schaltungsanordnung z. I!. ein 60- bis /ofacher Unterdrückungsfaktor
für die unerwünschte Amplitudenmodulation erzielt werden kann, d.h. ein Faktor,
der wesentlich 'höher ist als der Unterdrückungsfaktor von z. B. 5 bis 10, den der Begrenzer 2 an
sich herbei führt. Dabei wird z. B. ein an sich bekannter Typ eines Begrenzers 2 verwendet, der
aus einem Gleichrichter 10 in Reihe mit einem RC-Filter 11 mit einer Zeitkonstante größer als die
Periodendaucr der niedrigsten Modulationsfrequenz und nötigenfalls in Reihe mit einem Widerstand
12 besteht. Ein solcher Begrenzer veranlaßt eine von der Amplitudenmodulation der Eingangsschwingungen
abhängige Verzerrung der Spannung' am Kreis 4 \r/.\\. der Spannung über der Wicklung
9.
Fig. 4 zeigt als Funktion der Zeit / diese verzerrte
Spannung /■" bzw. /■" über der Wicklung 9
für verschiedene Werte der Eingangsamplitude gegenüber der Phase der praktisch unverzerrten
Spannungen Ss und S., bzw. S1' und S.,' über dem
Kreis 5. Bei einer verhältnismäßig kleinen Eingangsamplitude ist die Spannung P na'hezu sinusförmig
(volle Linie). In dem Maße wie die Eingangsamplitude zunimmt, wird die Spitze, bei der
der Gleichrichter 10 leitend wird (im dargestellten Fall die positive Spitze) immer mehr abgedacht
(Strichpunktliuie /"). Da jedoch die Oberfläche oberhalb und unterhalb der Zeitachse für eine reine
Wechselspannung stets konstant ist, weist die Kurve/'1' die Gestalt eines abgeflachten Sinus auf,
der gegenüber der Zeitachse dermaßen hcraufgeschoben ist, daß die infolge der Abflachung vcrloreiie
Oberfläche (schraffiert angegeben) ausgeglichen wird. Es ist dann ersichtlich, daß die
Vorderflanke der abgeflachten Sinuskurve /-" gegenüber der I'hase der Spannung .S'/ bzw. .S'.,' eher,
die Rückflanke hingegen später auftritt als die der ursprünglichen, nicht abgeflachten Sinuskurve
gegenüber der Phase der Spannung S1 bzw. .S'.,.
Im Vektordiagramm nach Fig. 2, das in Fig. 5 wieder dargestellt ist, geht dies darauf hinaus, daß
im Moment, in dem die Spannung A' = P' + .SY
den Maximalwert passiert und der als Spitzcndemodulator geschaltete Gleichrichter 6 mit entsprechender
Durchlaßrichtung kurzzeitig leitend wird, der Vektor/3' anscheinend etwas voreilt
(/"Y) gegenüber dem Vektor P, während im Moment, in dem die Spannung IV = /'' + S.,' den
Maximalwert passiert und der als Spitzendemodulator geschaltete Gleichrichter 7 leitend
wird, der Vektor P' etwas nadheilt (/V) gegenüber
dem \'ektor P. Infolge dieser Wirkung wird somit die Amplitudenmodulation A'-A bzw. W-B
der Vektoren A und B noch vergrößert, und zwar, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, ist die Amplitudenmodulation
A'-A des kleineren Vektors A mehr vergrößert als die (B'-B) des größeren Vektors B.
Fig. 6 zeigt wieder, wie Fig. 3, die Länge der Vektoren A und B bzw. A' und B' als Funktion
der Fre(iuenz /, wobei wieder die schraffierten Gebiete
den Amplitudenmodulationen der betreffenden Vektoren entsprechen. Es hat sich nun
wenigstens innerhalb des Wirkungsbereiches des Frequenzmodulators als möglich erwiesen, die infolge
der Verzerrung der Spannung· P' der Fig. 4 zusätzlich herbeigeführte Amplitudenmodulation a'
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N 9610 VIIIal21a*
bzw. b'', die praktisch nur von dieser Verzerrung,
d. h. von dem Unterdrückungsfaktor des Begrenzers 2 und andererseits von dem Winkel
zwischen den Vektoren A bzw. B und dem Vektor P, d. h. von dem Verhältnis SIP abhängt, derart
einzustellen, daß die Gesamtamplitudenmodulation A'-A bzw. B'-B der Vektoren A bzw. B
praktisch unabhängig von der Frequenz / wird. Ist dabei A'-A = B'-B, so wird das demodulierte
ίο Signal A-B = A'-B' unabhängig von der unerwünschten
Amplitudenmodulation.
Es ist dabei wichtig, die Kondensatoren des Filters 8 klein zu wählen, da sonst Phasenverschiebung
für die höchsten Modulationsfrequenzen zwischen den Modulationen A'-A und
B'-B entsteht, wodurch unvollständiger Ausgleich eintritt.
In der Praxis ergibt es sich, daß die Einstellung, bei der A'-A und B'-B unabhängig von der Frequenz
/ ,sind, erhalten wird, wenn der Unterdrückungsfaktor
α des Begrenzers 2 annähernd der Formel a = 6 PIS entspricht, wobei P wieder die
Spannung über der Wicklung 9 oder im allgemeinen die gleichphasig den Gleichrichtern, 6 und 7
zugeführte Spannung und 6* den mittleren Wert der über jeder der Hälften des Kreises 5 erzeugten
Spannungen S1 bzw. ^2 oder im allgemeinen die
in Gegentakt diesen Gleichrichtern 6 und 7 zugeführten Spannungen bezeichnen. Bei einem gegebenen
Verhältnis .PAS kann dann α entsprechend
dieser Praxisformel, z. B. durch Regelung des Widerstandes des Filters 11 bzw. des Widerstandes
12 bzw. der Dämpfung des Kreises 4, eingestellt werden. Diese Regelung ist gar nicht
kritisch, so daß noch wesentliche Abweichungen von der vorerwähnten Formel zulässig sind, bevor
wieder eine unzulässige große Empfindlichkeit des demodulierten Signals gegen die unerwünschte
Amplitudendemodulation gefunden wird.
Da die Vorderflanke der Spannung P' in Fig. 4 im allgemeinen gegenüber der Spannung P mehr
voreilt als ihre Rückflanke gegenüber P nacheilt, wird auch die dieser Vorderflanke entsprechende
Spannung A eine höhere Amplitudenmodulationstiefe A'-AIA erhalten als die der Rückflanke von P'
entsprechende Spannung B. Wird also derart eingestellt, daiß die Amplitudenmodulationen A'-A und
B'-B unabhängig von der Frequenz f sind, so muß die Spannung A etwas, z. B. 20%, kleiner gewählt
werden als die Spannung B, damit A'-A = B'-B
sei. In der Praxis kann man dies dadurch erzielen, daß der Anzapfungspunkt 18 des Kreises 5 entsprechend
asymmetrisch angebracht wird oder daß die beiden Hälften der Induktivität des Kreises 5
mittels eines verschiebbaren ferromagnetischen Kerns (nicht dargestellt) ungleich gemacht werden
oder daß die Ausgangsklemme 20 an eine Anzapfung 21 des Ausgangsfilters 8 angeschlossen
wird:, oder daß vorerwähnte Maßnahmen derart kombiniert werden, daß der der Vorderflanke entsprechende
Gleichridhter 6 um einen kleineren Teil zu dem demoduMerten Signal beiträgt als der andere
Gleichrichter 7.
Bei einer praktischen Ausführungsform hatten die Schaltungselemente nach Fig. 1 folgende Werte:
6, 7 und 10 = Kristallgleichrichter (Durchlaßwiderstand
etwa 100 Ohm), 11 = 33 kOhm, 5 ,uF,
= kurzgeschlossen, wobei a = 6; PIS = 1;
= 2 X 68 kOhm und 2 X 56 pF; Anzapfung 21 auf 18 kOhm von oben her. Erzielter Unterdrückungsfaktor
mehr als 50 und sehr wenig von den normalen Änderungen des Durchlaßwiderstandes der Gleichrichter abhängig.
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung zum Demodulieren unerwünschte Amplitudenmodulationen aufweisender,
frequenzmodulierter Eingangsschwingungen mit einem Amplitudenbegrenzer, auf den ein Gegentakt-Frequenzdemodulator
mit zwei Resonanzkreisen, zwei Gleichrichtern, denen von diesen Kreisen abgeleitete Spannungen
gleichphasig und im Gegentakt zugeführt werden, und ein diesen Gleichrichtern gemeinsames Ausgangsfilter folgt, über dem
das demodulierte Signal erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Begrenzer (2) eine
derartige Verzerrung der erwähnten gleichphasig den Gleichrichtern (6, 7) zugeführten
Spannung (P) herbeiführt — wobei die den Gleichrichtern (6, 7) im Gegentakt zugeführten
Spannungen (S1, S2) nahezu unverzerrt bleiben
—, daß die entsprechenden, unerwünschten Amplitudenmodulationen der jedem .dieser
Gleichrichter (6, 7) zugeführten, resultierenden Spannungen wenigstens innerhalb des Wirkungsbereiches
des Demodulators praktisch un- 100' abhängig von der Frequenz der Eingangsschwingungen
sind.
2. Schaltung nach Anspruch 1, bei der der Begrenzer eine Abflachung der ,sinusförmigen
Eingangsschwingung 'herbeiführt, wobei die erwähnten, als Spitzendemodulatoren geschalteten
Gleichrichter während der Phase, in der die Abflachung erfolgt, leitend werden, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem Unterdrückungsfaktor (α) des Begrenzers, der
erwähnten gleichphasigen Spannung (P) und der erwähnten Gegentaktspannung (S) etwa
die Beziehung α = 6 PIS vorliegt.
3. Schaltung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein geringes Maß von Unsymmetrie
des erwähnten Frequenzdemodulaitors, wobei der eine (6) der erwähnten Gleichrichter, der
in einem Zeitpunkt gerade vor dem Anfang der vom Begrenzer herbeigeführten Abflachung
leitend wird, um einen kleineren Teil zu dem demodulierten Signal· beiträgt als der andere (7)
der erwähnten Gleichrichter.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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