DEN0009926MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEN0009926MA DEN0009926MA DEN0009926MA DE N0009926M A DEN0009926M A DE N0009926MA DE N0009926M A DEN0009926M A DE N0009926MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- magnetic
- copper
- hysteresis loop
- nickel
- iron compounds
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000005291 magnetic effect Effects 0.000 claims description 18
- PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N Nickel Chemical compound [Ni] PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- 239000010949 copper Substances 0.000 claims description 7
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 7
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 5
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 claims description 5
- 229910000859 α-Fe Inorganic materials 0.000 claims description 5
- 150000002506 iron compounds Chemical class 0.000 claims description 4
- 229910052759 nickel Inorganic materials 0.000 claims description 4
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 3
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 claims description 3
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 2
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 2
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N iron Substances [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- 230000006698 induction Effects 0.000 description 5
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 5
- 239000003302 ferromagnetic material Substances 0.000 description 4
- QPLDLSVMHZLSFG-UHFFFAOYSA-N Copper oxide Chemical compound [Cu]=O QPLDLSVMHZLSFG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 230000005415 magnetization Effects 0.000 description 3
- 239000005751 Copper oxide Substances 0.000 description 2
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N Iron oxide Chemical compound [Fe]=O UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910000431 copper oxide Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000005347 demagnetization Effects 0.000 description 2
- 230000005294 ferromagnetic effect Effects 0.000 description 2
- 230000015654 memory Effects 0.000 description 2
- 229910000008 nickel(II) carbonate Inorganic materials 0.000 description 2
- ZULUUIKRFGGGTL-UHFFFAOYSA-L nickel(ii) carbonate Chemical compound [Ni+2].[O-]C([O-])=O ZULUUIKRFGGGTL-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 2
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000000956 alloy Substances 0.000 description 1
- 239000007795 chemical reaction product Substances 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 230000005307 ferromagnetism Effects 0.000 description 1
- 230000006870 function Effects 0.000 description 1
- 239000000696 magnetic material Substances 0.000 description 1
- 239000000047 product Substances 0.000 description 1
- 239000007779 soft material Substances 0.000 description 1
- 229910052596 spinel Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011029 spinel Substances 0.000 description 1
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 1
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. Dezember 1954 Bekanntgemacht am 31. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Magnetkerne mit einer nahezu rechteckförmigen Hystereseschleife sind für verschiedene Anwendungen
von Bedeutung. Diese Art von Kernen wird unter anderem für sogenannte »magnetische Speicher«
verwendet (siehe z. B. W. N. Papian: »Proceedings of the I. R.E.«, April 1952, S. 475 bis 478, und D. R.
Brown und E. Albers-Schoenberg: »Electronics«, April· 1953, S. 146 bis 149). Solche magnetischen
Speicher verwendet man z. B. in Rechenmaschinen und bei Selbsttätigen Piloten. Weiter werden diese
Kerne in magnetischen Schaltern verwendet.
Das Maß, welches angibt, wie weit die Form der Hystereseschleife der Rechteckform nahekommt, läßt
sich auf verschiedene Weise quantitativ ausdrücken.
Ein üblicher Maßstab ist z. B. der Quotient -~- .
Bci
Die Bedeutung dieses Quotienten wird an Hand der Fig. ι erläutert, die eine schematische Darstellung
eines Teiles einer Sättigungsmagnetisierungskurve ist. In dieser Figur bezeichnet B1. die remanente Induktion
während B01 die Induktion bezeichnet, bei welcher
die Hystereseschleife sich gerade schließt. In der Praxis ist es oft nicht einfach, B01 mit großer Genauigkeit
zu messen. Es läßt sich jedoch leicht ein annähernd richtiger Wert von B ol finden, indem der
mittlere Wert der Induktionen nach teilweiser
609 660/369
N 9926 VIIIc/21g
Magnetisierung bzw. teilweiser Entmagnetisierung (mit zwischenzeitlicher Sättigung) angenommen wird,
wobei beide Induktionen bei derselben Feldstärke gemessen werden, die derart gewählt wird, daß die
erwähnten Induktionen mehr als i%, jedoch weniger als 3 °/0 voneinander abweichen. Nach diesem Meßprinzip
wurden auch die im folgenden mitgeteilten Meßergebnisse ermittelt. Für die Messungen wurde
. ein ballistisches Galvanometer verwendet (s. Bozorth: ίο »Ferromagnetism«, New York, 1951, S. 843). Der
Quotient -^- wurde stets gemessen an einem ring-
förmigen Magnetkern mit einem konstanten Querschnitt des ferromagnetischen Materials längs des
ganzen Ringumfanges und mit einem Außendurchmesser, der maximal dem i,6fachen des Innendurchmessers
entspricht.
Als Maß dafür, wie weit die Form der Hystereseschleife der Rechteckform angenähert ist, läßt sich
auch eine Verhältniszahl (Rs)max angeben. Für die
Bedeutung dieser Größe wird auf die vorerwähnte Literatur verwiesen. Vollständigkeitshalber folgt
nachstehend eine kurze Erläuterung an Hand der Fig. 2, die auch eine schematische Darstellung eines
Teiles einer Magnetisierungskurve ist, die sich auf einen Fall bezieht, in dem mit der Entmagnetisierung
begonnen wurde, bevor die magnetische Sättigung erreicht war. Die Größe (Rs)max wird folgendermaßen
definiert:
B1
(Hm)
Der Quotient
'(-■*Η«ι)
m)
ist eine Funktion der angelegtenhochstenFeldsta.rke.ffm.
Es ergibt sich, daß dieser Quotient für einen bestimmten Wert von Hm, der meistens wenig von der Koerzitivkraft
H0 verschieden ist, einen Maximalwert besitzt.
Dieser maximale Wert des Quotienten wird durch das Symbol (Rs)max bezeichnet. Die zur Bestimmung
von (R3) max erforderlichen Messungen von B(Bm) und
B(-iEm) können wieder mittels eines ballistischen
Galvanometers durchgeführt werden. Als Meßobjekte für die Ermittlung der im folgenden mitgeteilten
Meßergebnisse dienten auch in diesem Falle ringförmige Magnetkerne mit einem konstanten Querschnitt
des magnetischen Materials längs des ganzen Umfangs des Ringes ' und mit einem Außendurchmesser,
der maximal das i,6fache des Innendurchmessers
beträgt.
Bei den Anwendungen ferromagnetischer Materialien mit einer nahezu rechteckförmigen Hystereseschleife
handelt es sich meist um Wechselströme hoher Frequenz, und es sollen also Wirbelströme
möglichst unterdrückt werden. Bei der Verwendung ferromagnetischer Legierungen kann dies in gewissem
Ausmaß dadurch erreicht werden, daß der Magnetkern aus gegeneinander isolierten, sehr dünnen Schichten
des ferromagnetischen Materials zusammengesetzt wird. Es ist jedoch oft äußerst schwierig, aus diesen
dünnen Schichten Kerne mit einer nahezu rechteckförmigen Hystereseschleife zusammenzusetzen. Bei
hohen Frequenzen ist es daher vorteilhaft oder sogar erforderlich, magnetisch weiche, ferrioxydhaltige Materialien
mit Spinellstruktur zu verwenden. Diese Materialien haben nämlich an sich bereits eine sehr
geringe elektrische Leitfähigkeit.
Für die Brauchbarkeit der betreffenden Magnetkerne für magnetische Speicher und magnetische
Schalter ist weiter eine wesentliche Bedingung, daß die Koerzitivkraft (H e) niedrig (zweckmäßig nicht
höher als 10 Örsted, vorzugsweise sogar niedriger als 4 Örsted) sein soll, da sonst die elektromagnetischen
Verluste zu hoch sind.
Gemäß der' Erfindung hat es sich nun ergeben, daß Ferritwerkstoffe für Magnetkerne, die eine
nahezu rechteckförmige Hystereseschleife aufweisen, dadurch erhalten werden können, daß ein Gemisch
aus Kupfer-, Nickel- und Eisenverbindungen in einer Gasatmosphäre mit einem Sauerstoffgehalt
von mehr als 50 Volumprozent auf eine Temperatur von 1375 bis 14500C erhitzt wird, wobei die Anteile an
Kupfer-, Nickel- und Eisenverbindungen so gewählt werden, daß eine Verbindung der Formel
Cu33Ni(^ x) Fe2 O4
entsteht, in der χ = ο,οΐ bis 0,05 ist.
Magnetkerne, die aus mindestens einer nach diesem Verfahren hergestellten !Verbindung bestehen,
erfüllen folgende Bedingungen:
B^
Brl
> 0,7
{RS)max
>.0,6
Hc <4 Örsted.
Derartige Magnetkerne eignen sich somit vortrefflich für die obenerwähnten Verwendungszwecke.
Ferromagnetische Ferrite der allgemeinen Formel CUaNi1^Fe2O4 sind zwar als ferromagnetische Materialien
bekannt; jedoch hat man bisher nicht erkannt, daß es durch die Verwendung eines sehr geringen
Kupferanteils und durch besondere Herstellungsbedingungen, wie sie im obigen beschrieben wurden,
möglich ist, die Hystereseschleife von Ferriten dieser Zusammensetzung der Rechteckform anzunähern und
damit die Verwendung dieser Ferrite für magnetische Speicher u. dgl. zu ermöglichen.
Ein Gemisch aus Kupferoxyd CuO, Nickelcarbonat
NiCO3 und Eisenoxyd Fe2O3 wird 5 Stunden in
Alkohol gemahlen und darauf 1 Stunde auf 9000 C in
Luft vorgesintert. Nach Abkühlung wird das Reaktionsprodukt wieder 2 Stunden in Alkohol gemahlen,
worauf das gemahlene Produkt in Form eines Ringes gepreßt wird. Dieser Ring wird 2 Stunden auf etwa
14000C in Sauerstoff gesintert.
Durch Änderung des Verhältnisses zwischen den Kupferoxyd- und Nickelcarbonatmengen im Ausgangsmaterial
können Ringkerne verschiedener. Zusammensetzung hergestellt werden. Von einigen dieser
660/369
N 9926 VIIIc/21g
Magnetkerne gibt nachstehende Tabelle die Zusammensetzung,
den Wert des Quotienten ■—-, den Wert von
(Rs)max und den Wert von H0.
| Zusammensetzung | Br | [■Kslmax | (inörsted) |
| Cu0i01Ni0.99Fe2O4 CuOi O3 Ni0,97Fe204 Cuo, 05 Ni0, D5Fe2 O1 |
Bd | 0,65 0,70 0,70 |
3,2 3>o 2,8 |
| 0,70 0,78 0,70 |
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerk-■ stoffes für Magnetkerne, die eine nahezu rechteckförmige Hystereseschleife aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus Kupfer-, Nickel- und Eisenverbindungen in einer Gasatmosphäre mit einem Sauerstoffgehalt von mehr als 50 Volumprozent auf eine Temperatur von 1375 bis 14500 C erhitzt wird, wobei die Anteile an Kupfer-, Nickel- und Eisenverbindungen so gewählt werden, daß eine Verbindung der Formelentsteht, in der χ — ο,οΐ bis 0,05 ist.
- 2. Magnetkern, dadurch gekennzeichnet, daß er aus mindestens einer nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 hergestellten Verbindung besteht.In Betracht gezogene Druckschriften: »AEG-Mitteüungen«·, 41, 1951, S. 135 bis 142; »Physica«, 1936, S. 463 bis 483.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE202005022087U1 (de) | Nanokristalliner Kern für Stromsensoren, ein- und zweistufige Energiezähler und diese integrierende Stromsonden | |
| DE2708151A1 (de) | Magnetische legierungen | |
| DE102015101211A1 (de) | Drossel | |
| DE102017115791A1 (de) | R-T-B-basierter Seltenerdpermanentmagnet | |
| DE969525C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| DE976166C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezurechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| DE1105213B (de) | Magnetostriktiver Vibrator | |
| DE977635C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| DE977563C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| DE2431698C3 (de) | Verwendung eines gesinterten Magnetits als Ferrit für magnetostriktive Schinger | |
| DE1109077B (de) | Verfahren zum Herstellen ferromagnetischer Koerper fuer elektrotechnische Zwecke mitpraktisch rechteckiger Hysteresisschleife und niedriger Koerzitivkraft | |
| DEN0009926MA (de) | ||
| DE976924C (de) | Verfahren zur Herstellung eines magnetischen Mischferritmaterials und daraus hergestellter Magnetkern | |
| DE1006090B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferrit-Werkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu echteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| DE977425C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| AT164420B (de) | Magnetischer Kern aus einem ferromagnetischen Ferrit | |
| DE1239606B (de) | Verfahren zur Herstellung von ferromagnetischen Kernen mit weitgehend rechteckfoermiger Hysteresisschleife | |
| DEN0009931MA (de) | ||
| DEN0009921MA (de) | ||
| DEN0009925MA (de) | ||
| DEN0010099MA (de) | ||
| DEN0009920MA (de) | ||
| DEN0010112MA (de) | ||
| DE977603C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Ferritwerkstoffes fuer Magnetkerne, die eine nahezu rechteckfoermige Hystereseschleife aufweisen | |
| DE1178763B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Mangan-Ferrit-kernes mit annaehernd rechteckiger Hystereseschleife |