DEP0001225MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. Dezember 1948 Bekanntgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kollimatorsucher für photographische Apparate mit einer helle
Rahmenlinien auf dunklem Grund tragenden Kollimatorplatte, bei welchem die im Kollimatorgesichtsfeld
den mit der Kameraoptik übereinstimmenden Bildausschnitt angebenden hellen Rahmenlinien durch
ein Okular und das Aufnahmeobjekt mit dem frei blickenden Auge betrachtet werden.
Man kennt Kollimatorsucher, bei denen das als einfache oder zusammengesetzte Linse ausgebildete
Okular und ein senkrecht zur Linsenachse angeordneter Markenträger an einer Grundplatte befestigt sind,
wobei die den Bildausschnitt angebenden Rahmenlinien der Kollimatorplatte entweder dunkel auf hellem
Grund oder hell auf dunklem Grund ausgebildet sind:
Dunkle Linien hat man auf eine ebene Glasplatte aufgezeichnet. Für schlecht erkennbare Objekte sind
dunkle Rahmenlinien für die Bildbegrenzung auch bei Tagesaufnahmen ungeeignet. Helle Linien auf dunklem
Grund hat man dadurch erhalten, daß man entsprechende Durchbrechungen in einer das Licht nicht
hindurchlassenden Scheibe angeordnet hat. Dabei hat man die Verzeichnung, die durch die Okularlinse
entsteht, durch entgegengesetzt gekrümmte Rahmenlinien wieder aufgehoben.
Diese flachen, in der Ebene der Kollimatorplatte befindlichen Rahmenlinien sind nicht eindeutig erkennbar
und können insbesondere dann nicht auseinandergehalten werden, wenn mehrere ineinandergeschachtelte
Linienfelder vorhanden sind. Je größer der BiId-
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ausschnitt ist, desto undeutlicher erscheinen die Rahmenlinien. '
Um die im Kollimatorgesichtsfeld befindlichen Rahmenlinien bei der Aufnahme von dunklen Obj ekten
' 5' bder'ber Nachtaufnahmen, deutlicher zu machen, hat
. man sie mit einer geeigneten Lichtquelle, beispiels-
'■'■'■ Weise einer ; kleinen' elektrischen Lampe, beleuchtet.
Hiermit sind aber die Schwierigkeiten bei Aufnahmen bei ungünstigem Licht in der Dämmerung oder nachts
ίο keineswegs behoben. Das Auge erblickt nämlich die
hell beleuchteten Rahmenlinien mit einem sehr viel größeren Helligkeitswert als das dunkle Objekt, so
daß sich die Augen auf die größere Helligkeit einstellen, wodurch die Erkennbarkeit des an sich schlecht
sichtbaren Objektes noch mehr gemindert wird. Dies ist nicht nur bei einäugigem, sondern auch bei beidäugigem
Gebrauch des. Kpllimatorsuchers der Fall.
Die Erfindung bezweckt, bei normalem wie bei
schlechtem Licht gut sichtbare und auch große BiIdausschnitte
eindeutig begrenzende Rahmenlinien zu schaffen, wobei sie von den bekannten hellen Rahmenlinien
auf dunklem Grund ausgeht. Erreicht wird dies erfindungsgemäß dadurch, daß die aus durchsichtigem
Material bestehende Kollimatorplatte auf der dem anzuvisierenden Gegenstand zugewendeten
Seite mit einer lichtdurchlässigen, grundierten oder opalen Oberfläche und auf der gegenüberliegenden,
dem Okular zugewendeten Seite mit einer lichtundurchlässigen Oberfläche versehen ist und daß die
auf dieser Seite befindlichen Rahmenlinien als vertieft liegende, einen vorzugsweise V-förmigen Querschnitt
aufweisende, sich selbst beleuchtende Rillen ausgebildet sind, die durch die undurchsichtige Oberfläche
hindurch mit ihren Seitenflächen bis in das
.■i5 durchsichtige Material der Kollimatorplatte hineinragen,
und ferner, daß vor der Kollimatorplatte ein , Weitwinkelokular mit einem Blickwinkel von mindestens
6o°, vorzugsweise 70 bis 80°, angeordnet ist. Durch diese Maßnahmen werden lichtsammelnde
Rahmenlinien im Kollimatorgesichtsfeld gebildet, die bei jedem Licht scharf begrenzt und infolge des
immer vorhandenen Helligkeitsunterschiedes gegenüber dem Objekt gut sichtbar sind. Der Sucher kann
so lange benutzt werden, wie genügend Licht vorhanden ist, um den zu betrachtenden Gegenstand
überhaupt sehen zu können, da praktisch kein auf den Sucher fallendes Licht verlorengeht. Die hohe
lichtsammelnde Eigenschaft der Rahmenlinien ist für den Gebrauch des Kollimatorsuchers bei weitwinkligen
Bildausschnitten von besonderer Bedeutung. In Verbindung mit einem Weitwinkelokular
mit einem Blickwinkel von mindestens 6o°, vorzugsweise 70 bis 8ö°, sind diese Rahmenlinien scharf
begrenzt erkennbar. Der erfmdungsgemäße Kollimatorsucher ist daher besonders für moderne Kameras
geeignet, die mit einem Weitwinkelobjektiv ausgerüstet sind.
Das der Erfindung zugrunde liegende Problem liegt bei Visiervorrichtungen nicht vor, die ein in die
undurchsichtige Abdeckung einer als Diaphragma dienenden Glasplatte ausgeschnittenes Fadenkreuz
aufweisen, da dieses in der optischen Achse der Zielvorrichtung liegt. Die bei dieser Vorrichtung verwendeten
reflexsteigernden Mittel, die zur besseren Sichtbarmachung des Fadenkreuzes dienen sollen, versagen
bei schlechtem Licht, so daß in diesem Fäll wiederum auf die künstliche. Beleuchtung des Diaphragmas
zurückgegriffen werden rhuß.
Das für den speziellen Zweck. errechnete und für den Kollimatorsucher bestimmte Weitwinkelokular
kann aus zwei gleichen Linsen' oder: aus zwei verschiedenen
Linsen zusammengesetzt sein.
Der Kollimatorsucher kann auch mit einem Entfernungsmesser
kombiniert sein.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Beispielen dargestellt, auf die sich die
Erfindung selbst jedoch nicht beschränkt, und zwar zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt durch den Kollimatorsucher,
der in Verbindung mit einer photographischen Kamera gebraucht' werden soll,
Fig. 2 eine Aufsicht auf■ den Sucher nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Kollimatorscheibe mit einer vertieften Rahmenlinie,
Fig. 4 eine andere Ausführungsform der Kollimatorscheibe,
bei der mehrere Rahmenlinien ent- '85 sprechend der Brennweite der Objektive ineinandergeschachtelt angeordnet und die, um Verzeichnungsfehler des Okulars aufzuheben, gekrümmt ausgebildet
sind,
. Fig. 5 einen Schnitt durch die Kollimatorscheibe und eine Rahmenlinie nach den Fig. 3 und 4 in vergrößertem
Maßstab,
Fig. 6 einen Schnitt durch ein Linsensystem des Okulärs gemäß Fig. 1,
Fig. 7 eine besondere Ausführungsform des Linsensystems gemäß Fig. 6,
Fig. 8 die Aufsicht auf einen Sucher mit einem rechteckigen Linsensystem,
Fig. 9 einen Längsschnitt durch den Sucher nach Fig. 8,
Fig. 10 eine Ansicht der Kollimatorscheibe des too Suchers nach Fig. 8,
Fig. 11 einen Schnitt durch das Linsensystem eines Kollimatorsuchers, der mit einem Entfernungsmesser
kombiniert ist, und
Fig. 12 das Linsensystem des Kollimatorsuchers nach Fig. 11 in vergrößertem Maßstab.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Kollimatorsucher
zeigt einen Linsenträger 1 für das Okular 2 und eine Kollimatorscheibe 3, die beide in dem
Gehäuse 4 des Suchers montiert sind, das sich zum Okular hin verjüngt und eine, rechteckige Grundform
aufweist. Es kann aber auch zylindrisch oder kegelförmig ausgebildet sein und aus Metall oder
Kunststoff bestehen. Zur Befestigung des Linsenträgers ι hat dieser den Ansatz 5, mit dem er in das
Gehäuse 4 eingreift. Die Kollimatorscheibe 3 besitzt einen Ansatz 6, mit dem sie in dem Gehäuse befestigt
ist. Zur Befestigung des Suchers an der Kamera dienen die Lappen 7 oder andere geeignete Mittel.
Der Sucher kann aber auch direkt in das Gehäuse eines photographischen Apparates eingebaut sein.
In diesem Fall ist ein Fenster für das Okular und ein zweites Fenster für die Kollimatorscheibe vorgesehen.
Die als ebene Platte ausgebildete Kollimatorscheibe 3 besteht aus Glas oder einem durchsichtigen
Kunststoff. Sie ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt.
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In der Fig. 3 bezeichnet 8 die durch die Rahmenlinien 9 umrahmte Fläche, die den Bildausschnitt
wiedergibt. Es sind dies helle Rahmenlinien auf dunklem Grund, die gemäß Fig. 4 in bekannter
Weise derart gekrümmt sind, daß eine durch die Okularlinsen vorhandene Verzeichnung aufgehoben
wird, so daß die Rahmenlinien dem Auge geradlinig erscheinen. Es sind mehrere durch Rahmenlinien
umgrenzte Bildausschnitte vorgesehen, die den in der Kamera verwendeten Objektiven verschiedener
Brennweiten entsprechen. Die Kollimatorscheibe, die der Kollimatorscheibe nach Fig. 3 entspricht, ist
mit 3' und die ineinandergeschachtelten hellen Rahmenlinien sind mit 12, 13 und 14 bezeichnet.
Die Rahmenlinien 12 können für weit winklige Kameralinsen,
die Rahmenlinien 13 für eine normale Linse und die Rahmenlinien 14 für eine Fernphotolinse
bestimmt sein.
Im folgenden wird das für die Erfindung wesentliehe
optische Gegenseitigkeitsverhältnis der als Okular dienenden Linse 2 zur Kollimatorscheibe 3
und die besondere Sichtwirkung der Rahmenlinien an Hand der Fig. 5, 6 und 7 erläutert.
Praktische Prüfungen haben ergeben, daß die Rahmenlinien dann besonders gut sichtbar sein
müssen, wenn sie einen weitwinkligen Bildausschnitt umgrenzen, wie es für moderne Kameras gefordert
wird. Zu diesem Zweck sind die aus Glas oder einem durchsichtigen Kunststoff hergestellten Kollimatorscheiben
3 oder 3' gemäß den Fig. 3 und 4, wie dies in Fig. 5 vergrößert dargestellt ist, auf der Seite, die
dem zu beobachtenden Gegenstand zugewandt ist, mit einer lichtdurchlässigen, grundierten oder opalen
Oberfläche 10 versehen, während die gegenüberliegende, dem Okular zugewendete Seite mit einer
lichtundurchlässigen Schicht 11 überzogen bzw. bedeckt oder in anderer Weise undurchsichtig gemacht
ist, so daß sie dunkel erscheint. In diese lichtundurchlässige Oberfläche 11 sind die Rahmenlinien
9 eingraviert oder eingeschliffen, so daß sie Rillen oder Vertiefungen bilden, deren Querschnitt
vorzugsweise V-förmig ist. Die Rahmenlinien sind so tief, daß sie durch die lichtundurchlässige Schicht 11
hindurch und mit ihren schrägen Seitenflächen in das lichtdurchlässige Material der Kollimatorscheibe hindurchragen.
Der V-förmige Querschnitt der vertieften Rahmenlinien hat sich als ganz besonders zweckmäßig
erwiesen, da er sehr scharf begrenzte helle Rahmenlinien ergibt. Gemäß der Ausführungsform
der Fig. 5 sind die Seitenflächen der vertieften Rahmenlinien je unter 45° zur Oberfläche der Kollimatorscheibe
geneigt, so daß sie einen Winkel von 900 einschließen. Die unter einem Winkel stehenden
Seiten der vertieften Rahmenlinien 9 sammeln das Licht, welches von der lichtdurchlässigen, grundierten
oder opalen Oberfläche 10 ausgeht und den gesamten Querschnitt der Kollimatorscheiben 3, 3'
durchflutet. Das Ergebnis ist, daß die Rahmenlinien stark erleuchtet erscheinen, sogar dann, wenn das
Außenlicht verhältnismäßig schwach ist. Die Rahmenlinien beleuchten sich somit selbst durch das in
den Kollimatorsucher gelangende Licht, wobei die Rahmenlinien stets heller erscheinen als das beobachtete
Bild, so daß stets der erforderliche Kontrast zwischen den Rahmenlinien und dem Bildausschnitt
vorhanden ist.
Das Okular, das in Fig. 1 schematisch dargestellt ist, besteht aus einer weitwinkligen Linse, die auf die
Kollimatorscheibe 3 eingestellt ist. Da es erwünscht ist, daß die Kollimatorscheibe und ihre von den
Rahmenlinien umschlossene Fläche so groß wie möglich sind, um einen befriedigenden Sichteffekt zu
erhalten, ist der Winkel der Linse, wie er bei dem erfindungsgemäßen Kollimatorsucher zur Anwendung
kommt, ungewöhnlich weit, nämlich mindestens 6o° oder, wie es die Praxis erwiesen hat, noch besser
70 bis 8o°.
Fig. 6 zeigt ein Linsensystem für solche Winkel. Die optischen Konstanten des Linsensystems sind
folgende:
Brechungsindex ...... na = 1,523 : AbbescheZahl
ν = 58.8,
Krümmungshalbmesser r1 = 1,260" = 32,004 mm
Krümmungshalbmesser r1 = 1,260" = 32,004 mm
Abstand s = 0,020" = 0,508 mm ö
Dicke der Linsen . .. . t — 0,156" = 3,960 mm
Brennweite = 1,260" = 32,004 mm
Ein Okular gemäß Fig. 6 umfaßt einen Winkel von 70 bis 8o°. Es hat ein im wesentlichen ebenes
Feld und wenig Astigmatismus und nur einen mäßigen Betrag an Coma und chromatischer Abweichung.
Gewünschtenfalls können Verzerrung und chromatische Abweichung reduziert werden durch ein Linsensystem
gemäß Fig. 7, das folgende optische Konstanten besitzt:
Brechungsindex nd = 1,611: AbbescheZahl
υ =58,8
Krümmungshalbmesser r1 = 1,50" = 38,100 mm
Krümmungshalbmesser r1 = 1,50" = 38,100 mm
r2 = 9,50" = 241,300 mm
- - ^3 = !,45" = 36,830 mm
r4 = 6,25" = 158,750 mm
Abstand s = 0,02" = 0,508 mm
Dicke der Linsen .... ^ = 0,22" = 5,588 mm
t2 = 0,16" = 4,064 mm l°5
Brennweite = 1,26" = 32,004 mm
Okulare gemäß den Fig. 6 und 7 und entworfen nach den vorstehend dargelegten Konstanten sind
durch ein sehr weites Gesichtsfeld und ungewöhnlich weiten Gesichtswinkel bei einfacher Bauart gekennzeichnet.
Die Fig. 8, 9 und 10 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Suchers, der aus einem rechtwinkligen, sich ein wenig verjüngenden
Gehäuse 15, einem weitwinkligen Okular 16 und einer Kollimatorscheibe 17 besteht. Das Okular ist
aus Linsen 16' und 16" zusammengesetzt und vorzugsweise
so gebaut, wie dies bei den Fig. 6 und 7 beschrieben ist. Die beiden Linsen des Okulars
werden in ihrer Lage durch einen rechtwinklig geschlitzten Abstandshalter 18 gesichert. Die Kollimatorscheibe
17, auf die das Okular eingestellt ist, ist ebenso ausgebildet wie die gemäß Fig. 4.
In gewissen Fällen kann es erwünscht sein, die Kollimatorscheibe 17 auszuwechseln. Für diesen
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Zweck liegt die Kollimatorscheibe in einer Nut 20 des Gehäuses 15. Diese Nut läßt der Kollimatorscheibe
auf den beiden kurzen Seiten einen Spielraum. Auf der einen Seite, wo die Nut vorteilhaft
etwas weiter ist, ist eine Blattfeder 21 angeordnet, die die Kollimatorscheibe nach der gegenüberliegenden
Seite der Nut drängt. Die Kollimatorscheibe wird in ihrer Lage in der Nut durch eine Deckplatte 22 mit
einem Fenster 23 für die Kollimatorscheibe gehalten. Die kurzen Seiten dieses Fensters sind gleich lang wie
die kurzen Seiten der Kollimatorscheibe, und die langen Seiten des Fensters sind etwas kürzer als die
langen Seiten der Kollimatorscheibe, wodurch sie in ihrer Lage gesichert ist. Eine Aussparung 24 in der
Deckplatte (Fig. 10) gestattet, mittels eines Werkzeuges die Kollimatorscheibe entgegen der Spannung
der Feder 21 zu verschieben (in der Zeichnung nach rechts), bis die angefaßte Seite der Kollimatorplatte
frei ist und sie entfernt und ausgewechselt werden kann.
Zur Befestigung an einem Kameragehäuse ist das Gehäuse 15 mit Lappen 40 versehen, die Löcher 41
für die Befestigungsschrauben aufweisen.
Der erfindungsgemäße Kollimatorsucher hat die Eigenschaft, daß die Kollimatorplatte und die von
den Rahmenlinien umschlossene Fläche in Verbindung - mit dem Weitwinkelokular möglichst groß sind, um
einen guten Sichteffekt zu erhalten. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, das von einem Entfernungsmesser
aufgenommene Bild des Objekts zentral in den Strahlengang des Kollimatorsuchers einzuspiegeln,
ohne die gute Sichtbarkeit der den Bildausschnitt begrenzenden hellen Rahmenlinien zu stören. Fig. 11
zeigt ein solches Ausführungsbeispiel, bei dem in dem Strahlengang des Kollimatorsuchers, in dessen
optischer Achse liegend, eine kleinere Zerstreuungslinse 38 und, dieser zugeordnet, ein Prisma 35 angeordnet
sind, durch welches der von dem Entfernungsmesser kommende Strahlengang zentral in das
Kollimatorgesichtsfeld eingespiegelt wird. Die Kollimatorscheibe ist mit 25 bezeichnet. Sie entspricht
derjenigen der Fig. 3 und 4. Vor der Kqllimatorscheibe befindet sich ein lichtdurchlässiges Fenster 26,
das in dem gemeinsamen Gehäuse bzw. in dem Gehäuse des photographischen Apparates angeordnet ist, wenn
das Gerät in das Kameragehäuse eingebaut ist. Das Okular ist mit 27 bezeichnet. Es entspricht demjenigen
nach den Fig. 6 und 7.
Wenn das Licht vom Entfernungsmesser unmittelbar in das Okular eintreten würde, würde dies in
einem scharf konvergierenden Strahl geschehen, den das Auge nicht als Bild auffassen könnte. Deshalb
wird die Zerstreuungslinse 38 eingeschaltet, so daß die Strahlen, vom Entfernungsmesser kommend, zunächst
divergieren, um dann von den Linsen des Okulars zu parallelen Strahlen gebrochen zu werden.
Durch Änderung der Divergenz der Zerstreuungslinse kann die Vergrößerung des umgekehrten GaIileischen
Teleskops, wie es durch die Zerstreuungs-So linse mit den Sammellinsen des Okulars gebildet
wird, von einem kleinen Wert bis zu dem Wert 1 verändert werden. In der Praxis hat sich eine Vergrößerung
von 0,8 als besonders vorteilhaft ergeben.
Der Entfernungsmesser kann, wie es das Ausführungsbeispiel zeigt, aus den beiden Prismen 28 und
29, die hinter den Fenstern 30 und 31 liegen, und den Prismen 32 und 34 und der in beiden Strahlengängen
zwischen den Prismen 32 und 34 angeordneten planparallelen Glasplatte 33 bestehen, wobei das Prisma 29
um den Drehzapfen 36 mittels des Hebels j/j schwenkbar
ist. Das Prisma 34 reflektiert die Strahlen zum Prisma 33 des Kollimatorsuchers. In der Fig. 11 ist
der von dem Entfernungsmesser kommende Strahlengang durch strichpunktierte Linien und derjenige
des Kollimatorsuchers durch gestrichelte Linien angedeutet. ,
Fig. 12 zeigt ein geeignetes umgekehrtes galileisches
System, das folgende optische Konstanten besitzt:
Brechungsindex ?iÄ = 1,523 : AbbescheZahl
ν = 58,8
Krümmungshalbmesser rx = 1,260" = 32,004 mm
r2 = 00
Abstand s = 0,020" = 0,508 mm
Dicke der Linsen .... t = 0,156" = 3,960 mm
Abstand S1 = 0,620" = 15,748 mm
Krümmungshalbmesser r3 = 0,515" = 13,081 mm
V1 — 00 Dicke der Linsen .... ^1 = 0,075" = 0,190 mm
Ein Beobachter, der mit der Sucherkombination arbeiten will, wie sie in Fig. 11 dargestellt ist, hält
einfach sein eines Auge nahe an das Okular 27, während sein zweites Auge das zu photographierende
Objekt direkt beobachtet. Sodann bringt er durch Verstellung am Entfernungsmesser die beiden durch
das Okular 27 zu beobachtenden Bilder zur Deckung,. was die korrekte Einstellung der Kameralinse anzeigt.
Gleichzeitig wird die eingeschlossene Maskenfläche 25 sichtmäßig in das normale Gesichtsfeld
überlagert, so daß der Beobachter die Kamera richtig handhaben kann.
Claims (4)
- Patentansprüche: 1o5i. Kollimatorsucher für photographische Apparate mit einer helle Rahmenlinien auf dunklem Grund tragenden Kollimatorplatte, bei welchem die im Kollimatorgesichtsfeld den mit der Kameraoptik übereinstimmenden Bildausschnitt angebenden hellen Rahmenlinien durch ein Okular und das Aufnahmeobjekt mit dem frei blickenden Auge betrachtet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die aus durchsichtigem Material bestehende Kollimatorplatte (3) auf der dem anzuvisierenden Gegenstand zugewendeten Seite mit einer lichtdurchlässigen, grundierten oder opalen Oberfläche (10) und auf der gegenüberliegenden, dem Okular (2) zugewendeten Seite mit einer lichtundurchlässigen Oberfläche (11) versehen ist und daß die auf dieser Seite (11) befindlichen Rahmenlinien als vertieft liegende, einen vorzugsweise V-förmigen Querschnitt aufweisende, sich selbst beleuchtende Rillen (9, 12, 13, 14) ausgebildet sind, die durch die undurchsichtige Oberfläche (11) hindurch mit ihren Seitenflächen bis in das durch-578/230'ρ 1225IX142h Bsichtige Material der Kollimatorplatte hineinragen, und ferner, daß vor der Kollimatorplatte ein Weitwinkelokular mit einem Blickwinkel von mindestens 6o°, vorzugsweise 70 bis 8o°, angeordnet ist.
- 2. Kollimatorsucher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Okular zusammengesetzt ist aus zwei gleichen Linsen, von denen jede folgende optische Konstanten besitzt:Brechungsindex ..Krümmungshalbmessernd = 1,523: Abbesche Zahl ν = 58,8Abstand sDicke der Linsen . t
Brennweite= 1,260" = 32,004 mm = co= 0,020" = 0,508 mm = 0,156" = 3,960 mm = 1,260" = 32,004 mm - 3. Kollimatorsucher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Okular zusammengesetzt ist aus zwei verschiedenen Linsen, von denen die eine Linse folgende optische Konstanten besitzt:Brechungsindex ..KrümmungshalbmesserDicke der Linsen.nd = i,6ii : Abbesche Zahl ν = 58,8rx = 1,50" = 38,100 mm r2 = 9,50" = 241,300 mm ^1 = 0,22" = 5,588 mmund die zweite Linse optische Konstanten mit folgenden Werten besitzt:nd = 1,611: Abbesche Zahl υ = 58,8r3 = 1,45" = 36,830 mm ri = 6,25" = 158,750 mm Dicke der Linse .. t2 = 0,16" = 4,064 mmBrechungsindex .Krümmungshalbmesserwobei beide Linsen einen Abstand s = 0,02" = 0,508 mm haben und die Brennweite 1,26" = 32,004 mm beträgt.
- 4. Kollimatorsucher nach Anspruch 1, der mit einem Entfernungsmesser vereinigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Okular zusammengesetzt ist aus zwei Linsen, von denen jede folgende optische Konstanten besitzt:Brechungsindex ... nä = 1,523 : Abbesche Zahlν = 58,8 Krümmungshalbmesser T1 = 1,260" = 32,004 mmr2 = coDicke der Linsen., i =0,156"= 3,960 mm Abstand der Linsen s = 0,020" = 0,508 mmund daß diesen Linsen eine negative Linse vorgeschaltet ist, welche folgende optische Konstanten besitzt:Brechungsindex ... nd = 1,523 : Abbesche Zahlν = 58,8
Krümmungshalb-rs = 0,515" = 13,081 mmmesserr, = coIn Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 350186, 142 924, 789, 317 182.Dicke der Linse .. U1 = 0,075" = 1,900 mmwobei ihr Abstand s = 0,62" = 15,748 mm beträgt, und daß in der optischen Achse zwischen der Kollimatorscheibe und der negativen Linse ein Prisma zum Einspiegeln des von einem Entfernungsmesser kommenden Strahlenganges angeordnet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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