DEP0008343MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. September 1952 Bekanntgemacht am 5. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein einlagiges, dichtes Textilgewebe, welches nur in einer ,Richtung
teilweise aus thermoplastischen Fäden besteht und zur Herstellung von Laschen dient, die auf
einer Seite mit gut lesbaren, aufdruckbaren Markierungen versehen und durch Druck und Wärme
lösbar an andere Textilien derart anheftbar sind, daß sie fest anhaften, aber abziehbar sind. Solche
Laschen bzw. Textilgewebe können für das Zeichnen von Textilien, die gewaschen oder trocken gereinigt
werden sollen, verwendet werden.
In der deutschen Patentschrift 845 791 ist eine
solche aus einem Textilgewebe bestehende Lasche bzw. ein Etikett beschrieben, das in einer Richtung
einen Anteil an Fasern oder Garnen' aus einem thermoplastischen Material enthält, welches bei der
Waschtemperatur von etwa ioo° nicht weich wird, aber bei einer Temperatur unter dem Ansengpunkt
des Stoffes, auf dem die Lasche durch Wärme und Druck angebracht wird, erweicht. Solche Laschen
werden auf einer Seite mit aufgedruckten Kennzeichen versehen und können durch Abziehen von
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den Textilien entfernt werden, ohne daß der Textilstoff, auf dem sie angeheftet wird, in Mitleidenschaft
gezogen wird. Die thermoplastischen Fasern des Laschengewebes können beispielsweise
aus Zelluloseazetat bestehen, dem ein wasserunlöslicher Weichmacher, wie Diäthyl- oder Dimethylphthalat,
beigegeben ist. Während der Anwendung von Wärme und Druck kann ein flüchtiges Lösungsmittel
für das Zelluloseazetat zugegen sein.
ίο Beim Zeichnen von Textilien geht man so vor,
daß die Laschen aus dem gemischten Textilgewebe unmittelbar vor dem Anheften auf einen Textilgegenstand
mit aufgedruckten Markierungen versehen werden. Wenn nun die Lasche durch Aufpressen
mittels Druck und Wärme mit dem Textilgegenstand verbunden wird, kann der Fall eintreten,
daß der Farbstoff durch das Weichwerden der thermoplastischen Fäden von der Markierungsseite her durch die Lasche hindurchdringt und auf
ao den Textilgegenstand übertragen wird, wobei ein etwa anwesendes Lösungsmittel diese Übertragung
begünstigt. Weiter kann der Fall eintreten, daß neben der Übertragung des Farbstoffes von der
Oberseite der Lasche über die weichwerdenden bzw. schmelzenden thermoplastischen Fäden auf
den Textilgegenstand zusätzlich ein Verwischen der Markierung eintreten kann, womit die Kennzeichen
der Lasche nicht mehr oder nur schlecht . erkennbar sind.
Um diese Übertragung der Farbmarkierungen auf den Textilgegenstand, der damit bleibend mit
Farbstoff versehen ist, und ein Verwischen der aufgedruckten Markierung zu verhindern, besteht die
Erfindung darin, daß bei den eingangs erwähnten einlagigen Textilgeweben, aus denen die Laschen
hergestellt werden, die nicht thermoplastischen Fäden des Gewebes in Ketten- und Schußrichtung
miteinander verwebt sind und die nur in einer Richtung laufenden thermoplastischen Fäden abwechselnd
auf der einen, die Haftseite bildenden Seite zwei oder drei nicht thermoplastische Querfäden
und auf der anderen, die Druckseite bildenden Seite nur einen, nicht thermoplastischen Quer-,
faden nach außen frei liegend überlaufen, so daß die thermoplastischen Fäden auf der Haftseite in
größerem Ausmaß erscheinen als auf der anderen, bedlruckbaren Seite.
Dieses gemischte Textilgewebe ist vorteilhaft so gewebt, daß an einigen oder allen Stellen, wo die
thermoplastischen Fäden auf der Druckseite des Gewebes liegen, diese Fäden von nicht thermoplastischen
Fäden flankiert sind, die in derselben Richtung laufen und an derselben Stelle an der
Außenfläche der Druckseite liegen wie die thermoplastischen Fäden.
Durch diese Ausbildung des gemischten Textilgewebe« wird erreicht, daß der Gewebecharakter
des Textilgewebes bzw. der Lasche völlig erhalten bleibt, selbst wenn die thermoplastischen Fäden
nach Aufbringen auf einen Textilgegenstand infolge der Anwendung von Druck und Wärme völlig
erweichen und dadurch keine Gewebebindung mit den nicht thermoplastischen Fäden mehr besitzen.
Andererseits liegen durch die erfindungsgemäße Ausbildung die thermoplastischen Fäden auf der
zu bedruckenden Seite nur mit einem sehr geringen Teil frei, so daß damit auch kaum oder nur noch
in außergewöhnlichen Fällen Farbstoffe durch das Erweichen der thermoplastischen Fäden auf den
Textilgegenstand übertragen werden. Wenn dabei die thermoplastischen Fäden auf der Druckseite
zusätzlich von nicht thermoplastischen Fäden beidseitig flankiert sind, so werden die thermoplastischen
Fäden auf dieser Seite zusätzlich mehr oder weniger stark abgeschirmt oder abgedeckt, so daß
damit kaum noch irgendwelche Farbstoffe beim Aufdrucken der' Markierungen in das thermoplastische
Material übergehen '.und beim Erweichen
der thermoplastischen Fäden übertragen werden können. Andererseits liegen die thermoplastischen
Fäden auf der Haft- oder Klebeseite in einem größeren Ausmaß frei, da sie zwei oder drei Quer-'
fäden nach außen frei liegend überlaufen, so daß durch diese Fäden bei Anwendung von Druck und
Wärme eine einwandfreie Haftverbindung der Lasche mit einem Textilgegenstand erreicht wird.
Es ist nicht zweckmäßig und vorteilhaft, wenn die thermoplastischen Fäden auf der Haftseite mehr
als drei Querfäden nach außen frei liegend überlaufen, da dann die Gefahr besteht, daß beim Ab- go
ziehen der Lasche vom Textilgegenstand Rückstände des thermoplastischen Materials auf dem
Textilgegenstand verbleiben, d. h., dieses thermoplastische Material löst sich dann von der Lasche,
da es mit dieser nicht mehr stark genug verbunden ist, und bleibt auf dem Textilgegenstand haften.
Durch die erfindlungsgemäße Ausbildung des gemischten
Textilgewebes bzw. der aus diesem Gewebe hergestellten Laschen wird also eine Übertragung der aufzudrückenden Farbstoffmarkierun-
gen auf die Textilgegenstände und außerdem ein Verwischen der Markierung 'vermieden. Da weiter
die thermoplastischen Fäden auf der Haftseite in größerem Ausmaß erscheinen als auf der bedruckbaren
Seite, ist «es möglich, den Gesamtanteil an thermoplastischen Fäden in dem Textilgewebe
gegenüber bisherigen Ausführungen zu verringern, so daß auch die Herstellungskosten dieser gemischten
Gewebe herabgesetzt werden.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. ι ist eine übliche Webpatrone, die ein Beispiel
des Gewebes gemäß der Erfindung von der Druckseite aus gesehen zeigt;
Fig. 2 ist eine vergrößerte" idealisierte Ansicht des von der Druckseite aus gesehenen Gewebes;
Fig. 3 ist eine Webpatrone, die eine andere Bindung zeigt;
Fig. 4 und 5 sind Ansichten von Abschnitten der Gewebe nach Fig. 1 und 2 bzw. Fig. 3, die rein
schematisch das Aussehen von der Druckseite darstellen;
Fig. 6 ist eine schematische Ansicht eines mit einem nicht klebenden Rand versehenen gewebten
Streifens bzw. Bandes, und
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Fig. 7 zeigt ein Beispiel einer Einrichtung zum Anbringen von Laschen bzw. Etiketten für das
Zeichnen in Wäschereien.
Das in Fig. ι gezeigte Gewebe enthält thermoplastische
Kettenfäden A, die mit einer Mehrzahl von nicht thermoplastischen Kettenfäden C abwechseln.
Das Hervortreten von Kettenfäden aus nicht thermoplastischem Material ist durch einfache
Schraffierung und das Hervortreten von
ίο thermoplastischen Kettenfäden durch . Kreuzschraffierung
angedeutet, während weiße Quadrate die Schußfäden darstellen. Wie ersichtlich, folgen
in der Kette einem thermoplastischen Faden A zwei nicht thermoplastische Fäden C usw. über die
ganze Kette. Hintereinanderfolgende Schüsse sind miit a, a' . . . bis /, f . . . bezeichnet, 'wobei, wie aus
dem Schema ersichtlich, sich der Bindungsrapport nach sechs Schüssen wiederholt.
Die Kettenfäden sind gleichsam in Dreiergruppen zusammengefaßt, wobei jede Gruppe aus
einem thermoplastischen Faden lund zu jeder Seite liegendem, nicht thermoplastichem Faden besteht.
Bei dem Schuß α sind die Kettengruppen verwebt mit der Ausnahme, daß die thermoplastischen
Fäden jeder zweiten Gruppe auf der Haft- oder Klebseite liegen, während bei dem Schuß b die
Fäden in Leinwandbindung gewebt sind, wobei nur . jeder zweite thermoplastische Faden auf der Druckseite
erscheint. Auch durch den Schuß c sind die Kettenfäden in Leinwandbindung gewebt, und zwar
so, daß die anderen thermoplastischen Kettenfäden abwechselnd auf der Druckseite erscheinen. Der
Schuß d hat die gleiche Bindung wie der Schuß a.
Bei den Schüssen e und / liegen die Kettenfäden in Dreiergruppen abwechselnd auf der Oberfläche, wobei
jeder thermoplastische, auf der Druckseite erscheinende Kettenfaden beidseitig von einem nicht
thermoplastiehen Kettenfaden flankiert ist. Bei den folgenden Einschüssen a!, b' . . . a"', b" . . . wieder holt
sich der Bindungsrapport. Daraus ergibt sich, daß nur eine geringe Länge der thermoplastischen
Fäden auf der Druckseite des Gewebes frei liegt, was zu den günstigen obenerwähnten Ergebnissen
führt, wobei das Gewebe jedoch möglichst fest und dicht gewebt ist. Durch ein solches dichtes Gewebe
wird erreicht, daß die aufzudruckenden Markierungen klar und deutlich in Erscheinung treten.
Ein kleiner Ausschnitt eines vorstehend beschriebenen Gewebes mit der Druckseite nach oben
ist in Fig. 2 im stark vergrößerten Maßstab gezeigt, aus der die Bindung des Gewebes ohne
weiteres ersichtlich ist. In der Praxis sind die Fäden naturgemäß nicht, wie dargestellt, scharf
begrenzte, stangenartige Elemente, sondern haben eine rauhe und faserige Oberfläche. Die Fig. 2 zeigt
weiterhin deutlich den verhältnismäßig großen Längenanteil der auf der Haft- oder Klebeseite des
Gewebes frei liegenden thermoplastischen Fäden.
Fig. 3 zeigt gegenüber Fig. 1 eine andere Bindung, bei der jedoch die thermoplastischen Kettenfäden
in der gleichen Weise wie in Fig. 1 und 2 mit nicht, thermoplastischen Fäden abwechseln und der
Bindungsrapport sich nach vier Schüssen wiederholt, wobei die einzelnen Reihen mit a, a'... .,
b, b' . . ., c, c'. . ., d, d'. . . bezeichnet sind. In diesem Fall liegen thermoplastische Fäden bei
jedem zweiten Schuß auf der , Druckseite, wobei durch jeden Schuß b jeweils der zweite thermoplastische
Kettenfaden und durch den Schuß c die anderen Kettenfäden aus thermoplastischem Material
auf die Druckseite gebracht sind. Es scheint nicht notwendig zu sein, im einzelnen auf die Bindung
dieses" Gewebes einzugehen, jedoch ist darauf hinzuweisen, daß bei jeder zweiten Kettengruppe
durch einen der Schüsse, z. B. durch den Schuß d, die thermoplastischen Fäden beidseitig von nicht
thermoplastischen Fäden flankiert sind, so daß dlie thermoplastischen Fäden hier, ähnlich wie zu Fig. 1
und 2 beschrieben, beidseitig durch die nicht thermoplastischen Fäden mehr oder weniger stark
abgeschirmt: werden können. Das Erscheinungsbild der thermoplastischen Kettenfäden auf der Druckseite
der Gewebe nach Fig. 1 und 3 ist in Fig. 4 und 5 schematisch (vgl. die Striche r bzw. v) wiedergegeben,
während Fig. 6 ein entsprechendes Schema eines schmalen gewebten Bandes oder Streifens
darstellt, bei dem ein Randteil m keine thermoplastischen Kettenfäden enthält, so d"aß dieser nicht
klebende Rand dazu benutzt werden kann, eine aus diesem Band herausgeschnittene oder hergestellte
Lasche leicht und bequem von dem Textilgewebe, auf dem die Lasche befestigt ist, abzuziehen.
Die gezeigten Mischgewebe sind auf einem normalen Webstuhl hergestellt, bei dem jedoch die
thermoplastischen Fäden gesondert aufgebäumt und mit einer loseren Zugspannung als die nicht
thermoplastischen Fäden verwebt sind, so daß die thermoplastischen Fäden während des Webens
locker gebunden sind. Dadurch wird vermieden, daß die thermoplastischen Fäden nicht von der
rauhen Oberfläche der nicht thermoplastischen Fäden abgeschirmt werden, wie es eintreten würde,
wenn sie etwa mit gleicher Spannung verwebt würden wie die nicht thermosplastischen Fäden. Durch
diese lockere Anbindung der thermoplastischen Fäden wird also ihre Verschweißung mit einem anderen Gewebe od. dgl. möglich und nicht gestört.
Das Maß dieser Lockerung der thermoplastischen Fäden ist jedoch verhältnismäßig gering und äußerlich
kaum wahrnehmbar. Von den beschriebenen Geweben können Streifen abgeschnitten und aufgerollt
werden, die dann wieder zu Laschen schmaler Form aufgeteilt werden, wie beispielsweise
Fig. 6 zeigt, deren Unterteil eine solche Lasche wiedergibt. ■
Eine Maschine zum Ankleben von Laschen oder Etiketten auf Textilien für das Zeichnen dieser
Textilien, die gewaschen werden sollen, kann entsprechend Fig. 7 ausgebildet sein. Eine Rolle des
nach der Erfindung ausgebildeten Gewebestreifens,. der aus einer Stoffbahn ausgeschnitten sein kann,
ist mit ι bezeichnet, wobei dieser Streifen über Förderrollen 2 .au einem Greifer 3 geführt wird,
der mittels einer Führungsstange 14 hin und her verschoben werden kann. Der Greifer ist so eingerichtet,
daß er Laschen bzw. Etiketten 5 aufnimmt,
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Claims (8)
1. Einlagiges, dichtes Textilgewebe, welches nur in einer Richtung teilweise aus thermoplastischen
Fäden besteht und zur Herstellung von Laschen dient, die auf einer Seite mit gut
lesbaren, aufdruckbaren Markierungen versehen und auf der anderen Seite durch Druck und
Wärme lösbar an andere Textilien derart anheftbar sind, daß sie fest anhaften, aber abziehbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht . thermosplastiischeni Fäden in Ketten- und Schußrichtung miteinander verwebt sind und die nur
in einer Richtung laufenden thermoplastischen Fäden abwechselnd auf der einen, die Haftseite
bildenden Seite zwei oder drei nicht thermoplastische Querfäden und auf der anderen, die
Druckseite bildenden Seite nur einen, nicht thermoplastischen Querfaden nach außen, frei
liegend überlaufen, so daß die thermoplastischen Fäden auf der Haftseite in größerem Ausmaß
erscheineni als auf der anderen, bedruckbaren Seite, während die nicht thermoplastischen Ketten-
und Schußfäden ein Gewebe bilden, welches ^unabhängig von den thermoplastischen Fäden
zusammenhängt.
2. Textilgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe aus Gruppen
von drei Kettenfäden (C, A, C) besteht, bei denen ein thermoplastischer Faden (A) mittig zwischen
zwei nicht thermoplastischen Fäden (C) liegt, während der Schußfaden aus nicht thermoplastischem
Faden besteht, wobei einige der Schüsse (e, f, Fig. i, oder d in Fig. 1) bei der Herstellung
des Gewebes in ein Kettenfach eingetragen sind, welches durch die Gruppen gebildet
ist, während andere Schüsse in ein Kettenfach eingetragen sind, in welchem einige der Kettenfäden
ein anderes Fach bilden als in der ersterwähnten Gruppe.
3. Textilgewebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einigen oder allen Stellen,
wo die thermoplastischen Fäden auf der Druckseite des Gewebes liegen, diese Fäden von
.nicht thermoplastischen Fäden flankiert sind, die in derselben Richtung laufen und an derselben
Stelle an der Außenfläche der Druckseite liegen wie die thermoplastischen Fäden.
4. Textilgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Wiederholung des
Bindungsrapports (Fig. 1) zwei aufeinanderfolgende Schüsse (δ, c) einzeln mit den aufeinanderfolgenden
Kettenfäden verwebt sind, so daß die thermoplastischen Kettenfäden, abwechselnd
auf die Druckseite gebracht sind und daß in der Wiederholung des Bindungsrapports zwei
weitere aufeinanderfolgende Schüsse (e, f) mit den Kettenfäden in Dreifadengruppen verwebt
sind und dadurch ein Gewebe mit Schußlinien auf der Druckseite ergeben, die durch, die ersten.
aufeinanderfolgenden Schüsse (b, c), welche die thermoplastischen Fäden nach außen bringen,
gebildet sind, während die thermoplastischen Fäden, die durch die nächsten folgenden Schüsse
(e, f) auf dieselbe Seite gebracht sind, durch nicht thermoplastische Kettenfäden, welche beid- ·
seitig derselben verlaufen, abgeschirmt sind.
5. Textilgewebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Wiederholung des
Bindungsrapports (Fig. 3) ein einzelner Schuß (b) mit allen aufeinanderfolgenden Kettenfäden
in Leinwandbindiung verwebt ist und jeden zweiten thermoplastischen Kettenfaden auf die
Druckseite des Gewebes bringt, und daß ein anderer einzelner Schuß (d) mit den Kettenfädengruppen
verwebt ist und die anderen thermoplastischen Kettenfäden auf die Druckseite des Gewebes bringt, und zwar mit nicht thermoplastischen
Kettenfäden auf jeder Seite der thermoplastischen Kettenfäden. '
6. Textilgewebe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiederholung des
Bindungsrapports vervollständigt ist durch weitere Schußfäden (a, d in Fig. 1 und a, c in Fig. 3),
die vor und hinter den beiden Schußfäden (e, f) nach Anspruch 4 oder vor und hinter einem einzelnen,
die Kettengruppen verwebenden Schußfaden (d) nach Anspruch 5 liegen, und daß
durch diese weiteren Schußfäden (α, d oder a, c) eine Gruppe von Kettenfäden als Gruppe abwechselnd
mit einer Gruppe thermoplastischer und nicht thermoplastischer Fäden in Einzelbindung
verwebt ist.
7.. Lasche bzw. Etikett für die lösbare Befestigung an anderen Textilgeweben, insbesondere
für das Zeichnen von Wäschestücken, hergestellt aus einem Gewebe nach einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dessen eine Seite, auf der die thermoplastischen Fäden im
stärkeren Ausmaß erscheinen, die Haft- oder Klebeseite bildet.
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P 8343 VII/86c
8. Verfahren ziur Herstellung des Textilgewebes nach einem oder mehreren der Ansprüche
ι bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die thermoplastischen ,Fäden mit einer geringeren
Spannung als die parallel laufenden Kettenoder Schußfäden aus nicht thermoplastischen
Materialien verwebt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 845 791.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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