DEP0012578MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. August 1954 Bekanntgemacht am 31. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Umgraben, die das zum Umgraben erforderliche
Ausheben und Wenden der Erde erleichtern soll.
Man hat bereits vorgeschlagen, zum Verrichten dieser Arbeit ein Gestell zu verwenden, das sich
beim.Graben mit einer nach hinten gerichteten, mit dem Fuß des Benutzers zu belastenden Fußraste
am Erdboden abstützt, einen nach oben gerichteten Stiel mit Handgriff und weiter unten eine um eine
waagerechte Achse schwenkbar gelagerte, den Spatenschaft aufnehmende Spatenträgerhülse aufweist,
die mit dem Spaten nach dem Einstechen zum Ausheben der Erde nach vorn schwenkt und
in der der Spaten dann zum Wenden und seitlichen Abwerfen der Erde um den Spatenschaft gedreht
wird. Bei diesem bekannten Gerät ist das mit der Fußraste versehene Gestell an dem nach oben gerichteten
Stiel des Gerätes fest angebracht und dient als Stütze für einen Pedalhebel, der zum Vorschwenken
der Spatenträgerhülse beim Ausheben
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der Erde niedergetreten werden muß. Der Benutzer ist daher genötigt, das Gerät durch Beinarbeit mit
beiden Füßen zu bedienen, da er zunächst beim Einstechen des Spatens in die Erde das Gestell mit
dem einen auf die Fußraste zu setzenden Fuß η feder drücken und am Erdboden festhalten und
dann den Pedalhebel mit dem anderen Fuß betätigen muß. Dies erfordert ein ständiges Beugen
und Strecken beider Beine, wobei der Benutzer
ίο zugleich auch eine sohaukelartige Kippbewegung
mit dem Gestell auszuführen hat, so daß das Arbeiten mit dem Gerät ermüdet, zumal das Gerät
durch seine zusätzliche Ausrüstung mit einem Pedallhebel auch verhältnismäßig schwer ist und
dier Benutzer beim Anheben des Gerätes für jeden neuen Spatenstich eine beträchtliche Hubkraft aufwenden
muß. .
Die Erfindung ist darauf gerichtet, diese Nachteile zu vermeiden und ein derartiges Gerät so ausrzühilden,
daß es sich leichter handhaben und mit geringerer Beinarbeit bedienen läßt. Dies wird ernndüngsgemäß
dadurch erreicht, daß die Spatenträgerhülse an dem nach oben gerichteten Stiel mit
Handgriff starr befestigt, der Stiel mit einem Lageransatz an dem mit der Fußraste versehenen
Gestell schwenkbar gelagert ist und der Spatenschaft an seinem oberen aus der Spatenträgerhülse
hervorstehenden Ende einen ösenartigen Bügel aufweist, mit dem er sich an einem als
Kurvenführung zum Steuern der Drehbewegung des Spatenschaftes in der Spatenträgerhülse ausgebildeten
Seitenholm des Gestells, führt.
Die Zeichnung zeigt ein Beispiel für die Ausführung
einer Grabvorrichtung nach der Erfindung, und zwar zeigt
Fig. ι die Vorrichtung in perspektivischer Gesamtansicht,
jedoch ohne das eigentliche Spatenblatt,
Fig. 2 bis 5 die einzelnen Teile.der Vorrichtung
in ausednandergezogener Lage.
Der Spatenstiel 5 ist an seinem oberen Ende mit einem Griff 6 und an seinem unteren Ende mit
einer Büchse 4 versehen, die in spitzem Winkel zum Stiel angeordnet ist. Außerdem befindet sich
45. auf der Rückseite des Stiels 5 ein Ansatz 7 mit
einer waagerechten Bohrung. Der Spatenschaft 8, der an seinem unteren Ende das nicht dargestellte
. Spatenblatt trägt, ist mit einer ringförmigen Verstärkung 9 versehen, die sich von unten gegen die
Büchse 4 anlegt, und weist am oberen Ende eine Querbohrung 10 auf. Nach dem Einsetzen des
Spatenschaftes 8 in die Büchse 4 wird auf seinem oberen Ende eine kurze Muffe 2 befestigt, die zu
diesem Zweck ebenfalls eine Querbohrung 3 aufweist. Die Befestigung erfolgt mittels eines durch
die Bohrungen 3 und 10 gesteckten Bolzens od. dgl. Die Muffe trägt einen Bügel 1, der aus Stangenmaterial
gebogen und fest mit der Muffe 2 verbunden ist. " .' '
Das Gestell, an dem der Spatenstiel 5 mittels des Ansatzes 7 gelagert ist, besteht aus zwei gebogenen
Holmen 11, die durch Querstreben 12 miteinander
verbunden sind und an ihren oberen Enden Augen 14 aufweisen. Die Querstreben 12 bilden die Auflagefläche
für den Fuß des die Vorrichtung Bedienenden. Die letzte Querstrebe 13 dient als Anschlag
für den an dem Gestell beweglich gelagerten Spatenschaft 8. Unter die Holme 11 ist in Querrichtung
ein Rohrstück 16 geschweißt, an dem zwei Verstärkungsstreben 18 und 19 befestigt sind. Das
obere Ende der Strebe 18 ist mit dem oberen Ende des einen Holms 11 verschweißt, während1 das obere
Ende der Strebe 19 mit einem Auge 17 versehen
ist, das gleichachsig mit den Augen 14 der Holme 11 liegt. Diese Ausbildung ermöglicht es, beim
Zusammenbau der Vorrichtung den Bügel 1 über den einen Holm τ τ zn schieben, der als Führungsbahn
dient. Die Verbindung des Spatenstiels 5 mit dem Gestell erfolgt durch einen Bolzen 15, der
nacheinander durch das Auge 17 der Strebe 19, das Auge 14 des freien Holms 11, die Bohrungen des
Ansatzes 7 und das Auge 14 des mit der Strebe 18
verschweißten Holms 11 gesteckt und durch eine Mutter gesichert wird. Die feste Verbindung der
einzelnen Teilte der Vorrichtung erfolgt Vorzugsweise durch Schweißen.
Die Bedienung der Vorrichtung geschieht wie folgt. Durch Aufsetzen des Fußes auf die Plattform
11, 12 wird das am unteren Ende des Schaftes 8 in irgendeiner Weise,befestigte Spatenblatt
in den Boden gedrückt. Dann zieht man mit den Armen an dem Handgriff 6 und schwenkt damit
den Spatenstiel S um den Bolzen 15. Dabei wird infolge der Führung des Bügels 1 auf dem
oberen Teil des rechten Holms 11 selbsttätig eine Drehbewegung des Spatens um die Achse des
Spatenschaftes 8 hervorgerufen, durch die die ausgehobene Scholle umgeworfen wird. Durch Zurückschwenken
des Spatenstiels wird das Spatenblatt wieder zurückgedreht, so daß es erneut in den
Boden eingedrückt werden kann.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Umgraben, bestehend aus einem auf den Boden aufzusetzenden Gestell, das sich beim Graben mit einer nach hinten gerichteiten, mit dem Fuß des Benutzers zu belastenden Fußraste am Erdboden abstützt, einem nach oben gerichteten Stiel mit Handgriff und weiter unten eine um eine waagerechte Achse schwenkbar gelagerte, den Spatenschaft .aufnehmende Spatenträgerhülse aufweist, die mit dem Spaten nach dem Einstechen zum Ausheben der Erde nach vorn schwenkt und in der der Spaten dann zum Wenden und seitliehen Abwerfen der Erde um den Spatenschaft gedreht wird', dadurch gekennzeichnet, daß die Spatenträgerhülse (4) an dem nach oben, gerichteten Stiel (5) mit Handgriff (6) starr befestigt, der Stiel (5) mit einem Lageransatz (7) an dem mit der Fußraste (12) versehenen Gestell schwenkbar gelagert ist und der Spatenschaft (8) an seinem oberen aus der Spatenträgerhülse (4) hervorstehenden Ende (10) einen ösenartigen Bügel (1) aufweist, mit dem er sich an einem als Kurvenführung zum Steuern der•603 660/46P 12578 III145aDrehbewegung des Spatenschaftes in der ] stumpfen Winkel an die Spatenträgerhülse (4) Spatenträgerihülse ausgebildeten Seitenholm
(11) des Gestells führt. - 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Gerätestiel (5) imangesetzt ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 848 117.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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