DEP0012665MA - - Google Patents

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DEP0012665MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 9. September 1954 Bekanntgemacht am 26. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Auf größeren Abwasserkläranlagen befinden sich vielfach mehrere rechteckige Absetzbecken nebeneinander, die von einem gemeinsamen Schlammräumer bedient werden. Dieser ist an der einen Stirnseite des Absetzbeckens auf Schienen oder auf einer Schiebebühne quer verfahrbar und kann in jedes Rechteckbecken eingefahren werden. Der Antrieb ist meistens elektrisch, die Fahrmotoren sind auf der Räumerbrücke gelagert. Für die ίο Stromzuführung benutzt man häufig Gummischleppkabel, die auf Kabeltrommeln auf-,und abgerollt werden, wenn die Räumerbrücke in Bewegung ist. Bisher hat man für jedes Absetzbecken entweder eine Steckdose für das Schleppkabel vorgesehen, oder es war eine zweite Stromzuführung nötig.
Wenn die Räumerbrücke selbst mit einem Querfahrwerk versehen ist, muß bei jedem Beckenwechsel auf die entsprechende Steckdose umgesteckt werden. Ist für die Querfahrt ebenfalls ein Elektromotor vorhanden, so muß auch für diesen Motor das Schleppkabel besonders bedient werden. Durch unsachgemäße oder unaufmerksame Bedienung werden mehrfach Betriebsstörungen und Unfälle verursacht, oder die Betriebssicherheit muß durch besondere Maßnahmen erhöht werden.
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P 12665IVc I'85 c
Die Erfindung betrifft eine einfachere, billige und betriebssichere Stromzuführung für längs und quer verfahrbare Räumerbrücken und hat den Vorteil, daß für beide Bewegüngsfichtungen ein einziges
J.5 Schleppkabel und nur eine Steckdose nötig sind. Gemäß der Erfindung ist das Schleppkabel von einer auf dem Räumer bzw. einer Schiebebühne gelagerten Kabeltrommel über eine an der Räutnerbrücke bzw. Schiebebühne angeordnete Umlenkeinrichtung
ίο zu einem festen Punkt am Rande der Beckenanlage geführt. Mit Rücksicht auf die meistens an der Stirnseite der zu räumenden Becken angebrachten Umlenkpflöcke wird die Umlenkeinrichtung am Räumer bzw. an der Schiebebühne höhenverstell-
!5 bar befestigt. Intden Fällen, in denen das Längsoder Querfahrwerk mit einer Hubeinrichtung versehen ist, so daß ζ. B. das feste Längsfahrwerk bei der Querfahrt über die Längsfahrsohienen angehoben werden kann, wird man zweckmäßig die erfindungsgemäße Umlenkeinrichtung mit der Umschalteinrichtung von der Längs- auf Querfahrt und umgekehrt so kuppeln, daß das Schleppkabel für die Querfahrt über die an den Stirnseiten der Absetzbecken ortsfest angeordneten Umlenkpflöcke hinweggehoben, für die Längsfahrt aber um den zum jeweils zu befaihrenden Absetzbecken gehörenden Pflock gelegt wird. Am zweckmäßigsten ist die Verbindung der" Umlenkeinricihtung unmittelbar mit dem Hubfahrwerk der Räumerbrücke, wobei allerdings meistens eine Übersetzung nötig sein wird, weil der kleine Hubweg nicht für den Hub der Um'lenkeinrichtüng ausreicht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung, in einer Draufsieht dargestellt. Zwei nebeneinanderliegende Längsbecken ι und 2 einer Kläranlage sind mit Längsf ahrsdhienen 3 und Querfahrschienen 4 für die Söhlammräumerbrücke 5 versehen, die das Räumschild 6 trägt.., Das Längsfahrwerk ist mit 7, das Querfahrwerk mit 8 bezeichnet. Dieses ist an der Räumerbrücke 5 durch exzentrische Lagerung u. dgl. heb- und senkbar gelagert. Das Gummischleppkabel 9 für die Stromzuführung zu den Fahrmotoren, das für alle Bewegungen des Räumers mit dem Kabelstecker 10 verbunden bleibt, läuft über die Rdllenführung 11, die mittels eines Hebels 12 am Hubfahrwerk 8 befestigt ist, zur Kabeltrommel 13.
Für die Längsfahrt in Richtung 14 ist das Quer-
. 50 fährwerk 8 angehoben. Das von der Kabeltrommel "13 abrollende Kabel 9 legt sich um den Pflöck 15
• ° und nimmt während der Fahrt die in der Zeichnung gestrichelt dargestellte Lage 16 ein. Nach der Durchführung des Räumvorgänges kehrt die Räu-
merbrücke S wieder in die Ausgangsstellung zurück.
Für die Querfahrt wird das Querfahrwerk 8 so
weit gesenkt, daß das Längsfahrwerk 7 nicht mehr ;mit den Schienen 4 im Eingriff steht. Beim Senken werden der Hebel 12 mit der Umlenkrolle 11 und damit auch das Schleppkabel 9 so' hoch gehoben, daß bei der nunmehr durchgeführten Querfahrt
■ zum Becken 2 das Schleppkabel 9 über den Umlenkpflock 17 geführt wird; Bei der Stellung des Räumers über den Längsfaihrbahnen 3 des Beckens 2 wird das Querfahrwerk wieder eingezogen und damit der Hebel 12 mit dem über die Rollen geführten Schleppkabel 9 gesenkt Das Schleppkabel legt sich nunmehr bei der beginnenden Längsfahrt um den zum Längsbecken 2 gehörenden Pflock 17 und hat damit die für die Längsfahrt auf dem. Becken 2 geeignete Lage. Wären noch weitere Längsbecken vorhanden,' so müßte an jedem ein solcher Umlenkpflock angeordnet sein und das Kabel eine entsprechend größere Länge haben.
Die Umlenkeinrichtung 11, 12 kann erfindungsgemäß anders ausgeführt sein, als es in der Zeichnung dargestellt ist, vor allem kann der Hebel 12 an der Räumerbrücke statt am Hubfahrwerk gelagert sein.. Da es unwirtschaftlich wäre, das verhältnismäßig große Gewicht der Räumerbrücke für die Querfahrt mehr als nötig anzuheben, wird man immer eine Übersetzung zwischen der Hubbewegung und der Höhenverstellung der Umlenkrolle 11 einschalten. Für das Heben und Senken des Schleppkabels 9 kann an Stelle des Hebels 12 eine andere Einrichtung, z. B. eine elektrische, magnetische, hydraulische oder pneumatische Einrichtung, die von der Hubeinrichtung der. Räumerbrücke aus gesteuert wird, gewählt werden.
Der Umlenkpflock 15 des ersten Längsbeckens 1 kann als Kabelanschluß 10 dienen. Dabei ist es zweckmäßig, den Anschluß entsprechend der Verstellbarkeit der Umlenkrolle 11 höhenbeweglich zu machen.
Die erfindungsgemäße Einrichtung ist nicht beschränkt auf Schlammräumer von Absetzbecken, sondern kann für ähnliehe Anlagen, z.B. für Trockenschlamrnaufnehmer, verwendet werden, die. sich ebenfalls über mehrere nebeneinanderliegende lange Schlammbeete bewegen müssen. löo
Bei allen diesen Einrichtungen bringt die Erfindung durch ihre Einfachheit und Sicherheit gegenüber den bisher zum gleichen Zweck verwendeten Einrichtungen große Vorteile.
Der auf der Räumerb rücke. 5 stehende Bedienungsmann braucht seinen Stand nicht, wie bisher, zu verlassen, um das Schleppkabel umzustecken, wenn er ein anderes Längsbecken oder Schlammbeet befahren will. Das Schleppkabel wird sehr geschont, vor allem werden Bedienungsfehler . mit ihren Folgen, z. B. Abreißen und Überfahren der Kabel, Rückschnellen des unter der Trommelrückstellkraft stehenden Kabels beim Lösen und Umstecken des Kabelanschlusses usw., vermieden und autih die Umsteckzeit eingespart.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: <
    I. Schleppkabel-Stromzuführung für Schlammräumer von Abwasserkläranlagen, deren Räumerbrücke Unmittelbar oder über eine Schiebe-,bühne über mehrere nebeneinander angeordnete rechteckige Absetzbecken längs und quer verfahrbar ' ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Schleppkabel (9) von einer auf der Räümer-
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    brücke (5) gelagerten Kabeltrommel (13) weg über eine an dieser Räumerbrücke bzw. Schiebebühne angeordnete Umlenkeinrichtung (11, 12) zu einem festen Punkt (10) am Rande der Beckenanlage (1, 2) geführt ist.
  2. 2. Stromzuführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkeinrichtung (11, 12) höhenverstellbar ist.
  3. 3. Stromzuführung nadh den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkeinrichtung (11, 12) mit der Umschalteinrichtung der Räumerbrücke (5) von Längs- auf Querfahrt und umgekehrt selbsttätig so gekuppelt ist, daß das Schleppkabel für die Querfahrt über den an den Stirnseiten der Absetzbecken ortsfest angeordneten Umlenkpflock (17) hinweggehoben, für die Längsfahrt aber um den zum jeweils zu befahrenden Absetzbecken gehörenden Umlenkpflock gelegt wird.
  4. 4. Stromzuführung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkeinrichtung (11, 12) mit dem Hubfahrwerk (8) der Räumerbrücke (5) verbunden ist und von diesem betätigt wird.
  5. 5. Stromzuführung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Hubvorrichtung des Räumerfahrwerks und der Umlenkeinrichtung (11,12) für das Schleppkabel (9) eine Übersetzung eingeschaltet ist, die das Schleppkabel mehr anhebt oder senkt, als die Räumerbrücke (5) durch das Hubfahrwerk (8) gehoben oder gesenkt wird.
  6. 6. Stromzuführung nach den Ansprüchen 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß für mehrere nebeneinander angeordnete Längsbecken (1, 2) ein einziges Schleppkabel (9) und nur eine Steckdose (10), jedoch an jedem Längsbecken ein Umlenkpflock (15, 17) vorhanden ist.
  7. 7. Stromzuführung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Umlenkpflock (15) des ersten Längsbeckens (1) gleichzeitig als Festpunkt für den Anschluß des Kabels (9) dient, wobei der Anschlußpunkt (10) höhen'beweglich sein kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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