DEP0014221MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. Juni 1955 Bekanntgemacht am 22. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, zur Erhöhung der Betriebssicherheit von Anlagen für drahtlose Nachrichtenübertragung
neben einer normalerweise im Betrieb stehenden ersten Übertragungseinrichtung eine als
Reserve dienende zweite Übertragungseinrichtung vorzusehen. Diese kann automatisch dann in. Betrieb
genommen werden, wenn in der ersten Einrichtung eine Störung auftritt. Die: durch die Umschaltung
bedingte Unterbrechung der Nachrichtenübertragung kann dabei auf Bruchteile einer Sekunde
verkürzt werden, wenn die Reserveeinrichtung ständig vorgeheizt ist. Die Praxis hat nun gezeigt,
daß ein großer Teil 'der Schäden an Röhren und anderen Bauteilen auf Einschaltstromstöße zurückzuführen
ist, so daß nicht -allzu selten die Reserveeinrichtung
fast gleichzeitig mit der ersten EinJ richtung ausfällt. Wird die beschriebene Arbeitsweise
bei einer Empfangsanlage angewandt, wobei als Kriterium für die Umschaltung das Vorhandensein
eines Ausgangssignals am ersten Empfänger dient, so können sinnlose Umschaltungen vorkommen,
wenn nicht der erste Empfänger,-sondern der Sender der Gegenstation ausfällt.
Dieser Nachteil ist in einer bekannten Anlage beseitigt, bei welcher die von Störungen besonders
beidrohten Teile, beispielsweise Verstärker, doppelt
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-vorhanden und parallel geschaltet sind. Hierbei befindet
sich der erste Verstärker im normalem Betriebszustand, während der zweite durch eine einer
Röhre angelegte .hohe negative Gitterspannung im
Bereitschaftszustand gehalten wind. Es ist dafür gesorgt, daß, falls durch eine Störung im ersten
Verstärker die Ausgangsspannung fällt oder verschwindet, die beiden Verstärkern gleichzeitig zugeführte
Eingangsspannung durch die Wirkung
ίο einer Gegenkopplungsanordnung erhöht wird. Eine
solche Erhöhung leitet dann die Umschaltung auf den , zweiten Verstärker ein. Ein Nachteil dieser
bekannten Einrichtung muß darin gesehen werden, daß der zweite Verstärker nicht überwacht werden
kann. ;
Alle bisher genannten Nachteile können vermieden, werden, wenn zwei gleichwertige Übertragungseinrichtungen
ständig im Betrieb stehen, wobei sie eingangs- und ausgangsseitig parallel geschaltet
sind. Es ist dann jedoch die Beanspruchung eines Frequenzbandes in Kauf zu nehmen, welches
doppelt so groß ist wie das für eine einzige Übertragungseinrichtung
notwendige Frequenzband.
Die Erfindung beizweckt, in einer Empfangsanlage für drahtlose Nachrichtenübertragung alle Vorteile der bekannten Einrichtungen zu realisieren, dabei aber die«bedeutendsten Nachteile zu vermeiden. Die Erfindung bezieht sich auf eine Empfangsanlage mit zwei untereinander gleichen Empfängern, von denen der erste normalerweise für die Übertragung benutzt wird, während der zweite selbsttätig die Übertragung übernimmt, wenn im ersten eine Störung auftritt. Im Gegen-, satz zu der bekannten Anlage ist jedoch der zweite Empfänger nicht gesperrt. Die erfindungsgemäße Empfangsanlage ist vielmehr gekennzeichnet durch eine Kopplungseinrichtung, welche einen verhältnismäßig kleinen Bruchteil des dem ersten Empfänger zugeführten Eingangssignals an den zweiten Empfänger gelangen läßt, welcher, abgesehen von der Zuführung eines kleineren Einigangssignals, unter denselben Bedingungen wie der erste arbeitet, insbesondere also mit demselben Verstärkungsgrad. Es sind erfindungsgemäß weiterhin Mittel vorgesehen, welche die Ausgangssignale der beiden Empfänger überwachen und beim Ausbleiben des Ausgangssignals nur am ersten Empfänger die - Inbetriebnahme des zweiten Empfängers bewirken.
Die Erfindung beizweckt, in einer Empfangsanlage für drahtlose Nachrichtenübertragung alle Vorteile der bekannten Einrichtungen zu realisieren, dabei aber die«bedeutendsten Nachteile zu vermeiden. Die Erfindung bezieht sich auf eine Empfangsanlage mit zwei untereinander gleichen Empfängern, von denen der erste normalerweise für die Übertragung benutzt wird, während der zweite selbsttätig die Übertragung übernimmt, wenn im ersten eine Störung auftritt. Im Gegen-, satz zu der bekannten Anlage ist jedoch der zweite Empfänger nicht gesperrt. Die erfindungsgemäße Empfangsanlage ist vielmehr gekennzeichnet durch eine Kopplungseinrichtung, welche einen verhältnismäßig kleinen Bruchteil des dem ersten Empfänger zugeführten Eingangssignals an den zweiten Empfänger gelangen läßt, welcher, abgesehen von der Zuführung eines kleineren Einigangssignals, unter denselben Bedingungen wie der erste arbeitet, insbesondere also mit demselben Verstärkungsgrad. Es sind erfindungsgemäß weiterhin Mittel vorgesehen, welche die Ausgangssignale der beiden Empfänger überwachen und beim Ausbleiben des Ausgangssignals nur am ersten Empfänger die - Inbetriebnahme des zweiten Empfängers bewirken.
Der Erfindungsgedanke sei an Hand der Fig. 1
erläutert. Die Empfangsantenne Ae ist über den Umschalter ^1 normalerweise mit dem ersten Empfänger
E1 verbunden. Das von diesem Empfänger erzeugte Ausgangssignal gelangt über den Umschalter
^2 an den Verbraucher V. Durch dieKopp-
55. lungseinrichtung Ke wird ein verhältnismäßig
kleiner Bruchteil des dem ersten Empfänger zugeführten Eingangssignals abgenommen und. über
den Umschalter S„ dem zweiten Empfänger E2 zugeführt.
Dieser Empfänger ist dauernd betriebsbereit, d. h., es sind stets alle notwendigen Betriebsspannungen
angelegt. Der genannte Bruchteil soll einerseits so klein sein, daß der Betrieb mit dem
ersten Empfänger nicht merklich beeinträchtigt ist, anderseits aber doch so groß, daß das dem zweiten
Empfänger zugeführte Signal eine zur dauernden Überwachung dieses Empfängers genügende Größe
aufweist. In der Praxis hat sich die Zuführung eines um 10 bis 12 Dezibel geschwächten Signals .
an den zweiten Empfänger als zweckmäßig erwiesen. Mit den Ausgängen der beiden Empfänger
ist eine Überwachungseinrichtung Ue verbunden,
welche die beiden Ausgangssignale miteinander vergleicht und welche auf diie strichpunktiert angedeutete
Weise die Umschalter S1, S2 und S3 betätigt,
wenn ein Ausgangssignal am Empfänger E1
fehlt, aim Empfänger E2 jedoch noch vorhanden ist.
Durch diesen Vergleich wird vermieden, daß eine sinnlose Umschaltung erfolgt, wenn der Ausfall
des Ausgangssignals am Empfänger E1 nicht auf
einer Störung in ,diesem Empfänger, sondern auf einer Störung im Sender der Gegenstation beruht.
Nach vollzogener Umschaltung haben die beiden Empfänger ihre Rollen vertauscht. Es braucht also
nach Beseitigung der Störung am ersten Empfänger nicht erneut umgeschaltet zu werden. Die Überwachungseinrichtung
Ue kann so ausgebildet sein, daß sie beim Ausfallen des Ausgangssignals des
Empfängers E2 und/oder beim Ausfallen beider Ausgangssignale ein Alarmsignal betätigt.
Die Fig. 2 zeigt ein Anwendungsbeispiel der erfmdungsgemäßen
Empfangsanlage in einer Endstation einer drahtlosen Nachrichtenübertragungsanlage.
Die Station enthält zwei gleiche Apparaturen, welche je einen Sender T1 bzw. T2 und
einen Empfänger E1 bzw. E2 umfassen. Die Teile Ae,
S1, E1, E2, S2, V und Ue entsprechen in Bau und
Wirkung den gleichbezeichneten Teilen der Fig. 1. Die erfindungsgemäß vorzunehmende Kopplungseinrichtung
Ke ist hier in besonders vorteilhafter Weise symmetrisch ausgebildet, wodurch ein besonderer
Umschalter für das abgeschwächte Signal (vgl. S3 in Fig. 1) entfallen kann. Das Moduliersignal
M wird gleichzeitig den beiden Sendern T1 und T2 zugeführt. Jeweils einer dieser Sender arbeitet
über den Umschalter S1 auf die Sendeantenne As ; der andere Sender ist über den Umschalter
-S5 mit dem Belastungswiderstand W verbunden.
Die Betätigung aller Umschalter erfolgt gleichzeitig, und zwar nicht nur beim Ausfallen des
Ausgangssignals des im Betrieb befindlichen Ernpfängers (überwacht durch die Überwachungseinrichtung
Ue), sondern auch beim Ausfall des in derselben
Apparatur befindlichen Senders. Dazu ist eine Überwachungseiinrichtung Us vorhanden, welche
über die beiden Kopplungseinrichtungen Ks- und .K5"
mit den Ausgangsklemmen je eines Senders verbünden ist.
Es ist natürlich auch möglich, die Anordnung so zu treffen, daß beispielsweise bei einer Störung in
einem Empfänger auf dem Reserveempfänger umgeschaltet wird, bei den Sendern jedoch eine Umschaltung
unterbleibt. Es müßte dann dafür gesorgt sein, daß die Überwachungseinrichtung Ue nur auf
die Umschalter S1 und S2 wirkt, die Überwachungseinrichtung
Us aber auf die Umschalter S1 und S5.
Die in Fig. 2 gezeigte Anordnung weist jedoch
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Vorteile auf, wenn je ein Sender und ein Empfän-' ger in einem Gestell vereinigt sind, wie dies in der
Regel der Fall ist. Es werden dann beim Auftreten einer Störung in einem Gestell alle in diesem untergebrachten
Geräte außer Betrieb gesetzt, wodurch die Reparaturarbeiten erleichtert werden.
In genau derselben Weise läßt sich die erfindungsgemäße
Empfangsanlage natürlich auch in einer Relaisstation verwenden. Eine Relaisstation
für zwei Übertragungs richtungen muß dann naturgemäß die in Fig. 2 gezeigten Teile in doppelter
Ausführung enthalten.
Die bei Verwendung der erfindungsgemäßen Empfangsanlage gegenüber der zuletzt beschriebenen
bekannten Einrichtung mit zwei parallel geschalteten Verstärkern realisierten Vorteile liegen
darin, daß eine dauernde Überwachung des zweiten Empfängers besteht, und zwar unter erschwerten
Bedingungen (er arbeitet ja mit kleinerem Eingangssignal als der erste), und daß Stromstöße,
welche Röhren und andere Bauteile gefährden, beim Umschälten nicht auftreten, weil die Umschaltung
nur die Signalstromkreise und nicht die Stromversorigungskreise
für die Empfänger betrifft.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Empfangsanlage für drahtlose Nachrichtenübertragung mit zwei untereinander gleichen Empfängern, von denen der erste normalerweise für die Übertragung benutzt wird und der zweite selbsttätig die Übertragung übernimmt, wenn im ersten eine Störung auftritt, gekennzeichnet durch eine Kopplungseinrichtung, welche einen verhältnismäßig kleinen Bruchteil des dem ersten Empfänger zugeführten Eingangssignals an den im übrigen unter gleichen Bedingungen arbeitenden zweiten Empfänger gelangen läßt, und durch Mittel, welche die Ausgangssignale der beiden Empfänger überwachen und beim Ausbleiben des Ausgangssignals nur am ersten Empfänger die Übertragung durch den zweiten Empfänger be^ wirken.
- 2. Empfangsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungseinrichtung symmetrisch ausgebildet ist.
- 3. Empfangsanlage nach Anspruch 1, bei der jeder Empfänger zusammen mit einem Sender in einer Apparatur untergebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Überwachung der Ausgangssignale der beiden Empfänger beim Ausbleiben des Ausgangseignais nur am ersten Empfänger die Inbetriebnahme auch des zweiten Senders bewirken und daß zusätzlich Mittel vorhanden sind, welche die Ausgangssignale der Sender überwachen und beim Ausfall des Ausgangssignals des ersten Senders ebenfalls die Inbetriebnahme des zweiten Senders bewirken.Angezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 233043.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 698/326 3. 56
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