DEP0016982MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. Januar 1949 Bekanntgemacht am 14. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Vollgatter zum Sägen von Marmor und Steinen bestehen gewöhnlich aus zwei Säulenpaaren,, welche
die Eckpfeiler eines Rechtecks bilden. An jeder dieser Säulen ist ein Lager .angebracht, und darin
ist eine Achse gelagert, die ihrerseits mattete besonderer
Arme das Sägegatter trägt.
Mitteils eines aus Rollen, Schwungrad,, Exzenter und SchubS/tangen bestehenden Systems wird das
Sägegatter in pendelartige Schwingung versetzt. Das Sägen geschieht dabei mit Hilfe von Schleifsand,
der mit Wasser zugeschwemmt und verteilt wird; die zu sägenden Blöcke befinden sich unter
dem Gatter.
Dieses System hat jedoch verschiedene mechanische Nachteile, da das am Ende jeder Schwingung
sich ergebende Trägheitsmoment durch das Schwungrad über Schubstange und Exzenterzapfen
aufgenommen werden muß.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine VoIlgattersägemaschine
für Marmor und Steine, welche den genannten Nachteil behebt und dabei auch eine
Steigerung von Produktionsfähigkeit erzielt, und zwar dank Verwendung eines Sägegatters mit zentraler
Aufhängung und mit um eine einzige Achse pendelnder alternativer Bewegung.
Dadurch erzielt man Eigenkompensation. des nachteiligen Trägheitsmoments im Arbeitsgang und
überdies viel schnelleres Arbeiten des Sägegatters.
Gemäß vorliegender Erfindung ist das Sägegatter auf zwei zentralen Zapfen schwenkbar gelagert, und
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ρ 1698 IbI'8OdB
es wird auf besagtes Gatter die Drehbewegung des an der Antriebswelle befestigten Exzenterzapfens
mittels einer Schubstange übertragen, die mit dem Sägegatter selbst fest verbunden ist.
Auf diese Weise führt das Sägegatter eine hin- und hergehende Bewegung und gleichzeitig eine Pendelbewegung um seine Aufhängungszapfen aus. Letztere gleiten mit dem Gatter in einer Führung an dessen beiden Tragsäulen und verschieben sich ίο so während des Arbeitsganges; somit ist auch die Schwenkachse des Sägegatters verschiebbar.
Auf diese Weise führt das Sägegatter eine hin- und hergehende Bewegung und gleichzeitig eine Pendelbewegung um seine Aufhängungszapfen aus. Letztere gleiten mit dem Gatter in einer Führung an dessen beiden Tragsäulen und verschieben sich ίο so während des Arbeitsganges; somit ist auch die Schwenkachse des Sägegatters verschiebbar.
Man erzielt so1 eine hin,- und hergehende Bewegung
des Sägegatters zugleich mit dessen Pendelbewegung in senkrechter Ebene, welch letztere Bewegung
die Abfuhr der wie gebräuchlich aus Sand und Wasser bestehenden' Schleifmasse: gestattet.
Das Sägen des Marmors bzw. der Steine geschieht demnach wie folgt:
Der Vorderteil der Sägeblätter zwischen Zapfen und Vordergatter sägt den Marmorblock bzw. Stein
im Vorschub, während der Teil zwischen Gatterzapfen und Schubstange hochgeht und der Sohleif-.masse
gestattet unter die Sägeblätter zu kommen. Beim Rückgang hebt sich statt dessen der Vorderteil
der Sägeblätter, während der andere Teil im Niedergehen die darunter befindlichen Blockteile
schneidet.
Somit hat man bei jeder Kuirbeldrehung zweimal Schnitt auf halber Länge und zweimal Abfuhr der
Sßhleifmasse, und zwar je einmal nach vorn und
einmal nach rückwärts.
Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß zum Unterschied vom Bekannten
die Antriebsschubstange des Sägegatters an einer seitlich der Mittellinie des Sägegatters angeordneten
Antriebsvorrichtung angelenkt ist. Es besteht nämlich so die Möglichkeit, die die Werkblöcke
tragenden Kleinwagen durch die Vollgattersägemaschine zu fahren, so daß auf der einen Seite die
Aufladung des zu sägenden Materials und auf der anderen Seite die Entladung der geschnittenen
Platten erfolgen kann, wodurch der Betrieb des Sägewerks einfacher und rationeller gestaltet wird.
In der Zeichnung ist beispielsweise eine Aus-' führungsform einer Vollgattersagemasdhine gemäß
vorliegender Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι die Seitenansicht des Sägegatters,
Fig. 2 die Draufsicht des Sägegatters.
Fig. 2 die Draufsicht des Sägegatters.
Vom Motor 1 wird die Drehbewegung mittels Keilriemen auf zwei Schwungräder 2, 2' mit gemeinsamer
Welle 3 übertragen. Sowohl der Motor ι als auch die Schwungräderachse 3 ruhen auf
einem Gestell 4, welches mittels Schrägzahn-Kegelrädern 6, 6' an, den beiden Trägsäulen 5 hinauf- und
hinuntergleiten kann. Die Welle 7 treibt gleichzeitig die Räder 6, 6' und die Schräigzahn-Kegeiräder
8, 8', die die beiden Führungsschlitten 9, 9' zum Gleiten bringen. Die Schlitten 9, 9' tragen das
Sägegatter 10 zwischen den beiden Tragsäulen 5 an den beiden Zapfen 11, 11', die mit dem Gatter
fest verbunden sind und in den Führungen 18 und
18' gleiten.
An dem einen Schwungrad 2' sitzt exzentrisch
der Kürbeizapfen'12, der über ein schwingendes
Rollenlager 13 an der Schubstange 14 letztere in hin- und hergehende Bewegung versetzt. Die Schubstange
14 ist mittels Bolzen 15 am Sägegatter 10
festgemacht, so daß letzteres der Bewegung der Schubstange 14 folgen muß.
Die Schrägzahn-Kegelräder 6, 6' und 8, 8' werden über die Welle 7 mittels einer verstellbaren, in
der Zeichnung nicht dargestellten Vorrichtung in an sich bekannter Weise betätigt.
Claims (3)
1. Vollgattersägemaschine zum Sägen von Marmor und Steinen, gekennzeichnet durch ein
zentral aufgehängtes Sägegatter (10), welches eine hin- und hergehende Bewegung ausführt
und zugleich um seine eigene Drehachse (Zapfen 11, ii') schwingt.
2. Vollgattersägemaschine nach Anspruch 1,
gekennzeichnet dadurch, daß das Sägegatter (10) mit zwei zentralen Zapfen (11, 11') auf
in den auif und ab bewegten Führungsschlitten (9, 9') vorgesehenen Führungen (18 und i8')
gleitet, derart, daß sich die Drehachse des Sägegatters während der Hin- und Herbewegung in
horizontaler Ebene verschiebt.
3. Vollgattersägeimaschine nach Anspruch ι
und 2, gekennzeichnet dadurch, daß an dem Sägegatter (10) eine starre Schubstange (14)
angreift, welche an einer seitlich der Mittellinie des besagten Gatters angeordneten Antriebsvorrichtung
(12, 2', 1) angelenkt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 530/104 6. 56
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