DEP0021504DA - Hydraulische Ausgleichsvorrichtung, insbesondere für Ventilkegel von Verbrennungsmotoren - Google Patents
Hydraulische Ausgleichsvorrichtung, insbesondere für Ventilkegel von VerbrennungsmotorenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Ausgleichs-Vorrichtung, die insbesondere für Stoss-Stangen für Ventilkegel von Verbrennungsmotoren geeignet ist, die aber mit den gleichen Vorteilen auch an anderen Vorrichtungen Anwendung finden kann.
Die hydraulische Ausgleichsvorrichtung hat die Aufgabe, die insbesondere beim luftgekühlten Verbrennungsmotor besonders stark hervortretenden Längenänderungen in der Ventilkegelsteuerung bei verschiedenen Temperaturen selbsttätig auszugleichen, wodurch das unter Umständen übermässig grosse Ventilspiel vollkommen beseitigt werden kann.
Die Erfindung besteht darin, dass innerhalb eines Uebertragungsgestänges, vorzugsweise einer Stoss-Stange, ein hydraulisches Zwischenglied mit einem in einem Zylinder verschiebbaren Kolben eingeschaltet ist, wobei der Kolben dauernd unter dem Druck einer Ölpumpe steht und eine Drosselstelle für den Ölüberlauf über den Kolben besitzt, dessen Widerstand geringer ist als die Kraft der Ventilfeder.
Erfindungsgemäss kann das über den Kolben überfliessende Öl zu Schmierzwecken einer Schmierstelle zugeführt werden, zu welchem Zweck der Kolben hinter der Drosselstelle mit entsprechenden Bohrungen versehen ist, die wiederum mit einer entsprechenden Schmierleitung, z. B. der hohl ausgebildeten Stoss-Stange, in Verbindung stehen.
Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Abbildungen dargestellt. Es zeigt Abbildung 1 die gesamte Ausgleichsvorrichtung in schematischer Darstellung, während Abbildung 2 den Stössel im Schnitt zeigt.
Die Ventilkegel 1 im Verbrennungszylinder 2 werden in an sich bekannter Weise über Kipphebel 3 betätigt, welche über Stoss-Stange 4 vom Nocken 5 einer Nockenwelle 6 bewegt werden. Die Ventile stehen unter Wirkung einer bekannten Ventilfeder 7.
Die Stoss-Stange 4 (Abb. 2) besitzt an ihrem Ende einen Kolben 8, der im zylinderförmigen Teil 9 des Ventilstössels 10 geführt ist. Der Stössel 10 ist verschiebbar in der Stösselführung 11 angeordnet.
Der Ölraum 12 des Stössels 10 steht über einer Bohrung 13 mit einer entsprechender Bohrung in der Stösselführung 11 mit einer Ölpumpe 14 in Verbindung, welche Öl aus der Ölwanne 15 un den Druckraum 12 fördert. Von hier aus gelangt das Öl über ein Rückschlagventil 16/17 in den eigentlichen Druckraum 18.
Wird der Stössel nun vom Nocken angehoben, so wird das im Druckraum 18 eingeschlossenen Öl entsprechende der Federkraft des im geöffneten Zustand befindlichen Ventils zusammengedrückt und bewirkt ein stossfreies weiches Anlegen des Ventils. Eine geringe Ölmenge entweicht unter dem hohen Druck über die Labyrinthdichtung 19, die je nach der Passung der Dichtungsrippen in der Zylinderbohrung verschieden bemessen werden kann. Diese kleine Ölmenge wird durch die Bohrungen 21 der Längsbohrung 20 zugeführt und gelangt von dort aus über die hohle Stoss-Stange 4 zu den Kipphebeln 3 zur Schmierung. Dadurch bewegt sich der Kolben 8 während des Anhebens des Stössels unter dem Einfluss der Federkraft um ein kleines Stück zurück (ca. 0.0 -0.3 mm) und wird erst in der darauffolgenden Ruhepause durch den von der Pumpe kommenden Öldruck wieder gehoben und zur Anlage gebracht.
Der Kolben führt daher bei jedem Ventilhub eine kleine Hin- und Herbewegung aus und kann sich daher jeder Längenänderung des Betätigungsgestänges ohne weiteres anpassen.
Claims (4)
1. Hydraulische Ausgleichsvorrichtung insbes. für Ventilkegel von Verbrennungsmotoren, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb eines Uebertragungsgestänges, vorzugsweise der Stoss-Stange (4) ein hydraulisches Zwischenglied (8, 10) mit einem Zylinder (9) verschiebaren Kolben (8) eingeschaltet ist, wobei der Kolben (8) dauernd unter dem Druck einer Ölpumpe (14) steht und eine Drosselstelle (19) für den Ölüberlauf über den Kolben (8) besitzt, deren Widerstand geringer ist als die Kraft der Ventilfeder (7).
2. Hydraulische Ausgleichsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckmittel dem Druckraum (18) im Zylinder (9) über ein Rückschlagventil (16, 17) zugeführt wird.
3. Hydraulische Ausgleichsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (8) eine Längsbohrung (20) besitzt, die über Radial-Bohrungen mit der Kolbenaussenseite in Verbindug steht, in welche das Druckmittel über eine geeignete Drosselstelle, z. B. eine Labyrinthdichtung (19) gelangen kann.
4. Hydraulische Ausgleichsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das durch den Kolben (8) abfliessende Öl zu Schmierzwecken einer Schmierstelle zugeführt wird.
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