DEP0038369DA - Vorrichtung zum Fördern mit Schrappgefäßen - Google Patents

Vorrichtung zum Fördern mit Schrappgefäßen

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DEP0038369DA
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DE
Germany
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rope
winch
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carriages
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Inventor
Kurt Blumroth von Hagen
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Description

Zum Fördern von Kies o.dgl. z.B. aus Flußläufen oder Baggerlöchern benutzt man mit einem Schrappgefäß ausgestattete Anlagen, deren Schrapper durch kraftschlüssige Zug- und Rückholseile, von denen letzteres durch eine Seilrolle umgelenkt ist, zur Ladestelle und nach den Entladung zum Beginn des Arbeitshubes wieder zurückgezogen wird. Die Art der hier verwendeten Seilführung bringt es mit sich, daß der Schrappweg meist nicht geradlinig verläuft und das Gefäß, dem geringsten Widerstand folgend, eine von der geraden Richtung abweichende Schrappfurche erzeugt. Das führte dazu, daß das Fördern mittels Schrapper bisher nicht für niedrige Abhübe, Planierungs- und Profilarbeiten unter und über Wasser usw. benutzt werden konnte.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Fördern und Bewegen von Massen aller Art mit Schrappgefäßen, die diesen Mangel der bekannten Anlagen beseitigt und damit der Schrappförderung weitere Anwendungsgebiete erschließt.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe, den Weg des Schrappgefäßes unbedingt geradlinig zu gestalten, dadurch gelöst, daß man das an der Rückseite des Schrappgefäßes angreifende Rückholseil nicht mehr eintrümig über eine der Entladestelle gegenüberliegende Umlenkrolle führt, man vielmehr zwei auf der der Entladestelle gegenüberliegenden Seite im Abstand voneinander angeordnete Umlenkrollen verwendet, über die zwei Trümer des Rückholseiles alsdann zu einer sie einheitlich auf- und abwickelnden Winde geleitet werden. Bei dieser Seilführung bilden die beiden Trümer des auf der Rückseite des Schrappers angreifenden Rückholseiles einen Winkel miteinander, dessen verlängerte Halbierende das auf der Förderseite des Schrappgefäßes angreifende Zugseil ist, so daß sich aus den beiden Trümern des Rückholseiles und des Förderseiles ein Ypsilon ergibt und man damit von einer Ypsilon-Seilführung sprechen kann. Mit dieser Ypsilon-Seilführung wird es erreicht, daß das Schrappgefäß gezwungen wird, sich beim Rückwärtszug unbedingt geradlinig zu bewegen. Da die beiden Rückholtrümer mit gleicher Geschwindigkeit ziehen, liegt die Kraftrichtungskomponente jeweils in der Winkelhalbierenden der Seile.
Die für die Seilführung nach dieser Erfindung auf der der Entladestelle gegenüberliegenden Seite notwendigen Umlenkrollen können dort fest verankert sein. Zweckmäßigerweise werden sie aber auf Rollenwagen so angeordnet, daß sie dem jeweiligen Arbeitsfortschritt folgen können. Dabei sieht die Erfindung auch Mittel vor, die es gestatten, den Abstand der beiden Umlenkrollen voneinander zu verändern und den Weg des Schrappgefäßes stets unter Beobachtung zu halten.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Seilführung nach dieser Erfindung im Schema dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 die Seilführung bei den üblichen Schrappvorrichtungen,
Fig. 2 und 3 die Seilführung bei der Schrappvorrichtung nach der Erfindung. In
Fig. 4 ist ein System verfahrbarer Umlenkrollen dargestellt, während die
Fig. 5 und 6 anderen Ausführungsformen der Seilführung nach dieser Erfindung veranschaulichen.
Bei den bekannten Vorrichtungen zum Fördern von Material mit Schrappgefäßen (Fig. 1) wird das Schrappgefäß 1 von dem sich auf der Winde 2 auf- und abwickelnden Zugseil 3 zur Entladestelle gezogen, während das Rückholseil 4 den Rückzug des Schrappers bewirkt. Zu diesem Zweck ist dies Seil auf der der Entladestelle gegenüberliegenden Seite über eine Umlenkrolle 5 zu der auf der Entladeseite stehenden Winde 6 zurückgeführt. Diese Seilführung gewährleistet das Arbeiten mit geradlinig verlaufender Schrappfurche nicht, vielmehr kommt das Schrappgefäß schon bei geringem Widerstand aus der geraden Richtung beispielsweise in eine Kurve, wie sie die Zeichnung veranschaulicht.
Diesen Übelstand stellt nun die Erfindung dadurch ab, daß das
Rückholseil zweitrümig geführt wird, dadurch nämlich, daß man es über zwei im Abstand voneinander stehende Umlenkrollen 7, 8 und von diesen aus zu der Winde 9 führt, deren mit einem Trennring ausgestattete und dadurch zweigeteilte Trommel die beiden Seiläste 10, 11 bzw. 10', 11' mit gleicher Geschwindigkeit auf- und abhaspelt. Auf der Schürfseite des Schrappers 1 greift das von der Winde 12 gehaspelte Zugseil 13 an, das damit die verlängerte Winkelhalbierende des Rückholseilwinkels (Alpha) darstellt und der aus Rückholseil und Zugseil bestehenden Seilführung die Gestalt eines Ypsilon verleiht. Es liegt auf der Hand, daß es diese Ypsilonführung bewirkt, daß das Schrappgefäß beim Rückwärtszug sich in genau gerader Richtung bewegt und damit insgesamt eine entsprechend verlaufende Schrappfurche entsteht, die es nun auch gestattet, mit Schrappgefäßen bei niedrigen Abhüben zu arbeiten und Planierungs- und Profilarbeiten unter Wasser durchzuführen.
Bei der Seilführung nach Fig. 3, die auf dem gleichen Prinzip aufgebaut ist, werden die Enden 10', 11' der Rückholtrums 10, 11 beide einseitig der Schrappfurche zur Seilwinde 9 geführt, was zweckmäßig sein kann. Bei dem Ausführungsbeispiel Gemäß Fig. 5 ist nicht nur das Rückholseil 10, 11 zweitrümig geführt, sondern auch das Zugseil 13, 14, wodurch man erreicht, daß auch der Vorwärtslauf zwangsmäßig in unbedingt gerader Richtung erfolgt. Es gehört dabei zum Wesen dieser Erfindung, daß man es je nach den Verhältnissen in der Hand haben soll, zu entscheiden, ob beide Seile, d.h. sowohl das Rückholseil als auch das Zugseil doppeltrümig, d.h. V-förmig geführt werden oder nur eines von ihnen, entweder also nur das Rückholseil oder nur das Zugseil. Fig. 6 zeigt schließlich eine Seilanordnung, bei der das Rückholseil 16 in bekannter Weise über eine einzige Umlenkrolle 17 geführt ist, die nun aber wiederum an einem zweitrümigen Seil 18, 19 hängt, das durch eine Winde 20 gespannt und entspannt werden kann. Die fördergegenseitige Umlenkrolle 17 kann nun mittels des Hilfsseils je nach Fortschritt der Schrappfurche immer mehr nach rückwärts zurückgezogen werden, so daß es mit dieser Anordnung erreicht wird, daß das Schrappgefäß stets an der gleichen Stelle beginnt zu schrappen. Auch auf diese Weise ist es bei einfachen Arbeiten möglich, die Schrappfurche geradlinig zu halten.
Fig. 4 veranschaulicht die Anordnung der Umlenkrollen 7, 8 auf fahrbaren Wagen 21, 22, die durch ein Seil miteinander verbunden sind und von den Seilwinden 23, 24 entweder in der einen oder anderen Richtung gezogen werden können. Bei einer besonders vorteilhaften Ausbildungsform dieses Rollwagens dient ein Anzeigewagen 25 zur Aufnahme eines auf der Entladeseite festgemachten Seiles 26, das nun stets genau in Richtung der Schrappfurche anzeigt. Damit der Anzeigewagen 25 seine Mittelstellung zwischen den Umlenkwagen 21, 22 beibehält auch wenn der Abstand der beiden Rollenwagen sich ändert, wird diese Abstandsänderung durch das Ab- oder Aufhaspeln von Hilfsseilen 27, 28 auf eine zweigeteilte Winde 29 bewirkt. Wenn danach das Seil 27 nachgelassen wird, kommt es auch gleichzeitig zu einem Nachlassen des Seiles 28, wodurch erreicht wird, daß sich die Rollenwagen 21, 22 voneinander fortbewegen, aber der Wagen 25 genau in der Mitte zwischen den Rollenwagen verbleibt.
Insgesamt stellt die Seilführung nach dieser Erfindung ein sicheres Mittel zur unbedingten Geradeausführung des Schrappgefäßes dar und eröffnet nun der Förderung durch Schrappen Anwendungsgebiete, die ihr bis dahin nicht zugänglich waren.

Claims (5)

1). Vorrichtung zum Fördern und Bewegen von Massen aller Art mit Schrappgefäßen u.dgl. unter Verwendung von Zug- und Rückholseilen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines dieser Seile doppeltrümig wirkt, indem es vom Schrapper aus V-förmig über zwei im Abstand voneinander gehaltene Umlenkrollen und von diesen aus zu einer Winde mit zweigeteilter Trommel geführt ist, die beide Seiltrümer mit gleicher Geschwindigkeit auf- bzw. abhaspelt.
2). Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das an dem Schrappgefäß (1) befestigte Rückholseil dergestalt um zwei im Abstand voneinander angeordnete Umlenkrollen (7, 8) und von diesen aus zu einer zweiteiligen Kabeltrommel (9) geführt ist, daß auf der Rückseite des Schrappers zwei im Winkel zueinander stehende Rückholtrümer (10, 11) gebildet werden und das auf der gegenüberliegenden Seite des Schrappgefäßes angreifende und von der Winde (12) auf- und abgehaspelte Zugseil die verlängerte Halbierende des von den Rückholtrümern eingeschlossenen Winkels bildet.
3). Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Enden (10', 11') des im übrigen V-förmig gespannten Rückholseils nur auf einer Seite der Schrappfurche zur Seilwinde (9) geführt sind.
4). Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrollen (7, 8) auf zwei durch ein Seil miteinander verbundene Rollenwagen (21, 22) angeordnet sind und diese Rollenwagen über Seilzüge mit zwei Winden (23, 24) in Verbindung stehen, die die Wagen entweder nach der einen oder anderen Richtung verfahren.
5). Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Rollenwagen (21, 22) durch einen Seilzug (27) veränderlich ist, der dabei gleichzeitig einen Anzeigewagen (25) in Mittelstellung zwischen den Rollenwagen hält und an dem Anzeigewagen ein auf der Entladeseite befestigtes Anzeigeseil angebracht ist, das den jeweiligen Verlauf der Schrappfurche angibt.

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