DEP0041145DA - Tiefbrunnenpumpe - Google Patents

Tiefbrunnenpumpe

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DEP0041145DA
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Otto Fürth Kriegbaum (Bay.)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Fördern von Flüssigkeit aus Tiefbrunnen, Bohrlöchern, Schächten usw., vornehmlich solchen grösserer Tiefe.
Es ist bekannt, aus Bohrlöchern Wasser, Oel o.dgl. mit Hilfe einer auf der Bohrlochsohle angeordneten Kreiselpumpe herauszupumpen, die mittels einer langen Welle mit einem über Tage stehenden Motor verbunden ist. Solche Einrichtungen sind unbefriedigend, weil sie, namentlich bei tiefen Bohrlöchern, einen grossen Aufwand an Baumitteln bedingen und infolge der Reibung in zahlreichen Lagern sehr viel Leistung verzerren.
Wegen dieser Mängel wurde dazu übergegangen, sogenannte Unterwasser- oder Tauchpumpen zu benutzen. Dabei handelt es sich um einen hierfür entwickelten Elektromotor, der mit der
Pumpe zusammengebaut und mit dieser als Baueinheit in das Bohrloch einhängbar ist. Bei diesen Aggregaten müssen die Elektromotoren mit einer Tauchglocke versehen sein, welche als Wasserschutz der Wicklung dienen soll. Andernfalls müssen die Motoren als Nassläufer ausgebildet sein, deren gummiisolierte Wicklung im Wasser liegen kann. Es zeigt sich aber, dass die Motoren von Tauchpumpen trotz aller Vorsichtsmassregeln sehr empfindlich und nicht betriebssicher genug sind. Beim Versagen der Tauchglockeneinrichtung bzw. bei der kleinsten Undichtheit der Nassläufer-Wicklung oder der Stromzuführungskabel fällt das ganze Aggregat aus. Werden diese Pumpenaggregate zum Förder von Oel verwendet, so liegt ein weiterer Nachteil in der Gefahr, dass bei Funkenbildung und bei Entstehung von Oelgasen Explosionen sich ereignen. Besonders nachteilig ist aber, dass die Motoren von Tauchpumpen bei der üblichen Zahl von 50 Perioden je Sekunde nur eine Drehzahl von höchsten 3000 Umdrehungen je Minute zulassen. Mit dieser Drehzahl bewältigt aber eine einstufige Kreiselpumpe mittlerer Leistung nur eine Förderhöhe von ungefähr 50 - 60 Meter. Für grössere Bohrtiefen sind daher mehrstufige Tauchpumpen nötig. Diese bedingen aber stärkere Antriebsmotoren, welche ihrerseits wegen ihrer grösseren Abmessungen grösseren Bohrlochdurchmesser voraussetzen. Je grösser der Bohrlochdurchmesser, umso mehr steigt jedoch der Zeit-, Arbeits-, Werkstoff- und Kostenaufwand für die Niederbringung des Bohrlochs. Es sind deshalb bekannte Unterwasser- oder Tauchpumpen mit leistungsmässig und preislich befriedigendem Wirkungsgrade nur für beschränkte Bohrlochtiefen verwendbar.
Es wäre möglich, über Tage eine grössere, gewöhnliche Kreiselpumpe aufzustellen, deren Druckwasser zum grössten Teil einer im Bohrloch befindlichen Wasserstrahlpumpe zuzuleiten und deren Nutzwasser zusammen mit ihrem Betriebswasser der über Tage stehenden Kreiselpumpe zuzuführen. Wasserstrahlpumpen haben aber bekanntlich einen sehr schlechten Wirkungsgrad, scheiden also, abgesehen von Abmessungsgründen, für das Fördern von Flüssigkeit aus Bohrlöchern ebenfalls aus.
Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäss in ebenso einfacher wie fortschrittlicher Weise lösbar, indem an einen über Tage befindlichen Druckmittelerzeuger, z.B. eine Hauptpumpe, ein in das Bohrloch einsetzbarer Maschinensatz angeschlossen ist, der aus einer vom Druckmittel betriebenen Kreiselmaschine, z.B. einer Turbine, und einer von dieser angetriebenen Kreiselpumpe besteht. Vorzugsweise ist die Ausbildung derart getroffen, dass Turbine und Kreiselpumpe eine Maschineneinheit bilden, also als einheitliches Bauganzes gestaltet und ein- und ausbringbar sind. Zweckvoll sitzen Turbinenlaufrad und Pumpenlaufrad auf einer gemeinsamen Welle.
Die Turbine wird von der Hauptpumpe beaufschlagt. Sie versetzt die Kreiselpumpe in Drehung, welche die zu fördernde Flüssigkeit, z.B. Wasser, aus dem Bohrloch ansaugt und es zusammen mit der Betriebsflüssigkeit (z.B. Wasser) der Turbine durch eine Förderleitung der über Tage stehenden Hauptpumpe zuführt. Diese zweigt das Nutzwasser an den Verbraucher ab und leitet das Betriebswasser der Turbine im Bohrloch wieder zu. Für die Wasserführung in der Maschineneinheit bestehen zwei Möglichkeiten. Die Schaltung wird so getroffen, dass die Turbine entweder das gesamte Gefälle bis zum Druck vor der Kreiselpumpe oder nur das Gefälle bis zum Druck hinter der Kreiselpumpe verarbeitet. Im ersteren Falle wird das die Turbine antreibende Wasser aus der Turbine in das Grundwasser der Sohle abgeleitet oder unmittelbar der Saugseite der Kreiselpumpe zugeführt und von dieser zusammen mit dem Nutzwasser der Hauptpumpe zugeleitet. Im zweiten Falle wird das von der Turbine verarbeitete Betriebswasser zusammen mit dem von der Kreiselpumpe geförderten Wasser unmittelbar der Hauptpumpe zugeführt. Die zweite Lösung dürfte, schon aus Gründen besseren Gesamtwirkungsgrades, vorzuziehen sein.
Da für die Funktion der aus Turbine und Kreiselpumpe bestehenden Maschineneinheit die Achsschubentlastung von Turbine und Pumpe wichtig ist, so geht ein weiteres Merkmal der Erfindung dahin, das Pumpen- und das Turbinenlaufrad derart anzuordnen, dass ihre Achsschübe einander entgegengerichtet sind, mithin einander weitgehend aufheben. Dieses Gegeneinanderschalten des Turbinen- und des Pumpenlaufrades geschieht durch Anordnung der Turbine und der Pumpe derart, dass beiden das Wasser von oben oder beiden das Wasser von unten zufliesst.
Eine weitere Möglichkeit zur Achsschubentlastung besteht in der Verwendung einer an sich bekannten Entlastungsscheibe, die aber hier in weiterer Ausbildung der Erfindung zur Entlastung des ganzen, das Pumpen- und das Turbinenrad umfassenden Läufers dient und so angeordnet ist, dass sie auf der einen Seite unter dem höchsten vorkommenden Druck, nämlich dem Druck vor der Turbine und auf der anderen Seite unter dem niedrigsten Druck, nämlich dem Druck vor der Pumpe steht. Hierdurch ist es möglich, mit einer verhältnismässig kleinen Entlastungsscheibe eine weitgehende Achsschubentlastung zu erreichen.
Der Entlastungsscheibe wird nach einem anderen Kennzeichen der Erfindung das Druckwasser mit dem Druck vor der Turbine, vorzugsweise durch die als Hohlwelle ausgebildete gemeinsame Welle zugeführt. Es empfiehlt sich, das Druckwasser dabei durch das untere Führungslager der Welle zu dessen Schmierung zu leiten. Deshalb man die Entlastungsscheibe zwischen Kreiselpumpe und dem unteren Führungslager angeordnet sein.
In Weiterentwicklung der auf Entlastung gerichteten Erfindungsvorschläge ist vorgesehen, noch eine besondere Teilentlastung des Turbinenachsschubes dadurch herbeizuführen, dass die die Turbinenbeschaufelung tragende Scheibe des auf der Ein- und Austrittsseite mit einer Spaltdichtung versehenen Turbinenrades mit axialen Bohrungen ausgestattet wird, die zum Druckausgleich aus den beiden Seiten des Turbinenrades dienen. Die Ausbildung kann so getroffen sein, dass das von innen nach aussen durch die Spalte strömende Wasser durch das obere Führungslager der Welle zu dessen Schmierung fliesst. Dieses Spaltwasser wird zweckvoll an der gleichen Stelle wie das Druckwasser für die Entlastungsscheibe entnommen. Zur Vermeidung von Sandeintritt in die Lager und in die Spaltdichtungen kann der Entnahmestelle für das Entlastungs-, Spaltdichtungs- und Schmierwasser ein Filter vorgeschaltet sein.
Es empfiehlt sich, die Turbine mit einem Leitapparat und einem Laufrad axialer Bauart zu versehen. Dabei sind die Kanäle allseits offen. Infolgedessen ergibt sich der Vorteil einfacher Fertigung. Besonders wichtig ist der Vorzug, dass diese Ausbildung einen kleinen Gehäusedurchmesser ermöglicht.
Die Pumpe kann ein Laufrad in radialer oder halbaxialer Ausführung erhalten. Gegebenenfalls kann sie auch ein Kanal-Laufrad besitzen. Sie hat vorzugsweise einen einstückigen Ein- und Austrittsleitapparat, dessen Eintrittsteil zugleich als Gehäuse für das Entlastungswasser dienen kann.
Es ist gegebenenfalls möglich, dass zur Erzielung eines nach oben gerichteten, dem Eigengewicht des Rotors eingegenwirkenden Axialschubs der Wassereintritt in das Pumpenlaufrad von oben erfolgt. In diesem Falle mag als feststehende Gegenscheibe der Leitradboden dienen.
Als besonders vorteilhaft erweist es sich auch, die Maschineneinheit mit zwei konzentrischen Rohren zu versehen, an deren Inneres die Leitung für das Betriebswasser der Turbine, an deren Aeusseres die Leitung für das Förderwasser anschliessbar ist. Es besitzt also der Maschinensatz gewissermassen ein Gehäuse aus zwei konzentrischen Zylindern, die mit Anschlusstutzen für die ineinandersteckenden Betriebswasser- und Förderwasserleitungen ausgerüstet sind. Diese Ausbildung begünstigt das Bestreben nach kleinem Baudurchmesser, sodass ein Pumpensatz verhältnismässig grosser Leistung in enge Bohrlöcher einbringbar ist.
Durch die Erfindung sind die eingangs beschriebenen Mängel bekannter Einrichtungen beseitigt. Es entfällt insbesondere die Störanfälligkeit bekannter Tiefbrunnenpumpen. Da die über Tage stehende Hauptpumpe nicht nur durch einen Elektromotor, sondern auch durch einen Treibstoffmotor angetrieben werden kann, so ist die erfindungsgemässe Fördervorrichtung vollkommen unabhängig von einer Stromquelle. Entsprechend der Charakteristik der Hauptpumpe besteht eine weitgehende Anpassungsfähigkeit an den praktischen Betrieb. Da das Druckmittel über Tage unter jeden erforderlichen Druck gesetzt werden kann, so kann die Kreiselpumpe mit einer dem jeweiligen Bedarf entsprechenden Drehzahl angetrieben werden. Eine somit leicht erreichbare Steigerung der Drehzahl führt aber zu einer erheblichen Erhöhung der Förderhöhe. Damit ist ein weiterer wichtiger Fortschritt verbunden. Weil mit der Drehzahlsteigerung die Fördermenge proportional wächst, kann ohne Minderung der Fördermenge eine kleinere Pumpe, mithin ein engeres Bohrloch Verwendung finden. Dies ist aber schon wegen der Zeitdauer und der Kosten für das Niederbringen eines Bohrloches von grosser Bedeutung. Bei Förderung aus einer Gruppe von Tiefbrunnen ergibt sich der besondere Vorteil, dass das Druckmittel von einer einzigen Hauptpumpe erzeugt werden kann, die mehrere, in unterschiedliche Bohrlöcher eingesetzte Maschinensätze speist. Von dieser einzigen Hauptpumpe kann dann natürlich das aus allen Tiefbrunnen geförderte Nutzwasser den verschiedenen Verbraucherstellen zugeleitet werden. Da sich hierbei eine verhältnismässig grosse Hauptpumpe ergeben wird, so arbeitet diese mit sehr gutem Wirkungsgrad.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind in der nachstehenden Beschreibung der Zeichnung erläutert, welche einige Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 und 2 in schematischer Darstellung die grundsätzliche Anordnung gemäss der Erfindung nach den beiden angegebenen Schaltungsmöglichkeiten. In Fig. 3 und 4 sind im Längsschnitt zwei Ausführungsbeispiele einer Turbinenpumpe gemäss Fig. 2 dargestellt. In Fig. 5 ist der Längsschnitt einer anderen Ausbildungsform gezeigt.
Der Motor 1 treibt die über Tage stehende Hauptpumpe 2 an, welche das geförderte Wasser teils als Nutzwasser dem Verbraucher z.B. einem Behälter 3, teils als Betriebswasser der im Bohrloch 4 befindlichen Turbine 5 zuführt. Diese bildet mit der von ihr angetriebenen Kreiselpumpe 6 eine bequem ein- und ausbaubare Maschineneinheit.
Bei der Ausbildung nach Fig. 1 gelangt das aus der Turbine 5 austretende Wasser auf die Sohle des Bohrloches oder unmittelbar in die Saugleitung der Pumpe 6, welche ausserdem das Nutzwasser ansaugt und dieses zusammen mit dem Betriebswasser der Turbine zur Hauptpumpe 2 drückt.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 2 herrscht hinter der Turbine der gleiche Druck wie auf der Druckseite der Bohrlochpumpe, sodass das aus der Turbine austretende Wasser unmittelbar in die Druckleitung der Pumpe eingeführt werden kann.
Die Turbinenpumpe nach Fig. 3 weist zwei konzentrische Rohre 7 und 8 auf. Das Erstere ist an die Rohrleitung anschliessbar, durch welche der Turbine das Betriebswasser zufliesst. Die Letztere wird an die Förderleitung angeschlossen.
Auf der Hohlwelle 9, welche mittels der beiden Gleitlager 10 und 11 gelagert ist, sitzt die Turbinenbeschaufelung 12 und das Pumpenrad 13. Aus der Turbine fliesst das Betriebswasser über den Krümmer 14 in die Förderleitung 8, während das von der Pumpe durch den Ringraum 15 aus der Bohrlochsohle angesaugte Nutzwasser durch den Ringraum 16 ebenfalls in die Förderleitung 8 gelangt. In dieser strömt das Nutzwasser zusammen mit dem Betriebswasser der Hauptpumpe 2 zu.
Zwischen dem unteren Führungslager 11 und dem Pumpenlaufrad 13 sitzt auf der gemeinsamen Hohlwelle 9 eine Entlastungsscheibe 17, die auf der Oberseite unter dem Druck, steht, der auf der Saugseite der Pumpe herrscht. Das Druckwasser für die andere Seite der Entlastungsscheibe wird dem Rohr 7 am oberen Ende der Hohlwelle 9 an der Stelle 18 entnommen und durch die Hohlwelle 9 hindurch und um deren unteres Ende herum der Entlastungsscheibe 17 zugeführt. Dabei strömt das Druckwasser durch das Führungslager 11 hindurch und übernimmt dessen Schmierung. Sofern die durch das Gleitlager hindurchdringende Flüssigkeit nicht ausreichen sollte, kann das Lager mit besonderen Nuten versehen werden. Auch ist es möglich, ausserhalb des Lagers besondere Umgehungsleitungen in das Maschinengehäuse zu bohren.
Der Entnahmestelle 18 am oberen Ende der Hohlwelle 9 ist zweckvoll ein Filter 19 vorgeschaltet, sodass Sand und sonstige Fremdstoffe ferngehalten werden.
Die Turbinenpumpe gemäss Fig. 4 unterscheidet sich von derjenigen gemäss Fig. 3 vornehmlich dadurch, dass eine zusätzliche Entlastungseinrichtung für das Turbinenrad 12 vorgesehen ist. Dieses ist auf der Einlauf- und auf der Auslaufseite mittels der Spaltdichtungen 20 und 21 gegenüber dem Maschinenkörper abgedichtet, ausserdem mit Bohrungen 22 versehen, welche die beiden Seiten zum Druckausgleich miteinander verbinden. Ein Teil des durch die Bohrung 23 und die Hohlwelle 9 der Entlastungsscheibe 17 zufliessenden Wassers gelangt durch das Lager 24 hindurch, das dabei geschmiert wird, als Sperrwasser zu der Spaltdichtung 20 auf die Einlaufseite der Turbine und infolge der Bohrungen 22 zu der Spaltdichtung 21 auf die Auslaufseite der Turbine.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist für das Pumpenlaufrad ein es umgebender einsetzbarer Leitapparat 25 vorgesehen, der in einem Stück den Eintrittsteil und Austrittsteil vereinigt. Der Eintrittsteil dieses Leitappara- tes dient dabei gleichzeitig als Gehäuse für das Entlastungswasser der Scheibe 17.
In Abweichung von den erläuterten Beispielen kann die Ausbildung so gewählt werden, dass der Wassereintritt in das Pumpenlaufrad von oben her erfolgt. Dann wirkt der Axialschub nach oben, also dem Eigengewicht des Rotors entgegen. In diesem Falle mag der Leitapparat der Pumpe so ausgebildet sein, dass er gleichzeitig als feststehende Gegenscheibe der Entlastungsvorrichtung dient, während der Laufradboden die eigentliche Entlastungsscheibe bildet. Das Pumpengehäuse ist bei dieser Ausbildung zweckvoll mit ineinander liegenden, taschenförmigen Saug- und Druckkanälen versehen. Auf diese Weise ist eine Vergrösserung des Gehäusedurchmessers vermeidbar.
Wie Fig. 5 zeigt, kann der Maschinensatz in ein stationäres Mantelrohr 26 eingehängt werden, das einen Tragring 27 aufweist, auf welchen sich das Gehäuse der Turbinenpumpe dichtend aufstützt. Wird ein solches Mantelrohr benutzt, so kann das äussere Förderrohr 8 entfallen. Das Mantelrohr ermöglicht einen besonders einfachen und leichten Ein- und Ausbau des Maschinensatzes, sowie des dazugehörigen Saugrohres und des dieses abschliessenden Fussventils. Namentlich bei grossen Einbautiefen bietet das Mantelrohr beachtliche Vorteile. Beim Einbau des Maschinensatzes wird zuerst das Mantelrohr eingebracht, worauf bequem und rasch den Einhängen des Maschinensatzes mit der Betriebswasserleitung erfolgen kann. Beim Ausbau des Maschinensatzes kann das Mantelrohr im Bohrloch verbleiben.
Es ist selbstverständlich möglich, sowohl die Pumpe als auch die Turbine mehrstufig auszubilden. Dies kann namentlich bei grosser Pumpenförderhöhe tunlich sein oder, wenn es darauf ankommt, mit mässiger Drehzahl zu arbeiten. Um die dann entsprechend verlängerte, gemeinsame Welle nicht auf die ganze Länge durchbohren zu müssen, kann die Entlastungsvorrichtung zwischen Pumpe und Turbine angeordnet werden.
Das Druckmittel, bei Wasserförderung also das Betriebswasser, braucht der Turbine nicht unbedingt durch eine Hauptpumpe zugeführt zu werden. Es kann auch jeder sonstige geeignete Druckmittelerzeuger Verwendung finden. So kann z.B. die Betriebswasserleitung an eine Druckleitung angeschlossen sein.

Claims (20)

1) Tiefbrunnenpumpe, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kreiselpumpe mit einer Druckmittelturbine zu einem in das Bohrloch einsetzbaren Maschinensatz vereinigt ist, der an einen über Tage befindlichen Druckmittelerzeuger, z.B. eine Hauptpumpe, angeschlossen ist.
2) Tiefbrunnenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Turbine und Kreiselpumpe derart geschaltet sind, dass die Turbine nur das Gefälle bis zum Druck hinter der Kreiselpumpe verarbeitet, dass also der Druck hinter der Turbine gleich dem Druck hinter der Kreiselpumpe ist.
3) Tiefbrunnenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Turbine und Kreiselpumpe derart geschaltet sind, dass die Turbine das gesamte Gefälle bis zum Druck vor der Kreiselpumpe verarbeitet, dass also der Druck hinter der Turbine gleich dem Druck vor der Kreiselpumpe ist.
4) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Ausgleiches der Achsschübe dem Pumpen- und dem Turbinenlaufrad das Förder- bzw. Betriebswasser jeweils nur von unten oder von oben zugeführt wird.
5) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Turbinenlaufrad und das Pumpenlaufrad auf einer gemeinsamen Welle sitzen.
6) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit der gemeinsamen Welle eine Entlastungsscheibe verbunden ist, die auf der einen Seite unter dem Druck vor der Turbine und auf der anderen Seite unter dem Druck vor der Kreiselpumpe steht.
7) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Welle als Hohlwelle ausgebildet ist, durch die das Druckwasser der Entlastungsscheibe mit dem Druck vor der Turbine zugeführt wird.
8) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlastungsscheibe zwischen der Kreiselpumpe und dem Wellenführungslager unterhalb der Kreiselpumpe angeordnet ist.
9) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckwasser für die Entlastungsscheibe durch das Wellenführungslager unterhalb der Kreiselpumpe zu dessen Schmierung geführt ist.
10) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Turbinenlaufrad mit je einer Spaltdichtung auf der Ein- und Auslaufseite versehen ist und dass die beiden Seiten des Laufrades durch Bohrungen in der Turbinenscheibe miteinander verbunden sind.
11) Tiefbrunnenpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass den Spaltdichtungen der Turbine Sperrwasser durch das Wellenführungslager oberhalb der Turbine zu dessen Schmierung zugeführt wird.
12) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 11, gekennzeichnet durch die Vorschaltung eines Filters vor die gemeinsame Entnahmestelle für Entlastungs-, Spaltdichtungs- und Schmierwasser.
13) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Turbine einen Axialleitapparat und ein Axiallaufrad besitzt.
14) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpenlaufrad von einem einsetzbaren, einstückigen Ein- und Austrittsleitapparat umgeben ist (Fig. 5).
15) Tiefbrunnenpumpe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Eintrittsleitapparat der Pumpe gleichzeitig als Gehäuse für das Entlastungswasser dient.
16) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung eines nach oben gerichtete, dem Eigengewicht des Rotors entgegen wirkenden Axialschub der Wassereintritt in das Pumpenlaufrad von oben erfolgt.
17) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpengehäuse aus zwei konzentrischen Rohren besteht, an deren Inneres die Leitung für das Betriebswasser der Turbine, an deren Äusseres die Leitung für das Förderwasser anschliessbar ist.
18) Tiefbrunnenpumpe nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass als Förderwasserleitung ein stationäres Mantelrohr dient, in welches der Maschinensatz dichtend einhängbar ist.
19) Tiefbrunnenpumpe nach Ansprüchen 1 - 18, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Pumpe als auch die Turbine mehrstufig ausgeführt sind und die Entlastungsvorrichtung sich zwischen Pumpe und Turbine befindet.
20) Tiefbrunnenpumpenanlage nach Ansprüchen 1 - 19, dadurch gekennzeichnet, dass einer Hauptpumpe mehrere, in unterschiedliche Bohrlöcher eingesetzte Tiefbrunnenpumpen zugeordnet sind.

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