DER0001412MA - Geruchverschluß aus Weichgummi - Google Patents

Geruchverschluß aus Weichgummi

Info

Publication number
DER0001412MA
DER0001412MA DER0001412MA DE R0001412M A DER0001412M A DE R0001412MA DE R0001412M A DER0001412M A DE R0001412MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
odor trap
odor
soft rubber
traps
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Daniel Reucher
Original Assignee
Reucher, Daniel, Hösel
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft einen Geruchverschluss, der in allen seinen Teilen aus Weichgummi hergestellt ist und bei dem die Verschlusswirkung durch eine in ihm vorhandene Absperrflüssigkeit erzielt wird.
Die bekannten Geruchverschlüsse dieser Art bestehen meist entweder aus Metall oder aus Keramik, z. B. Porzellan, und sind entweder als Rohrkrümmer oder als Siphon ausgebildet. Am tiefsten Punkt dieser bekannten Geruchverschlüsse ist ein Schraubverschluss vorgesehen, durch den die im Laufe der Zeit sich ansammelnden festen Sinkstoffe entfernt werden können. Die Öffnung dieser Schraubverschlüsse ist meist umständlich und erfordert einige Werkzeuge, deren Handhabung einige Kenntnisse voraussetzt. Ausserdem muss bei der Entleerung dieser bekannten Geruchverschlüsse ein Eimer oder dgl. untergestellt werden, in den die zu entfernenden Schmutzreste fliessen. Diese Arbeit ist wegen des Schmutzes und wegen des dabei auftretenden üblen Geruches sehr unangenehm.
Auch die Montage dieser bekannten Geruchverschlüsse ist nicht sehr einfach und erfordert fachmännisches Können. Denn diese bekannten, aus Metall oder Keramik bestehenden Geruchverschlüsse müssen zwischen dem Auslauf des Waschbeckens oder dgl. und dem Abfallrohr angeordnet werden, wobei entweder der Geruchverschluss selbst in mühseliger Arbeit angepasst oder ein entsprechendes Verlängerungsstück eingefügt werden muss. Infolgedessen ist die Montage dieser Geruchverschlüsse auch sehr teuer, ganz abgesehen von der Bruchgefahr insbesondere bei keramischen Geruchverschlüssen.
Da bekanntlich diese Geruchverschlüsse mit einer Absperrflüssigkeit arbeiten, so besteht in der kalten Jahreszeit in ungeheizten Räumen die Gefahr, dass diese Geruchverschlüsse infolge Einfrierens der Absperrflüssigkeit beschädigt werden. Auch kann durch ungeschicktes Handhaben von Reinigungsgeräten, z. B. Besen oder Schrubbern und dgl., leicht eine Beschädigung insbesondere der aus Keramik bestehenden Geruchverschlüsse eintreten. Eine weitere Gefahr, insbesondere für aus Metall bestehende Geruchverschlüsse ist dadurch gegeben, dass sie nicht säurefest sind und durch die in das Waschebecken z. B. zwecks Reinigung eingebrachten Reinigungsmittel, insbesondere Salzsäure, angegriffen werden.
Es sind auch bereits Geruchverschlüsse aus Weichgummi bekannt, bei denen die vorstehend erwähnten Nachteile nicht auftreten. Diese bekannten Geruchverschlüsse bestehen aus einem Gummibeutel mit einer inneren in der Mitte angeordneten senkrechten Trennwand aus Gummi, welche in die Absperrflüssigkeit eintaucht. Durch einfaches Zusammendrücken des Gummibeutels sollen die festen Sinkstoffe und die an der Innenwand festhaftenden Schmutzteile entfernt werden. Jedoch ist dies bei diesen bekannten Geruchverschlüssen nicht oder nur unvollkommen möglich. Um nämlich die festen Sinkstoffe und festhaftenden Schmutzteile wirklich gründlich zu entfernen, muss beim pumpenartigen wiederholten Zusammendrücken des Gummibeutels der Einlaufkanal fest zusammengedrückt werden, damit die in dem Gummibeutel befindliche Absperrflüssigkeit am Zurücksteigen in den zum Waschbecken führenden Anschlussstutzen gehindert wird, während der zum Abfallrohr führende Auslaufstutzen hierbei seinen vollen Durchtrittsquerschnitt beibehalten muss. Dies ist aber bei dem bekannten Geruchverschluss aus Weichgummi nicht der Fall. Infolgedessen tritt bei dem bekannten Geruchverschluss die erstrebte Wirkung nicht oder nur unvollkommen ein.
Bei dem erfindungsgemässen Geruchverschluss aus Weichgummi werden diese, den bekannten Geruchverschlüssen anhaftenden Nachteile dadurch vermieden, dass der Geruchverschluss eine kugel-, flaschen- oder ellipsenförmige Gestalt aufweist und dass der mit ihm eine Einheit bildende Einlaufstutzen rohrförmig verlängert ist und mit dieser Verlängerung in die Absperrflüssigkeit hineinragt. Sowohl dieser Einlaufstutzen als auch der Auslaufstutzen des erfindungsgemässen Geruchverschlusses sind zwecks Erleichterung der Montage an ihren freien Enden nach aussen konisch erweitert.
Der erfindungsgemässe Geruchverschluss kann in seiner Länge sehr leicht mittels eines einfachen Messers oder mittels einer beliebigen Schere den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden. Die Herstellung des zweckmässig aus einem einzigen Stück bestehenden Geruchverschlusses aus Gummi ist ebenfalls sehr billig, sodass die Material- und Montagekosten äusserst gering sind, zumal die Montage auch durch Nichtfachleute in bequemer Weise durchgeführt werden kann. Die Beschädigung des in allen seinen Teilen aus Weichgummi bestehenden Geruchverschlusses während der Montage und beim Reinigen des Zimmers ist völlig unempfindlich. Selbst bei starkem Frost kann der neuartige Geruchverschluss nicht durch Einfrieren der Absperrflüssigkeit beschädigt bzw. gesprengt werden, da der weiche Gummi jederzeit nachgibt. Falls der neuartige Geruchverschluss durch Sinkstoffe verstopft ist, braucht man nicht erst, wie bei den bekannten Geruchverschlüssen aus Metall oder Keramik, den Schraubverschluss zu öffnen, um diese Sinkstoffe zu entfernen. Bei dem erfindungsgemässen Geruchverschluss genügt ein kräftiges Zusammendrücken des aus Gummi bestehenden Geruchverschlusses, um die angesammelten Sinkstoffe unmittelbar in das Abfallrohr und damit in die Kanalisation abzuführen. Infolgedessen ist es nicht notwendig, am tiefsten Punkt des erfindungsgemässen Geruchverschlusses einen Schraubverschluss für die Entfernung der angesammelten Sinkstoffe vorzusehen. Die Beseitigung der übel riechenden Sinkstoffe erfolgt also bei dem Erfindungsgegenstand völlig geruchfrei in einfachster Weise, wobei eine restlose Beseitigung dieser Sinkstoffe und der festhaftenden Schmutzteile dadurch sichergestellt ist, dass beim Zusammendrücken des Gummibeutels der in die Absperrflüssigkeit eintauchende rohrförmig verlängerte und mit dem Gummibeutel eine Einheit bildende Einlaufstutzen ebenfalls zusammengedrückt wird, sodass die Sinkstoffe nicht mehr durch diesen nach oben in Richtung zum Waschbecken steigen, sondern lediglich durch den hierbei stets offen bleibenden Auslaufstutzen des Geruchverschlusses abfliessen können. Da Gummi auch hitzebeständig ist, kann der neuartige Geruchverschluss nicht durch hindurchlaufendes heisses Wasser oder dgl. beschädigt werden. Seine Lebensdauer ist daher sehr gross.
Sowohl der Einlauf- als auch der Auslaufstutzen des Geruchverschlusses werden mittels Klemmschellen oder dgl. mit den entsprechenden Enden einerseits des Auslaufstutzens des Waschbeckens oder dgl. andererseits des zur Kanalisation führenden Abfallrohres in einfacher und zugleich sicherer Weise fest verbunden. Zwecks Anpassung an die Farbe der Wandbekleidung oder dgl. des Raumes, in dem der neuartige Geruchverschluss installiert werden soll, kann dieser in der entsprechenden Farbe getönt sein.
Zur Erläuterung des Erfindungsgegenstandes und seiner Wirkungsweise ist in der Zeichnung eine der möglichen Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt. Diese in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform besteht aus einem Siphon 1 in Kugel-, Flaschen- oder einer sonstigen zweckmässigen Form mit nach oben - also zum Waschbecken oder dgl. - gerichtetem Einlaufstutzen 2, der rohrförmig verlängert ist. Diese rohrförmige Verlängerung 4 taucht mit ihrem Ende 5 in die im Siphon 1 stets vorhandene Absperrflüssigkeit ein. Diese Absperrflüssigkeit, welche ein im Siphon 1 verbleibender Rest 6 der durchlaufenden Flüssigkeit ist, reicht mit ihrem Spiegel bis zur Unterseite des Abflussstutzens 3. Durch wiederholtes pumpenartiges Zusammendrücken des Siphons 1 wird die in ihm enthaltene Flüssigkeit zusammen mit den Sinkstoffen und den hierbei von den Wänden gelösten Schmutzteilen durch den Auslaufstutzen 3 in das Abfallrohr - in der Zeichnung nicht dargestellt - befördert, ohne dass ein Schraubverschluss geöffnet zu werden braucht. Die Befestigung der zweckmässig konisch gestalteten Anschlussstutzen 2 und 3 mit dem Ausfluss des Waschbeckens bzw. mit dem Abfallrohr erfolgt mittels an sich bekannter Klemmschellen in einfacher Weise.

Claims (2)

1) Geruchverschluss aus Weichgummi für an Waschbecken oder dgl. angeschlossene Abfallrohre, dadurch gekennzeichnet, dass der Geruchverschluss eine kugel-, flaschen- oder ellipsenförmige Gestalt aufweist und dass der Einlaufstutzen rohrförmig verlängert ist und mit dieser Verlängerung (4) in die Absperrflüssigkeit (6) hineinragt.
2) Geruchverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlaufstutzen (2) und der Auslaufstutzen (3) an ihren freien Enden nach aussen konisch erweitert sind.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH673867A5 (en) Rain water downpipe filter pot - comprises housing accessible by cut-away front opening and containing filter insert which can be tilted through opening
DE102006053751A1 (de) Ablaufarmatur
DER0001412MA (de) Geruchverschluß aus Weichgummi
EP2840193A1 (de) Straßeneinlauf und Einsatz für einen solchen
DE1608536U (de) Als siphon oder rohrkruemmer ausgebildeter geruchverschluss fuer an waschbecken o. dgl. angeschlossene abfallrohre.
DE895278C (de) Geruchverschluss, insbesondere fuer sanitaere Anlagen
DE158132C (de) Abhebbarer, geruchverschliessender schwimmstoffablenker für sinkkästen, rinneneinlässe, schlamm-, sand-, fettfänge u.dgl.
DE621089C (de) Viehtraenkbecken, dessen Ventil durch einen an der Druckklappe angeordneten Buegel bewegt wird
DE445019C (de) Gegen Rueckstauwasser abschliessbarer Geruchverschluss fuer Spuel- und Ausgussbecken
DE2138461A1 (de) Geruchsverschluss fuer sanitaereinrichtungen
AT166942B (de) Zweiteiliger Geruchverschluß für Waschmuscheln, Abwaschbecken u. dgl.
DE352045C (de) Sinkkasten
AT120655B (de) Wasserverschluß.
DE600612C (de) Reinigungseinrichtung fuer Siebe in einem von einem Hauptkanal abzweigenden Seitenkanal
DE202020105675U1 (de) Vorrichtung zur Reinigung einer Sanitäreinrichtung
DE911238C (de) Geruchverschluss fuer Abflussbecken mit Reinigungsventil
DE280266C (de)
AT112456B (de) Schmutzfänger für Ausguß-, Spül- u.dgl. Becken.
DE800473C (de) Geruchverschluss, insbesondere fuer Waschbecken
DE2212112A1 (de) Entlueftungsvorrichtung
DE684003C (de) Geschlossene Enteisenungsvorrichtung fuer Wasser
CH388910A (de) Mechanisches Filter für Rohrleitungen
DE464101C (de) Verschlussvorrichtung fuer die Abflussloecher von Ausgussbecken o. dgl.
AT226605B (de) Filtergerät
DE688902C (de) Abtrittspuelvorrichtung mit Bodenventil