DER0012205MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. Januar 1952 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Sowohl für Zwecke des Rundfunks wie auch für Richtfunkverbindungen besteht das Problem, ein
frequenzmoduliertes Signal zu empfangen und mit einem Frequenzversatz wieder auszustrahlen. Dazu
ist es nicht nötig, das empfangene Signal zu demon
dulieren und einem neuen Träger aufzumodulieren, sondern man kann auch lediglich Frequenzumsetzungen
vornehmen. Um dabei eine hinreichende Selektion zu erzielen, ist im allgemeinen zunächst
eine Transponierung in einen Zwischenfrequenzbereich und dann eine zweite Transponieirung auf
die Ausgangsfrequenz erforderlich. Der bei diesem Verfahren benötigte Aufwand ist zwar kleiner als
bei der Demodulation mit einem Ballempfänger und Ausstrahlung mit einem normalen Sender, der
alle die üblichen Einrichtungen zur Konstanthaltung der Mittelfrequenz benötigt. Der Aufwand ist
aber trotzdem noch ziemlich groß, da an den Zwischenfrequenzteil die gleichen Anforderungen zu
stellen sind, die man an den eines Ballempfängers stellt, und auch die Aufwärtstranspomierung immer
Schwierigkeiten, bereitet.
'Es wurde bereits vorgeschlagen, einen Oszillator mit einer frequenzmodulierten S teuer frequenz so zu
steuern, daß die Differenzfrequenz in jedem Augenblick konstant ist (deutsche Patentschrift 855 587).
Auch hier wird die empfangene Frequenz zunächst in einen Zwischenfrequenzbereich transportiert, und
609 528/378
R 12205 VIIIal21a*
es wird hier ein Phasenvergleich mit einer Schwingung
vorgenommen;, die als Differenzfrequenz der Oszillatorfrequenz mit der eines Hilfsoszillators
konstanter Frequenz erhalten wird. Mit der Ausgangsspannung der Phasenvergleichsschaltung wird
über einen Tiefpaß, der nur für Tonfrequenzen durchlässig ist, mit einer Reaktanzschaltung der
Oszillator in der Frequenz so gesteuert, daß die beiden Eingangsspannungen der Phasenvergleichsschaltung
stets von gleicher Frequenz sind und bestimmte Phasenlagen zueinander einnehmen.
Dieses Verfahren stellt nur geringe Anforderungen an den ZF-Kanal in Hinsicht auf die Selektivität,
da der Tief ρ au im Zuge der Frequenzsteuerung des Oszillators dafür sorgt, daß nur die
erwünschte Modulation und keine weiteren Frequenzen übertragen werden. Der Nachteil des
Verfahrens liegt aber darin, daß Instabilitäten, sehr ~ schwer zu vermeiden sind. Das System für die Frequenzsteuerung
des Oszillators macht von einer Art Frequenzgegenkopplung Gebrauch, die in eine
Rückkopplung umschlägt und damit- zur Selbsterregung führt, wenn durch die Laufzeit im Zwischenfrequenzteil
eine solche Phasendrehung der Modulation erfolgt, daß mit der Phasendrehung im Tiefpaß 900 bei noch hinreichender Verstärkung
überschritten werden.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren vorgeschlagen,
das ein Empfangen und verstärktes Wiedersenden frequenzmodulierter Wellen mit Frequenzversatz
ohne Transponierung des Signals in eine Zwischenfrequenz ermöglicht und die Instabilitätsgefahr
erheblich herabsetzt. Die empfangene frequenzmodulierte Schwingung wird vielmehr
direkt mit der Versatzfrequenz gemischt, wobei ein Seitenband dazu verwendet wird über eine Phasenvergleichsschaltung
die Schwingung des örtlichen Steuersenders indirekt zu synchronisieren,
Eine Schaltung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist schematisch in der
Abbildung dargestellt. Das frequenzmodulierte Signal wird von der Empfangsantenne 1 aufgenommen, durchläuft ein Filter 2, wird im Hochfrequenzverstärker
3 verstärkt und gelangt an die Mischstufe 4. Das Filter 2 dient dazu, ein Zustopfen
des Hochfrequenzverstärkers 3 durch die ausgesendete Welle zu vermeiden. In der Mischstufe
4 wird der Frequenzversatz vorgenommen, d. h., das empfangene Signal wird mit der im.Oszillator
5 erzeugten Versatzfrequenz moduliert, so daß außer der Empfangsfrequenz am Ausgang der
Mischstufe noch ein oberes und ein unteres Seitenband
im Abstand der Versatzfrequenz entsteht. Der Hochfrequenzverstärker 6 ist nun auf eines der
beiden Seitenbänder abgestimmt und verstärkt dies weiter. Es ist jedoch nicht in der Lage, das andere
Seiteinband und die Empfangsfrequenz vollständig zu unterdrücken. Deshalb wird dieses Frequenzgemisch
in der Phasenvergleichsschaltung 7 mit der Phase des Oszillators 10 verglichen. Die Ausgangsspannung
der Phasenvergleichsschaltung durchläuft den Tiefpaß 8 und steuert dann über die Reaktanzschaltung
9 den Oszillator 10 so, daß dessen Frequenz stets gleich der gewünschten Seitenfrequenz
der Versatzmischung ist. Die andere Seitenfrequenz und die Empfangsfrequenz können den Oszillator
nicht beeinflussen, da diese hohe Frequenzkomponenten am Ausgang der Phasenvergleichsschaltung
verursachen, die von dem Tiefpaß 8 nicht durchgelassen werden,'
In dieser Nachsteuereinrichtung, bestehend aus Oszillator 10, Phasenvergleichsschaltung 7, Tiefpaß
8 und Reaktanzschaltung g, ist die Laufzeit für den Kreislauf fast ausschließlich durch den Tiefpaß
gegeben. Da weiterhin die Verstärkung in diesem in sich geschlossenen Wege sehr gering ist, sind
keine Instabilitäten zu befürchten. Mit 11 ist der Sendeverstärker und mit 12 die Sendeantenne bezeichnet.
.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zum Empfangen und verstärkten Wiederaussenden frequenzmodulierter Wellen mit Frequenzversatz, bei dem der Steuersender über eine Reaktänzschaltung so gesteuert wird, daß die Differenzfrequenz zwischen der empfangenen und der wieder ausgestrahlten Schwingung konstant gleich der Versatzfrequenz ist, dadurch gekennzeichnet, daß die empfangene frequenzmodulierte Schwingung, gegebenenfalls nach-Durchlauf en eines Antennenfilters (2) und einer Verstärkerstufe (3), in einer Mischstufe (4) mit der von einem Hilfsoszillator (5) erzeugten Schwingung der Versatzfrequenz gemischt wird, wobei anschließend ein um die ■ Versatzfrequenz von dem empfangenen Signal verschiedenes Seitenband, gegebenenfalls unter weiterer Verstärkung, 'ausgesiebt und einer Phasenvergleichsschaltung (7) zugeführt und hier mit der Schwingung des örtlichen Steuersenders (10) zur Gewinnung der Regelspannung verglichen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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