DER0013608MA - - Google Patents

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DER0013608MA
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halogen atoms
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oxyphenyl
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Februar 1954 Bekanntgemacht am 29. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
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Es wurde gefunden, daß man zu technisch wertvollen und neuartigen Kondensationsprodukten der Triazinreihe gelangt, wenn man Cyanursäurederivate, die mindestens 2 Halogenatome am Triazinring enthalten, insbesondere Cyanurhalogenide, mit Bis-(4, 4'-oxyphenyl)-alkanen durch Erhitzen in Ab- oder Anwesenheit eines Lösungsmittels kondensiert.
Als Cyanursäurederivate können vor allem die 1J 3. 5-Halogentriazine, d. h. die Cyanurhalogenide, sowie solche Halogentriazine verwandt werden, die als dritten Substituenten einen anderen Rest, wie z. B. einen Alkylrest oder die Aminogruppe, besitzen.
Als Bisphenole kommen Bis-(4, 4'-oxyphenyl)-methan sowie dessen Homologe in Betracht, die durch Kondensation eines Phenols, wie Phenol selbst oder geeigneter alkylierter Phenole (z. B. o-Kresol), mit aliphatischen Aldehyden oder Ketonen oder aromatischen Ketonen bekanntermaßen leicht erhalten werden können, wie z. B. Bis-(4,4'-oxyphenyl)-dimethylmethan, Bis-(4, 4'-oxy-3, 3'-dimethyl-phenyl)-äthylmethylmethan, Bis-(4, 4'-oxyphenyl)-methylphenylmethan.
Bringt man ein Gemisch zur Reaktion- bei dem auf vier phenolische Hydroxylgruppen mindestens 3 Halogenatome der Triazinverbindung vorhanden sind, so erhält man Produkte, die keine Löslichkeit in Alkali aufweisen. Steigert man die Anzahl der phenolischen Hydroxylgruppen, so nimmt die Alkalilöslich-
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keit der Reaktionsprodukte zu, die bei einem Verhältnis von etwa sieben bis acht phenolischen Hydroxylgruppen zu 3 Halogenatomen der Triazinverbindung vollkommen ist.
T)ie Kondensation erfolgt durch Erhitzen der beiden Komponenten in Ab- und Anwesenheit eines Lösungsmittels. Arbeitet man ohne Lösungsmittel, so erhitzt man das Gemisch der Stoffe bis zum Schmelzen, zweckmäßig unter Rühren, wobei meist schon beim
ίο Schmelzpunkt des Gemisches eine rasche Entwicklung von Halogenwasserstoff einsetzt. Die jeweils günstigste Reaktionstemperatur hängt von denReaktionspartnern ab, sie kann auch io bis 500 oberhalb des Schmelzpunktes des Gemisches liegen. Die Kondensation wird so lange fortgeführt, bis die Entwicklung von Halogenwasserstoff beendet ist und eine Probe des Kondensationsproduktes beim Abkühlen klar erstarrt.
Bei Ausgangsgemischen, deren Schmelzpunkt so hoch liegt, daß die Kondensation beim Schmelzpunkt nur sehr schwer und unter teilweiser Zersetzung möglich ist, wird die Kondensation in einem Lösungsmittel vorgenommen. Am günstigsten sind solche Lösungsmittel, die nur geringe Mengen an Halogenwasserstoff zu lösen vermögen. In Frage kommen vor allem aromatische Kohlenwasserstoffe, insbesondere Benzol, Toluol, Xylol, Cumol, oder chlorierte, aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff. Die Komponenten werden mit dem Lösungsmittel zum Sieden erhitzt und bis zur Beendigung der Kondensation im Sieden gehalten. Die Entwicklung und Austreibung des Halogenwasserstoffes kann durch Einleitung eines Inertgases beschleunigt werden. Das Lösungsmittel wird schließlich durch Destillation, vornehmlich im Vakuum, entfernt.
Die nach dem beanspruchten Verfahren erhaltenen Harze stellen neuartige Kondensationsprodukte dar, in denen eine Verknüpfung von Benzol- und Triazinringen vorliegt. Sie können als Ausgangsstoffe für eine Reihe von technisch wichtigen Produkten dienen, so
z. B. infolge des Charakters eines phenolischen Körpers für die Kondensation mit Aldehyden. Der mit in das Molekül eingebaute Triazinring verleiht den Substanzen große Hitze- und Feuerbeständigkeit. Sie können weiterhin mit einer Reihe von thermoplasti-
45' sehen und hitzehärtenden Harzen kombiniert werden, wie z. B. mit Polystyrol, Polytriallylcyanurat, Phenolharzen, Harnstoffharzen, und können durch Reaktion mit Isocyanaten gehärtet werden.
Beispiel 1
120 Teile Bis-(4, 4'-oxyphenyl)-dim ethy Im ethan und 30 Teile Cyanurchlorid werden unter Rühren bis zum Schmelzen erhitzt und bei 1400 2 Stunden lang gehalten. Die Schmelze wird dabei langsam zähflüssig. Nach Beendigung der H Cl-Entwicklung resultieren 130 Teile eines in der Kälte erstarrenden Harzes vom Erweichungspunkt 63 bis 66°. Das Harz ist löslich in Natronlauge sowie in Ölen und in den meisten organischen Lösungsmitteln, wie Alkoholen, Ketonen, Estern, Äthern und aromatischen Kohlenwasserstoffen, nicht löslich in chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffen. ; · ' '
Beispiel 2
140 Teile Bis-(4, 4'-oxyphenyl)-methylphenylmethan und 30 Teile Cyanurchlorid werden, wie im Beispiel 1 angegeben, bei i8o° 3 Stunden kondensiert.Es resultieren 150 Teile eines Harzes vom Erweichungspunkt 93 bis.960. Die Löslichkeit entspricht dem in Beispiel 1 erhaltenen Produkt.
Beispiel 3
145 Teile Bis-(4, 4'-oxyphenyl)-äthylmethylmethan und 37 Teile Cyanurchlorid .werden mit 500 Teilen Xylol versetzt und so lange auf Siedetemperatur des Xylols gehalten, bis keine H Cl-Entwicklung mehr nachzuweisen ist, was nach etwa 70 Stunden der Fall ist. Das Lösungsmittel wird sodann abdestilliert. Man erhält 155 Teile eines Harzes vom Erweichungspunkt 70 bis 73°. Die Löslichkeit ist wie im Beispiel 1 angegeben.
Beispiel 4
60 Teile Bis-(4, 4'-oxyphenyl)-dimethylmethan und 30 Teile Cyanurchlorid werden unter Rühren 21Z2 Stunden im Schmelzfluß gehalten. Das resultierende Harz, 68 Teile, besitzt einen Erweichungspunkt von 103 bis io6°. Es ist in den im Beispiel 1 angegebenen Lösungsmitteln löslich, außer in NaOH.

Claims (5)

  1. Patentansprüche.·' " ■
    ι. Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten der Triazinreihe, dadurch gekennzeichnet, .daß Bis-(4,4'-oxyphenyl)-alkane mit solchen Cyanursäurederivaten, die mindestens
    2 Halogenatome enthalten, insbesondere Cyanurhalogeniden, durch Erhitzen kondensiert werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsstoffe in solchem
    . Verhältnis zueinander angewendet werden, daß auf vier phenolische Hydroxylgruppen mindestens
    3 Halogenatome der Triazinverbindung zum Einsatz gelangen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf vier phenolische Hydroxylgruppen weniger als 3 Halogenatome der Triazinverbindung angewandt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3^ dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation im Schmelzfluß erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation in einem. Lösungsmittel erfolgt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    USA.-Patentschrift Nr. 2 467 523;
    belgische Patentschrift Nr. 496 766.
    © 609 709/426 11.56

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