DER0014681MA - - Google Patents
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Description
R 14681 XII/47 f
Bei der Isolierung von Leitungen für Dampf,
Warmwasser und ähnlichen Wärmeträger!! Siegen
Wärnieverhiste haben sich in der neueren Zeit die
Faserisolierstofic (Ilaswolle, Schlackenwolle, Steinwolle und ähnliche immer mehr in den Vordergrund
gedrängt. Die gute Isolierwirkung dieser Materialien beruht vor allen Dingen darauf, daß
innerhalb des Materials Lufträume vorhanden sind, die bei stillstehender Luft eine gute Wärmcdämmung
ergeben.
I!ei der Verlegung von Freileitungen, die Witteningseiiiflussen,
wie Kälte, Sonneneinstrahlung und Regen, ausgesetzt sind, haben sich bedeutende
Nachteile dadurch ergeben, daß die Isolierstoffe feucht geworden sind. Besonders bei Leitungen, die
im Sommer stillgelegt sind, tritt durch starke Sonneneinstrahlung eine Ausdehnung der im Isolationsmaterial
eingeschlossenen Luft ein. Wenn ■/.. B. durch Sonneneinstrahlung und Erwärmung
eine Vergrößerung des Volumens der Luft erfolgt ist und der dabei entstandene Überdruck sich mit
der Atmosphäre durch die stets vorhandenen Undielitheiteii
in der Ummantelung der Isolierung ausgeglichen hat, kann bei einer raschen Abkühlung
durch Regen innerhalb des Schutzmantels der Isolierung ein geringes Vakuum auftreten, so daß das
Regenwasser durch die Falznaht und die Verbindungsstellen des l'.leclimantels eingesaugt wird. Die
nasse Isoliermasse kann dann ein Rosten der Rohrleitungen
und des Sclmtzmantels verursachen.
Durch eine Vorrichtung nach der Erfindung wird eine Belüftung der Isolierung erreicht, so daß ein
ICinsaugen von Wasser nicht eintreten kann. In der !'"ig. 1 ist eine Vorrichtung zum Belüften von
Wärmeisolierungen dargestellt. Die Rohrleitung 1 ist von einer Wärmeschutzmasse 2 umgeben, die
gegen Witterungseinllüsse durch den Mantel (> geschützt ist. Iu dem Blechmantel sind Sicken 3 eingewalzt,
die unten Öffnungen 4 haben. Die FaIznaht 5 des Blechmantels 6 liegt seitlich unten. Zwei
Kinzclbleehe des Mantels stoßen an der Teilfuge 8
zusammen. Bei Ausdehnung der in den IsolierStoffen eingeschlossenen Luft durch Sonneneinstrahlung
kann die erwärmte Luft durch die Sickenführung und die Bohrung unten austreten. Tritt durch Regen eine rasche Abkühlung ein, so
wird der auftretende Unterdruck, der durch die Abkühlung der Luft entsteht, ausgeglichen. Durch
die unten offenen Sickenräume kann sofort Luft nachströmen, so daß mit Sicherheit ein Vakuum
vermieden wird und Regenwasser durch die Falznaht und durch die Stöße der Leitung nicht eingesaugt
werden kann.
In Fig. 2 ist die Stoßnaht des Schutzmantel der
Isolierung durch eine Blechmanschette 7, in welche Sicken eingewalzt sind, abgeschlossen, so daß ebenfalls
kein Vakuum entstehen und Regenwasser nicht eingesaugt werden kann. Um zu verhindern, daß
der Luftdurchtritt durch Isoliermaterial gegebenenfalls verstopft wird, können auch kleine Rohrleitungen
oder Be- und Entlüftungsventile an den Stellen vorgesehen werden, wo die Warm- bzw.
Kaltluft aus- und einströmt.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Belüften von Wärmeisolierungen, dadurch gekennzeichnet, daß die
im Isolationsmaterial eingeschlossene Luft mit der Außenluft über Kanäle so in Verbindung
steht, daß bei Erwärmung und nachfolgender Abkühlung ein Unterdruck nicht entstehen kanu*
und Regenwasser oder Tauwasscr nicht eingesaugt werden kann.
2. Belüftungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch unten offene
Sicken, die in dem Sclmtzblechmantel eingewalzt sind, erwärmte Luft ausströmen und abgekühlte
Luft einströmen kann.
3. Belüftungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß kleine Rohrleitungen
oder Be- und Entlüftungsventile oder ähnliche öffnungen für das Aus- und Einströmen
von erwärmter und abgekühlter Luft vorgesehen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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