DES0016368MA - Verfahren und Einrichtung zur beidseitigen Bedampfung von Folien, Bändern o.dgl. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur beidseitigen Bedampfung von Folien, Bändern o.dgl.

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DES0016368MA
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Germany
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tapes
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Karl Dr. Heldenfingen Dauner (Kr. Heidenheim)
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Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
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Description

Es besteht oft die Aufgabe, Bänder, Folien oder dergleichen beidseitig zu bedampfen. Man kann dabei so vorgehen, dass man zunächst die eine Seite der Folie bedampft und sie danach ein zweites Mal durch den Bedampfer laufen lässt, wobei dann die andere Folienseite bedampft wird. Dieser Weg ist aber umständlich und zeitraubend. Obwohl bei ihm eine unzulässige Erwärmung von Folien aus wärmeempfindlichen Stoffen, z.B. bei der Metallbedampfung von Dielektrikumfolien aus Papier, Kunststoffen wie Polystyrol o.dgl. für elektrische Kondensatoren leicht vermieden werden kann, ist man doch vielfach zwecks Zeitersparnis einen anderen Weg gegangen, bei dem die Folie gleichzeitig zwei Verdampfern ausgesetzt ist, die je eine Seite der Folie mit Metall bedampfen. Hierbei ist also nur ein Arbeitsgang notwendig, doch ist es wegen der grossen Wärmemenge, die der Folie bei diesem Verfahren durch die beiden Bedampfer zugeführt wird, besonders dann schwierig, unzulässig hohe Erwärmungen zu vermeiden, wenn dünne und wärmeempfindliche Folien mit hochsiedenden Metallen oder mit Metalle mit grosser Kondensationswärme, also z.B. Aluminium, bedampft werden sollen. Ein solcher Fall ist z.B. auch bei der Herstellung von sogenannten Lackkondensatoren gegeben. Bei diesen Kondensatoren besteht die beidseitig zu be- dampfende Trägerfolie aus einer allseitig mit einer dünnen, als Dielektrikum dienenden Lackschicht versehenen Metallfolie oder metallisierten Isolierstoff-Folie. Eine zu hohe Erwärmung dieser Lackschicht muss unbedingt vermieden werden, weil sonst die dielektrischen und mechanischen Eigenschaften des Lackes (DK, Spannungs- und Korrosionsfestigkeit usw.) leiden.
Um dieser Aufgabe in nur einem Arbeitsgang gerecht zu werden, schlägt deshalb die Erfindung insbesondere für die Bedampfung derartiger wärmeempfindlicher Folien, Bänder o.dgl. vor, die Folie durch entsprechende Führungsrollen o.dgl. zweimal nacheinander an nur einem Verdampfer derart vorbeizuführen, dass beim ersten Vorbeigleiten die eine Seite und beim zweiten Vorbeigleiten die andere Seite der Folie dem Bedampfer zugekehrt ist. Die Zeit und der Weg zwischen den beiden Bedampfungen ist dabei möglichst so zu bemessen, dass sich die Folie zwischen den Bedampfungen gut abkühlt. Gegebenenfalls können auch die Umlenkrollen selbst zur Abführung der Kondensationswärme des niedergeschlagenen Metalls gekühlt werden.
Ein Ausführungsbeispiel, aus dem weitere Einzelheiten der Erfindung hervorgehen, ist an Hand der schematischen Darstellung in der Figur im folgenden beschrieben, 1 ist der Verdampfer mit dem Verdampfungsgut , das z.B. durch Strahlung mittels des Wärmestrahlers 3 bis zur Verdampfung erwärmt wird. 4 stellt die beidseitig mit dem Metall 2 zu bedampfende Folie, also z.B. die oben erwähnte Lackträgerfolie dar, die von einer Vorratsrolle 5 in Pfeilrichtung über die Führungs-und Spannrollen 6 nach Art einer Spirale geführt wird und hierbei zweimal so an dem Verdampfer 1 vorbeigleitet, dass ihre beiden Seiten nacheinander dem Verdampfer zugekehrt sind und bedampft werden. Die Geschwindigkeit der Folie und der Weg zwischen der ersten und zweiten Bedampfung sind dabei so bemessen und gewählt, dass die Folie sich vor der zweiten Bedampfung genügen abkühlt. Zusätzlich können, wie oben bereits erwähnt, einzelne oder alle Führungsrollen 6 zwischen der ersten und zweiten Bedampfung gekühlt werden, sodass übermässig lange Wege der Folien vermieden werden. Es ist selbstverständlich auch möglich, statt des in der Figur dargestellten Verdampfers 1 mit nur einer Öffnung auch einen mit zwei auf die beiden Seiten der Folie gerichteten Öffnungen zu verwenden.

Claims (4)

1) Verfahren zur beidseitigen Bedampfung von Folien, insbesondere von Dielektrikumfolien für elektrische Kondensatoren aus Papier, Kunststoff o.dgl., z.B. Lackträgerfolien für Lackwickelkondensatoren mit hochsiedenden Metallen wie z.B. Aluminium, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie in einem Arbeitsvorgang mittels Führungsrollen o.dgl. zweimal nacheinander an nur einem Verdampfer (1) so vorbeigeführt wird, dass sie beim ersten Vorbeigleiten die eine, beim zweiten Vorbeigleiten dagegen die andere Seite dem Verdampfen zukehrt.
2) Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie etwa spiralförmig geführt ist, während der Verdampfer (1) zwischen zwei Gängen der Spirale liegt.
3) Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Weges der Folie zwischen erster und zweiter Bedampfung so gross bemessen ist, dass die Folie sich zwischen den Bedampfungen genügend abkühlt.
4) Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrollen (6) der Folie gekühlt sind.

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