DES0043111MA - - Google Patents

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DES0043111MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. März 1955 Bekamnrtjgeniacfat am 11. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 22a GRUPPE 5 INTERNAT. KLASSE C09b —
S 43111 IVb/22a
Dr. Hans Ischer, Basel (Schweiz)
ist als Erfinder genannt worden
Sandoz A. G.r Basel (Schweiz)
Vertreter: M. M. Wirth, Dr. W. Schalk und Dipl.-Ing. P. Wirth, Patentanwälte, Frankfurt/M.
Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
Zusatz zum Patent 880 621 Die Priorität der Anmeldung in der Schweiz vom 23. März 1954 ist in Anspruch genommen
Gegenstand des Hauptpatents ist ein Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen, welches darin besteht, daß man die Diazoverbindungen aus Aminoazofarbstoffen der Zusammensetzung
HO3S-
R_N=N-
— NH-CO-
HO
worin R einen aromatischen Rest der Benzol- oder.
Naphthalinreihe, der in ortho-Stellung zur Azogruppe einen zur Metallkomplexbildung befähigenden Substituenten trägt, χ Wasserstoff oder SO3H, ein y CH3 und das andere y NH2 bedeutet, mit Acylamino-oxynaphthalinsulfonsäuren der Zusammensetzung
HO3S
— NH-Acyl (II)
HO
worin der Naphthalinkern noch eine weitere SO3H-
609657/414
S 43111 IVb/22a
Gruppe enthalten kann, kuppelt und die erhaltenen Disazofarbstoffe in Substanz oder auf der Faser in ihre Metallkomplexverbindungen überführt.
Es wurde nun gefunden, daß man ebenfalls zu wert- ;vollen Disazofarbstoffen gelangt, wenn man als Azokomponenten zum Aufbau der Disazofarbstoffe an Stelle der Acylamino-oxynaphthalinsulfonsäuren (II) Verbindungen der aliphatischen oder heterocyclischen Reihe, welche auf Grund der Enolgruppierung
-C = CH-
OH
kupplungsfähig sind, verwendet.
Die nach dem neuen Verfahren erhältlichen Disazofarbstoffe färben Baumwolle und Fasern aus regenerierter Cellulose in orangebraunen bis violetten Tönen, welche durch Nachbehandeln mit metallabgebenden Mitteln, z. B. Kupfersulfat, wasch- und; lichtecht werden.
Die Farbstoffe können, soweit es die Löslichkeit gestattet, auch in Substanz in bekannter Weise in die Kupfer- oder Nickelkomplexverbindungen übergeführt.
werden, wobei man lichtechte direktziehende Farbstoffe erhält.
Gegenüber den im Hauptpatent und in-den Zusatzpatenten hierzu beschriebenen Farbstoffen umfassen die neuen Disazofarbstoffe einen weiteren Bereich der Farbskala.
Gegenüber den aus der deutschen Patentschrift 853 321 bekannten Disazofarbstoffen zeichnen sich die erfindungsgemäßen Disazofarbstoffe dadurch aus, daß sie eine viel geringere Eisenempfindlichkeit zeigen als jene.
Die nachfolgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung der .Erfindung. Darin bedeuten die angegebenen Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente.
Beispiel 1
Der Aminoazofarbstoff, den man durch Kuppeln von 18,7 Teilen diazotiertem 2-Amino-i-oxy-4-methyl-
sulfonylbenzol mit 37,2 Teilen 2-(4'-Amino-3'-methyl)-benzoylamino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure in sodaalkalischem Medium erhält, wird in 400 Teilen Wasser angerührt. Man versetzt die Suspension mit 7 Teilen Natriumnitrit und kühlt sie auf 6 bis 8°. Bei dieser Temperatur gibt man ihr unter Rühren 30 Teile konzentrierte Salzsäure zu und rührt sie ungefähr 2 Stunden lang. : Die Diazosuspension läßt man bei 15 bis 200 zu einer Lösung von, 17,4 Teilen i-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon, 6 Teilen Natriumhydroxyd und 30 Teilen
•^ Natriumcarbonat in 400 Teilen Wasser laufen. Der Disazofarbstoff bildet sich sehr rasch. Er wird aus der warmen Lösung durch Zusatz von Natriumchlorid ausgesalzen, hierauf filtriert und bei 90° im Vakuum getrocknet. Der neue Farbstoff ist ein dunkles Pulver, das sich in Wasser mit gelbroter Farbe löst und Baumwolle und Fasern aus regenerierter Cellulose im Nachkupferungsverfahren in lichtechten orangebraunen Tönen färbt: e/..: ■:■:. :' ' '"■■> ;.
Beispiel 2 ■ ;
Der Aminoazofarbstoff, den man durch Kuppeln von 18,7 Teilen diazotiertem 2-Amino-i-oxy-4-methylsulfonylbenzol mit 37,2 Teilen 2-(4'-Amino-3'-methyl)-benzoylamino-5-oxynaphthah'n-7-sulfönsäure in sodaalkahschem Medium erhält, wird in 400 Teilen Wasser angerührt und nach den Angaben des vorstehenden Beispiels diazotiert. Die Diazosuspension läßt man bei 15 bis 20° zu einer Lösung von 25,4 Teilen i-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-3'-sulfonsäure und 40 Teilen Natriumcarbonat in 500 Teilen Wasser fließen. Der Disazofarbstoff bildet sich rasch. Er wird nach etwa 2 Stünden aus der warmen Lösung durch Zusatz von Natriumchlorid abgeschieden und filtriert.
Zur Überführung in die Kupferkomplexverbindung wird der erhaltene Farbstoff bei 80° in 3000 Teilen Wasser gelöst. Man kühlt die Lösung auf 50 bis 60° ab, gibt ihr 200 Teile 25%iges wäßriges Ammoniak zu und läßt ihr bei dieser Temperatur innerhalb von 30 Minuten eine Lösung von 25 Teilen kristallisiertem Kupfersulfat in 250 Teilen Wasser zufließen. Sobald im Auslauf einer ausgesalzenen Probe überschüssiges Kupfersulfat nachgewiesen werden kann, wird die entstandene Kupferkomplexverbindung mittels Natriumchlorid abgeschieden, abfiltriert und im Vakuum bei 900 getrocknet. Der kupferhaltige Disazofarbstoff ist in Wasser mit gelbroter Farbe löslich und färbt Baumwolle und Fasern aus regenerierter Cellulose in orangebraunen Tönen von ausgezeichneter Lichtechtheit und guter Waschechtheit. Letztere kann durch Nachbehandeln der Färbungen mit einer gegebenenfalls basischen, kationaktiven Kupferkomplexverbindung noch erheblich verbessert werden.
. Beispiel 3 - . , .
Zur Herstellung der Nickelkomplexverbindung des nach Beispiel 2 erhältlichen Disazofarbstoffes kann man in analoger Weise wie bei der Kupferung verfahren. Der Disazofarbstoff wird bei 80° in 3000 Teilen Wasser gelöst. Man versetzt die Lösung bei 6o° mit 200 Teilen 25%igem wäßrigem Ammoniak und läßt ihr hierauf bei der gleichen Temperatur die Lösung von 28,1 Teilen kristallisiertem Nickelsulfat in 200 Teilen Wasser zufließen. Nach beendigter Zugabe der Nickelsulfatlösung wird die entstandene Nickelkomplexverbindung des Disazofarbstoffes ausgesalzen, abfiltriert und getrocknet. Er löst sich in Wasser mit gelbroter Farbe und färbt Baumwolle und Fasern aus regenerierter Cellulose in orangeroten Tönen von guter Licht- und Waschechtheit. Die letztere läßt sich durch Nachbehandeln der Färbungen mit einer gegebenenfalls basischen, kationaktiven Kupferkomplexverbindung noch erheblich verbessern.
In der nachstehenden Tabelle werden weitere nach dem vorliegenden Verfahren erhältliche Disazofarbstoffe aufgeführt. Sie sind gekennzeichnet durch die ! zu ihrem Aufbau verwendeten, diazotierten Aminoazofarbstoff e und die Azokomponenten, -ferner durch die Farbtöne der mit den Disazofarbstoffen hergestellten-Färbungen. - .' .- ■ ■
«»■6S7/414
S 43111 IYbI 22a
Tabelle
In der Tabelle steht A für die 2-(4'-Amino-3'-methyl)-benzoyl-amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure.
5 Bei"
spiel
15 7 20 8 30 12 35 45 Aminoazofarbstofi Azokomponente Verwendung
als
Farbton der metall
haltigen Färbung
Nr. auf Baumwolle
4 9 2-Amino-i-oxybenzol- I-Phenyl-3-methyl- Nachkupferungs- Rotbraun
IO 4-sulfonsäure ->- A 5-pyrazolon farbstoff
10 5 2-Aminobenzol- ι -Phenyl-3 -methyl- desgl. Orangebraun
II 4° 14 i-carbonsäure -»- A 5-pyrazolon-3'-sulfon-
säureamid
6 15 i-Amino-2-oxynaph- i-Phenyl-3-methyl- Kupferkomplex Braunviolett
thalin-4-sulfonsäure 5-pyrazolon-3'- farbstoff
->- A sulfonsäure
2-Amino-i-oxy-4-me- desgl. desgl. Orangebraun
thylsulfonylbenzol
-¥- 2-(3'-Amino-4'-
methyl)-benzoyl-
amino-5-oxynaph-
thalin-7-sulfonsäure
2-Amino-i-oxy-4-me- Acetoacetylamino- Nachkupferungs- Orangerot
thylsulfonylbenzol benzol farbstoff
desgl. Barbitursäure desgl. Orangerot
2-Aminobenzol- desgl. desgl. Orange
i-carbonsäure ->- A
2-Amino-i-oxybenzol- ι - (4'-Amino) -phenyl- desgl. Braunrot
4-carbonsäure- 3-methyl-5-pyrazolon
phenylamid ->- A
desgl. i-[4'-(4"-Amino)-phe- desgl. Braunrot
nyl] -phenyl-3-methyl-
5-pyrazolon
desgl. i-[4"-Aminostilbenyl- desgl. Braunviolett
(4')]-3-methyl-5-pyr-
azolon-2', 2"-di-
sulfonsäure
2-Aminobenzol-i-car- desgl. desgl. Gelbbraun
bonsäure -ν Α
2-Amino-i-oxybenzol- i-Naphthyl-(2')-3-me- desgl. Braunrot
4-carbonsäurephe- thyl-5-pyrazolon-
nylamid ->- A 6'-sulfonsäure

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Herstellung von Disazofarbstoffen gemäß Patent 880 621, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 Mol der Diazoverbindung aus einem Ammoazofarbstoff der Zusammensetzung
    HO3S-
    R-N=N-
    NH-CO-
    HO
    worin R einen in ortho-Stellung. zur Azogruppe einen zur Metallkomplexbildung befähigenden Sub-
    stituenten aufweisenden Rest der Benzol- oder Naphthalinreihe, χ Wasserstoff oder SO3H, ein y CH3 und das andere y NH2 bedeutet, hier mit ι Mol einer Verbindung der aliphatischen oder heterocyclischen Reihe, welche auf Grund der Enolgruppierung
    -C = CH-
    OH
    kupplungsfähig ist, kuppelt und den erhaltenen Disazof arbstoff in Substanz oder auf der Faser durch Behandeln mit einem metallabgebenden Mittel in seine Metallkomplexverbindung überführt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 880 621, 853 321.
    © 609 657/41+ 10.56

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