DEW0009602MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. September 1952 Bekanntgemacht am 2. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Handschutz für Arbeiter beim Ziehen von Ketten von Hand, insbesondere
zur Erleichterung der Bedienung von durch Ziehen an der Haspelkette betätigten, Kettenzügen.
Es ist bereits bekannt, bei Kettenzügen einen
Handschutz vorzusehen, der aber als Kettenführung dient und bei dem eine freie Relativverschieblich-.
keit zwischen einem die Kette umschließenden Körper möglich und, beabsichtigt ist.
Beim Ziehen von, Ketten werden, vor allem wenn die Kettenglieder verhältnismäßig klein sind und
vergleichsweise große Zugkräfte aufgewendet werden müssen, die z. B. im Falle von Handkettenzügen,
von normaler Größe 40 bis 50 kg betragen, die Hände des Arbeiters stark beansprucht. Falls
z. B. ein Arbeiter einen. Kettenzug längere Zeit bedienen muß, tritt häufig der Fall ein, daß er nach
einer gewissen, Zeit nicht mehr in der Lage ist, allein die hierfür erforderliche Zugkraft aufzubringen,
so daß ein zweiter Mann, helfen muß.
Diese Schwierigkeiten treten in, erhöhtem Maße auf, wenn, wie es häufig der Fall ist, die Kette verrostet
oder durch. Öl verschmiert ist.
Die Erfindung schafft eine einfache Vorrichtung, welche diese Mängel beseitigt. Diese besteht aus
zwei schalenförmigen Teilen, welche durch Schrauben zusammengehalten werden und die Kette
509 656/185
W9602 XI/35c
zwischen sich einschließen, und zwar so, daß der durch ihre Kombination gebildete Körper gegenüber
der Kette mittels einer oder mehrerer auf diese einwirkender Sperrvorrichtungen derart blockierbar
ist, daß der Durchlauf der Kette nach beiden Richtungen gesperrt ist.
Die Sperrvorrichtung besteht aus einer oder mehreren an dem einen der beiden, schalenf örmigen
Teile angelenkten, unter der Wirkung von Rückführfedern stehenden Klinken, die Sperrnasen aufweisen,
welche in von Hand eingedrückter Stellung der durch Aussparungen der Schalen hindurchgreifenden
Klinken in ein Kettenglied eingreifen und derart die Blockierung von Kette und Handschutzkörper
herstellen.
Beim Loslassen der Klinke wird diese durch, die
Wirkung der Rückführfedern in die die Kette freigebende Stellung zurückgeschwenkt, so daß nunmehr
der Handschutz an. der Kette entlang nach oben verschoben werden kann, um an einer neuen
Angriffsstelle festgelegt zu werden. Zur besseren Führung des Handschutzes bei seinem Verschieben
auf der Kette bzw. der Kette in diesem können gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die
Ein- und Austrittsstellen der Kette in den bzw. aus dem Handschutz durch entsprechende Profilierung
der Halbschalen kreuzförmig ausgebildet, sein.
Die weiteren Merkmale und Einzelheiten, der Erfindung
gehen, aus der folgenden Beschreibung von beispielsweisen Ausführungsformen des neuen
Handschutzes an Hand der Zeichnung hervor.
Fig. ι zeigt eine erste Ausführungsform des
neuen Handschutzes, der aus den beiden schalenförmigen Teilen 1 und 2 besteht, an welchen Bedienungsgriff
e 3 und 4 angesetzt sind, und die in dem zwischen ihnen gebildeten. Raum die Haspelkette
5 aufnehmen. Die Festlegung des Handschutzes gegenüber der Kette erfolgt durch die
Klinke 6, die um den, an einer der beiden Schalen 1,2
festen Bolzen 8 gegen die Wirkung einer Feder 7 durch von Hand auf sie ausgeübten Druck auf die
Kette zu verschwenkt werden kann, so daß der Sperransatz an. ihrem Kopf in ein Kettenglied eindringt.
Beim Loslassen der Klinke wird diese durch die Feder 7 selbsttätig in die die Kette freigebende
Stellung zurückgeführt.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform des Handschutzes gemäß der Erfindung, bei welcher an
den beiden die Kette umschließenden Schalenhalf ten 10 und 11 keine besonderen Handgriffe angebracht
sind, sondern die entsprechend verlängerten Schalenhälften selbst nach innen, eingebuchtet
sind, so> daß der gebildete Handschutz leicht von Arbeitern erfaßt werden, kann. Die auch hierbei
vorgesehene, an der einen, der beiden, Schalenhälften 10 angelenkte Klinke 9 wird, durch eine entsprechende
Aussparung zwecks Blockierens der Kette in bezug auf den. Handschutz gegen die Wirkung
der Feder 12 nach einwärts gedrückt, so1 daß die an
ihrem Ende angeordnete Nase in ein Kettenglied eingreift. Beim Loslassen, der Klinke 9 drückt die
Feder 12 diese wieder in ihre die Kette freigebende Lage zurück, worauf der Handschutz längs der
Kette nach einem neuen Angriffspunkt verschoben werden, kann,
Fig. 3 zeigt die der besseren, Führung der Vorrichtung
an der Kette beim Verschieben, auf dieser dienende kreuzförmige Profilierung der durch entsprechende
Aussparungen der beiden Schalen gebildeten Ein- und Austrittsöffnungen.
Die Anwendungsmöglichkeit der Vorrichtung nach der Erfindung ist nicht auf Handkettenzüge
beschränkt, sondern überall da gegeben, wo Ketten unter erheblichem Kraftaufwand von. Hand gezogen
werden müssen,
Claims (4)
1. Handschutz für den Arbeiter beim Ziehen von Ketten unter Verwendung eines von Hand
erfaßbaren, die Kette einschließenden Körpers, insbesondere für den Bedienungsmann, von, durch
Ziehen, an der Haspelkette betätigten. .Kettenzügen,
dadurch gekennzeichnet, daß der die Kette einschließende Körper aus zwei schalenförmigen
Teilen besteht und gegenüber der Kette mittels einer oder mehrerer unmittelbar
auf diese einwirkende Sperrvorrichtungen derart blockierbar ist, daß im blockierten. Zustande
der Durchlauf der Kette nach beiden Richtungen gesperrt: ist,
2. Handschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrvorrichtung oder Sperrvorrichtungen, aus einer oder mehreren an
dem einen schalenförmigen Teil angelenkten, unter der Wirkung von Rückführfedern, stehenden
Klinken besteht, die Sperrungen, aufweisen, welche, in, von Hand eingedrückter Stellung der
durch Aussparungen, der Schalen hindurchgreifenden Klinken, in ein. Kettenglied eingreifen
und derart die Vorrichtung gegenüber der Kette blockieren,
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schalenkörper mit sich von, ihnen, in seitlicher
Richtung erstreckenden Handgriffen versehen sind.
4. Ausführungsform der Vorrichtung nach
Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in axialer Richtung entsprechend verlängerten
Schalenkörper nach, innen eingebuchtet sind und derart von Hand leicht erfaßbar sind.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 341 679.
Deutsche Patentschrift Nr. 341 679.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 656/185 1.56
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