DEW0010187MA - - Google Patents

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DEW0010187MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 19. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei der Einführung von polarisiertem Licht bei "Kraftfahrzeugscheinwerfern muß man zunächst damit rechnen, daß ein großer Teil der Verkehrsteilnehmer noch nicht mit, Schutzbrillen ad. dgl.
ausgerüstet ist. Man wird daher für eine Übergangszeit das Abblenden der Scheinwerfer, wie bisher üblich, beibehalten müssen. Es hat sich herausgestellt, daß die bei Kraftfahrzeugscheinwerfern mit normalem Lic'ht üblichen Abblendanordnungen nicht ohne weiteres auf Polarisationsscheinwerfer übertragen werden können. Die Ursache liegt darin, daß bei Polarisationsscheinwerfern durch die Polarisation ein hoher Anteil der im Scheinwerfer erzeugten Lichtmenge bei seinem Durchtritt durch das Filter verschluckt wird. Auch wenn man, wie beabsichtigt ist, die Leistung der Lichtmaschine erhöht, wird man trotzdem nicht mit den gleich hohen Lichtmengen, wie bei Scheinwerfern mit normalem Licht rechnen ■ können. Hieraus ergibt sich die Aufgabe, die zur Verfügung stehende Lichtmenge mit allen Mitteln auszunutzen und vermeidbare Verluste auszuschalten.
Bei Kraftfahrzeugscheinwerfern mit normalem Licht verzichtet man in der Abblendstellung bewüßt auf die an sich mögliche volle Ausnutzung der Lichtmenge und setzt z. B. bei dem Zweifadenabblendsystem den Abblendfaden außerhalb des
609 506/69
W 10187 VlUcI4b
Reflektorbrennpunktes. Das hierdurch entstehende, größtenteils diffuse Licht genügt durchaus zur Beleuchtung der Fahrbahn und des Straßenrandes in der vorgeschriebehen Entfernung vor dem Kraftwagen. Diese Methode läßt sich bei dem polarisiertes Licht abstrahlenden Scheinwerfer aus den eingangs angedeuteten Gründen nicht durchführen, weil dann die Lichtstärke zu gering würde. Die Lichtquelle muß bei den Polarisationsscheinwerfern
ίο immer im Brennpunkt des Reflektors angeordnet sein. Das zweite bekannte Verfahren zum1 Abblenden von Scheinwerfern besteht im Neigen des "Reflektors gegenüber der feststehenden Streuscheibe. Eine solche Streuscheibe ist bei den PoIarisationsscheinwerfern ebenfalls.vorhanden und befindet sich zwischen der. gleichfalls feststehenden Filterscheibe und der Lichtquelle. Sie ist jedoch in ihrer bekannten Ausführung für den ..vorliegenden Zweck nicht geeignet, da sie ihrer bisherigen Ausbildung nach in ihrer Randzone in erster Linie diffuses Licht abstrahlt. Der Durchtritt dieses diffusen Lichtes durch das Polarisationsfilter ergibt zusätzliche Verluste, die vermieden werden sollen. .
Die Erfindung löst die Aufgabe, die vorhandene Lichtmenge auch in der Abblendstellung des Scheinwerfers voll auszunutzen. Zu diesem Zweck wird vorgeschlagen, die bei Polarisationsscheinwerfern zwischen Polarisationsfilter und Lichtquelle vorhandene Streuscheibe in einer, solchen Weise optisch auszubilden oder mechanisch anzuordnen, daß der Scheinwerfer auch in geneigter Stellung des Reflektors praktisch nur gerichtete Lichtstrahlen aussendet. Hierfür -gibt es zwei Möglichkeiten: Die einfache Ausführungsform der Erfindung besteht darin, die Streuscheibe fest mit dem neigbaren Reflektor zu verbinden, so daß also die durch die Streuscheibe tretenden Lichtstrahlen in jeder Stellung des Reflektors die gleichen optischen Bedingungen vorfinden.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, mindestens den unteren Teil einer feststehenden Streuscheibe durch an sich bekannnte optische Mittel derart auszubilden, daß auch die auf die untere Randzone der Streuscheibe bei geneigtem Reflektor schräg auf fallenden Lichtstrählen gerichtet werden, ohne daß wildes oder diffuses Licht auftritt. Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgedanken an drei Beispielen, und zwar stellt
Abb. ι einen Schnitt durch den Scheinwerfer mit feststehender Streuscheibe und
Abb. 2 einen Schnitt mit der dem Reflektor fest verbundenen Streuscheibe dar;
Abb. 3 zeigt eine 'Einzelheit der feststehenden Streuscheibe. .
Die Lichtaustrittsöffnung des Scheinwerfers wird durch die Polarisationseinrichtung 1 verschlossen, hinter der sich die Streuscheibe 2 befindet. Der neigbare Reflektor 3 trägt die Lichtquelle 4. Die Neigung des Reflektors wird in an sich bekannter Weise mittels einer durch Bowdenzug betätigten Verstellvorrichtung 5 vorgenommen.. Der untere Teil der feststehenden Streuscheibe 2 ist mit optischen Mitteln 6 ausgerüstet. Die optischen Mittel bestehen aus aufeinandergestellten Prismen, die derart orientiert sind, daß die auffallenden parallelen Fernlichtstrahlen 7 leicht angehoben austreten, während die schräg ankommenden Abblendlichtstrahlen 8 bei geneigtem Reflektor parallel gerichtet austreten. Hierdurch wird erreicht, daß die Sichtweite bei abgeblendetem Licht erhöht wird, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden, denn die optischen Mittel sind nur in der unteren Randzone der feststehenden Abdeckscheibe angeordnet, während die leichte Anhebung der Fernlichtstrahlen bei polarisiertem Licht nicht stört.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Durch Neigen des Reflektors abblendbarer Polarisationsscheinwerfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei dem zwischen den Polarisationsfiltern und dem die Lichtquelle tragenden Reflektor eine Streuscheibe angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Streuscheibe optisch so ausgebildet oder mechanisch so angeordnet ist, daß der Scheinwerfer auch bei geneigtem Reflektor praktisch nur gerichtete Lichtstrahlen aussendet.
2. Polarisationsscheinwerfer nachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Streuscheibe fest mit dem neigbaren Reflektor verbunden ist.
3. Polarisationsscheinwerfer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehende Streuscheibe mindestens in ihrer unteren Randzone mit optischen Mitteln zum Richten der schräg auffallenden Lichtstrahlen des geneigten Reflektors versehen ist. ' ·■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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