DEW0011807MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. September 1952 Bekanntgemacht am 4. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kopierschlittensteuerung
für eine Nachformdrehbank mit einem den Kopierschlittenantrieb hydraulisch
steuernden Fühler und mit einem in einer Gleitbahn des Kopierschlittens verschiebbaren Stahlhalter,
der durch eine von Hand bedienbare Vorrichtung festklemmbar ist. Will man den Stahl
gegenüber dem Werkstück zustellen, so muß man hierzu den Stahlhalter gegenüber dem Kopierschlitten
verschieben und zu diesem Zweck zunächst seine Festklemmung lösen. Der Erfindung
liegt nun, die Aufgabe zugrunde, Vorsorge dafür zit treffen, daß der Kopierschlitten infolge des
Lösens der Festklemmung des Stahlhalters vom
Werkstück fort in seine Endstellung zurückläuft und erst wieder dann in die Betriebslage vorläuft,
wenn der Stahlhalter nach erfolgter Zustellung wieder festgeklemmt ist; denn wenn diese Bedingungen
erfüllt sind;, dann kann man, nicht; das
Festklemmen des Stahlhalters nach dem Zustellen des Drehstahls vergessen. Auch wird erreicht,
daß beim Lösen des Stahlhalters der Stahl vom Werkstück zurückgezogen wird, SO' daß dieses
nach dem letzten Arbeitsgang ohne weiteres ausgespannt werden kann. Erfindungsgemäß ist die
Klemmvorrichtung über ein Gestänge mit dem Fühler so> gekuppelt, daß durch Festziehen, der
Klemme der Fühler zur Steuerung des Kopierschlittens nach Maßgabe der Schablone freigegeben,
durch Lösen der Klemme aber zur Ein-
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leitung des Rücklaufs des Kopierschlittens von der Schablone abgehoben wird,1. Mithin werden also* die
Kiemmittel für den Stahlhalter unter Mitbenutzung der Fühlersteuerung auch zum Zurückziehen
des Stahls verwendet, und zwar mit Hilfe . einfacher zusätzlicher Verbindungsteile zwischen
den Kiemmitteln und dem Fühler.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben, sich aus der nachfolgenden, Beschreibung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels der Erfindung. In den Zeichnungen zeigt
Fig. ι einen lotrechten Schnitt durch den Kopier schlitteni
mit dem Stahlhalter und der Klemmspindel unter s ehern at is eher Wiedergabe der
hydraulischen Steuerung,
Fig. 2 eine Stirnansicht des Kopierschlittens mit dem Fühler und der Gleitbahn für den. Stahlhalter,
der hier fortgelassen ist,
Fig. 3 einen Teilgrundriß der Drehbank mit dem Bett und dem Planschlitten., der den hinteren
Kopiersupport trägt, und
Fig. 4 einen senkrechten Längsschnitt, durch den Kopieirsupport mit dem hydraulischen: Antrieb,
Der auf der Begleitbahn 10 der Drehbank (Fig. 3) laufende Bettschlitten 11 ist in bekannter
Weise mit einer waagerechten, quer zur Spindelachse und der Gleitbahn 10 verlaufenden Gleitbahn
12 für zwei Planschlitten. 13 und 14 versehen.
Zum Verstellen! der Planschieber und zum Anstellen der auf ihnen angeordneten, Werkzeuge dienen
drei parallel nebeneinander im Bettschlitten gelagerte Wellen bzw. Spindeln, die sich quer zur
Spindelachse erstrecken und in der Fig. 3 mit 15, 16 und 17 bezeichnet sind.
Auf den Planschiebern 13 und 14 sind um senkrechte
Achsen schwenkbar Drehteile 18 bzw. 19 angeordnet.
υ Der Drehteil 19 des vorderen Planschiebers 14
hat mit der Erfindung nichts zu tun. und braucht
daher nicht näher beschrieben zu werden. Auf dem Drehteil 18 des hinteren Planschiebers 13 ist ein
Kopierschlitten 43 angeordnet. Zu diesem Zweck hat der Drehteil 18 eine waagerechte Gleitbahn, 46
(Fig. 2 und; 3), auf welcher dar Schlitten 43 gleitet.
Dieser ist sowohl mit einer Zylinderbohrung 44 (Fig. 4) als auch mit einer seitlichen Schwalbenschwanzführung
45 (Fig. 2) versehen, Wie Fig. 3 zeigt, bildet die Schwalbenschwanzführung 45 mit
der Gleitbahn 46 einen Winkel von annähernd, 300, während die Zylinderbohrung 44 parallel zur Gleitbahn
46 verläuft. In der Bohrung läuft ein. Kolben 47, dessen Kolbenstange 48 an einem Ansatz
49 des Drehteils 18 befestigt ist. Das Ende der Bohrung ist durch einen Deckel 50 (Fig. 2 und 4)
verschlossen. Ferner ist in einem Ansatz des Kopierschlittens 43 eine waagerechte Welle 51 gelagert,
die rechtwinklig zur Gleitbahn 46 des Kopierschlittens verläuft. Auf dieser Welle ist der
Fühler in. Gestalt eines doppelarmigen Hebels 52
gelagert, an, dessen unterem Arm der eigentliche Fühler 53 (Fig. 2) befestigt ist, der die Schablone
abtastet. Das obere Ende des doppelarmigen. Hebels 52 wirkt auf einen Kolbenschieber ein. Dieser sitzt
in einer der Zylinderbohrung 44 parallelen Buchse 54, die in den Kopierschlitten 43 eingesetzt ist und
den Zufluß und Abfluß zum Zylinder 44 steuert. Diejenige Einstellung des Drehteils 18, die in Fig. 3
gezeigt ist, verwendet man beim Längskopieren,, d. h, bei derjenigen Arbeitsweise, bei welcher der
Fühlfiriger 53 eine am Bett befestigte Schablone abtastet, und der Bettschlitten angetrieben wird,
um dem Kopiersupport den, Leitvorschub zu erteilen, der parallel zur Spindelachse erfolgt. Damit
der LeitvO'rschub nicht unterbrochen zu werden
braucht, wenn; der Fühlfinger auf eine senkrecht in Richtung auf die Spindela.ch.se verlaufende Stufenfläche
der Schablone 60 gelangt, ist hierbei der Drehteil 18 so eingestellt, daß die Gleitbahn 46 mit
der Spindelachse einen spitzen Winkel von, etwa 500 bildet. Während der Leitvorschub fortdauert,
während also· der Bettschlitten 11 in der Richtung
des Pfeiles 55 läuft, wird der Kopierschlitten 43 auf der Gleitbahn. 46 in der Richtung des Pfeiles
56 verstellt. Es ergibt sich daher ein resultierender Vorschub in, der Richtung des Pfeiles 57 senkrecht
zur Spindelachse.
Zum Plankopieren, wird der Drehteil 18 mit Bezug auf Fig. 3 im Uhrzeigersinn, um 900 geschwenkt. Die Schablone wird dann am Bettschlitten
11 befestigt, der in Ruhe verbleibt, während der Leitvorschub durch Vorschub des Planschlittens
13 erzeugt wird.
Der Stahlhalter 58 hat auf seiner Unterseite eine Verzahnung, die mit einem Ritzel einer Welle 66
(Fig. 3) kämmt. Diese Welle ist im Kopiersupport 43 gelagert und durch weitere Getriebeelemente mit
einer vorn an. der Maschine angeordneten, Handkurbel
verbunden!. Dreht man diese Kurbel, so wird dadurch der Stahlhalter 58 relativ zum Kopiersupport
43 verschoben. Auf diese Weise kann man den: Stahl zustellen, oder zurückziehen.
Es ist erwünscht, den Stahlhalter nach, jedesmaliger
Zustellung festzuklemmen, um eine starre Halterung am Kopierschlitten zu gewährleisten.
Zu diesem Zweck ist am Kopierschlitten, 43 gemäß i°5
Fig. ι eine Klemmbacke 82 senkrecht verschiebbar
geführt und von. einer lotrechten- Bohrung durchsetzt.
Durch diese geht eine Klemmschraube 83 hindurch), deren Kopf 84 sich auf die Backe, 82 stützt
und deren unteres Ende in eine Gewindebohrung des Kopierschlittens 43 eingreift. Der Kopf 84 hat
einen' Griff 85, mit dessen Hilfe man die Klemmschraube 83 festziehen kann. Die Klemmbacke 82
wird dann, auf eine Keilleiste 86 gepreßt, die in die
Schwalbenschwanzführung 45 eingelegt ist. Da,- 1:L5 durch wird; dann der Stahlhalter 58 am Kopierschlitten.
43 festgeklemmt.
Um nun zu verhindern, daß man etwa das Festklemmen
vor Beginn der Kopierarbeit vergißt, ist folgende Anordnung getroffen:
Die Schraubspindel 83 trägt einen Nocken 87 (Fig. 1) mit einer Kerbe, in, die sich das zugeschärfte
Ende einer Schaltstange 88 unter dem Einrfluß einer Druckfeder 89 einlegen, kann. Diese.
Stange hat an. ihrem Ende ein Querhaupt 90' (Fig. 2), das sich von außen auf den oberen Arm
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des Fühlers 52 legeni kann. Wenn das geschieht,
wird der Fühlfinger 53 von. der Schablone abgehoben und der Steuerschieber derart verstellt, daß
er den Kopierschlitten bis in die äußere Grenzstellung
laufen läßt. Die Schaltstange 88 kann aber nur dann'in die Kerbe des Nockens 87 einschnappen
und dem Rückzug des Kopierschlittens auslösen, wenn die Klemmschraube 83 gelöst ist. Wird
sie angezogen, so wird die Schaltstange 88 mit Bezug auf Fig. ι nach rechts verschoben und gibt
dann den, Fühler 52 frei, der dann den Kopierschlitten
nach Maßgabe der Schablone einstellt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Kopierschlittensteuerung für eine Nachformdrehbank mit einem den Kopierschlittenantrieb hydraulisch steuernden Fühler und mit einem in. einer Gleitbahn des Kopierschlittens verschiebbaren Stahilschalter, der durch eine von Hand bedienbare Vorrichtung festklemmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung über ein Gestänge mit dem Fühler so gekuppelt ist, daß durch Festziehen der Klemme (82) der Fühler (52) zur Steuerung des Kopierschlittens (43) nach Maßgabe der Schablone freigegeben;, durch Lösen der Klemme aber zur Einleitung des Rücklaufs des Kopierschlittens von, der Schablone abgehoben wird.In, Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 637707, 638473; USA.-Patentschriften Nr. 1 816 239, 2 563 970.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
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