DEW0013789MA - - Google Patents

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag- der Anmeldung: 22. April 1954 Bekanntgemacht am 29. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind sehr viele Vorschläge gemacht worden, Kaffee in Tabletten, zu pressen und damit gebrauchsfertig zu konservieren. Hierbei sind sowohl Zusatzmittel, wie Feigenkaffee, als auch Süßmittel und die verschiedensten Bindemittel angewendet worden. Auch ist es nicht neu, die fertigen Preßlinge mit einem Überzug zu versehen, sei es in Form eines Überzuges aus einer Folie, sei es aus in Lösung aufgesprühten, überzugbildenden Stoffen.
Es sind auch schon Versuche unternommen worden, soldie bekannten Kaffeeformlinge (Tabletten) in den Siebeinsätzen von Kaffeeaufgußmaschinen (Espressomaschinen) zu verwenden. Dabei stellte sich heraus, daß die im Augenblick der Berührung mit dem heißen Brühwasser erfolgende Quellung der Kaffeekörnchen die Sieböffnungen des Einsatzes verstopft, womit der Durchtritt des Brühwassers verhindert oder mindestens sehr erschwert wird. Dies läßt sich nur dadurch teilweise beseitigen, daß der gemahlene Kaffee in grober Körnung zur Herstellung der Preßlinge verwendet wird, was aber für die notwendige Auslaugung durch das Brühwasser sehr nachteilig ist. Ein weiterer Nachteil dieser Verwendung grober Körner ist der, daß die gerade bei Espressomaschinen besonders - beliebte »Creme«-Bildung unterbleibt oder doch nicht in dem gewohnten Ausmaß zu erreichen ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Erkenntnis zugrunde, daß die bei der Berührung mit dem Brühwasser erfolgende Quellung der Kaffee-
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körnchen an der Oberfläche des Preßlings einsetzt und dann die Berührung auch der tiefer liegenden Schichten des Preßlings mit dem Brühwasser unterbunden wird. Um dies zu verhindern, ist notwendig, die Quellwirkung der ersten auftreffenden Brühwassermenge von Anfang an in die Tiefe des Preßlings zu verlegen, wodurch erreicht wird, daß der Formling schon durch die ersten Tropfen auf treffenden, Brühwassers in seinem ganzen Querschnitt
ίο von der Quellung erfaßt wird, wodurch sofort die gleichen Bedingungen gegeben sind, wie sie bei der jetzt ausschließlichen Übung (Verwendung von gemahlenem Kaffee in dem Brüheinsatz, der mit ganz leichtem Druck eingebracht wird) erzielt werden'.
Demgemäß besteht die Erfindung darin, daß in dem Formling, vorzugsweise in Tablettenform, in mindestens einer der Hauptflächen tiefenwärts reichende, vorzugsweise sich nach innen verjüngende Ausnehmungen gepreßt werden. Die der mit
ao den Ausnehmungen ausgestatteten Formlingsfläche gegenüberliegende Fläche kann SO' geformt sein, daß sie sich der Siebfläche des Einsatzes einer Aufgußmaschine einpaßt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung sind die Ausnehmungen in der dem Siebeinsatz abgekehrten Fläche des Fprmlings gleichmäßig verteilt. Es leuchtet ein, daß dadurch die auch in der Tiefe des Formlinge einsetzende Quellung gleichmäßig über das ganze Volumen verteilt wird. Die Anordnung der tiefenwärts in den Formling reichenden Ausnehmungen ist von mehr nebensächlicher Bedeutung. Sie können mit Vorteil für die Pressung in konzentrischen Rillen, angeordnet sein, sie können aber auch wie zahlreiche Nadel-Stiche in einer beliebigen ebenen Figur angeordnet sein, und zwar derart, daß die Dicke der von Ausnehmungen freien Schicht etwa gleich ist dem halben Abstand der Ausnehmungen voneinander. Es hat dadurch das erste auftreffende Brühwasser nach allen Richtungen innerhalb des Formlinge den gleichen Weg zurückzulegen, wodurch selbstverständlich eine sehr gleichmäßige Durchdringung und Quellung erzielt wird. Dem gleichen Zweck dient auch die Ausbildung der Formlinge! in einer gleichmäßigen oder annähernd gleichen Dicke über den ganzen Querschnitt. Außerdem wird durch diese Form der Vorteil erreicht, daß der Preßdruck bei der Herstellung des Formlinge an jeder Stelle gleich ist. Das ist insofern von Wichtigkeit, als die Durchdringungsfähigkeit des Preßlings durch das Brühwasser naturgemäß von, seiner Dichte, also vom Preßdruck, abhängig ist und daher bei ungleichmäßiger Verteilung des Preß druckes, wie er sich etwa bei der Herstellung von im Querschnitt linsenförmigen Preßlingen ergibt, ungleichmäßige Quellung verursacht. Auch die Formhaltigkeit solcher bei ungleichmäßiger Verteilung des Preßdruckes hergestellter Preßlinge ist nicht zufriedenstellend.
Selbstverständlich sollen bei der vorliegenden Erfindung jene Maßnahmen nicht ausgeschlossen sein, die für die Formhaltigkeit des. Formlinge, die Konservierung und auch die Zurückhaltung des Aromas ergriffen werden können. So können Binde- , mittel, wie Zuckerlösungen, Gelatine, Pflanzenschleime, Harze usw., verwendet werden, die den Geschmack und das Aroma nicht beeinträchtigen. Ein diese Eigenschaften aufweisender Zusatz ist im Milchzucker gefunden worden, der schon in kleiner Menge von wenigen Prozenten dem zu vorpressenden gemahlenen Kaffee zugesetzt, weniger als Binde-' mittel, als vielmehr als die Auf lockerurig bei der Quellung förderndes Mittel dient. Zu dem gleichen Zweck ist allerdings schon der Zusatz körnigen Zuckers zu Kaffeepreßlingen vorgeschlagen worden. Vorliegendenfalls soll aber dieser Milchzuckerzusatz auch als Bindemittel dienen, zu welchem Zweck körniger Zucker ungeeignet wäre. Dieser Zusatz muß daher in möglichst feinkörniger Form erfolgen und in dem zu verpressenden Versatz einen Teil des Feinstkornes bilden. Zur Erzielung größter Formhaltigkeit soll die Preßmasse des gemahlenen Kaffees in der Körnungsverteilung entsprechend oider annähernd der Fullerkurve zusammengesetzt sein, d. h., sie soll die einzelnen Kornfraktionen in solchen Mengen aufweisen, daß dichteste Packung erzielt wird.
Zwecks Konservierung und Zurückhaltung des Aromas können die Formlinge in bekannter Weise mit Überzügen versehen sein. Auch dabei ist darauf zu achten, daß den Geschmack und das Aroma beeinträchtigende Stoffe vermieden werden, "Am zweckmäßigsten ist daher, die fertigen Formlinge mit einer Folie z. B. aus Cellophan oder aus Poly- , äthylen zu, überziehen.
Die durch, die Erfindung erzielten Vorteile liegen auf der Hand. Ein solcher Vorteil ist' darin zu erblicken, daß das Mahlen des Kaffees vor der Zubereitung entfällt. Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Konserve hat der Konsument ferner stets die Gewähr gleichen Kaffeegewichts und der gleichen Qualität.
Die bei der Herstellung dieser Formlinge angewandten Vorrichtungen sind, die hierbei üblichen, Beispielsweise ist an einer Presse der Unterstempel entsprechend dem Sieb des Einsatzes der Brühmaschine ausgebildet, während der Oberstempel mit entsprechend geformten Vorsprängen versehen ist. Diese Vorsprünge müssen, koaxial mit der Preßform verlaufen, da andernfalls der Oberstempel beim Zurückziehen Teile des Preßlings mitnehmen würde. Da der gemahlene Kaffee normalerweise eine gewisse Menge Feuchtigkeit enthält, welche die Lagerbeständigkeit der Formlinge beeinträchtigen würde, soll feuchtigkeitsarmer Kaffee ver- wendet werden, was auch dadurch erreicht wird, daß während der Pressung die Preßform geheizt wird. Dadurch wird der Vorteil erzielt, daß die flüchtigen organischen, im Kaffee enthaltenen Stoffe im Preßling teilweise verdampft werden und, sich, da die Dämpfe, nicht entweichen können, an der Oberfläche des fertigen Preßlings niederschlagen. Diese öligen Stoffe bilden dann, wie an sich bekannt ist, eine das Innere schützende Haut. Die^ selbe Wirkung läßt sich bekanntermaßen auch erzielen, wenn der fertige, kalt verformte Preßling
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kurzzeitig einem Preßdruck in geheizter Preßform unterworfen wird, mit welchem Arbeitsgang mit Vorteil die Verpackung in einer Folie verbunden sein kann.
Der bei der Pressung anzuwendende Preßdruck ist dem Verwendungszweck insofern anzupassen,, als für die Verwendung der Formlinge in mit höherem Betriebsdruck arbeitenden Espressomaschinen höhere Preßdrucke angewendet werden
ίο können, während zur Verwendung in, mit niedrigen Betriebsdrücken arbeitenden Brühvorrichtungen niedrigere Preßdrucke anzuwenden sind. Mit Rücksicht auf die erwähnte Cremebildung ist tunlichst feines Korn anzuwenden, wobei aber gleichzeitig niedrigere Preßdrucke ausreichend sind. Dies bedeutet, daß der anzuwendende Preß druck in Abhängigkeit von der Koornzusammensetzung des gemahlenen Kaffees variiert werden kann. Die richtigen Verhältnisse: lassen sich durch Versuche leicht ermitteln. Grundsätzlich gilt, daß der anzuwendende Preßdruck nur so hoch eingestellt werden soll, daß Formhaltigkeit der Preßlinge gewährleistet ist. Bessere Formhaltigkeit erreicht man, wenn die Preßmasse mit einer sehr geringen Menge einer Zuckerlösung, ζ. B. mit Sirup, oder auch mit der Lösung anderer, hierfür bekannter Bindemittel, wie Eiweiß, Pflanzenschleim oder Harz, besprüht wird. Das Lösungsmittel verdampft bei der Pressung, und das sich ausscheidende Bindemittel bildet eine zusätzliche konservierende Haut.

Claims (8)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Kaffeekonservenformlingen, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Formling, vorzugsweise in Tablettenform, in mindestens einer der Hauptflächen tiefenwärts reichende, vorzugsweise sich nach innen verjüngende Ausnehmungen gepreßt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der mit den Ausnehmungen ausgestatteten Formlingsfläche gegenüberliegende Fläche so geformt ist, daß sie an der Siebfläche des Einsatzes einer Aufgußmaschine sich einpaßt.
  3. 3. Verfahren nach, Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen über die Formlingsfläche, gleichmäßig verteilt angeordnet werden, z. B. in Form von konzentrischen Rillen, oder so, daß sie in ihrer Gesamtheit eine ebene Figur ergeben.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen derart angeordnet werden, daß die Dicke der von Ausnehmungen freien Schicht etwa gleich ist dem halben, Abstand der Ausnehmungen voneinander.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Formlinge mit an allen Stellen gleicher Dicke geformt werden.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ausgangspulvergemisch aus gemahlenem Kaffee Binde-, Süß- und/oder sonstige bekannte Zusatzmittel, vorzugsweise solche, die den, Geschmack des aufgebrühten Kaffees nicht beeinträchtigen, wie
    z. B. Milchzucker, zugefügt werden.
  7. 7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Formlinge mit einem dichtenden Überzug versehen werden.
  8. 8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Korngröße des Ausgangspulvergemisches dem jeweiligenFeuchtigkeitsgehalt angepaßt wird, d. h. daß das Gemisch bei niedrigerem Feuchtigkeitsgehalt aus kleineren Korngrößen bzw. bei höherem Feuchtigkeitsgrad aus größeren Partikeln besteht.
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