DEW0014715MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 21. August 1954 Bekanntgemacht am 21. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft drahtlose Übertragungssysteme, insbesondere die Änderung von drahtlosen
Frequenzmodulationssystemen, in der Weise, daß eine Übertragung der Farbfernsehisignale des Nati
anal Television Standards Comittee (NTSC) ermöglicht
wird.
Das NTSC-Farbfernsehsignal, wie es z. B. in
einem Aufsatz mit dem Titel »Principles οι NTSC
Compatible Color Television« von C. Hirch, W. Bailey und B. Loughlin, veröffentlicht in
den »Electronics«, Februar 1952,'S. 88ff., beschrieben
ist, enthält Informationen, die sich auf die Helligkeit, den Farbton oder die Farbe und die
Farbsättigung des durch das Signal dargestellten Bildelements beziehen. Zu diesem Zweck wird ein
Signal, das in mancher Hinsicht dem üblichen Schwarzweißfernsehsighal ähnelt, verwendet, um
die HelligkeitsinfoTmation wie auch die üblichen horizontalen und vertikalen Synchronisierinformationen
zu übertragen.
Die übrige Bildinformation, nämlich die Information,
die sich auf die Farbe-(d.h. den Farbton und die Sättigung) eines besonderen Bildelements
bezieht, wird durch Modulation eines hochfrequenten Unterträgers übertragen, der dem Helligkeitssignal
als Grundlinie überlagert ist. Die Phase dieses Unterträgers wird moduliert, um die Information
zu übertragen, die sich auf den Farbton
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bezieht, während die Amplitude gemäß der Sättigung dieses Farbtons moduliert wird. Zusätzlich
wird eine kurze Schwingung des hochfrequenten Unterträgers an der »Rückflanke« eines jeden Synchronisierungssignals
übertragen, um im Empfänger als Norm für die Auswertung der Phasenmodulation zu dienen.
Man hat gefunden, daß bei Übertragung solcher Fairbfernseihsigiiale über drahtlose Frequenzmodulationseinrichtungen
das Farbfernsehsignal derart verzerrt wird, daß eine unrichtige Wiedergabe der Farbe entsteht, wenn das Signal durch einen Farbfernsehempfänger
demoduliert wird.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, solche Wiedergäbefehler zu vermindern oder zu
beseitigen, um eine richtige Wiedergabe von farbigen Szenen durch NTSC-Farbfernsehsignale
nach der Übertragung über Frequenzmodulations-· systeme, insbesondere Systeme mit mehreren Verstärkerstationen
zu ermöglichen.
Eine Untersuchung zeigt, daß solche Ungenauigkeiten, wie unrichtige Wiedergabe des Farbtons und
der Sättigung, dadurch entstehen, daß in drahtlosen Systemen der betrachteten Art Frequenzmodulationsübertragung
verwendet wird, und ferner dadurch, daß solche drahtlosen Systeme insgesamt
unter einer Hüllkurvenverzögerungsverzerrung leiden. Infolge dieser Verzögerungsverzerrung werden
verschiedene Komponenten der frequenzmodulierten Schwingung mit verschiedenen Beträgen von
Verzögerung oder Phasenverschiebung empfangen. Bei einem Frequenzmodulationssystem, bei dem die
Frequenz des Trägers proportional der Amplitude des Modulatiomssignals moduliert ist, ergibt eine
Hüllkurvenverzögerungsverzerrung eine solche Änderung der übertragenen Schwingung, daß Signale
mit verschiedener Amplitude verschiedene Phasenverschiebungen erleiden.
Insbesondere entsteht dadurch, daß der Farbträger, der in der Phase und der Amplitude gemäß
den Informationen moduliert ist, die sich, auf den Farbton bzw. die Sättigung beziehen, für die Übertragung
mit der Helligkeitsinformation kombiniert ist, eine Überlagerung des Farbträgers auf das
Helligkeitssignal als Grundlinie. Demgemäß kann in dem frequenzmodulierten Signal dieselbe Farb-.
information durch ganz verschiedene Frequenzkomponenten dargestellt werden, je nach der
momentanen Helligkeit. Dadurch, daß die Phasenverschiebungen oder Verzögerungen, die diese verschiedenen
Frequenzkomponenten infolge von Hüllkurvenverzögerungsverzerrung erleiden, beträchtlich
verschieden sein können, kann die empfangene Farbtoninformation, die eine Phasenmodulation
des Farbträgers ist, ganz verschieden -von der an den Sender angelegten Information sein. Diese
Diskrepanzen entstehen allein durch Änderungen der momentanen Helligkeitsinformation, die gleich-
, zeitig übertragen, wird.
In gleicher Weise wird die Synchronisierungsschwingung
des Farbträgers, stets bei diem gleichen Amplitudenpegel ah den Sender angelegt, sie wird
infolgedessen durch die:>gleichen Frequenzkomponenten
des frequenzmodulierten Signals dargestellt. Andererseits kann sich der Amplitudenpegel der
effektiven Grundlinie des Farbträgers stark mit der Helligkeit ändern, wie oben ausgeführt wurde,
infolgedessen' wird das Farbsignal in der frequenzmodulierten
Schwingung durch entsprechend verschiedene Frequenzkomponenten dargestellt, für welche die Phasenverschiebungen beträchtlich verschieden
sind. Wenn infolgedessen die Phase des empfangenen Farbträgers mit dem Ausgang eines
Oszillators im Empfänger, der durch die Synchronisierungsfarbschwingung gesteuert wird, verglichen
wird, kann die wiedergewonnene Farbtoninformation ganz verschieden von der am Sender
angelegten sein, und zwar ist die Verschiedenheit nur abhängig von der jeweiligen übertragenen
momentanen Helligkeit und von der Verzögerungsverzerrung des vorhandenen Übertragungssystems.
Erfindungsgemäß wird daher das Farbfernsehsignal vor dem Anlegen an den Frequenzmodülator
des drahtlosen Systems so geändert, daß die schädlichen Wirkungen der bei der Übertragung über
das System entstehenden Verzerrungen verringert werden. Zu diesem Zweck wird das Farbfernsehsignal
an den Frequenzmodulationssender über ein ' Vorverzerrungs- oder Wertungsnetzwerk angelegt,
das die tieferen Frequetnzkomponeiiten des Signals
in bezug auf die übrigen Komponenten dämpft und damit effektiv den Amplitudenbereich zusammendrückt,
in dem der überwiegende Teil der Heilig- . · keitsinformation übertragen wird. Hierdurch entsteht
eine Verringerung der durch die Helligkeitssignale hervorgebrachten Frequenzabweichung des
Frequenzmodulators, und dementsprechend liegen die Grundlinien der hochfrequenten Farbsignale
innerhalb eines engeren Frequenzbereichs. Die Verzögerungsverzerrung in diesem Bereich ist geringer,
als sie bei Signalen sein würde, die ohne Zusammendrückung an den Sender angelegt werden, und
damit werden die Phasen- und Amplitudenänderungen der hochfrequenten Farbsignale auf ein Minimum
gebracht. Auf den Ausgang des Übertragungssystems wirkt ein Entzerrungs- oder Wiederherstellungsnetzwerk
mit einer Kennlinie, die eine Ergänzung1 der Kennlinie des Vorverzerrungsnetzwerks
darstellt, um das Farbfernsehsignal in seinen ursprünglichen Amplitudenbereich zurückzubringen.
Die obigen und anderen Merkmale der Erfindung werden im einzelnen in der folgenden Erläuterung
und an Hand der Zeichnungen behandelt. Erklärung der Zeichnungen:
Fig. ι ist ein Blockschema eines drahtlosen Relaissystems, das erfindungsgemäß abgeändert ist;
Fig. 2 und 3 sind Oszillogramme, welche die Wirkung der. erfindungsgemäßen Vorverzerrung
auf das NTSC-Farbfernsehsignal zeigen;
Fig. 4 ist eine graphische Darstellung, welche die Übertragungskeinnilinien des Vorverzerrungs-
und des Wiederherstellungsnetzwerks der Fig. 1 zeigt;
Fig. 5 ist eine graphische Darstellung, welche die Verminderung der Übertragungsfehler zeigt,
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die sich durch die Einführung des Vorverzerrungs- und des Wiederherstellungsnetzwerks der vorliegenden
Erfindung ergibt.
Fig. ι zeigt in Blockform ein typisches drahtloises
Frequenzmodulationsrelaissystem, das erfindungsgemäß abgeändert ist. Ein solches drahtloses
Relaissystem ist in einem Aufsatz mit dem Titel »The TD-2 Microwave Radio Relay System« durch
A. A. Roetken, K. D. Smith und R. W. Friis
ίο auf S. 1041 ff. des »Bell System Technical Journal«,
Oktober 195i, Teil II, beschrieben. Bei diesem
System wird das Videosignal an einen Frequenzmodulationsendsender 12 angelegt, in dem es auf
einen Zwischenfrequenzträger frequenzmäßig aufmoduliert wird. Die modulierte Schwingung wird
dann auf, Mikrowellenfrequenzen überlagert, um — gewöhnlich mit Hilfe von Relaisstationen wie
14 und 16 — zu einem Frequenzmadulationsendempfanger
18 übertragen zu Averden, der zur Erzeugung eines Ausgangssignals eingerichtet ist,
dessen Amplitude proportional der Frequenz der empfangenen Trägerfrequenzschwingung ist. Wenn,
wie in der Zeichnung dargestellt, Relaisstationen verwendet werden, Avird das Mikrowellensignal zur
Verstärkung auf die Zwischenfrequenz zurückgeführt und die verstärkteZwischenfrequenzschwingung
für die Weiterübertragung wieder auf die Mikrowellenfrequenz überlagert. Wenn ein solches
System erfindungsgemäß abgeändert wird, wird das Farbfernseh- oder Videosignal über ein Vorverzerrungsnetzwerk
io an den ■ Frequenzmodula,-tionsendsender
12 angelegt und das Ausgangssignal des Endempfängers 18 voir seinem Anlegen an die
örtlichen Verteiler- oder Programmschaltungen an eine Wiederherstellungseinrichtung 20 angelegt.
Die inneren Einzelheiten des drahtlosen Relaissystems, das sich vom Frequenzmodulationssender
12 zum Frequenzmodulationsempfänger 18 erstreckt,
sind in bezug auf die vorliegende Erfindung nicht wichtig, abgesehen von der Tatsache, daß als
Übertragungsverfahren die Frequenzmodulation verwendet wird. Zusätzlich sei angenommen, daß
die übertragene Schwingung im Laufe der Übertragung über das System eine Hüllkurveniverzöge:-
rungsverzerrung erleidet. Wie oben ausgeführt wurde, besteht die Wirkung dieser Hüllkurvenverzögerungsverzerrung
darin, daß die ,relative oder differentielle Phase verschiedener Komponenten
des Videosignals \rerändert wird, wodurch sich
Form- und Amplitudenverzerrungen der Hüllkurve ergeben. Solche Veränderungen, welche die unrichtige Wiedergabe von Farbfernsehbildern verursachen,
werden erfindungsgemäß durch Anwendung von anfänglicher Vorverzerrung des Signals
vor dem Anlegen an den Sender und entsprechender Wiederherstellung des Signals hinter dem Empfänger
verringert oder beseitigt.
Ein typisches Farbfernsehsignal gemäß der NTSC-Norm ist im wesentlichen im Oszillogramm
der Fig. 2 dargestellt. Dieses Signal enthält Synchronisierungsimpulse
22 und durch die strichpunktierte Kurve 24 angegebene Helligkeitsinformationen, die den entsprechenden Komponenten eines
einfarbigen Signals gleichen. Zusätzlich werden die Farbinformationen (Farbton und Sättigung) als
Modulationen eines hochfrequenten Unteirträgers übertragen, der dem Helligkeitssignal 24 als Grundlinie
überlagert ist. Dieser Unterträger wird dauernd übertragen, mit Ausnahme während der Synchronisierungsintervalle,
jedoch kann er die Amplitude Null annehmen, wenn in der Feirnsehszene
keine Farbe vorhanden ist. Zur Erläuterung sind nur Teile des modulierten Unterträgers dargestellt,
z. B. bei 26 und 28. Die gestrichelten Linien 29 stellen die Hüllkurve des modulierten Farbträgers
dar.
Außerdem enthält das Signal noch Schwingungen 32 mit Unterträgerfrequenz, die gewöhnlich
Farbsynchronisieirschwingungssignale genannt werden und die im Farbfernsehempfänger benutzt werden,
um die Wiedergewinnung der Farbinformation aus der Signalschwingung zu ermöglichen.
Bei der Prüfung des Oszillogramms der Fig. 2 erkennt man, daß, abhängig von der Helligkeit des
Bildelements, das durch die zusammengesetzte Signalschwingung dargestellt wird, die Grundlinie
des modulierten hochfrequenten Unterträgers, der einen besonderen Farbton und eine besondere Sättigung
darstellt, in, einem großen Amplitudenbereich des Videosignals und nach der Frequenzmodulation
für die drahtlose Übertragung bei entsprechenden Trägerfrequenzen liegen kann. Die Wirkung dieses
Vorganges läßt sich bei Übertragung über eine Einrichtung mit Hüllkurvenverzögerungsverzerrung
an Hand der graphischen Darstellung der Fig. 5 verstehen.
In dieser Darstellung ist die Kurve 30 eine Auftragung der relativen Verzögerung als Funktion
der Frequenz und stellt die Hüllkurvenverzögerungsverzerrung für ein typisches drahtloses Relaissystem
mit einem Zwischenfrequenzdurchilaßband von 66 bis 74 MHz dar. Das Fernsehsignal
der Fig. 2 ist als ausgezogene Linie 34 wiedergegeben (wobei die Hüllkurve der Farbfrequenzkomponiente
im Interesse . der Übersichtlichkeit weggelassen ist), deren, Amplitudengrenzeii so- gewählt
sind, daß sie mit den, Frequenzen zusammenfallen,, bei denen diese Amplituden bei einem
typischen " Frequeinzmodulationssystem übertragen
werden können. Damit ist die untere Amplitudengrenze der Synchronisierimpulse,22 bei der unteren
Frequenzgrenze des Durchlaßbandes festgelegt, und die maximale Signalamplitude reicht bis zur oberen
Grenze, des Bandes. Man erkennt, daß bei einer Änderung der Amplitude des Videosignals sich die
Frequenz des zwischenfrequenten ,Trägers über den gesamten Bereich zwischen 66 und 74 MHz ändert.
Wie durch die Kurve 30 dargestellt ist, ändert sich die Verzögerung in diesem Bereich wesentlich; die
Verzögerungsabweichung, die der vollen Frequenzabweichung entspricht, ist durch den Abstand der.
Linien α und b angegeben. Oftmals reichen die
Änderungen der relativen Phase und der Amplitude, die einer solchen Verzögerungsabweichung entsprechen,
aus, um größere Änderungen inder Wiedergäbe der Farbe im Empfänger zu verursachen.
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Das Vorverzerrungsnetzwerk ίο, das am Eingang
des Endsenders 12 eingeschaltet ist, wirkt auf das video'frequente Signal der Fig. 2 so ein, daß
der Amplitudenbereich., welcher durch den größefen Teil der Komponenten des Videosignals, das
die Helligkeitsinformation darstellt, eingenommen wird, wesentlich verringert wird. Da der größte
Teil der wichtigen Helligkeitsinformation durch die niedrigen Frequenzen dargestellt wird, kann
das Vorverzerrungsnetzwerk 10 eine Übertragungskennlinie
der Art haben, wie sie durch die Kurve 36 der Fig. 4 dargestellt ist. Man erkennt, daß die
Wirkung dieser Kennlinie im wesentlichen darin besteht, die niedrigen Ffequenzkomponenten des
angelegten Signals in bezug auf die höheren für alle Frequenzen bis zu etwa. 1 MFIz zusammenzudrücken
Oider zu dämpfen (man beachte, daß die Frequenz auf einer logarithmischen Koordinate
aufgetragen ist). Frequenzkomponenten oberhalb dieser Grenze werden, ohne wesentliche Amplitudenänderung
übertragen.
Die Wirkung einer solchen Vorverzerrung auf das in. Fig· 2 dargestellte Farbfernsehsignal ist an
Hand des Oszillograrnms der Fig. 3 ersichtlich. Man erkennt, daß die Synchronisierimpulse 22 und
die Helligkeitsschwingung 24 in der Amplitude etwa um einen Faktor 5 verringert sind, während
die Farbsignale 26 und 28 und die Farbschwingungssynchrorasiersignale
32 mit höherer Frequenz im wesentlichen keine Amplitudenänderung erfahren. Man wird ferner bemerken, daß die Grundlinien
dieser hochfrequenten Signale infolge einer solchen Vorverzerrung in einem stark eingeschränkten
Amplitudenbereich liegen im Vergleich zu dem Bereich, der durch die Grundlinien des ungeänderten
Farbfernisehsignals der Fig. 2 eingenommen wird.
Das abgeänderte Fernsehsignal der Fig. 3 ist als gestrichelte Kurve 38 in Fig. 5 ebenfalls einge-.
tragen. Man wird leicht erkennen, daß zwischen den Frequenzen der modulierten Schwingung, dem
eingeschränkten. Amplitudenbereich entsprechend, in dem die Grundlinien der Farbsignale der abgeänderten
Schwingung liegen, die Verzögerungsabweichung, die durch die Linien b und c definiert
ist, wesentlich verringert ist. Infolge dieser Wirkung werden die Farbsignale über die Frequenzmodulationsein.richtung
mit stark verringerten Änderungen der relativen Phase und. Amplitude übertragen, und die Farbinformation bleibt im System richtig erhalten.
Wie oben festgestellt wurde, wird der Ausgang des Frequenzmodulationsempfängers an eine Wiedeirheirstellungsschaltung
20 angelegt, die SO' aufgebaut ist, daß die Helligkeitsinforma,tion wieder in
ihren ursprünglichen Ampl.itudenbereiich zurückgeführt wird, wie er durch die Eingangssignalschwingung
eingenommen wurde. Dies geschieht durch ein Netzwerk mit einer Übertragungskennlinie,
die eine, Ergänzung der Kennlinie des Voranhebungsnetzwerks 10 ist und die durch die Kurve
der Fig. 4 dargestellt ist.
Es ist bekannt, daß eine Zusammendrückung der tieferen Frequenzkomponenten des Farbfernsehsignals
zu einer Verschlechterung des Signal-zu-Rausch-Verhältnisses
des Übertragungssystems für die tieferen Frequenzkomponenten führt. Jedoch
begünstigt das charakteristische dreieckige Rauschspektrum des Frequenzmodulationssystems die
tieferen Frequenzkomponenten stark. Die Verschlechterung des Sighals-zu-Rausch-Verhältnisses
kann daher ohne wesentliche Beeinträchtigung der Gesamtüberfcrägungskennlinie in Kauf genommen
werden. Daraus folgt, daß das Farbfernsehsignal bei Anwendung der Erfindung über Frequenzmodulationssysteme
mit Verzögerungsverzerrung übertragen werden kann, ohne daß bedeutende Verzerrungen
in den Teilen des Signals auftreten, welche die Farbinformation enthalten,, und daß es
ohne bedeutende Vergrößerung des Rausches wiedergewonnen werden kann.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Frequenzmodulationssystem zur Übertragung von Farbfernisehsignalen, bei dem die Farbe durch Modulation einer Trägerwelle relativ hoher Frequenz dargestellt wird, welche einem die Helligkeit darstellenden Signal mit verhältnismäßig niedriger Frequenz überlagert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Färbfernsehsignale dem Sender des Frequenzmodulationssystems über ein Verzerrungsnetzwerk zugeführt werden, welches dazu dient, den. Amplitudenbereich der an den Sender angelegten 95, Farbfernseibsignalkomponenten niedrigerer Frequenz in bezug auf die Komponenten höherer Frequenz zusammenzudrücken und somit zwecks Verringerung der die Farbkomponenten des Signals beeinträchtigenden Verzögerungs- 100· verzerrung den Frequenzbereich zu verengen, innerhalb dessen die Farbkomponenten der Signale gesendet werden, und daß der Empfänger des Frequenzmodulationssystems mit einem komplementären Entzerrungsnetzwerk ausge- 105. stattet ist, welches auf den Empfängerausgang in der Weise einwirkt, daß die empfangenen Farbfernseibsignale1 auf ihren ursprünglichen Amplitudenbereich gedehnt werden.
- 2. Frequenzmodulationssystem nach An- nu. spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Verzerrungsmittel den Amplitudenbereich der Signalkomponenten mit Frequenzen, bis herauf zu etwa ι MFIz zusammendrückt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 546/137 6.56
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